Kiosk

Bibi Blocksberg (10) – Bibis neue Freundin

Titel: Bibi Blocksberg (10) – Bibis neue Freundin / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 33 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, Frank Schaff-Langhans, Alexander Herzog, Manfred  Schuster, Norbert Geschert u.A.

InhaltMoni ist neu in der Klasse. Weil sie so komisch angezogen ist, wird sie von allen verspottet. Auch Bibi mag Moni nicht. Warum muss die doofe Neue ausgerechnet den Platz neben ihr bekommen?! Zu Hause spricht Bibi mit ihrer Mutter darüber. Und plötzlich wird sie nachdenklich. Ist Moni vielleicht doch nett?


Hier haben wir wieder ein Paradebeispiel dafür, dass es früher nicht ohne eine klare Botschaft in den Bibi-Geschichten ging. Diese Folge nennt gleich mehrere brandheiße Themen beim Namen: Mobbing in der Schule, Vernachlässigung eines Kindes und Schulangst. Weil Moni, die Neue in Bibis Klasse, so schlechte Noten und Angst vor ihren Eltern hat, hilft Bibi mit einem Hexspruch aus, der ungeahnte Folgen hat. So gesehen also eigentlich eine top Folge! Auch Bibis Methode Monis Eltern zu demonstrieren, wie sich Moni fühlt, könnte wirkungsvoller nicht sein. Doch an ihr hängt auch das dicker ABER, weswegen ich diese Folge so gut wie nie höre.

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Benjamin Blümchen (37) – Der Gorilla ist weg

Titel: Benjamin Blümchen (37) – Der Gorilla ist weg / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min  / Sprecher:   Edgar Ott, K. Primel, Till Hagen, Gisela Fritsch, Hermann Wagner, Susanna Bonasewicz, Buddy Elias u.a.

Inhalt:    Benjamin Blümchen und Otto machen eine Schneeballschlacht. Da kommt Wärter Karl angerannt Garfield, der Gorilla, ist verschwunden. Die Stäbe von seinem Käfig sind aufgebogen. Hoffentlich stellt er nichts Schlimmes an! Benjamin, Otto und Karl machen sich sofort auf die Suche. Und schon stecken sie mitten in einem Abenteuer.


Eigentlich könnte man diese Folge und die Nummer 38 als eine Art Doppelfolge ansehen. Denn Der Gorilla ist weg liefert den ausschlaggebenden Grund für den Umzug des Zoos. Eines schönen Wintertags ist Garfield, der Gorilla, aus seinem Käfig entwischt und Benjamin und Otto machen sich auf die Suche. Diese Suche ist schon eine spaßige Angelegenheit, denn in Neustadt ist erstens auch noch gerade Karneval und außerdem mischt Karla Kolumna auch wieder mit. Da sind lustige Szenen und manch flotter Spruch quasi vorprogrammiert. Doch die Folge schlägt später auch sehr ernste Töne an. Als sie nämlich Garfield finden und Bibi Blocksberg -in dieser Folge gibt es also mal wieder ein Crossover der großen Kiosk-Reihen- sich die Gorilla-Sprache anhext um mit Garfield sprechen zu können.. Da erzählt er nämlich, wieso er ausgebrochen ist. Und die Gründe sind schon sehr ernst und können den (jungen) Hörer vielleicht dazu anregen, beim nächsten Zoobesuch mal über die Haltung der Tiere nachzudenken. Ich bin mir nämlich recht sicher, dass es auch heute noch Zoos und Tierparks gibt, die nicht die bestmöglichen Haltungsbedingungen bieten.

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Bibi Blocksberg (93) – Bibi braucht Hilfe

Titel: Bibi Blocksberg (93) – Bibi braucht Hilfe  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 41 min / 9 Tracks  / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Gabriele Streichhahn, Bodo Wolf, Uschi Hugo, Gerrit Schmidt-Foß, Wilfried Herbst u.A.

Inhalt:   An Bibis alter Schule bröckelt der Putz, aber für die Renovierung fehlt das Geld.
Also veranstalten die Schüler einen Aktionstag. Bibi und ihre Freunde wollen Kuchen backen.
Aber der Kuchenteig geht nicht auf. Als Bibi mit Hexerei nachhilft, geht etwas schief:
Der Teil quillt und quillt und überschwemmt die ganze Schule.
Jetzt braucht Bibi Hilfe!


Die „Bibi Blocksberg“ – Serie steuert hart auf die 100 Folgen zu, mit „Bibi braucht Hilfe“ liegt nunmehr schon das 93. Abenteuer der Neustädter Hexe vor.
Da fragt man sich –auch unter Berücksichtigung der schwachen vorigen Folgen- doch leicht, ob die Reihe noch immer mit stets neuen Ideen aufwarten und unterhalten kann.
Leider muss man diese Frage deutlich verneinen, die Reihe birgt kaum noch Neues.
Da macht auch „Bibi braucht Hilfe“ keine Ausnahme.
Die Tatsache, dass Bibis Schule scheinbar stets kurz vor dem Einstürzen steht, wurde bereits ausführlich in Folge 64 (Die neue Schule) thematisiert.
Genauso wenig dürfte ein verrückt spielendes Lebensmittel dem Bibi-Fan neu sein, denken wir nur an „Das verhexte Osterei“.
Dennoch kann man „Bibi braucht Hilfe“ getrost als ein Highlight bezeichnen.
Was die Folge rettet, das ist erstens der Fakt, dass wir endlich mal wieder eine reine Schulfolge zu hören bekommen. Keine exotischen Orte wie Flussinseln, Schlösser etc., die Neustadt relativ neu angedichtet wurden um mehr Schauplötze für Abenteuer zu haben.
Zweitens wirken in Folge 93 fast ausschließlich alt vertraute und beliebte Charaktere mit, keine mit Gewalt hineingewürfelten Junghexen, um die Reihe cool und up-to-date zu machen, keine Omas und Tanten, die um der Abwechslung Willen immer häufigere Auftritte haben…nur Bibi, ihre Familie und Freunde, die Lehrerin, unsere rasende Reporterin und der Bürgermeister samt Sekretär und Schulrat.
Diese zwei Punkte reißen die Folge absolut raus und machen sie zu einer schönen, schon ein wenig nostalgisch stimmenden Folge.

Was die Sprecher angeht, da hat es in Folge 93 zwei wichtige Umbesetzungen gegeben.
Als Barbara Blocksberg hören wir nicht mehr Hallgard Bruckhaus, sonder Gabriele Streichhahn.
Statt Guido Weber spricht nun Bodo Wolf den Bernhard.
Diesen Umbesetzungen haben sicher viele Fans mit Skepsis entgegen geblickt.
Deshalb ein großes, ausdrückliches Lob an Kiddinx, diese beiden Sprecher gewählt zu haben.
Die Stimmen ähneln sehr den altbekannten Stimmen und fallen kaum auf.
Vor allem scheint mit ihnen die betont deutliche Sprechweise passe zu sein, die mich insbesondere bei Frau Bruckhaus in den letzten Folgen sehr gestört hat.
Natürlich rekrutiert sich der überwiegende Teil der Hörerschaft aus kleinen Kindern und natürlich sollen sie richtiges und gutes Sprechen lernen, aber man kann es auch übertreiben.
Und genau das war in meinen Augen in den letzten Folgen der Fall.
Frau Streichhahn und Herr Wolf sprechen locker weg und klingen so sehr echt und glaubhaft.
Bleibt zu hoffen, dass es so bleibt.
Auch an die neue Stimme des Bürgermeisters habe ich mich bereits gewöhnt, was unerwartet leicht fiel.
Einzig Florians Stimme ist mir quasi „ein Dorn im Ohr“…wieso muss Gerrit Schmidt-Foß seine Stimme für diese Rolle so sehr verstellen? Es klingt einfach absolut unecht.

An Musik hat man in „Bibi Blocksberg“ vom Titellied abgesehen nur selten etwas geboten bekommen, was ich seit jeher sehr bedauerlich finde.
Auch in Folge 93 ist außer dem Titellied keine weitere Musik zu hören.

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Hörspiel und passt somit tadellos dazu.

Fazit: Eine sehr gelungene Folge, in diesem Stil darf es gerne weitergehen.

Benjamin Blümchen (50) – als Sheriff

Titel: Benjamin Blümchen (50) – als Sheriff  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min   / Sprecher:   E. Ott, K. Primel, G. Fritsch, T. Hagen, G. Duwner, P. Schiff, J. Nottke u.A.

Inhalt: Ist das aufregend! Benjamin, Otto und Karla Kolumna fliegen zu Onkel Hugo nach Amerika und träumen, was sie alles sehen werden: Cowboys am Lagerfeuer, wilde Büffel, Sheriffs, die Banditen verfolgen.
Doch es wird noch viel spannender!
Onkel Hugo lebt nämlich in einer verlassenen Geisterstadt und braucht dringend Hilfe.


Neustadts berühmter sprechender Elefant goes Wild West!
Ein vielversprechender Titel mit einer sehr schönen Geschichte.
Natürlich darf man hier keine große, komplexe Western-Story erwarten, mit wilden Schießereien und Showdown im Morgengrauen.
Aber es ist alles drin, was man von einer Wild West – Geschichte erwartet, wenn man den Wilden Westen mit Kinderaugen sieht: Essen am Lagerfeuer, einer Geisterstadt mit Saloon, Drugstore etc., ein Sheriff und ein (sehr netter) Bandit.
Und natürlich darf auch das berühmte Friede – Freude – Eierkuchen – Ende nicht fehlen.
Der Lerneffekt der Folge fällt arg mager aus, dazu wird der Wilde Westen einfach zu verklärt dargestellt, aber die Geschichte ist sehr spannend, hat ihre lustigen Stellen und macht einfach Spaß. Man bekommt richtig Lust darauf, mit den Freunden in Ghost Town zu sein.

Edgar Ott spricht Benjamin Blümchen und er ist und bleibt einfach DER Benjamin Blümchen.
Und wo Benjamin ist, da sind auch seine Freunde Otto (K. Primel) und Karla Kolumna (G. Fritsch) nicht weit.
Alle Sprecher dieser Folge können auf ganzer Linie überzeugen.
Erwähnenswert ist noch Gerd Duwner, der Onkel Hugo spricht.
Wenn man genau hinhört, dann erkennt man ihn: als Ernie aus der Sesamstraße.

Im Gegensatz zu vielen anderen Folgen, die auf Musik außer dem Titellied verzichten, gibt es in Benjamin als Sheriff doch einiges  mehr zu hören.
In Onkel Hugos Auto läuft ein “Countrysong”, der sehr vermutlich The heart of Texas trägt, aus mehr besteht der Text nämlich nicht, sehr lustig.
Dann wird am Lagerfeuer Gitarre gespielt und ein kleines Lied gesungen.

Fazit: Eine kindgerechte Western-Geschichte, die in Sachen Spannung so mancher Benjamin-Folge den Rang abläuft.

Benjamin Blümchen (10) – …und das Schloß

Titel: Benjamin Blümchen (10) – …und das Schloß  / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 39 min   / Sprecher:   Edgar Ott, Frank Schaff-Langhans, Tobias Pagel, Joachim Pukaß, Otto Czarski u.A.

InhaltBenjamin Blümchen ist ein kleiner, sprechender Elefant, den alle sehr gern haben. Dennoch, er hat große Sorgen. Der Zoo ist für die vielen Tiere zu klein geworden. Eines Tages wird Benjamin zum Notar gerufen. Er hat ein Schloß geerbt. Doch was soll er damit anfangen? Otto meint, anschauen schadet nichts. Aber welch eine Enttäuschung, das Schloß ist eine richtige Bruchbude. Doch Benjamin und Otto haben eine ganz tolle Idee.


Auch diese Folge gehört zu den geächteten Folgen, die bei mir ewig lange unbeachtet im Regal standen. Ein Schloss, na toll!  Für die meisten Ritter- und Prinzessinnen-Storys habe ich nichts übrig und vom Titel her hatte ich genau auf eine solche geschlossen. Besten Dank!
Doch dann geriet sie doch mal in den Player und…Schande über mich, dass ich diese Folge so lange ignoriert habe.
Dabei ist die Geschichte an sich gar nicht mal so der Brüller: Benjamin bekommt ein Schloss vererbt, das sich dann als Bruchbude herausstellt. Und weil die Stadt die unhaltbaren Zustände im Zoo ignoriert, wird Bürgermeister und Co. schnell das kaputte Schloss als “Zoo” verkauft. Und plötzlich findet das Stadtoberhaupt, dass es so nicht weitergehen kann. Was diese wenig spannende Handlung aber von der ersten bis zur letzten Minuten absolut rausreißt, das ist die Komik. Und die versteckt sich hier einfach überall: Schloss Bruchbude in Obergammeldorf, der Anwalt mit seinem ständigen “Macht nichts, macht nichts!”, Benjamins hinterhältige Frage (“Auf das Barockstühlchen?”) auf das Angebot hin, sich doch zu setzen, Benjamin und Ottos Schildermalerei (“Wie schreibt man Säbelzahntiger? Mit oder ohne Säbel?”), die Fische, die im Takt zur Musik aus dem Wassereimer springen, die Tochter des Bürgermeisters (“Das Nilpferd sieht aus wie Sie, Frau Stadtrat Müller-Lüdenscheid!” oder nachdem Papa Bürgermeister seine Sekretärin erwähnt hat: “Ist das die, die du immer Pullertrine nennst?” […] “Ach nein, die Pullertrine ist ja die Frau Stadtrat!”).
Fairerweise muss man aber sagen, dass auch diese Folge -wie so viele der ersten Episoden- eine gewaltige Unlogik inne hat. Denn was wird denn nachher aus dem “Traurigsten Zoo der Welt?”. Eben!

Hier haben wir eine recht lange Sprecherliste mit mehr als einem Dutzend Sprecher. Daher nur zu einer kleinen Auswahl ein paar Worte. So ist in der Rolle des nervösen Anwalts ist Joachim Pukaß, der Ehemann von Gisela Fritsch alias Karla Kolumna, zu hören. Er spricht meist so hektische, nervöse Charaktere und entsprechend gelungen mimt er auch Anwalt Schwindelmeier.
Als Nilpferd-Stadträtin hört man weiterhin Maria Axt, die diese Rolle ja seit Serienstart übernimmt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass sie trotz ihrer nicht gerade angenehmen Stimme und ihren absonderlichen Einstellungen trotzdem nie wirklich unsympathisch wirkt.
Und zuletzt sei Tobias Pagel erwähnt, der in den Anfängen der Reihe den Bürgermeister spricht. Es gibt wenige Stimmen, die mir eine wohlige Gänsehaut bereiten, seine gehört eindeutig dazu. Auch wenn der spätere Bürgermeister für mich immer DAS “Bürgermeisterchen” bleiben wird, so höre ich Tobias Pagel in dieser Rolle viel lieber.

In dieser Folge wird gesungen. Nämlich “Das Wandern ist des Müllers Lust!”, ansonsten hört man außer dem Titellied wieder keine Musik. Und auch die Geräusche sind recht sparsam gestreut. Und wie es so typisch für die Reihe ist, stört der Geiz in Sachen Untermalung keine Sekunde lang.

Es gibt über alle Covers hinweg einen Aspekt, der mich immer wieder den Kopf schütteln lässt. Und das ist dieser gewaltige Schlüssel, der annähernd so groß ist wie der neunjährige Otto. Man stelle sich dieses gewaltige Schließwerkzeug mal vor! Was um alles in der Welt wollen Benjamin und Otto damit aufschließen? Das Teil ist so hoch wie ein Turm vom Schloss! Das ist eher ein Rammbock um das Tor zu öffnen, aber kein Schlüssel!
Bei dem Cover der Erstauflage passen auch die übrigen Proportionen nicht. Da ist Benjamin fast so groß wie das Schloß. Das müsste dementsprechend recht klein sein…und dann solch ein Schlüssel? Wobei wir wieder beim Thema wären.

Fazit:   Zusammen mit Folge 8 ist Benjamin und das Schloss die lustigste Folge unter den zehn ersten Folgen. Unbedingt anhören!

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