Jack Sparrow

Fluch der Karibik – Jack Sparrow (04) – Das Erbe von Cortez

Titel: Fluch der Karibik – Jack Sparrow (04) – Das Erbe von Cortez / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: ca. 112 min / 2 CDs / Buch: Rob Kidd / gelesen von: Martin Baltscheit

Inhalt: Endlich ist es soweit! Jack hat das sagenhafte Schwert von Cortez in seinen Besitz gebracht. Er weiß alles darüber und kennt sogar die Zauberformel. Doch mit einem hat er nicht gerechnet: Der Geist des ehemaligen Besitzers Hernando Cortez will ihm das Schwert nicht bedingungslos überlassen. Auf der verlassenen Karibik-Insel, wohin es ihn mit seiner Mannschaft verschlagen hat, bleibt Jack nichts anderes übrig, als die Bedingungen des Geistes zu akzeptieren. Das Schicksal der Barnacle-Crew liegt nun in seinen Händen. Wird es ihm gelingen, die mächtigen Kräfte des Schwertes zu nutzen und seine Freunde zu retten?


Dieser vierte Teil der neuen Hörbuchreihe hat mich etwas überrascht, denn sie bildet den Abschluss der Handlung um das umkämpfte Schwert. Man könnte daher meinen, die Serie an sich sei nun auch bereits vorbei. Aber es gibt noch weitere Episoden als Buchvorlage, eine Fortsetzung ist also recht sicher, vermutlich nur mit einem anderen zentralen Thema. So gesehen ist es eigentlich ganz in Ordnung, dass es nach vier Folgen einen Abschluss gibt. Besser als eine ewige Fortsetzung um ein und das selbe Thema. Und die Folge darf sich mit Fug und Recht als Finale bezeichnen, denn sie ist nicht nur aufgrund des Kampfes um das Schwert spannend, sondern auch, weil schnell klar wird, dass Jack hier vor eine Entscheidung gestellt wird. Auch wirkt diese Episode etwas schwermütig im Vergleich zu ihren Vorgängern, was aber der Geschichte sehr gut steht. Besonders gefallen hat es mir, dass immer wieder Bezüge zu den ersten drei Episoden aufgezeigt werden, denn so wird der der rote Faden der Reihe aufgezeigt.

Martin Baltscheit lässt sich auch in Folge 4 nicht lumpen. Nach wie vor gelingt es ihm nicht nur, den Charakteren glaubhafte Stimmen zu verleihen, sondern auch die Spannung und Atmosphäre der Geschichte aufzugreifen und hörbar zu machen. In einer Szene wird seine Stimme leicht verfremdet, was hier überraschend schauerlich klingt, aber gut passt.

Und auch bezüglich der Musik macht dieser vierte Teil keine Abstriche. Es sind wie gewohnt stimmungsvolle und oft auch mächtige Stücke zu hören, die der Geschichte das Piraten-Flair verleihen. Geräusche gibt es ebenfalls wieder zu hören, die zahlreiche Szenen fast wie ein Hörspiel wirken lassen.

Das Cover zeigt Cortez, der mit den roten Augen unheimlich und gefährlich wirkt, wie es sich für einen Geist seiner Art gehört. Jack ist selbstverständlich auch zu sehen und mit seinem entschlossenen Gesichtsausdruck wird klar, dass er sich auch in dier Geschichte einer großen Herausforderung stellt.

Fazit:  Ein würdiger Abschluss der Handlung um das magische Schwert. Ich bin gespannt, welche Abenteuer in den nächsten Episoden auf Jack warten, denn weitere Buchvorlagen gibt es bereits.

Fluch der Karibik – Jack Sparrow (03) – Die Piratenjagd

Titel: Fluch der Karibik – Jack Sparrow (03) – Die Piratenjagd / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: 102 min / 2 CDs / Buch: Robb Kid / gelesen von: Martin Baltscheit

Inhalt: Jack und seine Freunde sind dem berüchtigten Piraten Left-Foot-Louis auf der Spur. Angeblich befindet sich das sagenhafte Schwert von Cortez in seinem Besitz. Aber die Jagd auf diesen erfahrenen und grimmigen Seefahrer entpuppt sich als echte Herausforderung, selbst für so unerschrockene Piraten wie Jack und seine Crew. Arabella, der erste Maat der Mannschaft, hat Louis einst Rache geschworen und gefährdet dadurch die gesamte Mission.


 Trotz der zufälligen, aber hilfreichen Entdeckung am Ende der zweiten Folge wird die Suche nach dem Schwert nicht leichter. Ganz im Gegenteil. Gegen die Bedrohungen in “Die Piratenjagd” waren das Ungeheuer und die Sirenen Peanuts. Mir haben die handfesten Bösewichte auch gleich mehr Spass gemacht als die Phantasie-Wesen. Zudem geht es mit ihnen auch viel mehr rund. Jedenfalls habe ich diese Episode als längst nicht als so langatmig empfunden wie den eigentlich kürzeren Vorgänger, was auch daran liegt, dass Jack und Fitzwilliam nicht so viel Gelegenheit haben, sich in den Haaren zu liegen. Auch eine gefühlvolle Note spielt in dieser Folge mit. Denn Arabella hat mit dem berüchtigen Left-Foot-Louis eine ganz persönliche Rechnung offen, die selbst Jack und seine Leute mal zum Schweigen bringt.

Aushängeschild Nummer 1 dieser Serie ist unumstritten Martin Baltscheit, der die Geschichte sehr lebendig liest, die verwegene Piraten-Atmsphäre dabei gut aufgreift und widergibt, und den Charakteren markante und glaubhafte Stimmen verleiht. Ihm kann man leicht über längere Zeit hinweg lauschen ohne dass es ermüdend wird.

Auch musikalisch bleibt die Reihe sich treu. Mit großartigen Stücken und stimmungsvollen Melodien wird der Story das nötige Flair und der typische Charme einer Piraten-Geschichte verliehen. Die Geräusche sind ebenfalls wieder gut eingesetzt. Diese Kombination aus Sprecher und Untermalung lässt die Lesung sehr dynamisch wirken.

Das Covermotiv bringt das Tempo und die Action der Folge gut rüber. Jack wirkt kampfbereit, dahinter das voll geblähte Segel, ein schönes Motiv für diese Geschichte.

Fazit:  Hier ist wieder mehr Schwung drin, da lassen sich selbst 102 Minuten ganz gut am Stück weg hören. Für Piraten-Fans wird diese Reihe eine tolle Sache sein. Ohne dass man dafür unbedingt auch Fan der Filme sein muss.

Fluch der Karibik – Jack Sparrow (02) – Der Gesang der Sirenen

Titel: Fluch der Karibik – Jack Sparrow (02) – Der Gesang der Sirenen / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: ca. 98 min / 2 CDs / Buch: Rob Kidd / gelesen von: Martin Baltscheit

Inhalt: Auf der Suche nach dem Schwert von Cortez streifen Captain Jack Sparrow und seine mittlerweile gewachsene Mannschaft weiterhin durch die raue See. Unerschrocken steuert die Besatzung der Barnacle auf eine geheimnisvolle Insel zu, die auftaucht und wieder verschwindet. Da weht plötzlich ein seltsamer Gesang übers Meer, der bewirkt, dass jeder einen anderen Kurs einschlagen will. Nur Jack scheint sich dem Bann der magischen Melodie entziehen zu können. Wird er es schaffen, seine Crew wieder unter Kontrolle zu bringen und zugleich dem dunklen Zauber zu entkommen? Doch bevor er über eine Lösung nachdenken kann, muss die Besatzung es mit einem Seeungeheuer aufnehmen, dass sich ihr in den Weg stellt.


Gemeinsam mit seinen neuen Crewmitgliedern steuert Jack ins nächste Abenteuer. Noch immer ist die Truppe auf der Suche nach dem Schwert, doch immer wieder stellen sich ihnen neue Gefahren in den Weg. Hier sorgen der Angriff eines Seeungeheuers für Spannung und auch die Sirenen scheinen es auf Jack und Co. abgesehen zu haben. Mit ihnen ist erneut ein deutlicher Bezug auf den letzten Film gegeben, in dem die Sirenen ja auch eine wichtige Rolle spielen. Mit diesem Hörbuch erklärt sich ein Stück weit auch, wieso Jack im Film so viel über diese Kreaturen weiß und wieso er ihnen entsprechend zurückhaltend gegenübersteht. Doch trotz Ungeheuer, Sirenen und der vergleichsweise kurzen Spielzeit von 98 Minuten erschien mir “Der Gesang der Sirenen” recht langatmig. Das liegt in erster Linie an den ewigen Streitereien zwischen Jack und Fitzwilliam. Das ist mir zu viel Piraten-Teenie-Gezicke, und lustig ist es auch nur am Anfang.

Martin Baltscheit braucht sich auch bei dieser Folge nichts vorwerfen zu lassen. Man hört, dass ihm die Geschichte Spass macht. Er liest sie locker und mit viel Engagement. Dank der verschiedenen Stimmen, die er den Charakteren zukommen lässt, weiß man immer, wem man gerade lauscht.

Auch der Untermalung und der Geräuschkulisse kann man nur wieder Komplimente machen. Die Musikstücke klingen teilweise filmreif bombastisch, während sie an anderen Stellen für piratiges Flair sorgt. Die Geräusche sind dann noch mal das Tüpfelchen auf dem i und gelegentlich empfindet man diese inszensierte Lesung schon fast wie ein Hörspiel.

Farblich das schönste Cover unter den ersten vier Folgen. Und mit dem ängstlichen Jack in den Fängen der Sirene wird auch gleich deutlich, dass von diesen Wesen hier nicht nur betörender Gesang, sondern echte Gefahr ausgeht.

Fazit: Etwas langatmig. Ansonsten wieder ein ordentliches Abenteuer für Jack und seine Crew, das einen klaren Bezug zum letzten Film hat. Daran werden junge Fans ihren Spass haben.

Fluch der Karibik – Jack Sparrow (01) – Auf der Suche nach dem magischen Schwert

Titel: Fluch der Karibik – Jack Sparrow (01) – Auf der Suche nach dem magischen Schwert / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: ca. 112 min / 2 CDs / Buch: Rob Kidd / gelesen von: Martin Baltscheit

Inhalt: An einem stürmischen Abend betritt ein Fremder das Faithful Bride, eine Seemanskneipe in Tortuga. Sein Name: Jack Sparrow. Sogleich zettelt Jack eine Rauferei an, aus der ihn Arabella, die Tochter des Wirts, befreit. Da Jack jedoch den Zorn eines gefürchteten Piraten auf sich gezogen hat, dessen Seesack er aus Versehen an sich nahm, muss er fliehen. Als er den Seesack öffnet, traut er seinen Augen kaum: Darin findet er die Hülle eines berühmten Schwertes. Das riecht nach einem Abenteuer! Und so überredet Jack Arabella, mit ihm das dazugehörige Schwert von Cortez zu suchen, das seinem Besitzer unvorstellbare Macht verleiht. Zunächst müssen sie ein geeignetes Schiff finden, aber dann beginnt eine spannende Seefahrt.


Sparrows Abenteuer feiern im Kino einen Erfolg nach dem anderen. Da ist der Gedanke, sich auch im Hörbuch-Format ein Stück vom Kuchen zu sichern, ganz naheliegend. Erfreulicherweise nimmt man sich dafür Jacks Werdegang zu dem berühmten Käpt’n vor. Schon lustig, ihn plötzlich als Teenager zu erleben. Davon abgesehen bewegt man sich aber in ganz ähnlichem Fahrwasser 😉 wie bei den Filmen. Jacks Jugend-Abenteuer ist spannend, unterhaltsam und eine Piraten-Geschichte durch und durch. Gewisse Elemente und Andeutungen, denen man hier begegnet, werden Kenner der Filme auch damit in Verbindung bringen können. Somit ist der Bezug also klar gegeben, ohne die Filme zu imitieren.

Im letzten Film ist schon ein Sprecher daran gescheitert, den “echten” Jack Sparrow zu imitieren bzw ihm eine geeignete neue Stimme zu geben. Ein Glück, dass Martin Baltscheit das gar nicht erst versucht. Zwar klingt Jack auch bei ihm gewitzt und humorig, aber eher auf jugendliche Art. Ebenso gut gelingt es Martin Baltscheit, dem vornehmen Fitzwilliam und der mutigen und cleveren Arabella ihre ganz eigenen Stimmen zu verleihen.

Musikalisch orientiert man sich unüberhörbar an den Filmen. Große, umfassende Stücke sind zu hören, die das Flair großartiger Piraten-Abenteuer aufkommen lassen. Und eine ganze Reihe gut eingesetzter Geräusche veranschaulicht das Geschehen.

Schön, dass das Cover nicht so computergemalt, aalglatt und geleckt daher kommt. Der gemalte  Stil gefällt mir gut, auch wenn mir Jacks Frisur zu sehr Richtung Manga geht. Trotzdem, düster und piratig, das wird Fans sicher neugierig machen.

Fazit: Eine schöne Idee, die Jugend des berühmten und gefeierten Käptn’s zu beleuchten. Aber einen Jack Sparrow wie im Kino darf man nicht erwarten.

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