Klassenfahrt

Untot – Lauf, solange du noch kannst (Kirsty McKay / Sandra Schwittau)

Titel: Untot – Lauf, solange du noch kannst / Verlag: Silberfisch, Hörbuch Hamburg / Spielzeit: ca. 234 min / Buch: Kirsty McKay / gelesen von: Sandra Schwittau

Inhalt: Die Highschool-Schülerin Bobby ist auf dem Rückweg von einem Skiausflug mit ihrer Klasse. Zusammen mit ihrem Mitschüler Boy Smitty wartet sie im Bus, bis die anderen Schüler aus einem Rasthof zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Stattdessen tauchen verdammt hungrig aussehende Zombies auf. Die beiden fliehen in die Dunkelheit. Doch dort ist niemand, der ihnen helfen kann. Dann zieht auch noch ein Schneesturm auf. Und nicht mal die Handys funktionieren.


Da ist es also, das Hörbuch zu dessen Buchvorlage Chicken House bzw der Carlsen Verlag auf so aufwändige  und wirklich gelungene Art Promotion betrieben hat. Auch ich war davon sofort angefixt und habe das Hörbuch sehr bald gehört. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, mag sein, jedenfalls hat mich das Hörbuch ziemlich enttäuscht zurückgelassen. In erster Linie, weil die Geschichte für 14- bis 18jährige empfohlen wird. Ich schätze die Jugend von heute nämlich so ein, dass sie sich bei einer Zombiegeschichte gerne gruseln möchten und sich auch für Blutgespritze begeistern können. Wie ich finde, eine gerechtfertigte Erwartung. Gut, zimperlich geht es nicht zu. Es fließt -in auf diese Altersgruppe zugeschnittenen Maßen- ordentlich Blut und geht mitunter auch recht brutal zu. Nur von Grusel konnte bei mir nicht die Rede sein, weil Bobbys jugendliche Sprache und die möchtegern coolen Sprüche selbst in den dramatischsten Momenten jedem Hauch von Grusel den Wind aus den Segeln nehmen. Natürlich kann ich mir denken, dass die jugendlichen Hörer diese Ausdrucksweise cool finden und womöglich entspricht sie auch dem Ton, der heute auf den Schulhöfen herrscht, aber es ist schade, wenn dadurch jeglicher Grusel aus einer Zombiegeschichte verbannt wird. Auch der gehört zu solch einer Story dazu! Da ich es also unverständlich fand, wie Bobby und ihre Freunde in ihrer aussichtslosen Situation so flapsig reden können, habe ich auch keinen wirklichen Zugang zu ihnen gefunden. Das ist für mich kein logisches Verhalten. Das Ende ist offen gehalten, die Chose ist definitiv noch nicht gelaufen. Mal sehen, was uns da noch erwartet.

Sandra Schwittau finde ich wegen ihrer markanten Stimme eine wirklich gut Wahl als Sprecherin. Sie trifft damit gut einen jugendlichen Ton und man nimmt ihr besagte coole, flapsige Sprüche so auch leicht ab. Wie ich finde, passt ihre Stimme prima, vor allem zu Bobby. Leider ist es aber auch ihr nicht gelungen, wenigstens etwas schauerliche Atmosphäre aufkommen zu lassen. Schade, denn wenn es die Story nicht schafft, dann hätte die Sprecherin noch am ehesten die Chance, das aufzuwiegen.

Das Cover ist ein Hingucker mit der blutroten Schrift und auch die schattenhaften, taumelnden Gestalten darin gefallen mir gut. So wird gleich klar, dass es hier um Zombies geht. Ehrlich gesagt hätte ich mir ein kleines Booklet gewünscht, in dem zB auf das Merchandising zur Geschichte und den Film hingewiesen wird. Wenn man schon so eine aufwändige Kampagne startet, dann sollte man das doch auskosten! Hier liegt aber nur ein einfacher Einleger bei, der zwei sehr kurze Texte zur Autorin und der Sprecherin bereithält.

Fazit:   Kurz gesagt: diese jugendliche, mit Sprüchen gespickte Sprache hat für mich jeglichen Grusel untergraben. Dabei gäbe die Geschichte wirklich manche schaudernde Gänsehaut her. So wie es sich für eine Zombiegeschichte eben gehört.

Typisch Max (04) – Max und die klasse Klassenfahrt

Titel: Typisch Max (04) – Max und die klasse Klassenfahrt / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher: Flemming Stein, Lea Sprick, Elena Wilms, Svenja Pages, Valentin Pages ua

Inhalt: Max und seine Freunde freuen sich: Die Klassenfahrt steht an! Auf Gut Finkenstein warten spannende Fußballspiele, eine Rallye und eine Geisterstunde auf sie. Das größte Abenteuer aber wird die Suche nach dem spurlos verschwundenen Hund Bob. Typisch Max: Er, Pauline und Nico wissen, was zu tun ist!


Und da haben wir auch schon die zweite Geschichte um den bereits etwas älteren Max. Im Gegensatz zur vorigen Detektivgeschichte geht es hier eher weniger spannend zu. Zunächst stehen die aufregenden Vorbereitungen auf die Reise im Mittelpunkt, anschließend wird so ziemlich alles geboten, was man sich von einer Klassenfahrt-Story verspricht: chaotische Zimmerverteilung, nächtliche Streiche, Gespensterspiele, eine Nachtwanderung…das dürfte den jungen Hörern mächtig Laune auf die erste eigene Klassenfahrt machen. Erst mit der Nachwanderung kommt ein wenig Spannung auf, denn Hund Bob ist plötzlich wie vom Erdboden verschluckt und eine aufregende Suche nimmt ihren Lauf. Dieser Teil der Geschichte macht aber den kleineren Teil aus und scheint daher nur wie ein kleines Abenteuer auf der Reise. Insgesamt bekommt man hier einfach eine unterhaltsame Klassenreisen-Story zu hören, und das geht so allemale in Ordnung. Verblüfft hat mich nur Max‘ anfängliche Angst vor Bob. Heißt es doch im Lied, er streichele auch Hunde, die laut bellen…? Naja, nach der Begegnung mit Bob jetzt vielleicht.

Hier stehen die Kinder aus Max‘ Klasse im Mittelpunkt und entsprechend viele junge Sprecher sind mit von der Partie. Insgesamt geben sie eine ganz muntere Truppe ab, bei der mir der eine oder andere zwar deutlich älter als acht oder neun Jahre klingt, die aber sonst durchweg einen guten Job machen. Als Max ist auch hier Flemming Stein zu hören, und neben Leas Sprick aus der Schwesternserie „Conni“ mischt auch Florentine Stein mit, die eine Rolle in der Karussell-Serie „Laura“ hat.

Neben dem Titellied sind auch bei dieser Folge wieder fröhliche und bunte Melodien zu hören, die einem sicher schon mal in Folgen erwähnter „nachbarlicher“ Serien untergekommen sind, die sich aber auch hier prima einfügen. Sie vermitteln einen munteren und spaßigen Eindruck und das steht der Geschichte.

Max mit seinem viel zu umfangreichen Gepäck, dem Fußball unter dem Arm, und dahinter seine Freunde, so stellt man sich die Ankunft bei einer Klassenreise vor. Schön bunt und sommerlich von den Farben her, das macht einen sehr freundlichen Eindruck. Gelacht habe ich über die Darstellung von Bob auf der Rückseite, deshalb auch der Scan davon. Mit dem Pfeil und dem Hinweis „Bob“…einfach zu Schreien lustig und goldig.

Fazit:  Wer nach dieser Folge nicht selber Lust auf eine Klassenreise bekommt, der sollte sie dringend noch einmal hören. Eine weitere Max-Geschichte, die einfach Spass gemacht hat.

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