Inquisition

Dorian Hunter (23) – Tod eines Freundes

Titel: Dorian Hunter (23) – Tod eines Freundes / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher: Constantin von Jascheroff, Thomas Schmuckert, Hasso Zorn, Stefan Krause ua

hunter23Inhalt: Endlich vervollständigen sich Dorian Hunters Erinnerungen an sein zweites Leben als Juan Garcia de Tabera. Nach dem Verlust seiner geliebten Esmeralda trifft de Tabera erneut auf seinen Erzgegner Lucero – und wird Zeuge der Geburt des Dämonendrillings. Das einzige Mittel, dieses Monstrum zu vernichten, ist der goldene Drudenfuß, den de Taberas Mentor Albertus Villanovanus in seinem Alchemielabor schuf. 500 Jahre später ist sicher: Der Drilling hat überlebt und Dorian Hunter setzt alles daran, die einmalige Waffe aufzuspüren.


Auch mit dieser Folge fährt die Geschichte weiterhin zweigleisig. Einmal mehr begleitet man den jungen Tabera, auf den nach den Schrecken der vergangenen Episode gleich das nächste Grauen wartet. Ich habe zwar nachwievor kein Faible für Geschichten, die in so ferner Vergangenheit spielen, doch das gleichen Taberas Erlebnisse langhin aus. In dieser Folge finde ich sie sogar weitaus interessanter als das Geschehen in der Gegenwart. Taberas neue Entdeckungen -vor allem die des dämonischen Drillings- sind für eine dicke Gänsehaut gut. Und bei seiner Bestrafung bald darauf, die so richtig schön typisch Inqusition ist,  habe ich mich innerlich gut gekrümmt. Sofern es gruselig und grausam zugeht, nehme ich auch also auch eine Story anno Dazumal in Kauf.
Auch wenn es mir hier eher der Teil der Geschichte um Tabera angetan hat, so ist aber auch der Teil wichtig, der in der Gegenwart spielt. Bei dieser Folge werden nämlich erstmals bedeutende Zusammenhänge zwishen den beiden Teilen deutlich. Und die sorgen eben auch im Jetzt für einen spannenden Verlauf, der so manche Überraschung bereithält. Es macht Spass zu verfolgen, wie Hunter nach und nach die Verbindungen zwischen seinem früheren und seinem jetzigen Leben herstellt. Seine Erkenntnisse führen zu einem dramatischen Ende, das zumindest mich auch ein wenig betroffen gemacht hat. Schade um den Freund. Wobei ich bei dieser Serie auf einen Ausdruck wie “vernichtet” nicht viel gebe 😉

Constantin von Jascheroff bestreitet natürlich auch hier wieder den Part des Taberas. Seine markante und recht junge Stimme passt prima zu dieser Figur und lässt sie schön lebendig wirken. Ein herber Gegensatz zu Thomas Schmuckerts Stimme. Hunter im Heute klingt da ja doch deutlich finsterer. Hasso Zorn alias Helnwein habe ich seit jeher gerne gehört. Er kann auch hier wieder mit fester Stimme und ruhigem Tonfall punkten. Und Frank Felicetti lässt einen einmals mehr schmunzeln, wenn er Chapman zu Worte kommen lässt.Rentier150-1

Konnte man der Reihe in Sachen Musik jemals etwas vorwerfen? Nein! Und dabei bleibt es auch mit dieser Episode. Im Teil der Geschichte um Hunter im Heute sind weiterhin Stücke der härteren Gangart zu hören. In Taberas ?Nacht? Teil wurden Melodien eingesetzt, die sich an der Zeit des Geschehens orientieren. Weniger modern, dafür aber ebenso stimmungsvoll.
Und nein, die “Stotterer”, die so klingen als würde die CD hängen, sind kein Fehler sondern Stilmittel im Zusammenhang mit dem Dämonenzwilling. Ich finde es trotzdem sonderbar und hätte es nicht gebraucht.

Als Covermotiv wurde eine wichtige und grausige Szene aus der Geschichte gewählt. Sie lässt einen automatisch einen Zusammenhang mit dem Titel herstellen. Hängt da etwa der Freund? Das macht neugierig.

Fazit: Eine spannende Folge, die mir dank vieler wahrlich grausiger Szenen richtig gut gefallen hat. Hier läuft das Geschehen in der Vergangenheit mit dem im Heute zusammen, was für ein spannendes Ende sorgt, das einen auch ein wenig betroffen zurücklässt. Klasse!

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Dorian Hunter (22.2) – Esmeralda – Vergeltung

Titel: Dorian Hunter (22.2) – Esmeralda / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Thomas Schmuckert, Kaya Marie Möller, Constatin von Jascheroff, Frank Gustavus

hunter22-2Inhalt: Dorian Hunter liegt im Krankenhaus. Auf die schlagartige Erinnerung an sein zweites Leben als Juan Garcia de Tabera folgte der totale körperliche Zusammenbruch. Anfang des 16. Jahrhunderts erlebte de Tabera den Prozess gegen das unschuldige Mädchen Esmeralda. Der Beginn einer feurigen Liebschaft, die tragisch endete – und deren Schatten bis in die Gegenwart reicht.


Dieser zweite Teil setzt nahtlos an das Geschehen aus der ersten Folge an. Deshalb sollte man gar nicht erst versuchen, sie einzeln zu hören. Da wäre man direkt bei der ersten Szene sicher bereits total verwirrt. Weiterhin begleitet man Hunter in seiner Vergangenheit im 16. Jahrhundert, wo er als Juan Garcia de Tabera den Inquisitoren auf der Spur und auf der Suche nach der jungen Esmeralda ist, die von der Inquisition gefoltert wurde. Das ist spannend und hat seine dramatischen Szenen, was mich auch dieses Mal gut darüber hinweggetröstet hat, dass das Geschehen sich vor so ewig langer Zeit abspielt. So richtig versöhnt war ich damit aber erst beim Kampf de Taberas gegen die Vampire. Solche Szenen mag ich, da ist mir dann selbst die Zeit völlig egal.
Es gibt natürlich aber auch einen Handlungsstrang im Hier und Jetzt. Marvin Cohen wurde dazu abgestellt, Hunter im Krankenhaus zu bewachen. Dabei wird einem sehr schnell klar, dass das auch dringend nötig ist! Da wabert eine herrlich schön-schaurige Atmosphäre durch den Krankenhausflur, sodass ich nur darauf gelauert habe, dann endlich etwas geschieht. Lange musste ich nicht warten und schon wurde es ganz schön gruselig auf der Station. Mir hat dabei sehr gut gefallen, wie sich das Geschehen zu Zeiten de Taberas in’s Heute schleicht. Und nach der bedrohlichen Ruhe geht es dann erstmal wieder ganz schön rund. Ich muss aber auch gestehen, dass ich sehr über Cohens Singsang gelacht habe, mit der er seine Suche im Krankenhausflur begleitet. Cohen ist und bleibt -eben weil er immer mal für ein Lachen gut ist- meine Lieblingsfigur in dieser Reihe.
Im Anschluss an “Vergeltung” findet sich auf der CD noch das Kurzhörspiel “Schneesturm”. Zunächst konnte ich damit nicht allzu viel anfangen. Sie ist ganz interessant, ja, auch schön finster, aber einen direkten  Zusammenhang mit der Hunter-Story hatte ich darin zunächst nicht gesehen. Ein Blick ins Booklet brachte dann Licht ins Dunkel. Eine schöne Idee

Die Sprecher wissen einmal mehr zu glänzen. Und auch wenn mir Esmeralda in gewissen Szenen ganz schön auf die Nerven gegangen ist (ich habe was gegen Geschrei und Gekreische), so fand ich Kaya Marie Möllers Darbietung doch auch ganz schön beeindruckend.  Constantin von Jascheroff weiß als de Tabera absolut zu überzeugen, und Frank Gustavus hat mich wie schon erwähnt mit Cohens  bitterbösen Humor einmal mehr zum Lachen gebracht.

Musikalisch braucht die Folge sich ebenfalls nichts vorwerfen zu lassen. Schöne und stimmungsvolle Stücke begleiten das Geschehen und tragen maßgeblich zur Atmosphäre bei und eine feine Geräuschkulisse veranschaulicht die Handlung.

Nach Esmeralda persönlich auf dem Cover des ersten Teils, findet man sich mit dem Motiv hier auf einem kahlen Krankenhausflur wieder. Mir gefällt es besser als das der Vorgängerepisode, da es doch eine ganze Spur moderner wirkt. Und auch geheimnisvoller mit der schwarzen Figur am Ende des Flurs.

Fazit:  Ein gelungener zweiter Teil, der das weitere Geschehen im 16. Jahrhundert beschreibt, welches eindrucksvoll endet. Besonders gefallen hat mir, wie sich anschließend das Früher ins Heute schleicht. Das ist erstens herrlich schauerlich anzuhören und zweitens -nach dem Ausflug in die Vergangenheit- wieder typisch Hunter wie man ihn im Jetzt kennt. Da darf die weitere Handlung der Reihe meinetwegen auch gerne bleiben…

Dorian Hunter (22-1) – Esmeralda – Verrat

Titel: Dorian Hunter (22-1) – Esmeralda – Verrat / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Kaya Marie Möller, Volker Brandt, Constantin von Jascheroff, Hasso Zorn, Regina Lemnitz ua

hunter22-1Inhalt: Auf der Suche nach Informationen über seine vergangenen Leben stößt Dorian Hunter auf Aufzeichnungen aus der Zeit der spanischen Inquisition. Im Jahre 1506 wird das Mädchen Esmeralda der Hellseherei angeklagt und gezwungen, fortan mit der Inquisition zusammenzuarbeiten. Ihre erste Aufgabe ist es, etwas über einen jungenden Mann herauszufinden: Juan Garcia de Tabera.


Eines muss man dieser Serie lassen: sie versteht es, abwechslungsreich zu sein ohne sich dabei in der Handlung zu verfransen. Nach den recht eigenständigen letzten Folgen, bekommt der Fan nun eine Doppelfolge geboten, die zu einem Thema zurückfindet, das schon in vorigen Folgen angegangen wurde. Man erhält weitere Einblicke in Dorian Hunters Vergangenheit. Dieses Mal in einen Abschnitt, bei dem Inquisitor Lucero im Mittelpunkt steht, der die junge Esmeralda in seine Dienste stellt. Aus ihren hellseherischen Fähigkeiten verspricht sich der Inquisitor Vorteile bei seinen Plänen. Ich bin nun bekanntlich kein Fan von Geschichten aus so frühen Zeiten, aber ich muss zugeben, dass ich diesem Teil der Folge trotzdem gespannt gefolgt bin. Einfach weil er eine tolle Atmosphäre mitbringt. Es liegt eine spürbare Bedrohung darüber und auch Esmeraldas Angst kommt gut rüber. So kann man nicht anders als mit und um sie zu bangen und mit unheilvollen Ahnungen abzuwarten, wie es mit ihr weitergeht. Als dann noch ein gewisser Juan Garcia de Tabera auftaucht und Kontakt zu Esmeralda aufnimmt, kommt noch eine zusätzliche Würze in die Geschichte. Denn auch er hat ganz eigene Pläne.
Bei all diesem Gewese um Hunters früheres Leben kommt der Teil der Geschichte um die entführte Coco Zamis ziemlich kurz. Er hat bei mir den Eindruck hinterlassen, an den Rand gedrängt worden zu sein. Dabei finde ich ihn ebenso interessant, denn auch bei Coco tut sich einiges und nur wenig Gutes. Das ist genauso spannend, hatte hier aber in meinen Ohren kaum Gelegenheit, den Hörer so zu fesseln wie es Hunters Historie gelingt. Schade eigentlich.

Die beiden Hauptfiguren aus Hunters früherem Leben werden von Kaya Marie Möller und Volker Brandt gesprochen. Kaya Marie Möllers helle und junge Stimme hat mir für Esemralda gut gefallen. Es gelingt ihr zudem wunderbar, die verschiedenen Gefühle rüberzubringen, die sie unter Lucaros unbarmherziger Herrschaft durchlebt. Volker Brandt lässt in dieser Rolle in jedem Satz unverkennbar mitschwingen, dass Lucaro keine Gnade kennt, wenn etwas nicht nach seinen Plänen verläuft. Der mittelalterliche Hunter namens Tabero wird von Constatin von Jascheroff gesprochen. Er schafft es schon nach wenigen Minuten, einem ein Bild von dieser Figur vor Augen zu zaubern.

Einmal mehr begleitet eine passige Musik- und Geräuschkulisse diese Folge. Beides trägt maßgeblich zur Atmosphäre der Geschichte bei und sorgt für einen unheilvollen und finsteren Anstrich.

Selbstverständlich hat es Esmeralda auf das Cover dieser Folge geschafft. Dahinter die Burg, das passt erstens gut zur Geschichte und zweitens reiht es sich nahtlos in den Look der bisherigen Cover ein. Ich muss aber auch zugeben, dass ich es im ersten Moment etwas befremdlich fand, eine Person auf einem Hunter-Cover anzutreffen, obendrein noch so deutlich zu erkennen.

Fazit:  Ein weiterer spannender Einblick in Hunters früheres Leben, dem es weder an Dramatik, noch an Bedrohlichkeit mangelt. Ich hätte es nur gut gefunden, wenn man dem Part um Coco und Helwein etwas mehr Raum gegeben hätte. Dieser Teil kam mir zu kurz.

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