Königin

Die drei !!! (48) – Die Maske der Königin

Titel: Die drei !!! (48) – Die Maske der Königin / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 65 min  / Sprecher: Sonja Stein, Patrick Bach, Erik Schäffler, Isabella Grothe ua

Inhalt: Endlich, Felipe ist aus Mexiko zurück! Aber statt verliebter Zweisamkeit wartet auf Franzi und ihre Detektivkolleginnen Marie und Kim schon der nächste Fall. Eine Maya-Maske wurde aus dem Stadtmuseum gestohlen! Wer steckt dahinter? Warum behindert die Museumsleitung die Ermittlungen? Die Spur führt Franzi tief in den weit verzweigten Museumskeller, wo sie allen Mut zusammennehmen muss.


Bekanntlich bin ich für Geschichten mit historischem Hintergrund nicht so zu haben. Erst recht nicht, wenn es um fremde und / oder alte Kulturen geht (ehe ich dafür wieder einmal virtuell angespuckt werde: wenn ich in fremden Ländern bin, interessiert mich sowas sehr, vor Ort eben, aber eben nicht nur als Erzählung). Daher hatte ich ein paar Bedenken bei dieser neuen Folge. Doch zum Glück wird die Sage um die Maya nicht zu sehr vertieft. Und auch das Leben der Mayas wird nur angerissen. Mir hat das so völlig gereicht.
Der Fall selber ist widerum ganz spannend und keinesfalls vorhersehbar. So kann man gut mitknobeln und sich dann und wann auch mal von Kims Verdächtigungen verleiten lassen. Verdächtige gibt es hier genug. Die Mädchen ermitteln angenehm ablenkungsfrei. Will heißen, es gibt so gut wie gar kein Geturtel zwischen Franzi und Felipe, und auch Kim und Marie flirten nicht herum. So kann sich die Handlung ganz auf den Fall kozentrieren. Das hat mir sehr gut gefallen!
Ich bin allerdings der Meinung, dass man stimmungsmäßig mehr daraus hätte machen können. Ein bisschen Grusel gibt solch eine Sage schließlich her. Und auch die “Spur, tief in den verzweigten Museumskeller” aus dem Klappentext hätte man ein bisschen ausschmücken können (und für mich auch dürfen). Stattdessen ist man währenddessen mit den anderen Detektivinnen unterwegs. Ehrlich, eine Spur schauriger hätte das schon gehen können.

Mit Felipe ist nun auch wieder Patrick Bach mit von der Partie. Ich höre ihn hier gerne und erfreulicherweise hat man ihm keinen Akzent aufgezwungen. Flemming Stein gibt einen sympathischen Karsten Stetter. Ich habe überhaupt nicht verstanden, was Kim an ihm verdächtig fand. Oliver Wasitz hat mich als Museumsdirektor ebenfalls überzeugt. Er bringt die Würde dieser Figur gut wider.

Musik und Geräusche sind wie gewohnt gut. Die Musik bringt einige Male Tempo und in die Handlung und hebt die Dramatik gewisser Szenen hervor. Die Geräuschkulisse sorgt für die notwenige Anschaulichkeit.

Das Cover zeigt die Mädchen wohl vor dem Schaukasten mit der alten Maske im Museum. Damit ist der zentrale Gegenstand der Geschichte schon mal zu sehen. Sehr detektivisch wirkt das Motiv aber nicht.

Fazit:  Eine spannender und ablenkungsfreier neuer Fall für die drei Detektivinnen, dem die Mayas und deren Kultur zugrunde liegen. Für mich hätte es hier und da ruhig eine Spur unheimlich zugehen dürfen, die Story hätte das durchaus hergegeben. Schade, dass daraus nichts gemacht wurde.

Die Elfen (01) – Der Untergang von Vahan Calyd

Titel: Die Elfen (01) – Der Untergang von Vahan Calyd / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca.75 min / Sprecher: Hasso Zorn, Andreas von der Meden, Cathlen Gawlich, Martin Sabel, Tim Kreuer, Helmut Zierl u.a.

Inhalt: Elfen, Kobolde, Feen – die Völker von Albenmark sind in Vahan Calyd zusammengekommen, um die Elfenkönigin Emerelle als Herrscherin über Albenmark zu bestätigen. Doch das Fest wird jäh unterbrochen: Die Trolle sind aus der Verbannung zurückgekehrt und legen die Stadt in Schutt und Asche!
Emerelle befindet sich auf der Flucht – in der Begleitung ihres Schwertmeisters Ollowain, der ahnt, dass es einen Verräter unter den Elfen geben muss und dass diese Nacht über das Schicksal von ganz Albenmark entscheidet …


Ich glaube, noch nie ist es mir so schwer gefallen, eine Einschätzung eines Hörspiels abzugeben wie bei diesem. Warum? Weil ich Elfen, Trolle und Konsorten seit “Herr der Ringe” so leid bin wie Schmierseife. Ich bin schon bedient, wenn ich nur die Namen höre, bei denen ich im Nu den Überblick verliere. So geschehen auch bei “Der Untergang von Vahan Calyd”. Ich denke aber, wer Bernhard Hennens “Elfen” mag und / oder generell Fan dieser Art Fantasy ist, der wird mit diesem Hörspiel voll auf seine Kosten kommen. Denn für diese Fangemeinde sind Elfen und Trolle sicher faszinierende Wesen, und da werden Hennens Elfen und Trolle keine Ausnahme bilden. Und was erwartet man, wenn diese beiden Wesenheiten aufeinander treffen? Genau! Feindschaft, Intrigen, umkämpfte Könige der Königinnen und Krieg, und vor allem Letzterer wird hier mit viel Getöse imposant in Szene gesetzt. Damit ist der Grundstein für die Reihe gelegt und man darf gespannt sein, was sich aus diesem Scharmützel der beiden Vöker noch entwickelt. Gespickt wird das Ganz dann noch durch einen gewissen Witz, der mich wenigstens etwas bei Laune gehalten hat. Wobei ich allerdings schon finde, wenn man sich so altmodisch in der dritten Person anspricht, dann passen die sehr aktuelle Kraftausdrücke einfach nicht dazu. Aber den Vorwurf kann man allenfalls Bernhard Hennen machen.

So beeindruckend das Kampfgeschehen aus den Lautsprechern dringt, so beeindruckend liest sich auch der Sprechercast. Somit macht es jetzt wenig Sinn, da spezielle Sprecher besonders hervorzuheben, denn hier sind von A bis Z Könner am Werke. Bernd Rumpf, Andreas von der Meden, Cathlen Gawlich, Celine Fontanges und Hasso Zorn um nur einige zu nennen. Die Trolle grummeln trollmäßig,  die Elfen legen dagegen einen klaren, licht hochmütigen Ton an den Tag, das passt so.

Wie schon erwähnt fällen Untermalung und Geräuschkulisse wuchtig und umfassend aus. Da krachen einem die Kampfszenen förmlich um die Ohren und die Musik würde so auch in einen Fantasy-Film passen. Stark, da gibt es gar nichts.

Mit der Elfenkönigin und im Hintergrund das Schloss hat man ein sehr schönes und stimmungsvolles Covermotiv gewählt. Ohne viel Brimborium und fantasytypischer wie es kaum geht. Im Booklet findet sich neben der Sprecherliste noch eine kurze Erläuterung von Bernhard Hennen über den Teil des Elfen-Universums, mit dem sich diese Hörspielreihe befasst.

Fazit: Für Fans von Bernhard Hennens Elfen-Saga und Elfen-Troll-Begeisterte allgemein eine einwandfreie Empfehlung. Was Sprecher, Soundtrack und Untermalung angeht einfach eine runde Sache, die in Hörspielform beeindrucken kann.

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