Laura

Laura und der neue Ballettlehrer

Titel: Laura – Laura und der neue Ballettlehrer / Verlag: Karussell / Laufzeit: ca. 50 min / Sprecher: Lea Sprick, Lisa Sternberg, Flemming Stein, Jocelyne Boisseau-Endemann u.a.

InhaltGroße Aufregung in der Ballettschule La Danse: Madame Moulin hat sich das Schlüsselbein gebrochen. Die Ballettschule wird vorübergehend geschlossen. Laura und Kim machen sich große Sorgen. Sie wollen doch tanzen! Eine Vertretung muss her, die die Tanzstunden übernimmt. Madame Moulin bittet einen befreundeten Tänzer um Hilfe. Aber ein Mann als Ballettlehrer? Unmöglich! Oder vielleicht doch nicht?


War es in der vorigen Folge noch ein Junge, der neu in Lauras Ballettgruppe kam und für Wirbel sorgte, so müssen sich die Ballettratten dieses Mal mit einem ausgewachsenen Tänzer als Lehrer arrangieren. Natürlich gibt es auch dabei so manches Vorurteil, das für Zweifel sorgt. Doch der junge Lehrer schafft es schnell und auf seine ganz eigene Art, diese Zweifel aus dem Weg zu räumen. Es ist sehr vergnüglich, der Truppe dabei zu lauschen wie sie sich mit ihm arrangieren. Zudem eröffnet diese Geschichte den Blick auf eine andere Richtung des Tanzes, was für die jungen Hörer sicher interessant ist. Und nicht zuletzt wird durch Madames Verletzung und die Sorge ihrer Schülerinnen wieder sehr schön gezeigt, wie wichtig Hilfsbereitschaft und Freundschaft sind.

An den Sprechern gibt es wie schon bei den vorigen Folgen kaum etwas zu bemängeln. Bei den erwachsenen Sprechern wie beispeilsweise Marion Elskis, Chris Stark und Mark Bremer sowieso nicht, aber auch die junge Sprecherschaft schlägt sich größtenteils sehr ordentlich. Einzig mit Lisa Sternberg alias Nathalie habe ich noch so meine Probleme. Natürlich ist Nathalie hochnäsig und arrogant, was man Lisa Sternberg auch sehr gut anhört. Aber sie klingt dabei doch eine Spur zu abgelesen.

Meine uneingeschränkte Hochachtung vor Lea Sprick, die auch das Titellied singt. Das macht sie einfach nur toll! Ansonsten gibt es natürlich auch während des Hörspiels immer wieder Musikstücke zu hören, wie es dem Thema der Reihe entspricht. Eine ordentliche Geräuschkulisse rundet diesen Bereich schließlich ab.

Das Covermotiv gibt leider wenig her, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es ballett- bzw tanzbegeisterte Kids anspricht. Im Booklet werden eine Reihe Begriffe aus dem Bereich Ballett und Tanz allgemein aufgeführt und erklärt.

Fazit:  Wieder eine schöne, unterhaltsame und realitätsnahe Folge aus dieser Reihe. Genau wie “Conni” habe ich auch “Laura” inzwischen ins Herz geschlossen.

Laura (04) – …tanzt mit einem Jungen

Titel: Laura (04) – …tanzt mit einem Jungen / Verlag: Karussell / Laufzeit: ca. 55 min / Sprecher: Lea Sprick, Marion Elskis, Jocalyne Boisseau-Endemann, Anton Wilms, Florentine Stein u.a.

Inhalt: Lauras große Liebe ist das Ballett. Die Mädchen in der Ballettschule teilen ihre Leidenschaft für den klassischen Tanz. Jungs sind dort Mangelware. Deshalb ist die Aufregung groß, als Tristan zum Unterricht erscheint. Ein Junge! Was will der in ihrer Ballettschule? Können Jungs überhaupt tanzen?


Diese Folge wagt sich mit viel Spass und Schwung an das Thema “Jungs und Ballett” heran. Dabei zeigt sich auf der einen Seite, dass Ballettratte Laura ebenso gut auf Bäume klettern und toben kann, wie tanzen. Dem quasi gegenüber steht Tristan, der zwar auch Fußball spielt, aber eben auch sehr gut tanzen kann. Es wird aber auch gezeigt, mit welchen Vorurteilen und Problemen er zu kämpfen hat. Und natürlich wie man ihnen am besten begegnet. Die Freundschaft zwischen Laura und ihm wird sehr niedlich dargestellt und unter den Mädchen der Gruppe greift sogar die Eifersucht ein wenig um sich. Aber selbstverständlich gibt es speziell bei Lauras gemeinsamen Tänzen mit Tristan auch so manchen Zwischenfall, bei dem man auch mal lachen kann.

Anton Wilms gibt einen wirklich tollen Tristan. Einerseits lässt er den Jungen nett und pfiffig klingen, andererseits aber auch enttäuscht und ärgerlich, wenn Tristan für sein Hobby aufgezogen und verspottet wird. Lisa Sternberg spricht die arrogante Nathalie sehr überzeugend und mit Lea Sprick, Florentine Stein, Pia Hollenstein und Feline Günther hat man außerdem eine sehr vergnügliche Runde Ballettratten mit am Start.

Wie üblich sind neben den Liedern zu Beginn und am Ende der Folge hauptsächlich Klaviermelodien zu hören, die das Thema Ballett aufgreifen und noch mal verdeutlichen.

Das Covermotiv ist wie gewohnt bei dieser Serie eher schlicht gehalten. Aber mit Laura und Tristan (ich mag den Namen übrigens!) im Vordergrund wird es der Geschichte auf jeden Fall gerecht. Und mit den Mädchen im Hintergrund lässt sich auch erahnen, dass Lauras Tanzpartner nicht nur Laura begeistert.

Fazit: Eine schöne und unterhaltsame Geschichte, die so ein recht ernstes Thema behandelt. Sie hat auf jeden Fall das Potenzial bei den jungen Hörern womöglich vorhandene Vorurteile zu zerstreuen.

Laura (03) – …und die Primaballerina

Titel: Laura (03) – …und die Primaballerina / Verlag: Karussell / Laufzeit: ca. 60 min / Sprecher: Lea Sprick, Marion Elskis, Katharina Naumow, Susanne Sternberg, Florentine Stein u.a.

InhaltLaura tanzt in der Anfängerklasse bei Madame Moulin. Da besucht eine Primaballerine aus Sankt Petersburg die Ballettschule. Das russische Ballett ist so ganz anders als das, was Laura bisher kennt – aber genauso aufregend und faszinierend. Wird Laura die Gelegenheit erhalten, von der großen Solotänzerin zu lernen?


“Laura und die Primaballerina” ist eine Folge, die kleine Ballettratten zum Träumen einlädt. Die Chance eine echte Primaballerina zu treffen hat man schließlich nicht alle Tage. Da kann man mit Laura gemeinsam schwärmen und auch etwas über das russische Ballett lernen. Am Ende geht es dann sogar richtig rührend zu, wenn Laura ihr Autogramm von der berühmten Tänzerin aufhängt und vor Stolz beinahe platzt. Der Besuch der Berühmtheit bringt aber auch das Thema Ehrgeiz ins Spiel und man erfährt, wieso Nathalie so ist wie sie ist.

Die jungen Sprecher, allen voran Lea Sprick als Laura, machen ihre Sache wirklich sehr gut. Sie sind mit unüberhörbarem Spass und einer Menge Elean bei der Sache. Das dürfte die kleinen Hörer sofort mitreißen.  Katharina Naumow leiht der bekannten Primaballerina Anna Lischenka ihre Stimme. Da Katharina Naumow u.a. auch Russisch spricht, wirkt ihr Akzent in diesem Hörspiel sehr authentisch. Sie lässt die Tänzerin sehr sympathisch klingen, aber auch stolz und streng.

Neben dem eingängigen Titellied und dem Song am Ende sind meist balletttypische Klavierstücke zu hören, die natürlich sehr gut in diese Geschichte passen. Eine ordentliche Geräuschkulisse lässt auch in diesem Bereich nichts anbrennen.

Das Covermotiv beschränkt sich auf das Wichtigste. Die großartige Tänzerin, wie sie von den jungen Ballettschülerinnen bewundert wird. Das ist eher schlicht, aber immerhin richtet die Serie sich an Hörer ab 5 Jahren und da empfinde ich ein solches Cover als durchaus angemessen.

Fazit:  Eine Geschichte zum Träumen für kleine Ballettratten, die aber auch nicht verhehlt, welche Arbeit der Weg zur Primaballerina bedeutet.

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