Kranich

Benjamin Blümchen (131) – …auf großer Floßfahrt

Titel: Benjamin Blümchen (131) – …auf großer Floßfahrt / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 42 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Ulrike Stürzbecher, Friedhelm Ptok ua

ben131Inhalt: Im Naturschutzgebiet am Fluss Triller machen Kraniche auf dem Flug nach Süden Pause. Das will Neustadts rasende Reporterin Karla Kolumna fotografieren. Mit dem Motorboot darf man nicht an diese Stelle. Also bauen Benjamin, Otto und Stella ein Floß und begeben sich zusammen mit Frau Kolumna auf eine abenteuerliche Reise dorthin!


Bei diesem Titel hatte ich ja schon wieder ganz schlimme Befürchtungen. Umso erleichterter war ich als ich die Folge angehört hatte. Denn sie kann sich wirklich hören lassen.
Endlich mal wieder ein richtiges kleines Abenteuer für Benjamin und seine Freunde, bei dem man so richtig Lust bekommt, auch mal mit Zelt und Floß auf Achse zu gehen. Zwischendurch gilt es kleinere Schwierigkeiten zu bewältigen und dabei kann man tatsächlich etwas lernen. Dann wieder lernt man ein Tier kennen (das erfreulicherweise keine Geräusche von sich gibt, um die sich ein Sprecher bemüht) und auch hier kann man sich wieder etwas an Wissen über dieses Tier mitnehmen.
Und obendrein gibt es immer mal wieder Anspielungen auf ältere Folgen, ganz unaufdringlich. Sogar, dass ein Teil vom Zoo in der Triller liegt, wird erwähnt. Und damit Bezug auf eine -aus heutiger Sicht- ganz alten Geschichte genommen.
Nur eines, und dabei bleibe ich und das wird sich für mich auch nie ändern: Stella hätte man auch hier wieder nicht gebraucht. Das Mädel ist sie sinnloseste Idee, auf die man für die Reihe je gekommen ist. Hier halte ich ihr lediglich zugute, dass sie mal nicht ständig klugschwätzt.

Karla Kolumna mischt die ganze Geschichte über mit, was mir natürlich gefallen hat. Auch wenn Ulrike Stürzbecher wohl nie an Gisela Fritsch heranreichen wird (für mich jedenfalls nicht), so ist sie schon verdammt nahe dran. Und das finde ich toll! Auch Friedhelm Ptok macht sich prima in der Geschichte. Er hat so eine angenehme und sympathische Stimme! Ich würde gerne mal wieder von Herrn Flussmann hören.

Man mag es kaum glauben, aber obwohl die Geschichte mit Tierstimmen sozusagen vollgestopft ist, keine einzige davon stammt von einem Menschen. Oben erwähntes Tier hat einfach mal gar keine Stimme. Warum auch nicht? Außer Knabbergeräusche habe ich von diesen Tierchen auch noch nie gehört. Und das Vogelgezwitscher im Wald klingt genauso natürlich wie die Rufe der Kraniche. Es geht doch!

Auch das Cover sieht so richtig schön nach Abenteuer in der Natur aus. Das lädt direkt zum Hören ein und lässt einen gespannt sein, was die Freunde unterwegs erleben.

Fazit:  Von vorne bis hinten eine gelungene Folge. Ein schönes und interessantes Abenteuer in der Natur, bei dem man ab und zu sogar etwas lernen kann. Endlich mal wieder eine Geschichte, die sich nicht auf “dutzi-dutzi”-Niveau befindet.

Die drei ??? (173) – Dämon der Rache

Titel: Die drei ??? (173) – Dämon der Rache / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min   / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Udo Schenk, Daniel Krichberger ua

ddf173Inhalt: Bei einer Ballonfahrt entdeckt Peter in der Nähe einer abgelegen Villa ein Monster. Eindeutig ein neuer Fall für die drei ???! Ihre Ermittlungen führen die Detektive zur seltsamen Mrs. Pembroke und ihrem Neffen Luke. Die beiden werden von einer grässlichen Gestalt bedroht. Luke bittet Justus, Peter und Bob um Hilfe. Doch schnell wird klar: Der Dämon der Rache ist nicht aufzuhalten.


“Das ist alles höchst unbefriedigend!” stellt Justus in Track 5 frustriert und völlig zu Recht fest. Ich finde es auch frustrierend, wenn ich im Laufe einer Folge nicht zumindest hier und da Zusammenhänge erkenne. Und dass mir dann ausgerechnet Schlauberger Justus das noch bestätigt, macht es gleich noch eine Ecke schlimmer.
Dabei hat die Story durchaus Elemente mit Potenzial in petto. Ein altes Haus, eine dem Weltlichen entrückte Frau, ein verschrobener Butler, eine Gruselgestalt, ein garstiger Untermieter und einen Geheimgang gibt es auch noch. Man sollte doch meinen, dass sich daraus etwas machen lässt. Doch leider wirkt das alles sehr lange einfach nur zusammenhanglos hingestreut. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass selbst ein Genie wie Justus nicht mehr durchsteigt. Das ist so schlichtweg nicht spannend, geschweige denn gruselig. Nur eine einzige Szene nutzt ihr gruseliges Potenzial wirklich aus. Das war es dann aber auch schon.
Und so wurschtelt die Story sich durch bis hin zur Auflösung, bei der man mal wieder sehr gut aufpassen muss, um den Ausführungen und Erklärungen folgen zu können. Für mich verrät solch eine Auflösung immer, wie sehr man sich anstrengen musste um überhaupt ein sinniges Ende auf die Reihe zu kriegen.
Mit dem noch sehr jungen “Auftraggeber” Luke wirkte die Folge auf mich obendrein mehr wie eine Folge aus “Fünf Freunde”. Dort könnte ich ihn mir sehr gut vorstellen, aber hier kommt das schon seltsam rüber. Aber nun gut, die drei Herren Detektive übernehmen ja bekanntlich jeden Fall.
Zuletzt würde ich gern noch wissen, wie Peter aus dem Heißluftballon heraus den Haizombie so detailgenau erkennen konnte? Gemeinhin fährt ein Ballon höher als zwei Meter, wenn ich mich nicht irre. Und von weiter oben könnte man dem Viech wohl bestenfalls auf den Kopf schauen, mehr aber nicht.

Aus der Sprechertruppe ragt für mich vor allem Daniel Kirchberger heraus mit seiner hellen und sehr jungen Stimme. Ein wirklich starker Kontrast zu den übrigen erwachsenen Stimmen. Als da wäre zum Beispiel Udo Schenk, der Mann mit der Stimme des Paradebösewichts. Hier gibt er den Butler und lässt auch ihn unfreundlich und undurchschaubar klingen. Tobias Schmidt ist als Untermieter Earl Forrester zu hören und auch er gibt sich alles andere als sympathisch.

Auch musikalisch hebt sich die Folge nicht von ihren Kollegen ab. Meist sind eher ruhige Stücke aus dem Hintergrund zu hören, aber das gehört sich nun mal auch so für eine Geschichte, die spannend und unheimlich sein möchte. An einigen Stellen wird es mal lauter, doch das fällt eigentlich nur in der oben erwähnten Gänsehautszene ins Gewicht.

Mal von den Zähnen abgesehen, worin gibt sich in der Gestalt auf dem Cover denn ein Hai zu erkennen? Davon abgesehen wirkt die Gestalt aber durchaus schaurig. Das geht für mich so in Ordnung.

Fazit:  Eigentlich hat die Geschichte alles an Rüstzeug um spannend und grsuelig zu sein. doch alle Elemente wirken irgendwie verstreut und ein Zusammenhang erschließt sich dabei nicht mal Justus. Das lässt tief blicken. Die Auflösung ist dann überraschend komplex und wirkt so dem Rest der Story gegenüber wenig glaubwürdig und weit hergeholt.

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