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Benjamin Blümchen (08) – …auf dem Baum

Titel: Benjamin Blümchen (08) – …auf dem Baum / Verlag: Kiosk / Spielzeit: ca. 33 min / Sprecher: Joachim Nottke, Edgar Ott, Maria Axt, Wolfgang Condrus ua

benjamin_bluemchen_008Inhalt: Benjamin Blümchen und Otto haben gerade einen Wellensittich gerettet. Dazu musste Benjamin auf einen hohen Baum klettern. Oben gefällt es ihm aber so gut, dass er sitzen bleibt und einschläft. Eine Säge weckt ihn plötzlich unsanft: Ein Mann will seinen Baum umsägen. Er hat die Rechnung ohne Benjamin gemacht!


Kürzlich meldete sich ein Leser der reziratte, ich würde so oft diese Folge loben, hätte sie aber noch nie besprochen. Das konnte ich erstmal gar nicht glauben, aber es stimmt tatsächlich. Also hole ich das doch direkt mal nach, denn es ist wirklich eine meiner Lieblingsfolgen.
Benjamin schläft auf einem Baum ein und als er erwacht, ist jemand dabei, eben dieses Baum zu fällen. Das kann Benjamin natürlich nicht durchgehen lassen. Es kommt zu diversen Gesprächen mit diversen Personen und dabei kommen durchweg an sich ganz ernste Themen auf den Tisch. Umweltschutz, Krieg, Arbeitsbedingungen und mehr. Allesamt ordentlich für Kinder verständlich verpackt und gesprickt mit zahlreichen Dialogen, an denen auch erwachsene Hörer ihren Spass haben werden. So lernt die junge Hörerschaft eine ganze Menge über verschiedene Zusammenhänge und Themen und spannend bleibt es auch durchweg. Denn so schnell bringt man Benjamin nicht vom Baum, immer wieder tauchen Widersacher auf, aber auch Fürsprecher. So kommt niemals Langeweile auf. Übrigens lernen die Kinder etwas von Benjamin. Das ist in heutigen Folgen ja glatt undenkbar, wo er immer wie ein Kleinkind dargestellt wird, dem man alles erst erklären muss.
Und ich ganz persönlich weiß noch, wie gebannt ich der Geschichte damals gelauscht habe. Heute höre ich sie mit dem allergrößten Vergnügen. Denn die besten Witze und Sprüche darin, die versteht man eben erst als Erwachsener.

Ein Beispiel

Bürgermeister nach einer falschen Ansprache: „Ist die hier nicht die Eröffnungsfeier des Seniorenheims ‚Ruhe sanft‘?“

Joachim Nottke als Erzähler, Edgar Ott als Benjamin und Gisela Fritsch als Karla Kolumna. Keiner dieser Sprecher weilt noch unter uns, aber ihre Stimmen sorgen immer wieder dafür, dass ich mich sofort wohlig und heimelig fühle beim Hören. Und Frank Schaff hat mir von allen Otto-Stimmen immer am besten gefallen, doch leider war er nur in vergleichsweise wenigen Folgen zu hören.

Musik sucht man hier neben dem Titellied vergeblich, daran hat sich bei der Reihe wenig geändert. Es sei denn, man zählt Benjamins Pfeifen und seinen Gesang für Putzi mit. Auch Geräusche gibt es nicht allzu viele, vor allem das Raunen und Murmeln der Menschenmenge am Baum. Fehlt dadurch etwas? Mir jedenfalls nicht.

Das Cover zeigt Benjamin und Otto, wie Benjamin gerade den kleinen Vogel rettet. So beginnt die Folge und das Cover verrät mit keinem Strich, was hinter dem harmlosen Titel und diesem Motiv alles steckt. Es wirkt wunderbar friedlich und harmlos.

Fazit: Eine durchweg spannende Geschichte, die auch ernste Themen anspricht. Das fand ich schon als Kind. Und heute liebe ich die (teilweise bösen) Witze und Sprüche darin. Ich könnte mich immer wieder kaputtlachen darüber. Ein echter Highlight!

Benjamin Blümchen (60) – Der Doppelgänger

Titel: Benjamin Blümchen (60) – Der Doppelgänger / Verlag: Kiosk / Kiddinx / Laufzeit: ca. 40 min / Sprecher:  Edgar Ott, Katja Primel, Gisela Fritsch, Andreas Thieck, Manfred Rahn u.a.

InhaltEigentlich wollen Benjamin und Otto so richtig Urlaub machen. Doch plötzlich ist die Ruhe vorbei. In der Zeitung steht nämlich, dass Benjamin auf Welttournee wäre. „Wie kann das sein? Davon weiß ich ja gar nichts“, denkt Benjamin und ruft Karla Kolumna an. Die eilt sofort herbei, denn sie wittert eine große Sensation.


Diese Geschichte ist laut Karla Kolumna ein „echter Kriminalfall“. Das kann man für die Verhältnisse dieser Serie sogar so durchgehen lassen. Denn hier wird Benjamin einfach mit einem Rätsel konfrontiert. Es wird vorher nicht schon angekündigt oder vorbereitet, so dass man es als Hörer sofort durchschaut. So gesehen ist die Geschichte schon spannend. Das Ende bzw die Auflösung gestaltet sich angemessen aufregend, eben tatsächlich wie bei einem Krimi.  Aber natürlich findet alles dann doch noch ein gutes Ende, so wie man es von Benjamin kennt. Es gibt allerdings auch einen Schwachpunkt. Nämlich  Benjamin Gehabe als er erfährt, dass er auf Torunee ist. Er ist doch eigentlich ganz helle. Wie kann er da einfach so glauben, was er liest? Es sogar so sehr glauben, dass er andere fragen muss, wo er gerade ist. Also bitte!

Mit Andreas Thieck und Manfred Rahn sind zwei Sprecher mit dabei, die immer mal wieder in den beiden Kiddinx-Serien „Bibi Blocksberg“ und „Benjamin Blümchen“ in kleineren Rollen mitmischen. In dieser Folge übernehmen sie die Rollen des Dompteurs und des Karl-August. Beiden will es dabei nicht gelingen, sonderlich sympathisch zu klingen, was aber in diesem Falle gut zu ihren Charakteren passt. Ein sehr, sehr, sehr junger Björn Schalla („Gabriel Burns“-Fans aufgemerkt!) gibt den kleinen Jungen, der zu der Zirkustruppe gehört.

Eine Unsitte, die heute ja schon normal bei den Kiddinx-Reihen ist, hat sich bereits in dieser Folge eingeschlichen. Nämlich, einen Sprecher ein Tier imitieren zu lassen. Das falsche Getröte des Elefanten klingt jämmerlich. Wo sind denn die Geräusche hingekommen, mit denen in der „Geburtstags“-Folge noch Benjamins Familie hörbar gemacht wurden? Ansonsten eine Folge mit vertraut magerer, aber ausreichender Geräuschkulisse.

Das Cover würde einen tatsächlich in die Irre führen, denn die beiden Elefanten sehen ja wirklich spiegelbildlich aus, aber da ist ja noch Ottos „Doppelgänger“, der ganz anders aussieht als Otto. Somit verrät das Cover eigentlich schon zu viel von der Geschichte.

Fazit:   Im Rahmen dieser Serie tatsächlich eine Art Krimi für die jungen Hörer. Allerdings mit einem so depperten Benjamin, dass es einem als langjährigen Fan schon weh tut.

Bibi Blocksberg (32) – …als Prinzessin

Titel: Bibi Blocksberg (32) – …als Prinzessin / Verlag: Kiosk / Kiddinx / Laufzeit: ca. 40 min / Sprecher:  Susanna Bonasewicz, Natascha Rybakowski, Gisela Fritsch, Eberhard Prüter, Ulli Herzog u.a.

Inhalt: Was ist nur mit Bibi und Moni los? Die beiden glauben, sie wären Prinzessinnen in einer früheren Zeit. Der Bürgermeister ist ganz verzweifelt, denn Bibi hat schon die elektrische Schreibmaschine in einen Federhalter und den Autobus in eine Pferdekutsche verhext. – Was wird sie noch alles anstellen?


Wie war das noch mit den Zeitreisen-Geschichten als sonderbare Orte? Auch diese Folge liegt ganz im Trend dieser Folgenhöhe. Doch im Gegensatz zur spannenden Dschungel-Episode und der witzigen Ritter-Story bietet die „Prinzessin“ so gar nichts Besonderes auf. Bibi verfällt also in solche Tagträumereien, dass man sie nur durch eine Hexerei wieder heraus bekommt. In diesem Falle zurück zu Prinzessinnen-Zeiten. Na dann… Was mir diese Folge besonders abspenstig macht, das ist diese altmodische, gestelzte Redeweise, in der hier die meiste Zeit gesprochen wird. Das nervt auf die Dauer ganz schön. Zudem erleben Bibi und Moni als Prinzessinnen auch nicht gerade Abenteuer, da plätschert die Geschichte ganz gut vor sich hin. Etwas Schwung kommt in die Sache als die Mädchen dem Schloss entkommen und nun auf Prinzessin von anno Schnee eingestellt, durch Neustadt irren. Leider ist dies der kürzere Teil dieser Folge.

16 Sprecher, das ist ein Rekord bei dieser Serie, was aber nachvollziehbar ist. Denn teilweise spielt die Geschichte in der Gegenwart, teilweise in der Vergangenheit. Die Sprecher sind übrigens durchweg vertraut aus dieser Serie. Wilfried Herbst, Eva-Maria Werth und Eberhard Prüter sind ebenso mit von der Partie wie Ulli Herzog, Gisela Fritsch und Heinz Giese. Entsprechend heimelig klingt es aus den Lautsprechern, so dass man sich trotz der Zeitreise zuhause fühlt.

Eine solide Geräuschkulisse begleitet die Geschichte. Wie üblich auf das Nötigste beschränkt, gelingt es aber dennoch so etwas wie altertümliche Athmosphäre heraufzubeschwören. Aus heutiger Sicht eher ein Trauerspiel, für die Verhältnisse der 80er aber völlig ausreichend. Interessant, dass sich dieser Eindruck bei den Fans der ersten Stunde bis heute hält.

Die Szene mit dem Küchenjunge, der soeben ein neues Stück für seine Backpfeifensammlung erhält, hat man eine der ersten Szenen aus der Geschichte gewählt. Mir gefällt sie deutlich besser als das Motiv der Erstauflage, das so gar nichts hergibt. Wie aber auch bei der Ritter-Geschichte kann ich mich mit Bibis Klediung nicht anfreunden, da sie mir zu sehr nach Mädchen aussieht.

Fazit:   Kann man hören, muss man aber nicht. Die gestelzte Redeweise geht einem schnell auf den Geist, es passiert nicht gerade viel und als endlich etwas Tempo in die Story kommt, da ist sie auch schon so gut wie zuende.

Bibi Blocksberg (30) – …in der Ritterzeit

Titel: Bibi Blocksberg (30) – …in der Ritterzeit / Verlag: Kiosk / Kiddinx / Laufzeit: ca. 40 min / Sprecher:  Susanna Bonasewicz, Natascha Rybakowski, Norbert Gescher, Klaus Miedel, Frank Schaff-Langhans u.a.

Inhalt„Eene meene mei, Zeitmaschine komm herbei!“ hext Bibi. Schon steht es da, ein großes silbernes Ei, das Bibi und Moni zurück in die Ritterzeit bringt. Aufregend, was die beiden am Hofe von König Artus alles erleben! Doch als im Turnier die Ritter mit scharfen Lanzen kämpfen wollen, greift Bibi ein.


Es muss zu Zeiten der Folgen um die 30 herum gerade die Idee gewesen sein, Bibi samt Moni mittels altmodischer Hexsprüche an ausgefallene Orte reisen zu lassen. Nach dem Zauberdschungel ist es dieses Mal eben eine Zeitreise zurück zu den Rittern. Gottlob nur im Traum, denn spätestens „Butterfly Effect“ sollte die Menschheit gelehrt haben, dass jede noch so kleine Veränderung an der Vergangenheit Einfluss auf die Gegenwart nimmt. Würde Bibi alle diese -für die Begriffe der Ritter- verrückten Dinge in der Wirklichkeit hexen, ich mag mir gar nicht vorstellen, wie die Zeitgeschichte weiterverlaufen wäre. So aber ist es schon sehr witzig, mit welchen Hexereien Bibi das Königspaar, die Ritter und den Hofstaat erfreut. Eine ganze Reihe gewitzter Sprüche und reichlich Situationskomik machen die Folge zusätzlich zu einer spaßigen Angelegenheit. Übrigens ist es mal wieder sehr interessant, was man den jungen Hörern 1985 ohne Gewissensbisse zumutete. Da ist dorch tatsächlich einfach so die Rede von einem Atomkraftwerk, das das Leben am Hofe bereichern würde. Das muss man sich heute mal vorstellen…

Eine bunte Truppe bekannter Kiosk-Sprecher bringen die „Ritterzeit“ zu Gehör und sorgen so trotz der Zeitreise für die heimelige und vertraute Atmosphäre, die die Hörspiele dieser Serie so sehr auszeichnen. Frank Schaff-Langhans -in den ersten Folgen der Sprecher von Bibis Bruder Boris- mischt als Knappe mit und  Klaus Miedel gibt den ehrwürdigen Merlin. Das Königspaar wird von Inken Sommer und Jochen Schräder gesprochen, die trotz aller hoheitlichen Würde sehr liebenswert klingen.

Die Geräuschkulisse fällt wie gewohnt recht dürftig aus, aber wenigstens wurde darauf geachtet, mit den wenigen Geräuschen zumindest ein wenig Rittergeschichten-Atmosphäre aufkommen zu lassen. Für die Verhältnisse der Reihe also ganz hörbar.

Das Cover kann sich offenbar nicht so recht entscheiden. Mit dem Ritter samt der verbogenen Lanze wird deutlich, dass es in der Geschichte sehr lustig zugeht. Andererseits wirkt Bibi in ihrem Prinzessinnenkleidchen so schrecklich „typisch Mädchen“, dass sie -zumindest mir- nicht mehr sonderlich sympathisch ist.

Fazit:  Wer Rittergeschichten mag, der bekommt mit dieser Folge eine witzige Geschichte zu hören.

Bibi Blocksberg – Die Hörspiele deiner Kindheit (Nostalgie-Box)

Es war am 05.11.10 da kam ein ganz besonderes Geschenk für die „Bibi Blocksberg“ – Fans der ersten Stunde in die Ladenregale und Online-Shops: Die „Bibi Blocksberg – Nostalgiebox“.

Die Box enthält drei Hörspiele der Serie auf CD:

  • 1. „Bibi Blocksberg auf der Märcheninsel“ (Folge 31)
  • 2. „Die verhexte Hitparade“ (Folge 27)
  • 3. „Die Kuh im Schlafzimmer“ (Folge 6)

Erfreulicherweise handelt es sich wirklich um eine Metallbox, die DVD-Freaks würden es wohl Steelbox nennen.
Das Motiv und ein Teil der Schriftzüge auf dem Deckel ist eingeprägt, das übrige Design ganz normal aufgedruckt.
In der rechten unteren Ecke steht „Limited Edition“. Ich wüsste gerne, auf wie viele Exemplare die Box limitiert ist, denn eine entsprechende Durchnummerierung fehlt.

Auf der Rückseite sind die Inhalte der drei Folgen abgedruckt, wobei sie nicht mit denen auf den MCs identisch sind. Die Unterschiede sind aber nur minimal. Dafür hat man Ausschnitte der alten Cover abgedruckt. Ich kann mir gut vorstellen, dass die „neuen“ Hörer da große Augen machen werden.

Die Box lässt sich leider nicht komplett aufklappen und mit Gewalt möchte ich es nicht versuchen. Auf diesem Foto sieht man gut die Rückseite der geprägten Front. Die gegenüberliegende Seite der Box ist mit einem samtigen schwarzen „Kissen“ für die CDs gepolstert. Das sieht sicher schick und edel aus, allerdings wären mir weiche Abstandhalter zwischen den CDs wichtiger gewesen. So liegen die CDs direkt aufeinander und da die CDs nur mit Kraft zu lösen und zu befestigen sind (jedenfalls ist das bei meiner Box so) sehe ich da die Kratzer schon kommen.
Oder man hätte zwei der Polsterringe beilegen müssen, quasi als Abstandshalter.

Die CDs zeigen alle das gleiche Motiv, nämlich die fliegende Bibi, und sind sonst farblich im Stil der Box gehalten.
Ich bin unentschlossen, denn einerseits hätte ich mir ein CD-Design entsprechend der alten Cover gewünscht, andererseits passen die CDs so natürlich optimal zum Stil der Box.

Hier einmal die Box mit den entsprechenden MCs der ersten Auflage. Die Ähnlichkeit mit Folge 01 -jedenfalls vom Cover her- ist unübersehbar.

Fazit:   Eine wirklich schöne Box für die Fans der ersten Stunde. Lediglich um den Schutz der CDs hätte man sich mehr bemühen dürfen. Ich zumindest hatte immerhin mit Papierhüllen gerechnet. Die drei Geschichten gehören zweifellos zu den Klassikern, damit kann man nichts falsch machen.

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