Internat

Sternenfohlen (01) – In der Einhornschule

Titel: Sternenfohlen (01) – In der Einhornschule / Verlag: Kosmos Verlag / Spielzeit: ca. 47  min / Sprecher:  Johannes Steck, Sabine Menne, Lenny Peteanu, Johannes Raspe ua

Inhalt: Im zauberhaften Einhorn-Land Arkadia gehen die kleinen Einhörner zur Schule, um zu lernen, wie sie ihre magischen Fähigkeiten später sinnvoll einsetzen können. Das Einhornmädchen Wolke startet mit anderen Einhorn-Fohlen ihr erstes Jahr in der Einhorn-Schule. Alle müssen sich zusammenraufen, es finden sich neue Freunde, aber auch erste Schwierigkeiten tauchen auf. Natürlich geht es im Einhornland Arcadia wesentlich magischer zu, als wir Menschen das kennen. In der Einhornschule wird vor allem der richtige Umgang mit den magischen Fähigkeiten geleert. Und auch außerhalb des Unterrichts erleben die Einhornkinder im Einhorninternat Abenteuer voller Magie und Freundschaft.


Im Jahre 2015 hat die Reihe “Sternenschweif” einen Ableger bekommen, nämlich “Sternenfohlen”. Da ich zu dieser Zeit mit der reziratte sehr geschlampt habe, ist das total an mir vorbeigegangen. Das tut mir nach dem Hören der ersten Folge wirklich sowas von leid, das kann sich keiner vorstellen. Aber ich werde demnächst mit höheren Folgen damit weitermachen, quasi quer einsteigen.
Wie alle Kinder müssen natürlich auch Einhornkinder zur Schule gehen. In ein Internat, was ja bei solchen Geschichten spätestens seit Harry Potter & Co. umso beliebter ist. Darum geht in dieser ersten Geschichte zunächst. Es ist schön zu verfolgen, wie das junge Einhorn Wolke im Internat in Arkadien ankommt, sich dort einlebt, Freunde findet und erfährt, welche magischen Dinge sie hier lernen wird. Wolke und ihre Freunde Saphira und Sturmwind schließt man schnell ins Herz, aber es gibt natürlich auch ein paar junge Einhörner,die sich als Gegenspieler entpuppen. Eine recht typische Situation in solch einer Geschichte, nur eben halt mit nicht so typischen Figuren.
Im zweiten Teil der Geschichte kommt dann noch etwas Spannung auf, denn Wolke erlebt ihr erstes großes Abenteuer während ihrer Schulzeit. Dabei darf man sich durchaus um sie sorgen und ihre Kontrahenten verfluchen. Gleichzeitig lernt man dabei noch ein wenig die Umgebung der Schule kennen, die durchaus auch ihre gefärhlichen Ecken hat. Das lässt auf viele weitere Abenteuer für die jungen Einhörner hoffen.

Die Sprecherliste ist so lang, das erschlägt einen. Ich dachte anfangs auch schnell, ich würde mich unter den ganzen Figuren nie zurechtfinden. Es hat aber doch geklappt, denn hier ist einfach jeder Sprecher aufgeführt, bis hinunter zur kleinsten Rolle. Sabine Menne ist als Wolke zu hören. Sie hat eine passende junge Stimme, hell und sehr liebenswert. Dank ihr mag man Wolke sofort als sie am ersten Tag ängstlich mit ihren Eltern vor der Schule steht. Fabian Wittkowski hat mir ebenfalls gefallen. Im Gegensatz zu Sturmwinds stürmisch-mutigen Namen ist er nämlich nicht unbedingt der Held, aber er klingt genau deshalb symapthsich. Weil er sich oft eher zurückhält und so den Charakter von Sturmwind deutlich macht. Max Felder übernimmt den Part von Oriel, einem von Wolkes Widersachern. Genau genommen, dem Anführer eben dieser. Entsprechen hat er für das Einhorn einen fiesen und oft hinterhältigen Ton in petto.

Musik ist hier überwiegend währen der Erzählerparts zu hören, seltener während der Geschichte. Das hält das Augenmerk auf die Handlung gerichtet. Es sind eher leise Stücke zu hören, sehr weich, dezent und klangvoll. Ein großes Kompliment geht noch an das Titellied, von dem ich nach einmaligem Hören bereits einen Ohrwurm hatte. Die Melodie bleibt einfach hängen und ich denke, wenn man es ein paar Mal hört, kann man es schon gut mitsingen.

Das Cover fällt vor allem durch die Pink- und Rosatöne auf. Aber an solche Bonbonfarben muss man sich bei dieser Reihe gewöhnen. Ich habe da schon etwas auf die nächsten Folgen gespinstet. Das hübsche Einhorn dürfte dann wohl Wolke sein.

Fazit:  Ein wirklich wunderschöner Auftakt dieser Reihe, der zunächst die Figuren und das Leben am Internat vorstellt und seine junge Helden danach noch in ein kleines Abenteuer schickt. Hier dürfen Einhornfans gerne zugreifen, sie werden nicht enttäuscht sein.

Du kannst keinem trauen (Robison Wells)

keinemtrauenDer 18-jährige Benson hat ein Stipendium für ein Elite-Internat ergattert. Doch die Schule ist nicht wie erwartet: Umgeben von Stacheldraht und hohen Mauern, ohne Kontakt zur Außenwelt sind die Schüler dort Gefangene. Es gibt keine Lehrer, aber strikte Regeln, deren Einhaltung durch Kameras überwacht und mit harten Strafen geahndet wird.
Die Schüler sind gezwungen, um ihr Überleben an der Schule zu kämpfen. Gegen die Regeln verliebt sich Benson in Jane. Als sie bei einem brutalen Kampf schwer verletzt wird, macht Benson eine grauenvolle Entdeckung.

Jugendthriller wecken meine Neugier stets aufs Neue. Bei diesem war es ausnahmsweise mal nicht das Cover, das mich sofort ansprach, sondern der Klappentext. Das klang doch so ganz nach meinem Geschmack!
Zu Beginn bekam mein Enthusiasmus aber zunächst einen kleinen Dämpfer. Benson ist nämlich kein normaler Teenager. Er hat eine harte Kindheit und Jugend hinter sich, ist von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht worden und hatte mit allerlei Schwierigkeiten zu kämpfen. Ihm hängt etwas Rebellisches an. Solch “problematische” Hauptfiguren sind meist nicht mein Fall. Ein solches Leben ist zu weit weg von meinem eigenen, weshalb ich mich nur schwer mit solchen Figuren identifizieren oder mich in sie hineinversetzen kann.
Glücklicherweise stellte sich Benson im weiteren Verlauf nicht als auf Krawall gebürsteter Unruhestifter mit säckeweise Altlasten aus seinem biherigen Leben heraus. Ich fand es gut, dass er stattdessen darauf aus ist, seinem Leben mit der Zeit auf dem Internat doch noch eine positive Wendung zu geben.
Schnell wird Benson und somit auch dem Leser klar, dass diese Schule auf sehr spezielle Art etwas Besonderes und Seltsames ist. Keine Lehrer, Schüler, die sich zu Banden zusammengeschlossen haben, Unterricht, der von den Schülern selber gegeben wird und nichts mit normalem Schulunterricht zu tun hat, eiserne Regeln, die -werden sie nicht eingehalten- mit harschen Strafen wie Hungern oder Schlimmerem geahndet werden. Und außer Benson scheint niemand daran etwas außergewöhnlich oder gar schlimm zu finden. Ich konnte nur zu gut verstehen, wieso ihm all das gegen den Strich geht und weshalb er unbedingt von der Schule weg will.
Gleichzeitig habe ich natürlich gemeinsam mit ihm gegrübelt, was oder wer dahinter stecken könnte. Das sorgt für Spannung. Ein paar Theorien hatte ich schnell an der Hand, doch die wurden über kurz oder lang zunichte gemacht. Da blieb nur die Frage, mit welcher Überraschung die Geschichte noch um die Ecke kommen könnte.
Ich muss sagen, sie hatte eine Überraschung im Gepäck, die sich gewaschen und mich mit offenem Mund hat dasitzen lassen. Damit hatte ich wahrlich nicht gerechnet, aber ich fand es richtig, richtig cool! Außerdem hatte ich nun eine Idee, was hinter dem Internat und seinen Schülern stecken könnte.
Benson stürzt seine Entdeckung ins blanke Entsetzen und für ihn steht damit umso fester, dass er weg muss. Am besten mit ein paar Leuten, mit denen er sich angefreundet hat. Nur wie? Ich konnte mir keine Fluchtmöglichkeit vorstellen und die Strafe, die auf einen Fluchtversuch steht, macht das Vorhaben noch gefährlicher und brisanter.
Das Ende der Geschichte ist actionreich und rasant und lässt einem kaum Zeit zum Durchatmen. Fand ich die vorherigen Paintballduelle noch viel zu langatmig beschrieben, so flog der letzte Teil des Buchs für mich nur so dahin. Und wie könnte es anders sein? Meine Idee über die Hintergründe des Internats wurde hier prompt wieder über den Haufen geworfen.
Ich bin schon sehr auf den zweiten Teil gespannt, und das sage ich mittlerweile wirklich selten, weil fast nur noch Reihen erscheinen. Doch Bensons Geschichte soll mit Band 2 abgeschlossen sein, soweit ich weiß. Das wäre toll! Er erscheint bereits im August.

Die Geschichte ist aus Bensons Sicht geschrieben. Ich mag seine Art zu erzählen. Er klingt einerseits jugendlich locker und ein wenig rebellisch, hat aber auch eine feine Beobachtungsgabe und denkt meist ganz vernünftig. So las sich das Buch ganz interessant und anschaulich. Solch eine Erzählweise treibt mein Lesetempo an. Einige Kapitel sind etwas länger, dafür kommt man damit aber auch ein gutes Stück in der Geschichte voran.

Das Cover fällt mit der riesigen blutroten Schrift vor dem schwarzen Hintergrund natürlich sofort auf. Anhand des Stacheldrahts und der einsamen Gestalt im Wald kann man nur spekulieren, was in der Geschichte passiert.

Fazit:  Ich fand “Du kannst keinem trauen” sehr spannend! Ein erschreckendes Szenario, eine Entwicklung, die jede Theorie, die man sich zurechtgelegt hat, zuverlässig über den Haufen wirft und eine echte Überraschung als man zum ersten Mal einen Zipfel der Wahrheit zu fassen bekommt. Das actionreiche und rasante Ende setzt allem ein vorläufiges i-Tüpfelchen auf. Ich freue mich auf die Fortsetzung.


Titel: Du kannst keinem trauen
Autor: Robison Wells
Seiten: 480
Verlag: Fischer Verlage
ISBN: 978-3841421401
Preis: 14,99 (Boschiert)

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Die drei !!! (30) – Falsches Spiel im Internat

Titel: Die drei !!! (30) – Falsches Spiel im Internat / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Jannik Endemann,  Alina Degener, Sonja Stein, Clemens Gerhard ua

dda30Inhalt: Als Franzi, Kim und Marie für einen Tag das vornehme Internat Schloss Hohenstein besuchen, sind sie vom Leben dort beeindruckt. Doch in dieser scheinbaren Idylle wartet schon der nächste Kriminalfall auf die drei !!! Die Schülerin Bianka braucht ihre Hilfe. Doch bevor sie ihnen erzählen kann, worum es geht, ist sie plötzlich verschwunden. Was ist passiert? Bei ihren Recherchen tauchen die Detektivinnen tief in Welt des noblen Internats ein und machen Entdeckungen, die sie erst gar nicht glauben mögen.


Normalerweise gehen die drei Detktivinnen auf eine ganz normale Schule, doch in dieser Folge haben sie die Gelegenheit, sich ein vornehmes Internat anzuschauen. Wie könnte es anders sein, wartet dort bereits der nächste Fall auf sie. Was ist los mit Bianka? Wohin ist sie verschwunden? Mir hat diese Folge gefallen. Der Fall ist spannend. Meine erste Ahnung hat sich nur teilweise bestätigt. So blieb trotz Ahnung noch genug zum Grübeln übrig. Außerdem bleibt die Handlung auf den Fall konzentriert. Es gibt keine großartigen Ablenkungen, die ihn zurückdrängen. Und ihm liegt ein Thema zugrunde, dass unter Teenagern heute sicher verbreiteter ist als man annimmt. Leider. Am Ende geraten einige der Charaktere noch in ernste Schwierigkeiten, darunter auch eine der Detektivinnen. Das sorgt nochmal für einen zusätzlichen Schuss Spannung.
Erst ganz am Ende wendet sich die Geschichte dem Privatleben der Mädels . Vor allem dem von Kim. Und was da geschieht, das hat mich wirklich überrascht und irgendwie auch getroffen. Das hätte ich nicht gedacht.

Anton Sprick und Alina Degener habe ich in dieser Folge am liebsten zugehört. Sie schaffen es tatsächlich, dass man sich nie sicher sein kann, ob sie nun zu den Guten oder zu den Bösen gehören. Jannik Endemann gibt einen sympathischen Jason und ich habe ihm seine Empörung im Gespräch mit den Detektivinnen leicht abgenommen. Die drei Hauptsprecherinnen sind fit und munter drauf wie immer.

In der Hauptsache sind während des Hörspiels vertraute Stücke zu hören, aber es gibt zu besonders spannenden Szenen und dem Drama am Ende auch mal neue Stücke zu hören. Ich kann mich nicht erinnern, sie in der Reihe schon mal gehört zu haben, sonst wäre mir das nicht so deutlich aufgefallen. Die Geräuschkulisse kann sich ebenfalls hören lassen. Sie setzt vor allem die Idylle rund um das Internat gut in Szene. Und: kein Windspiel in dieser Folge!

Das Cover zeigt die Detektivinnen vor dem Internat, ausgerüstet mit einem Fernglas. Zusammen mit der dunklen Gestalt am Internatseingang verspricht das eine ordentliche Detektivigeschichte, wie man sie auf der CD auch zu hören bekommt.

Fazit:  Ein schöner spannender Fall, der auf die seltsamen Vorkommnisse im Internat konzentriert bleibt. Eine der besten Folgen der Reihe in meinen Ohren 😉

Mystery Thriller Doppelband – Mord im Mokai Club (Raven Cross) / Als wäre es deine letzte Nacht (Margaux Froley)

mysterydoppelband01Mord im Mokai Club – Lanas Herz klopft wie verrückt, als sie den Club in Miami betritt. Endlich sieht sie ihren Freund Skip wieder, der hier DJ ist! Aber der flirtet den ganzen Abend mit einer anderen, dieser Verräter. Lana sieht rot, holt aus – und am nächsten Tag macht sie als “coole k.o.-Braut” Schlagzeilen. Plötzlich ist sie das Szene-Girl von Miami. Bis sie verhaftet wird: Skips Neue wurde ermordet, und Lana steht unter Mordverdacht.

Als wäre es deine letzte Nacht – Niemals wird Devon die zärtliche Nacht vergessen, die sie mit Hutch verbracht hat. Nun ist er, der beliebteste Junge der Schule, tot – Selbstmord, heißt es. Und ausgerechnet Devon ist nach einem Psychologiekurs diejenige, mit der ihre Mitschüler über ihre Trauer reden sollen. Doch die Gespräche geben Devon Rätsel auf: Der Hutch, den sie kannte, war nicht in eine Parallelwelt voller Drogen verwickelt.

Seit Juli ’13 erscheinen die Mystery Thriller nun nur noch alle zwei Monate. Dafür gibt’s dann aber gleich zwei Thriller in einem Band.
Ich habe mir den ersten Doppelband mal zum Testen gekauft, denn eigentlich war mir einmal im Monat € 3,60 doch lieber als alle zwei Monate auf einen Schlag € 5,99. Natürlich sehe ich die Ersparnis, die auch ordentlich ist, aber es ist und bleibt viel Geld auf einen Schlag.

Mit “Mord im Mokai Club” habe ich ich etwas schwer getan. Erstens weil zwei solch bildhübsche, von sich selbst überzeugte In-Girls nicht unbedingt mein Geschmack an Hauptcharakteren sind. Es hat etwas gedauert bis ich mich wenigstens an sie gewöhnt habe. Dass sie eigentlich auch ganz clever sind, das habe ich ihnen aber bis zum Ende hin einfach nicht abgenommen. Auch der Schauplatz war nicht so mein Fall. Meine Begeisterung für jegliche Ballermann-Atmosphäre hält sich in sehr engen Grenzen. Das gilt sogar für Spring Break in den USA. Diese Begeisterung für Club und für das Feiern teile ich halt nicht. Die Frage, wer der Mörder ist, fand ich trotzdem ganz spannend. Man kann gut mitraten und oft gibt es Wendungen, die einen in einer Vermutung wieder umstimmen. Denjenigen welchen hätte ich zuletzt als Täter in Erwägung gezogen, deshalb war es eine schöne Überraschung. Dafür habe ich über Lanas weiteren Verbleib den Kopf geschüttelt. Na, die muss ja großzügige, tolerante und verständnisvolle Eltern haben…

Auch mit “Als wäre es deine letzte Nacht” hatte ich einen etwas schwierigen Start. Mir waren das anfangs zu viele Namen. Es dauerte nicht lange, da wollte ich schon aufgeben, weil ich fürchtete, bald nicht mehr durchzublicken. Sowas mag ich gar nicht. Zeit um die einzelnen Charaktere so einzuführen, dass man sie sich merken und später wiedererkennen kann, sollte sich jede gute Geschichte nehmen. Zum Glück hielten sich meine Probleme mit den vielen Personen in Grenzen. Ich musste nur ab und zu überlegen, wen ich vor mir habe. Das spielte sich also ein. Bei dieser Geschichte hat es richtig Spass gemacht, mitzuknobeln. Zudem tun sich immer wieder neue Erkenntnisse auf und man muss wieder umdenken. Das war spannend und abwechslunsgreich. Ich hätte anfangs nicht gedacht, dass sich die Geschichte so umfangreich entwickeln würde. Und wenn ein Fall von der psychologischen Seite angegangen wird, dann ist das ganz nach meinem Geschmack.

Ein Extra-Lob gibt es dafür, dass Margaux Froley tatsächlich aus den USA kommt. Das merkt man der Geschichte in Sachen Ausdrucksweise und Schauplatz -im guten Sinne- an. Ich hatte ja in der vorigen Rezi erwähnt, dass es mich stört, wenn Geschichten in den USA spielen, die Autoren aber gar nicht von dort kommen. Was man mindestens an der Ausdrucksweise merkt. Raven Cross ist eine deutsche Autorin, aber sie lebte lange in den USA. Entsprechend glaubhaft sind ihre Ortsbeschreibungen und typisch deutsche Aussprüche -die ich mir auf englisch beim besten Willen nicht vorstellen kann- findet man bei ihrer Geschichte nicht. Schön, wenn darauf geachtet wird!

Beide Geschichte lesen sich recht leicht. Es macht aber Sinn, sich für “Als wäre es deine letzte Nacht” etwas mehr Zeit und Ruhe zu nehmen, sonst ist man womöglich verloren. Die den Kapiteln vorangestellten Protokolle über verschiedene psychologische Sitzungen machen jeweils neugierig auf das Kapitel.

Bitte, bitte, lasst diesen unseligen Trend mit den Gesichtern auf dem Cover nicht auch noch bei dieser Reihe einziehen. Das sieht mir hier nämlich verdächtig danach aus. Die kleine Szene im Hintergrund, die eigentlich viele her einen Bezug zu einer der beiden Thriller hat, fällt dagegen kaum auf. Schade.

Fazit:  Zwei spannende Mystery Thriller, die kaum verschiedenere Schauplätze haben könnten. Das gefällt mir so. Eine schöne Mischung. Mit beiden hatte ich aber auch so meine kleineren Schwierigkeiten, die die Charaktere betrafen. Wer sich mit Szene-Girls und ihrem Partyleben und einer Fülle Charaktere innerhalb kürzester Zeit besser arrangieren kann als ich, der wird mit diesem ersten Doppelband aber sicher zufrieden sein. Mal sehen, ob der nächste mehr Meins ist.


Titel:  Mystery Thriller – Mord im Mokai Club / Als wäre es deine letzte Nacht
Autor: Raven Cross / Margaux Froley
Seiten:  286
Verlag: Cora Verlag
Bestellnummer: 0818130221
Preis:  € 5,99

Vampirinternat Schloss Schauerfels – Molly im Anflug (Dagmar H. Müller)

schauerfels01Molly mag kitzelige Sonnenstrahlen im Gesicht, ihr liebstes Lieblingsgericht sind Spaghetti Carbonara mit gaaanz viel Knoblauch, und ganz im Geheimen fürchtet sie sich sogar in dunklen, feuchten Kellern. Nichts Ungewöhnliches? Leider doch. Molly ist nämlich ein Vampir! Mollys Eltern können es nicht mehr mit ansehen. Egal ob Fliegen, Blutkunde oder Telepathie – überall hagelt es schlechte Noten. Damit ist jetzt Schluss! Molly wird ruckzeckenzuck auf das altvampirwürdige Internat Schloss Schauerfels geschickt. Kein einfacher Start für Molly unter all den tollen Vampirmädchen! Dann muss sie auch noch eine ziemlich gefährliche Aufnahmeprüfung bestehen. Doch da entdeckt Molly plötzlich ungeahnte Fähigkeiten.


Ich habe den Eindruck, das Interesse an Vampiren flacht gerade ein wenig ab. Ist die erste “Generation” Vampirfans aus dem Thema etwa herausgewachsen? Dann sollte man dringend für Nachwuchs sorgen! Und das geht mit “Molly” wirklich ganz prima!
Molly ist zwar ein Vampir, aber sie hat für die vampirischen Gepflogenheiten und Gewohnheiten nicht gerade viel übrig. Ganz im Gegenteil mag sie das Sonnenlicht und Knoblauch, ist im Fliegen bemerkenswert untalentiert.
Damit sich all dies im Sinne ihrer Eltern bessert, kommt Molly auf das Vampirinternat Schloss Schauerfels, wo sie gleich mit ihrer halsbrecherischen Landung für Eindruck sorgt.
Ich mochte Molly sofort und ich denke, dass auch die jungen Leserinnen die kleine Bruchpilotin schnell ins Herz schließen werden. Mir hat hier die Mischung gefallen, mit der das Thema Vampire angegangen wird. Natürlich wird schon erwähnt, wie Vampire eigentlich leben, doch ohne dabei zu sehr in die Tiefe und Details zu gehen. So muss man sich trotz einer ganzen Schule voller Vampire niemals gruseln. Und da Molly so menschlich ist, ist sie auch nahe an ihren Leserinnen dran. Sie bekommen hier eine lustige Freundin an die Hand, die als Vampir nur ein kleines bisschen anders ist als sie selbst.
Vom Verlauf her gleicht die Geschichte im Großen und Ganzen bereits bekannten Internatsgeschichten. Nur eben mit einer Schar liebenswerter kleiner Vampire statt normalen Schülerinnen. Ansonsten findet man hier nichts wirklich Neues vor. Ein schwieriger Start am Internat, das Bemühen, Freunde zu finden, eine Mutprobe um in die Clique aufgenommen zu werden und natürlich Schulunterricht mit all seinen Tücken. Alles mit einem kindgerechten Schuss Vampir, aber wer beispielsweise “Hanni & Nanni” und “Dolly” kennt, der wird hier eben viel Bekanntes vorfinden. Glücklicherweise werden die meisten heutigen jungen Leserinnen diese “alten” Bücher in ihrer ursprünglichen Version wohl nicht kennen. Damit steht der Begeisterung für Molly also nichts im Wege.

Molly erzählt selber von ihrer ersten Zeit im Internat. Sie ist clever und hat manchen frechen Spruch auf Lager. Das liest sich sehr leicht und dürfte auch Kindern von acht bis zehn Jahren keine Probleme bereiten. Zudem findet man auf nahezu jeder Seite lustige Bilder in schwarz-weiß, die den Text unterbrechen. Das lockert natürlich auf. Die große Schrift tut ihr Übriges dazu, dass man das Buch im Nu ausgelesen hat.

Molly auf dem Cover sieht frech und sympathisch aus. Da fallen die vampirischen Accessoires wie die spitzen Eckzähne, der Umhang und die Fledermaushaarspange kaum auf. Die kräftigen Farben machen es zum Hingucker im Regal.

Fazit:  Mir hat Mollys Geschichte gefallen. Die Internatsgeschichte ähnelt natürlich deutlich ihren zahlreichen “Kollegen”, auch wenn man es hier mit einem Vampirinternat zu tun hat. Davon abgesehen ist das Buch aber sicher ein guter Einstieg ins Vampir-Universum, selbst für die jüngsten Leser!

Diese Rezension entstand im Rahmen des Amazon Vine Produkttester Programms!


Titel:  Vampirinternat Schloss Schauerfels (01) – Molly im Anflug
Autor: Dagmar H. Müller
Seiten:  128
Verlag: Egmont Schneiderbuch
ISBN: 978-3505130519
Preis:  € 8,99 (HC)

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