Jumbo Verlag

Angriff der Killerkekse – Reportagen und Geschichten vom täglichen Wahnsinn (Rupert Frieling / Stefan Kaminski)

Titel: Angriff der Killerkekse – Reportagen und Geschichten vom täglichen Wahnsinn / Verlag: Jumbo Verlag, GoyaLit / Spielzeit: ca. 88 min / Buch: Rupert Frieling / gelesen von: Stefan Kaminski

killerkekseInhalt: Herr Frieling wird älter. Das gefällt ihm nicht, zumal ihm merkwürdige Dinge passieren. Er bekommt Falten, das Haar wird licht, und in der U-Bahn wird ihm ein Sitzplatz angeboten. Weil er nicht über das Thema sprechen mag, macht er sich darüber lustig und schreibt.


Bei diesem Hörbuch lockte mich vor allem der witzige Titel. Und natürlich auch Sprecher Stefan Kaminski, an dessen Lesungen ich immer wieder meinen Spass habe.
Insgesamt neun Geschichten von und mit Rupert Frieling sind auf dieser CD zu hören. Wie der Klappentext bereits verrät, dreht sich in einigen alles um das eigene Älterwerden und die oft wenig erfreulichen Begleiterscheinungen dieses Vorgangs. Aber auch andere Themen kommen zur Sprache. Beispielsweise eine naschsüchtige Putzfrau oder auch die schrägen Namen, mit denen heutzutage Kinder ins Leben geschickt werden.
Mir haben die Geschichten durchweg sehr viel Vergnügen bereitet. Ich habe oft geschmunzelt und manches Mal sogar gelacht.
Rupert Frieling nimmt sich selber, das Älterwerden und verschiedene anderen Aspekte des Lebens spitzfindig auf die Schippe. Da ging es mir einige Male durch den Kopf, wie recht er doch mit seinen Erkenntnissen hat.
Man darf sich vom Cover aber nicht täuschen lassen. Auch wenn es so aussieht, ist es kein Hörbuch für jugendliche Hörer. Der Humor hier ist herrlich feinsinnig, niemals platt oder albern. In vielen Fällen rührt er auch von der sprachlichen Gewandtheit her, mit der ruper Frieling erzählt. Damit hat er mich sehr beeindruckt. Ich würde gerne mehr von ihm hören oder lesen.

Stefan Kaminski bereitet ein solch gewandter Erzählstil selbstverständlich keine Schwierigkeiten. Er liest leicht und locker und man nimmt ihm den vom Älterwerden gebeutelten Rupert Frieling im Nu ab. Von seiner Stimmvielfalt hört man hier kaum etwas, zumal es die Erzählungen nicht hergeben. Aber kleine Akzente setzt er doch. So habe ich zum Beispiel über die paar Worte im sächsischen Dialekt herzlich lachen müssen.

Wie schon gesagt, vermittelt das Covermotiv schnell den Eindruck, dass man ein Hörbuch für Kinder in Händen hält. Niedlich sind die Monsterchen, und die Kekse zweifellos, aber sie können täuschen. Also bitte nicht darauf reinallen.

Fazit: Neun herrlich witzige Geschichten rund ums Älterwerden und manch andere Begleiterscheinung der heutigen Zeit finden sich auf dieser CD. Mir haben vor allem die gewandte Erzählweise und der feinsinnige Humor daran gefallen. Über solchen Humor kann ich lachen. Gerne mehr davon!

Die Einzige – In deinen Augen die Unendlichkeit (Jessica Khoury / Jana Schulz)

Titel: Die Einzige – In deinen Augen die Unendlichkeit / Verlag: Goya Libre by Jumbo Verlag / Spielzeit: ca. 397 min / Buch: Jessica Khoury / gelesen von: Jaa Schulz

3108_2_die_einzige_booklet.inddInhalt: Als Pia ihm begegnet, weiß sie nicht, wohin sie blicken soll. Diese unglaublich blauen Augen. Die wilden Zeichen, die seinen Körper bedecken. Seine Lippen, die ihren Namen so aussprechen wie niemand zuvor. Pia weiß, dass Eio sterblich ist. Im Gegensatz zu ihr, der ersten und einzigen Unsterblichen. Sie weiß, dass sie zusammen keine Zukunft haben. Doch obwohl alles gegen sie spricht, ist ihre Liebe das Einzige, wofür Pia kämpfen wird.


Als ich den klappentext las, war ich noch stark im Zweifel, ob die Geschichte etwas für mich sein würde. Das klang mir zu sehr danach als stehe die Liebesgeschichte im Vordergrund. Doch zunächst sieht das gar nicht danach aus, denn erstmal kennt man Pia und ihr Leben in dem Camp kennen, in dem sie geschaffen wurde. Und obwohl mich die Idee eines solchen Menschen ehrlich begeistert, so wurde mir doch schnell klar, dass ein solches Dasein auch Schattenseiten hat und dass Pia alles andere als glücklich ist.
Als sie sich eines Nachts aus dem Camp in den Dschungel schleicht und den Eingeborenen Eio kennenlernt, gehen Pias Probleme erst so richtig los. Denn sie fühlt sich sehr zu ihm hingezogen. Und auch der Dschungel, den sie sonst nur durch einen Zaun sehen konnte, fasziniert sie. Speziell die Begeisterung für den Dschungel kam gut bei mir an. Die Gefühle für Eio nicht ganz so sehr, weshalb dieser Liebesgeschichte oft das gewisse Kribbeln fehlt. Dennoch habe ich natürlich mitgefiebert, ob Pia und Eiso zu einander finden. Da gibt es einige Zwischenfälle, bei denen es um nichts Geringeres als ihrer beider Leben geht und bei denen man sich schon mal dabei erwischt, wie man an den Nägeln knabbert. Und am Ende wird es dann nochmal richtig dramatisch. Dass die Situation schließlich dermaßen eskalieren würde, hätte ich vorher nie vermutet. Aber alles andere wäre wohl unglaubwürdig gewesen, wenn man berücksichtigt, was für alle Charaktere auf dem Spiel steht. Nicht nur Pia und Eio.  Die Geschichte wirkt schön eigenständig. Das ist schon etwas Besonderes in der Zeit der Serien. Ich hoffe, es bleibt dabei.

Ich habe auch das Buch gelesen und mir dabei ein Bild von Pia und ihrem Charakter gemacht. Dabei kam sie mir zumindest am Anfang ganz schön eingebildet und arrogant vor. Umso überraschter war ich darüber, dass Jana Schulz ihr einen völlig anderen Klang verleiht. Hier wirkte Pia mir eher traurig und unzufrieden mit ihrem Leben. Auch ein interessanter Ansatz, nach dem das übrige Geschehen sehr schlüssig wirkt.

Felix Weigt steuert die Musik zum Hörbuch dabei. Sie vermittelt Dschungelatmosphäre, fängt aber genauso gut die Stimmung der jeweiligen Szenen ein. Ich höre immer gerne Musik in einem Hörbuch. Das muss auch gar nicht viel sein. Aber ich finde, es lockert das dauerhafte Zuhören auf.

Das Covermotiv habe ich noch nie so ganz verstanden. Der Dschungel spielt natürlich eine Rolle, aber wieso wird Pia als Lichtgestalt dargestellt? Da hätte  mir eher ein Bild eines außergewöhnlich hübschen Mädchens besser gefallen. So wirkt das fast wie ein Loch im sonstigen Motiv.

Fazit:  Mir hat “Die Einzige” gefallen. Eine spannende Geschichte, hinter der eine interessante und reizvolle Idee steckt. Was wäre wenn…? Die Lovestory fällt dagegen etwas blass aus, da fehlt oft das Kribbeln. Aber wer wie ich nicht gerade aus Kitsch steht, der wird das eher als Pluspunkt werten.

Scary Harry – Von allen guten Geistern verlassen (Sonja Kaiblinger / Robert Missler)

Titel: Scary Harry – Von allen guten Geistern verlassen / Verlag: Jumbo Verlag / Spielzeit: ca. 235 min, 3 CDs / Buch: Sonja Kaiblinger / gelesen von: Robert Missler

scaryharryInhalt: Der elfjährige Otto wohnt in einem waschechten Spukhaus und ist einiges gewohnt. Dass ihm ein Geist sein Sandwich aus dem Kühlschrank klaut und ein anderer ständig Socken in den Tiefen der Waschmaschine verschwinden lässt, ist keine Seltenheit. Außerdem hat er eine sprechende Fledermaus als Haustier, die ihn schon in so manch peinliche Situation gebracht hat.
Trotzdem staunt Otto nicht schlecht, als er im Nachbarsgarten einen Sensenmann entdeckt. Harold, genannt Scary Harry , ist gar nicht so gruselig wie er auf den ersten Blick aussieht. Eigentlich ist der Knochenmann sogar ziemlich sympathisch. Sein Job geht ihm gehörig auf den Geist und er sehnt sich danach, endlich mal wieder Urlaub zu machen, anstatt dauernd Seelen einzusammeln. Doch daraus wird vorerst nichts – denn als Ottos Hausgeister entführt werden, ist guter Rat teuer. Zusammen mit seiner besten Freundin Emily und seinem neuen Kumpel Harold macht sich Otto auf die Suche.


Nach dieser Inhaltsangabe gab es für mich natürlich keinen Weg an “Scary Harry” vorbei.  Das klingt einfach zu schräg und witzig! Und genau das ist es auch. Speziell wenn man obendrein noch Spass an ein wenig Grusel hat. Natürlich in Maßen, immerhin ist es eine Geschichte für junge Hörer. Hier muss niemand erst davon überzeugt werden, dass es Geister gibt. Otto lebt seit Jahren in einem echten Spukhaus, wo gleich drei Geister hausen. Ich habe ihn direkt um dieses Zuhause beneidet. Außerdem hat er eine sprechende Fledermaus als Haustier. Mit alldem muss man sich auch als Hörer sofort abfinden, was aber gar nicht weiter schwerfällt, weil es so selbstverständlich dargestellt wird. Und Ottos Freundin Emily ist zwar ein wenig verrückt in ihrer Begeisterung für die Wissenschaft (vor allem um Geister herum), aber super liebenswert.
Ihr Abenteuer beginnt als Otto eines Nachts den Sensenmann Harry im Nachbargarten entdeckt und später wiedertrifft. Harry fand ich sofort klasse. Ich habe so ein Faible dafür, wenn der Tod oder eben ein Sensenmann in Person in einer Geschichte mitspielt. Und Harry ist etwas ganz Besonderes, denn er trägt nicht nur zwei verschiedenfarbige Turnschuhe, sondern ist auch von seinem Job ziemlich genervt und verwahrt die eingesammelten Seelen in Gurkengläsern. Die Geschichte sprüht nur so von solch schrägen Details und das macht erstens Spass und zweitens verhindert es, dass man sich beim Hören gruseln muss. Schlaflose Nächte müssen Eltern für ihren Nachwuchs hier ganz sicher nicht fürchten, eher Kicheranfälle. Ich habe einige Male lachen müssen über Sonja Kaiblingers verrückte Ideen. Gleichzeitig ist die Geschichte auch noch spannend. Ich war sehr neugierig, wie die Freunde die drei Hausgeister befreien und ihren Entführer entlarven würden, denn das stellt sich als ganz schön gefährlich heraus! Aber wenn man einen so tollen Freund wie Harry hat…die Freundschaft zwischen den Kindern und Harry wird dabei schön deutlich. So ungewöhnlich sie auch ist. Ich hoffe sehr, es bleibt nicht das letzte Abenteuer für die Drei.

Robert Missler ist mir als Hörbuchsprecher noch nicht so häufig begegnet. Oder etwa gar nicht? Kann auch sein. Dafür kenne ich ihn aus zahlreichen Hörspielen. Dort ist mir aber noch nie aufgefallen, über welche Stimmvielfalt er verfügt. Von der Fledermaus bis zum Sensenmann bekommt in “Scary Harry” jede Figur von ihm eine solch markante Stimme verliehen, dass man jeden alleine daran erkennt. Da kommt tatsächlich öfters mal das Gefühl auf, eigentlich einem Hörspiel zu lauschen. Also meinetwegen dürfen gerne noch mehr von Robert Missler gelesene Hörbücher ihren Weg zu mir finden. Ich bin beeindruckt!

Am Anfang und am Ende des Hörbuchs ist ein schönes und munteres Musikstück zu hören, in dem ein paar cartoonige Klänge zu hören sind. Das verrät bereits ein wenig darüber, wie verrückt die Geschichte ist.

Das Cover finde ich einfach super! Die Figuren sind witzig, vor Harry kann man sich gar nicht gruseln, und die Lichtspielereien vor dem dunkeln Hintergrund sehen so aus als würden sie im Dunklen leuchten. Tun sie aber leider nicht. Ich hab’s ausprobiert. Im Booklet werden die wichtigsten Figuren in witzigen Zeichnungen und kurzen Steckbriefen vorgestellt. So lohnt ein Blick ins Booklet auf jeden Fall.

Fazit:   Eine herrlich schräge Geschichte, die vor witzigen und verrückten Ideen nur so sprüht. In meinen Augen das ideale Hörbuch zu Halloween für junge Gruselfans. Und für ältere natürlich auch. Ich würde mich wirklich freuen, wenn Otto, Emily und Harry noch weitere Abenteuer erleben würden.

Monster Mia und das große Fürchten (A.B. Saddlewick / Katja Danowski)

Titel: Monster Mia und das große Fürchten / Verlag: Jumbo / Spielzeit: ca. 75 min / Buch: A.B. Saddlewick / gelesen von: Katja Danowski

monstermia01Inhalt: Als Mia, genannt Monster Mia, wieder mal an ihrer Mädchenschule Lilienthal unangenehm auffällt, wird sie strafversetzt. Ihre neuen Mitschüler, die giftige Greta, Zombie Zoran und die unsichtbare Ulli, sind auch viel interessanter als ihre ehemaligen zuckersüßen Klassenkameradinnen, denn Finsterwald ist eine Schule für Monster! Leider sind Menschen dort völlig unerwünscht. Nur wenn Mia es schafft, Herrn van Vlad, ihren Vampirklassenlehrer, zu erschrecken, darf sie bleiben. Aber der ist zu hundert Prozent schreckenssicher.


Bühne frei für Monster Mia. Eine neue Reihe für junge, in erster Linie wohl weibliche Gruseleinsteiger. Ich hatte mich Dank Ratte Quentin bereits auf den ersten Blick in ihn und seine Besitzerin verguckt. Klar, dass ich mir die Geschichte nicht entgehen lassen konnte. Mia schließt man schnell in’s Herz, auch wenn sie mit ihrer Vorliebe für ekliges Getier und Grusel schon eine etwas andere Art Hauptfigur ist. Dafür gibt sie einem aber auch gleich das Gefühl, dass Anderssein überhaupt nichts Schlimmes ist. Das finde ich bei einer Kindergeschichte eine ganz tolle Botschaft und ich denke, die jungen Mädels werden sich gut mit ihr anfreunden.
So wie Mia ist, kommt sie auf der Lilienthalschule nicht so recht klar. Mit Ballett und flauschigen Häschen mit Schleifchen kann man sie jagen. Und davon gibt es dort massig. Als sie wieder mal unangenehm auffällt, kommt sie auf die Finsterwaldschule. Und dort geht Seltsames vor sich! Die Schule liegt mitten in einem finsteren Wald! Ihre Mitschüler sind auch so sonderbar! Ich denke, Kinder werden es ganz spannend finden, hinter das Geheimnis der Schule zu kommen. Und wenn sie es so schnell erahnen wie man es als Erwachsener durchschaut, dann dürfen sie stolz sein. Spannend ist auch zu verfolgen, wie Mia ihren Lehrer zu erschrecken versucht. Denn nur wenn ihr das gelingt, dann darf sie an der Schule bleiben! Es geht also schon etwas gruselig zu, aber in altersgemäßem Rahmen. Albträume muss man als Eltern nicht befürchten. Dafür sind die ach so schauerlichen Gestalten dann doch viel zu nett, lustig und irgendwo auch völlig normal. Ich schätze eher, dass sich so manche Hörerin ebenfalls an diese coole Schule wünscht.

Katja Danowski hat mir als Sprecherin für dieses Hörbuch prima gefallen! Ihre markante Stimme passt gut zu Mia, die schließlich etwas ganz Besonderes ist. Sie hält aber auch für die übrigen Charaktere eigene Stimmen bereit, sodass man gut unterscheiden kann, wer gerade das Wort ergriffen hat. Das erleichtert das Zuhören über längere Zeit. Ihr pfiffiger und ab und zu auch recht frecher Unterton steht Mia und ihren Mitschülern ebenfalls prima. Mir hat sie so ein lebendiges Bild vom Geschehen vor Augen gezaubert.

So mädchenhaft pink das Cover hauptsächlich ist, dafür sieht die Finsterwaldschule im Hintergrund doch tatsächlich etwas gruselig aus. Mia und Quentin wirken liebenswert und etwas schräg. Halt genauso wie sie eben sind. Eine kleine Gothic Pippi Langstrumpf mit Tutu-Röckchen und ihre Ratte. Im Booklet stellen sich ihre Freunde von der Finsterwaldschule vor.

Fazit: Eine spannende und lustige Geschichte für Gruselanfänger, die sich im Nu weghören lässt. Und außerdem auch eine Geschichte darüber, dass Anderssein völlig in Ordnung ist und man niemanden sofort in eine Schublade stecken sollte. Für eine Kindergeschichte eine schöne und wichtige Botschaft.

Hieronymus Frosch – Eine höchst praktische Erfindung mit viel Kawumm (Andreas H. Schmachtl / Stefan Kmainski)

Titel: Hieronymus Frosch – Eine höchst praktische Erfindung mit viel Kawumm / Verlag: Jumbo / Spielzeit: ca. 39 min / Buch: Andreas H. Schmacht / gelesen von: Stefan Kaminski

hieronymusfroschInhalt: Hieronymus Frosch, wohnhaft in der Efeugasse 12 im hinteren Garten gleich neben der Zinkwanne, ist weltbester Tüftler, Forscher, Erfinder und seit Neuestem auch stolzes Ehrenmitglied der Königlich-Erkenntnisreichen Sozietät. Diese Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft veranstaltet einen Wettbewerb, in dem sich jedes Mitglied etwas Kluges für den Garten ausdenken soll. Und natürlich gelingt Hieronymus mit viel KAWUMM eine höchst praktische Erfindung – so glaubt er jedenfalls.


Der Titel klang schon so lustig, dass ich neugierig auf das Hörbuch wurde. Und ich war gerne in der Efeugasse 12 zu Gast, wo Hieronymus Frosch über seiner Erfindung für den Wettbewerb brütet. Dabei geht es sowohl spannend, als auch witzig zu. Spannend ist es, wie Hieronymus seine Erfindung weiterentwickelt und wie er mit seiner fiesen Konkurrenz fertigwird. Witzig wird es immer dann, wenn etwas mit der Erfindung so absolut nicht klappen will und neben bunt gefärbtem Qualm auch mal der Frosch selber zum Dachfenster hinausgeflogen kommt. Und auch über Wilhelm Kröterich habe ich geschmunzelt. Außerdem darf man bis zum Ende hin mitfiebern, ob Hieronymus’ großartige Erfindung nun wirklich gelingen und er damit den Wettbewerb gewinnen wird. Den jungen Hörern wird zwar die namentliche Ähnlichkeit zwischen Hieronymus Bosch und Hieronymus Frosch wohl kaum auffallen, aber mit etwas Glück bleibt zumindest der Klang hängen, sodass er später vielleicht als Eselsbrücke herhalten kann. Soviel Spass wie diese Geschichte macht, ist das durchaus drin!

Für solch eine Geschichte kann ich mir kaum einen besseren Erzähler vorstellen als Stefan Kaminski. Wobei zu erwähnen ist, dass er den Figuren hier keine allzu verrückten oder überdrehten Stimmen gibt. Markant sind sie aber trotzdem, und niedlich obendrein. Ich konnte mir Hieronymus, die Mäusefamilie Wackernagel und Wilhelm Kröterich genau vorstellen.

Im Laufe der Geschichte sind immer wieder lustige Melodien zu hören, die vom Klang her ein wenig Ähnlichkeit mit einem Froschquaken haben. Fand ich jedenfalls 😉 Mir waren nur die Pausen zwischen den Kapiteln bis zum nächsten Track etwas zu lang.

Das Cover verrät bereits etwas über die Geschichte und Hieronymus’ grandiose Erfindung. Das weiß man aber erst, wenn man die Geschichte gehört hat. Bis dahin ist es ein niedliches und lustige Cover an dem mir besonders der Frosch persönlich gefallen hat. Das Booklet ist im gleichen Stil gestaltet und so ist es ein Vergnügen, sich durch die Seiten zu blättern.

Fazit:  Eine schöne Erfinder-Geschichte, spannend und spaßig zugleich. Und dazu -wie von Stefan Kaminski gar nicht anders zu erwarten- höchst vergnüglich anzuhören.

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