Kosmos

Ich, Lilly und der Rest der Welt (Alexandra Maxeiner / Diana Wolf)

Titel: Ich, Lilly und der Rest der Welt / Verlag: USM Audio / Spielzeit: ca. 69 / Buch: Alexandra Maxeiner / gelesen von: Diana Wolf

ichlilly01Inhalt: Demokratie ist etwas sehr Gutes vor allem, wenn die Kinder der Familie in der Überzahl sind. Also beschließen Hannah und ihre Schwestern, das neue Haus lila zu streichen. Außerdem haben die Schwestern viel Spaß auf dem Flohmarkt. Nur vor der neuen Nachbarin ist Vorsicht geboten, denn die alte Frau ist bestimmt ein Vampir.


Von dieser Reihe hatte ich zuvor noch gar nichts gehört. Aber der Titel klang ganz witzig, das Cover gefiel mir auch, also nichts wie angehört.
Auf dieser CD findet man neben der Vorstellung von Hannas Familie noch drei weitere Geschichten: “Was man alles auf einem Flohmarkt verkaufen kann”, “Was Demokratie mit unserem neuen Haus zutun hat” und “Von der neuen Nachbarin, die garantiert ein Vampir ist”.
Hanna und ihre Familie fand ich schnell sympathisch. Eine Familie mit vier Kindern, das konnte doch nur chaotisch und witzig werden.
Das stimmt auch! Ich habe über Hannas und Lillys Verkaufsaktion schon sehr grinsen müssen. Genauso über ihre Vampirtheorie und die etwas peinliche Gegenüberstellung mit dem “Vampir”. Bei der Geschichte um das neue Haus kann man nicht nur schmunzeln, sondern auch noch etwas lernen. Nämlich was Demokratie ist.
Soweit eine ganz ordentliche Mischung, die den Geschmack junger Hörer treffen dürfte. Sicher stören die sich auch nicht an den Zickereien zwischen Hanna und Lilly. Die gingen mir ab und zu doch etwas auf die Nerven. Vor allem, Hannas Art mit verschiedenem Maß zu messen. Benimmt sich Lilly Hannas Meinung nach daneben, fällt ihr das sofort auf und wird angeprangert! Verhält sie sich später kaum anders, nur in einer anderen Situation, dann ist das klar etwas ganz anderes! Da hätte ich Hanna gerne mal gesteckt, dass sie kein Stück besser ist. Kindern wird das auf diese Weise aber sicher nicht auffallen. Ich gehe sogar davon aus, dass sie sich darin wiederfinden werden. Vor allem, wenn sie vielleicht selber Geschwister haben. Da sind die drei Geschichten sehr nah dran.

Auf dem Cover steht “Hörspiel”, es ist aber klar ein Hörbuch. Gelesen von Diana Wolf, die ich hier zum ersten Mal gehört habe. Ich bin hin- und hergerissen. Ihre Stimme gefällt mir gut für diese Geschichten. Jung und klar. Und sie liest schön locker, sodass das Zuhören leicht fällt. Außerdem hat sie für die Figuren verschiedene Stimmen bzw Stimmlagen auf Lager. So erkennt man gut, wer gerade zu Worte kommt. Der kindliche Tonfall liegt ihr ebenfalls. Allerdings zieht sie an Satzenden oft die Betonung hoch, was für micht nicht zu einer Sechsjährigen passt. Dadurch geht oft auch etwas von der Komik der sonst eigentlich gewitzten Sprüche verloren.

Die Titelmusik macht Spass und lädt sofort zum Mitsummen und Rumhüpfen ein. Das macht Spass und Laune auf die Geschichten, die danach folgen.

Auf dem Cover steht Hanna im Mittelpunkt. Sie sieht frech und lustig aus. Das gefällt mir. Um sie herum sind Bilder von Personen und Dingen zu sehen, die zu ihrem Leben dazu gehören. Das passt gut zum Titel, denn all diese Dinge ergeben schließlich ihre kleine Welt.

Fazit:   Die drei Geschichten dieser ersten Folge sind witzig und bei einer kann man sogar etwas lernen. Hannas Familie ist liebenswert chaotisch, da werden sich Kinder im Nu wohlfühlen und sich hier und da bestimmt auch wiederfinden. Diana Wolf liest locker und fröhlich. Auch das dürfte den Kids gefallen. Ich fand ihre Betonung für eine Sechsjährige teilweise nicht passend. Und Hannas und Lillys Gezicke…nun ja.

Ein Svea Andersson Krimi (03) – Eiskalte Drohung (Denise Monteiro & Gordon Piedesack / Ritta Jacobsson)

Titel: Ein Svea Andersson Krimi (03) – Eiskalte Drohung / Verlag: Kosmos / Spielzeit: ca. 432 min / Buch: Ritta Jacobsson / gelesen von: Denise Monteiro & Gordon Piedesack

svea03Inhalt: Svea ist in großer Gefahr: Sie muss gegen eine Erpresserbande aussagen, die mit ihrer Hilfe überführt werden könnte. Hinzu kommt, dass in der Umgebung Mädchen überfallen und verprügelt werden, die Svea täuschend ähnlich sehen. Hat es jemand auf sie abgesehen? Will die Bande ihr Angst einjagen, sodass sie ihre Aussage zurückzieht?


Nachdem ich schon Sveas zweiten Fall nicht mehr ganz so genial fand wie Teil 1, bewahrt dieser dritte Teil die Tradition leider und stellt für mich einen weiteren -wenn auch nicht großen, aber doch vorhandenen- Rückschritt dar. Dabei beginnt die Geschichte wirklich vielversprechend. Es dauert gar nicht lange und schon steckt Svea mal wieder in einer unheimlichen und gefährlichen Situation. So hätte es gerne weitergehen können. Mir hat es auch gefallen, dass man direkt an den zweiten Band anknüpft und somit zunächst der Verdacht besteht, dass Svea von den Verbrechern eingeschüchtert wird, gegen die sie dort aussagen soll. Das wäre ein sinniger Verlauf gewesen. Stattdessen dreht die Geschichte später und wendet sich einer neuen Idee für einen Kriminalfall zu. Dabei stehen, wie eigentlich immer in den “Svea”-Geschichten- erneut ganz ernste Themen im Mittelpunkt, die die jungen Hörer ansprechen dürften. Hier sind es Internetkriminalität und Fremdenhass. Und genau von diesen Gesellschaftsproblemen war es mir eine gute Schippe zuviel! Mir wird hier teilweise zu sehr mit dem moralischen Zeigefinger gewunken. Auch Sveas Privatleben, ihre Freunde, ihre Eltern, Jungs hebeln den Krimi ein wenig aus. Von ihnen ist hier massig zu hören. So viel, dass ich den Fall manchmal aus den Augen verloren habe. So sehr ich Sveas Leben mag, es darf nicht den Krimi in den Hintegrund stellen. Oder dafür sorgen, dass es kaum echte Ermittlungen gibt. Meist steht Svea eher daneben oder stolpert zufällig über etwas. Das ist nicht Svea, wie ich sie in “Todeswald” kennengelernt habe.

Nicht vom Namen täuschen lassen! Auch hier ist die gleiche Sprecherin zu hören wie in den beiden vorigen Hörbüchern, nunmehr Denise Monteiro! Ich mag ihre Stimme für Svea einfach. Sie liest munter und locker und klingt dabei passig jugendlich. Ich höre ihr immer wieder gerne zu. Gordon Piedesack ist ebenfalls mit von der Partie, ist hier allerdings wieder seltener zu hören als im Vorgänger. Sobald er das Wort ergreift, sorgt er aber für eine angemessen bedrückende und bedrohliche Stimmung.

Ich habe den Eindruck, speziell in Sachen Geräusche wird mit jedem Hörbuch ein eine Schippe nachgelegt. Mir gefällt das. Das lockert nicht nur die lange Spielzeit auf, sondern veranschaulicht das Geschehen und die Szenerien auch gut und klingt hier und da schon verdächtig nach Hörspiel. Immer wieder sind auch wieder Melodien eingestreut, die der Geschichte gut stehen.

Mit dem kräftigen Blau und der Scherenschnittoptik reiht sich dieses Hörbuch gut im Regal ein. Das Motiv deutet an, was einen in der Geschichte erwartet und wirkt so verheißungsvoll. Die CDs sind im gleichn Look gehalten und unter den CD-Einschüben sind Sätze aus der Geschichte abgedruckt, die auf eine spannende Geschichte hoffen lassen.

Fazit:  Die Geschichte begann vielversprechend, doch dabei blieb es für mich leider auch. Mir war hier einfach zuviel vom moralischen Zeigefinger zu hören. Ich bin mir zwar sicher, dass dieses Element etwas ist, was die Reihe von anderen ihrer Art abheben soll, und grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden. Aber mir nimmt das hier gut was an Spannung.

 

Leipziger Buchmesse 2012 – Nachlese

Vom 15.03. bis zum 18.03. fand in Leipzig dieses Jahr die Buchmesse statt.

Ich war am Freitag und Samstag dort.
Ehe ich nun meine neuen und signierten Bücher und die Autogramme zeige, möchte ich mich erst mal bei den Verlagen für die vielen netten Gespräche bedanken. Darunter beispielsweise Rowohlt, Thienemann, Carlsen, dtv, Loewe, Arena, Kosmos, Oetinger und noch viele mehr.  Bitte nicht übel nehmen, alle weiß ich nicht mehr. Ich bin rückblickend immer noch etwas erschlagen 😉 Es war einfach klasse!

Nun zu den Neuen im Regal, die ich von der Messe mitgebracht habe:

“Everlasting – Der Mann, der aus der Zeit fiel” (Holly Jane Rahlens)

Man schreibt das Jahr 2264. Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird. Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet? Bald muss Finn sich entscheiden – für die Liebe oder für die Zukunft …

“Finding Sky- Die Macht der Seelen” (Joss Stirling)

Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf … und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat …

“Ich bin der Herr deiner Angst” (Stephan M. Rother)

«In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im ‹Fleurs du Mal› bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.» Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen…

“Nur 6 Tage” (Philip Webb)

Solange Cass denken kann, muss sie sich schon durch die Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle anderen Räumer. Denn ihre Aufgabe ist, das Artefakt zu suchen, an das niemand so richtig glaubt. Bis auf Cass’ kleinen Bruder Wilbur, aber der spinnt sowieso ein bisschen. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Peyto und Erin auf. Sie sind Schläfer und kommen aus einer anderen Zeit. Und sie glauben, dass nur Wilbur ihnen helfen kann. Denn auch sie sind auf der Suche nach dem Artefakt. Nur gemeinsam haben die vier eine Chance, es zu finden. Doch sie müssen sich beeilen. Ihnen bleiben genau sechs Tage, sonst wird die Welt untergehen …

Am Donnerstagabend -direkt nach meiner Ankunft in Leipzig- waren wir zum Österreicher Krimi Leseabend im Landgericht, wo uA Ursula Poznanski aus “Fünf” las. Ganz klar, da gehörte diese Veranstaltung zum Pflichtprogramm.
Nach der Lesung konnte man sich sein Buch signieren lassen, was ich natürlich auch gemacht habe 😉

Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der Fantasy. Im Leipziger Stadtbad (übrigens eine super tolle Location!) fanden dazu gleich mehrere Lesungen statt. Darunter auch mit Holly Jane Rahlens, die aus “Everlasting – Der Mann, der aus der Zeit fiel” las. Übrigens eine der unterhaltsamsten Lesungen an diesem Messewochenende! Dort hatte man ebenfalls die Gelegenheit, sich sein Buch signieren zu lassen:

Am Samstagabend wurde es dann wieder “kriminell”. Es fand ein Leseabend mit verschiedenen Lesungen aus dem Bereich Krimi statt, ebenfalls im Leipziger Stadtbad. Mit dabei -und der Hauptgrund dafür, dass wir dort waren- war die Lesung mit Rita Falk, die Auszüge aus Kommissar Eberhofers neuestem Fall “Schweinskopf al dente” las. Auch hier stand ich anschließend natürlich Schlange um mir das Buch signieren zu lassen.

Auch eine Reihe Autogramme durften mit nach Hause. Von Bettina Belitz, die aus “Dornenkuss” gelesen hat, von Jennifer Benkau, die aus “Dark Canopy” las und von Michael Holtschulte, der im Comic-Bereich der Messe seinen Stand hatte.

Und so sieht die Tod-Karte auf der Rückseite aus.
Ich bin eben Tod-Fan 🙂

Noch mal ganz lieben Dank!
🙂

Sternenschweif (17) – Die magische Versammlung

Titel: Sternenschweif (17) – Die magische Versammlung / Verlag: USM / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Anita Hopt, Henry Dahlke, Annette Gunkel, Thordis Howe, Erik Borner u.a.

Inhalt: Nun ist Laura schon seit einiger Zeit Hüterin der Geheimnisse und sie konnte bereits vielen Einhörnern und ihren Freunden helfen. Da wird ihr eine Einladung zur magischen Versammlung überreicht – was für eine Ehre für Laura und Sternenschweif! Aber kommen bei all diesen Einhornabenteuern Lauras Freunde und ihre Familie auch nicht zu kurz …?


Bei dieser Serie bin ich Quereinsteiger. Diese Folge ist meine erste der Serie. Es ist mir aber nicht schwer gefallen, mich in der Handlung und bei den Charakteren zurechtzufinden. Dafür muss man nicht mit Folge 1 beginnen. Das Wichtigste bekommt man offenbar Folge für Folge noch mal kurz erklärt. Insgesamt würde ich “Sternenschweif” als eine Reiterhof- oder auch Pferdegeschichte bezeichnen, die mit Fantasy-Elementen angereichert ist. So verbirgt sich hinter dem unscheinbaren Pony ein Einhorn und es gibt noch viele weitere Einhörner und eine magische Welt, aus der sie stammen. Das diese Mischung bei den jungen Hörerinnen ankommt, kann ich mir gut vorstellen. Allerdings finde ich 72 Minuten Spielzeit schon sehr lang, vor allem wenn darin so wenig pasiert. Im Grund hat man hier nur zwei wesentliche Ereignisse, nämlich die Versammlung und das Auffinden eines verlorenen Kätzchens. Und ausgerechnet die titelgebende Versammlung ist holterdipolter abgehandelt, während der Rest der Story sich gaaaaanz viel Zeit nimmt. Auf die Versammlung war ich wirklich gespannt und ziemlich enttäuscht als die Passage so schnell herum war. Beim Rest kann von “spannend” oder unterhaltsam nicht gerade unbedingt die Rede sein. Wäre das Hörspiel nicht so lang, sähe das vermutlich anders aus.

Gestaunt habe ich auch über einige der Sprecher, zumal ich beim Hören nicht das Booklet zu Hand hatte. Die Sprecherliste hat dann später Licht ins Dunkel gebracht. Die jugendliche Charakteren, alles voran ausgerechnet Titelheldin Laura, werden von erwachsenen Sprechern gesprochen. Und das hört man natürlich. Sonngard Dressler und Nora Jokhosha hört man deutlich an, dass sie keine 11- oder 13jährigen sind. Und Anita Hopt dagegen, die Laura ihre Stimme leiht, verstellt diese so hoch und kieksig, dass es mehr nach Micky Maus klingt als nach einem Mädchen von 11 Jahren. Dagegen gibt es bei den Sprechern der erwachsenen Rollen nichts weiter auszusetzen. Vor allem Henry Dahlke alias Sternenschweif hat mir mit seiner warmen und sympathischen Stimme gut gefallen.

Die Untermalung fällt eher leise aus, oft sind Klavierstücke zu hören, und immer schwingt ein veträumter, märchenhafter Klang mit, der der Fantasy der Geschichte gut steht. Das Titellied prägt sich schnell ein und ist ganz nett anzuhören, das ist in Ordnung.

Mancher nennt es sicher “kitschig”, aber ich mag den Stil des Covers, und das obwohl ich nicht so ein Pferdegeschichten-Fan bin. Ich finde das Motiv sehr schön, vor allem wegen der Farbspielereien und dem Sternenkranz. Das wirkt phantastisch und magisch und passt so gut zu “Sternenschweif”.

Fazit: Mir passiert für 72 Minuten Spielzeit zu wenig in dieser Folge. Das hätte gerne kürzer ausgefallen dürfen, dann wäre wohl mehr Schwung drin gewesen. Und mit den erwachsenen Sprechern in den Kinderrollen bin ich auch nicht so recht warm geworden. Fans der Serie werden mit der Folge wohl zufrieden sein, mich hat sie -quasi als Einstieg in die Reihe- leider nicht überzeugen können.

Hör mal, Mensch! Dein Hund. (Martin Ruetter)

Titel:   Hör mal, Mensch! Dein Hund. / Verlag:   Kosmos / Laufzeit:   ca. 60 min / 1 CD

Inhalt:   Endlich ist es soweit. Nachdem inzwischen mehr als 150.000 Hundefreunde die Vortragstourneen von Martin Rütter erlebt haben, ist nun endlich der Live Mitschnitt herausgekommen. Die CD enthält über eine Stunde kompetentes Infotainment der Extraklasse rund um das Thema Mensch und Hund. Mit Witz, Charme und fundiertem Sachverstand nimmt Sie Martin Rütter mit auf eine Reise in den humorvollen Alltag mit Hund.


Viele Leute kennen Martin Rütter aus dem Fernsehen, wo er in seiner Sendung Der Hundeprofi Hundehaltern hilft, die mit ihren Vierbeinern Probleme jedweder Art haben. Er hat aber auch bereits zahlreiche Bücher über das Thema “Mensch – Hund” verfasst und hat inzwischen ein richtiges Netz von “Zentren für Menschen mit Hunden” aufgebaut, in denen nach seinem Prinzip D.O.G.S (Dog Orientated Guiding System) verfahren wird. Er gehört zu den besten Tierpsychologen in Deutschland. Soviel zu Martin Rütter.

Auf dieser CD gibt es Auszüge aus seinen Liveauftritten zu hören, aber auch klare und dennoch einfache Tipps für den Umgang bzw die Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Dies geschieht -wer Martin Rütter kennt, weiß es- immer auch eine sehr humorvolle Art, ich habe selten bei einem Hörbuch so sehr gelacht (was die Leute in den Autos rund um mich herum gedacht habe, möchte ich lieber nicht wissen ;)) Aber alle noch so lustigen und unterhaltsamen Vorträge und Tipps haben selbstverständlich einen ernsten, fundierten und auf Hilfe für Hund und Mensch ausgerichteten Kern. Dabei hat es mich besonders beeindruckt, wie einfach, wie logisch diese Erklärungen für sogenanntes Fehlverhalten sind. Wenn Martin Rütter das so erklärt und manchmal auch an Beispielen aus dem zwischenmenschlichen Bereich festmacht, dann sitzt man da und denkt sich einfach nur: ja, ist ja logisch, dass der Hund sich so und so verhält, das sagt einem doch eigentlich schon der angeblich gesunde Menschenverstand. Und weiter: stimmt, was der Rütter da sagt, wie man dem “Fehlverhalten” gegenwirken kann, ohne Schläge, ohne Geschrei ohne jeden irgendwie gearteten Zwang. Ist doch eigentlich ganz klar.
Da staunt man einfach nur, lernt gleichzeitig eine Menge und wird auch noch bestens unterhalten. Was will man mehr?

Im umfangreichen Booklet findet man Martin Rütters “Lebenslauf” im Bezug auf seinen Ansatz zur Hundeerziehung, Hinweise auf seine Bücher und die Adressen der Zentren, die nach seinem D.O.G.S. arbeiten. Das Booklet ist mit Fotos schön und lebendig gestaltet, da macht es richtig Spaß, sich hindurch zu blättern.

Fazit:   Dieses Hörbuch kann ich jedem Hundehalter (und auch Hundefreund, der vielleicht mal Halter werden möchte) nur wärmstens ans Herz legen. Es ist interessant, informativ und zum Totlachen komisch. Ich denke, in dieser Form bleiben Tipps wirklich beim Hörer hängen. Und zudem sind sie nicht nur im Sinne des Menschen, sondern klar auch im Sinne des Hundes…und beides ist gleichermaßen wichtig.

© 2019 Frontier Theme