Lübbe Audio

Schmitz‘ Häuschen – Wer Handwerker hat, braucht keine Feinde mehr (Ralf Schmitz)

Titel: Schmitz‘ Häuschen – Wer Handwerker hat, braucht keine Feinde mehr / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 271 min / Buch: Ralf Schmitz / gelesen von: Ralf Schmitz

schmitz03Inhalt: Maler, die ohne Pinsel streichen, Lichtschalter, bei deren Betätigung das Garagentor hochfährt, oder Telefonleitungen, die im Garten enden: Wer baut, erlebt Dinge, die so unvorstellbar sind, dass der Begriff Wahnsinn völlig neu definiert werden muss. Auch Ralf Schmitz hat diesen Irrsinn erlebt. Doch wer denkt, die lebendig gewordene Starkstrombatterie auf zwei Beinen habe bei den Umbauarbeiten seinen unvergleichlichen Humor verloren, der irrt gewaltig. In seinem neuen Buch taucht er mit uns ein in die herrlich verrückte Parallelwelt der Heim- und Handwerker. Am Ende weiß er: „Das Leben ist eine Baustelle“, „Nach fest kommt ab“ – und „Den Rest bringt der Putz!“.


Ralf Schmitz gehört zu den wenigen aktuellen Komikern, die ich -zumindet gehört- länger ertragen kann. Nachdem ich „Schmitz‘ Katze“ genial fand, „Schmitz‘ Mama“ immerhin noch sehr witzig, musste natürlich auch „Schmitz Häuschen“ her. Hier schildert Ralf Schmitz auf seine gewohnt pfiffige, mal bissige, mal hintergründige und oft etwas hektische Weise was er im Laufe seines Umzugs ins neue alte Haus und dem Umbau dieses Domizils mit Handwerkern erlebt hat. Ich gehe zwar davon aus, dass er gelegentlich mal eine Situation etwas überspitzt darstellt, aber von Grundtenor her nehme ich ihm das sofort ab. Wie wohl jeder, der schon mal mit Handwerkern zu tun hatte. Sie sind ja durchaus eine ganz eigene Spezies.
Leider hilft einem auch dieses Hörbuch nicht mehr bei bereits erlebten Katastrophen, aber womöglich lehrt es einen, beim nächsten Mal etwas lockerer und mit Humor zu reagieren. Denn wenn man Ralf Schmitz so zuhört, dann sind diese Zwischenfälle und Reibereien irgendwo ja doch auch ganz witzig. Ich habe jedenfalls sehr oft lachen müssen. Nicht so oft wie bei „Schmitz Katze“, aber doch weit häufiger als bei „Schmitz Mama“. Das könnte mit daran liegen, dass ich in meinem Leben schon so oft umgezogen bin (mit umgezogen wurde), dass eine Hand nicht reicht um es abzuzählen und dabei auf mehreren Baustellen saß. Dort trieben mitunter auch Handwerker ihr berufliches Unwesen.

Dass Ralf Schmitz sein Hörbuch selber liest, ist Ehrensache. Wie schon geschrieben, mag ich seine Erzählweise wirklich gerne. Schön flott und locker, sodass man gar nicht den Eindruck hat, dass er abliest. Außerdem ist das so sehr abwechslungsreich. Mal erzählt er mit verzweifeltem Ton von dem Gespräch mit seiner Krankenkasse um seine Adresse ändern zu lassen, dann mit mühsam unterdrückten Zorn beim Besuch auf dem Bauamt, mal nahe an der freudigen Hysterie als er Baumärkte für sich entdeckt und und und. Da macht das Zuhören Spass und strengt nicht eine Minute lang an. Ganz im Gegenteil musste ich gerade wegen dieser vielen Untertöne lachen.

Nach Grün und Orange ist nun ein dunkles Rot für das Cover dran. So sehen die Hörbücher nebeneinander im Regal schön fröhlich bunt aus. Natürlich steht Ralf Schmitz darauf im Mittelpunkt, wobei er mit leicht resigniertem Blick und einem Hammer aus einem baufälligen Fenster herausschaut. Das passt zum Thema des Hörbuchs.

Fazit:  Mir hat „Schmitz‘ Häuschen“ viel Spass gemacht und ich habe sehr dabei gelacht. Demnächst wieder mit Handwerkern zu tun? Dann vielleicht vorher das Hörbuch hören und am besten ganz viel von dem Humor mitnehmen. Das kann vor Hysterie und Verzweiflung schützen. Oder zumindest beweisen, dass man nicht allein damit ist.

John Sinclair (92) – Satans Eulen

Titel: John Sinclair (92) – Satans Eulen / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 53 min / Sprecher: Frank Glaubrecht, Cathlen Gawlich, Detlef Bierstedt, Dennis Schmidt-Fo? ua

sinclair92Inhalt: Seit Jahrhunderten erzählen sich die Einwohner an der norwegischen Küste nur flüsternd von den Strigen – gespenstischen Eulen, die statt eines Kopfes nur einen Totenschädel auf den Schultern tragen und nach dem Blut der Menschen gieren. Bloß eine Legende? Nein, denn plötzlich sind sie da – und bringen ein Kreuzfahrtschiff in ihre Gewalt. Unter den ahnungslosen Gästen befinden sich auch die Familie Conolly und John Sinclair.


Mal wieder nicht in Reihenfolge gehört, aber das fällt bei dieser Serie zum Glück nicht groß ins Gewicht. Dabei sprachen mich Titel und Covermotiv sofort an. Und auch die Geschichte hat mir ausnehmend gut gefallen. Wahrscheinlich weil ich ein kleines Faible für Tier-Horror habe und die Vorstellung einer Strige durchaus schaurig finde. Wo man doch bunte und niedliche Eulen gerade überall findet, ist das eine nette Abwechslung.
Die Geschichte fährt zweigleisig. Sie beginnt in Norwegen bei einer kleinen Familie, wo sich der Vater eines Tages auf das Schauerlichste verändert. Dann wird zu John Sinclair geschaltet, der gerade mit der Familie Conolly auf einem Kreuzfahrtschiff etwas Ruhe und Erholung tanken will. Wer glaubt, dass das gelingen kann, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann, und plötzlich ist sie da, die Verindung zwischen den beiden Handlungssträngen.
Der bei Sinclair und Conolly setzt mehr auf Action, der bei der Familie in Norwegen kommt eher gruselig daher. Ich fand das so schön ausgewogen, zumal beide Parts auf ihre Art spannend sind. Und bei einer Szene gegen Ende hatte ich tatsächlich eine wohlige Gänsehaut. So soll das sein!

Im Gegensatz zu meiner zuletzt gehörten Folge mit dem Pesthügel wirkte Frank Glaubrecht hier auch deutlich engagierter. So nehme ich ihm John Sinclair ab. Über Cathlen Gawlich alias Enna Strindberg habe ich mich sehr gefreut. Ich mag ihre wandlungsfähige Stimme. Ennas Verzweiflung wirkt zu jedem Moment glaubhaft. Ein besonderes Lob geht an Christina Staats, die die kleine Sonja Strindberg spricht. Ich habe es meist nicht mit Kindersprechern, aber sie macht hier wirklich einen richtig tollen Job!

Der Soundtrack orientiert sich in erster Linie an der Action. Er kommt flott daher und unterstreicht gekonnt den rasanten Eindruck vieler Szenen. Und auch die Geräuschkulisse muss sich nichts vorwerfen lassen.

So eulig flauschig und dann solch ein Kopf! Dieser kontrast gefiel mir auf Anhieb. wobei ich mir einen Totenschädel doch noch etwas anderes vorstellen. Aber sei’s drum. Ein Hingucker ist das Cover allemal!

Fazit:  Mir hat diese Folge prima gefallen! Spannend, actionreich und tatsächlich ab und zu schön gruselig. Genau so mag ich diese Reihe. Wenn sie das nur öfter hinkriegen würde…

John Sinclair (93) – Der Pesthügel von Shanghai

Titel: John Sinclair (93) – Der Pesthügel von Shanghai / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca 54 min  / Sprecher: Frank Glaubrecht, Helmut Krauss, Martin May ua

sinclair93Inhalt: Seit Generationen lebt das Dorf Xi’xi im Süden Chinas von der Seidenraupenzucht. Als die Pest vor Jahrhunderten in Xi’xi wütete, sperrte man den Knüppeldamm – die einzige Verbindung zur Zivilisation. Die Menschen verendeten im Sumpf, der Xi’xi umgibt. Aber das Unrecht ist nicht vergessen – und eines Tages wird der Jademann die Toten anführen, um Rache zu nehmen.


Ich Moment habe ich dauernd ein Hörspiel im Player, das nicht so recht in die Pötte kommen will. Das gilt auch für diese Sinclair-Folge. Anfangs viel lautstarkes Theater um Seide, eine Leiche (ja, okay, aber gruselig wird es dadurch nicht automatisch) und Mythen aus einem chinesischen Dorf. Kurz darauf stellt man fest, dass Suko entführt wurde. Damit könnte es endlich mal rundgehen, aber nein: nun wird erstmal ausgiebig wiedergekäut, was man zuvor schon auf der Seidenraupenplantage erlebt und gelernt hat.
Aber dann wenigstens geht es zum ersten Mal zur Sache. Kurz, aber ordentlich und leicht eklig.
Bei Sinclair in England passiert zunächst auch nur wenig, daher war ich froh als er endlich im Flieger nach China saß.
Und dann war es endlich soweit und die Folge nahm kräftig Fahrt auf und es mangelte weder an Action, noch an einem gewissen Ekelfaktor. Von Grusel kann hier aber nicht die Rede sein. Der dafür nötigen Atmosphäre wird im letzten Drittel einfach zu wenig Raum geschaffen. Daher ist die Folge eher etwas für die Action- und Mach-die-Dämonen-platt – Fraktion unter den Fans. Mir wäre Grusel zwar auch lieber gewesen, aber nachdem die Geschichte so lahm in die Gänge kam, war ich ja schon froh darüber, dass überhaupt noch etwas passierte. Was ich dabei allerdings überhaupt nicht verstanden habe ist, wieso der Jadedolch zerstört werden muss um der Zombieinvasion Einhalt zu gebieten. Immerhin hat genau dieser Dolch mal die Pest vertrieben…?
Bei ausgsprochenen Suko-Fans dürfte die Folge ebenfalls einen Stein im Brett haben.

Frank Glaubrecht klang in meinen Ohren verdächtig danach als hätte auch ihn die Story bis kurz vor dem Ende nicht gerade mitgerissen. Dagegen trumpft Martin May ganz ordentlich auf, was Suko bei mir ein paar Sympathiepunkte einbrachte. Über das lakonische „Die mit der flauschigen Bettwäsche!“ habe ich wirklich lachen müssen. Mit Yvonne Yung Hee und Fang Yu sind Sprecher mit von der Partie, denen ich den asiatischen Akzent sofort abgenommen habe. Asad Schwarz und Helmut Krauss schlagen sich in der Hinsicht ebenfalls ganz ordentlich, aber eines habe ich festgestellt: längere Reden mit diesem Akzent halte ich nur bedingt aus.

Beim finalen Kampf klingt es zum Glück auch genau danach. Da knallen Peitsche und Beretta wie es sich gehört. Und auch die musikalische Untemalung gibt noch mal Gas. Dagegen war das kleine Intermezzo mit Suko im Krankenhaus nicht der Rede wert.

Auf dem Cover rumpelt der Jeep über den sogenannten Knüppeldamm durch das zombieverseuchte Moor. Das ist soweit eine Szene aus der Geschichte und daher passend. Ich finde irgendwie aber auch, dass das Motiv zu viel Schrecken verspricht, den die Story dann nicht einlöst.

Fazit: Man braucht einen recht langen Atem bis hier endlich mal etwas mehr passiert als Dialoge über mythologische Wesen und Ereignisse. Hält man das durch, belohnt einen das letzte Drittel immerhin mit einer guten Schippe Action. Grusel sucht man allerdings vergebens. Aber hey, immerhin weiß ich jetzt, wovon sich Seidenraupen ernähren. Das ist für das nächste Kreuzworträtsel bestimmt ganz nützlich.

Das Supertalentier – Lunas großer Auftritt (Christian Matzerath / Nana Spier)

Titel: Das Supertalentier – Lunas großer Auftritt /  Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 152 min / Buch: Christian Matherath / gelesen von: Nana Spier

U1_Matzerath_Supertalentier.inddInhalt: Käfermädchen Luna hat nur einen Wunsch: Sie möchte beim großen Talentwettbewerb der Tiere mitmachen. Doch nach den Regeln darf sie dort nur mit dem Talent ihrer Familie auftreten. Und die ist dafür bekannt, dass sie sich mit einem stinkenden Pups gegen ihre Feinde verteidigt! Aber ob sie damit auch die Jury beeindrucken wird? Luna ist verzweifelt. Dabei hat sie ein eigenes, viel schöneres Talent! Sie kann tolle Schattentiere an die Wand zaubern. Vielleicht haben ja ihre Freunde den rettenden Plan, wie sie doch noch ihren großen Auftritt haben kann.


Man stelle sich ein Teeniemädel aus gutem Hause vor, das mit den Traditionen ihrer Familie nicht so viel am Hut hat. Aber es würde sehr gerne an einer Castingshow teilnehmen, was die Eltern natürlich nicht so dolle finden. Aber das Mädchen hat ja ein paar gute Freunde, die helfen könnten, und auch die erste kleine Verliebtheit sorgt dafür, dass es sich auf den eigenen Weg zur Show macht. Nun verlege man das in die Tierwelt, speziell in die Insektenwelt, und man hat Lunas Geschichte. Und die ist ja sowas von goldig, das kann man kaum beschreiben!
Die kleine Luna schließt man im Nullkommanichts ins Herz. So lieb, so clever, so schüchtern und doch so mutig, ich hätte sie knuddeln mögen. Und natürlich ist ihre Geschichte auch schön spannend, denn es stellen sich ihr viele Probleme in den Weg und es ist keineswegs vorhersehbar, ob sie am Casting teilnehmen wird. Und was habe ich geschmachtet bei den Gesprächen zwischen ihr und dem Leuchtkäfer Johannes. Zu niedlich, diese erste zarte Schwärmerei! Und man erinnere sich: hier geht es um Käfer! Also Tiere, deren Niedlichkeitsfaktor sich sonst eher in Grenzen hält.
Neben der Geschichte um Luna, ihre Freunde und das Casting kann man hier außerdem noch eine ganze Menge lernen. Natürlich über Luna und ihre Art, die Bombadierkäfer, aber auch über die vielen anderen Tiere, die in der Geschichte noch vorkommen. Sie alle werden anschaulich beschrieben und sind mit typischen Eigenarten ausgestattet, die ihre realen Pendants ausmachen. So merkt man gar nicht, dass man bei diesem Hörbuch etwas lernt

Ich bin jetzt nicht sooo der Fan von Nana Spiers Stimme, aber bei diesem Hörbuch hätte ich ihr noch stundenlang lauschen können. Ganz egal, welcher Ton gerade gefragt ist, sie hat ihn in petto. Militärisch-zackig, cool, gemütlich, geheimnisvoll, vorwitzig, knurrig und und und! Man erkennt jede Figur alleine an Stimme und Klang. Und Nana Spier ist sich keineswegs zu schade, auch mal ein paar Zeilen zu singen, wenn es nötig ist. So wirkt das Gehörte unglaublich lebendig und abwechslungsreich.

Noch einen weiteren ordentlichen Schuss Lebendigkeit steuert der Soundtrack bei. Ich kann mich an keinen längeren Zeitraum erinnern, der ohne die fröhliche und flotte Untermalung daherkommt. Da steckt Tempo drin und immer mal wieder ist auch das Klingeln einer Schulglocke zu hören, was besonders den Schulszenen gut steht.

Ist es nicht niedlich, wie Luna auf dem Cover durch den Spalt im Vorhang schaut? Und mit diesem großen, großen Mikrofon wird auch sofort klar, dass ihr tatsächlich ein richtig großer Auftritt bevorsteht. Man möchte sie am liebsten sofort an die Hand nehmen und ihr gut zureden, dass schon alles gut werden wird.

Fazit:  Einmal an einer Castingshow teilnehmen und vielleicht gewinnen. Diesen Traum träumen nicht nur Menschenmädchen 😉 Lunas Geschichte hat mir super gefallen! Sie ist niedlich, spannend, vermittelt den (jungen) Hörern eine Menge über Familie, Freunde und Zusammenhalt, und so ganz nebenbei gibt es auch noch einiges zu lernen. Einwandfrei und eine absolute Empfehlung!

John Sinclair Classics (16) – Der Gnom mit den Krallenhänden

Titel: John Sinclair Classics (16) – Der Gnom mit den Krallenhänden / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: / Sprecher: Dietmar Wunder, Nadine Wrietz, Bodo Wolf, Jens Bohnsack, Boris Tessmann ua

sinclairclassics16Inhalt: Frankreich, Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Magier und Scharlatan Sourette wird von einer wütenden Dorfmeute hingerichtet. Fast 300 Jahre später stirbt in der Mühle des Dorfes der missgebildete Junge Cascabel…ein böses Vorzeichen? John Sinclair ahnt nichts von diesen Ereignissen der Vergangenheit, als er den Auftritt eines Zauberkünstlers im renommierten Savoy-Theater in den London besucht. Der Name des Magiers: Sourette. Der Name seines entstellten Assistenten: Sourette.


Ich bin kein regelmäßiger Hörer dieser Reihe, aber diese Folge sprach mit vom Titel und Cover her sofort an. Und ich bin nicht enttäuscht worden. Das Hörspiel beginnt mit einem Rückblick auf die unheilvolle Nacht, in der Cascabel um’s Leben kam. Mit dem Gewitter und einigen Andeutungen hängt über dem Geschehen sofort ein schaurige Atmosphäre.
Und die legt auch nur eine kurze Pause ein bis sie sich bei der Zaubershow wieder so richtig schön entfaltet. Ich fand die Show mit ihren illustren „Stars“ klasse in Szene gesetzt. Das kann man sich wirklich sehr gut vorstellen und entsprechend dabei schaudern. Am Ender Show kommt dann erstmals Schwung in das Geschehen und kurz darauf führt sie Sinclair auf die Spur des Magiers und seines Helfers. Das ist spannend und obwohl ich wahrlich kein Frankreich-Fan bin, hat mir der Teil der Geschichte, der dort spielt, mit am besten gefallen. Zudem gibt es bei Sinclairs Nachforschungen immer mal wieder auch etwas zum Grinsen, wenn man Sinn für etwas böseren Humor hat.
Gefallen hat mir auch die Jagd der Dörfler auf Sinclair. Das hat sowas von einem mittelalterlichen Mob, der auf der Jagd ist. Ich habe sie direkt vor mir gesehen, die Dörfler, bewaffnet mit Mistgabeln und Schrotflinten, und so habe ich dabei trotz allen Mitfieberns mit Sinclair auch noch ein wenig grinsen können.

Dietmar Wunder gibt einen herrlich coolen und abgebrühten Sinclair, bei dem mir vor allem der Humor gefällt, der immer mal wieder durchblitzt. Sei es von der Betonung her oder in Gestalt von bösen Sprüchen. Ein großes Lob gebührt natürlich auch Bodo Wolf in der Rolle des Sourette und vor allem Jens Bohnsack alias Cascabel, die einem mit ihrer Darbietung schon das Gruseln lehren können. Nadine Wrietz habe ich ihre Begeisterung für die Zauberer nicht so recht abgenommen, dafür konnte sie mich später überzeugen. Ich habe ihr ihre Angst und Panik sofort abgenommen.

Die Untermalung ist gut gewählt und passt zur Geschichte. Sie verleiht speziell den schaurigen Szenen zusätzliches Flair und hilft der Spannung zusätzlich auf die Sprünge. Genauso sollte ein gruseliges Hörspiel klingen, das etwas auf sich hält.

Natürlich ist der Gnom auch auf dem Cover zu sehen, gemeinsam mit einem wunderschönen Raubvogel. Unter einem Gnom hatte ich allerdings eine andere Vorstellung, auch wenn die Krallenhände stimmen. Der hier sah mir doch noch zu menschlich aus. Deshalb war ich so neugierig auf die Geschichte. Ich wollte unbedingt wissen, was es damit auf sich hat.

Fazit: Eine spannende und szenenweise wirklich herrlich gruselige Folge, die mir sehr gut gefallen hat. Hier geht es abwechslungsreich zu und es macht Spass zu verfolgen, wie sich die einzelnen Puzzleteile später zu einem sinnigen Ganzen zusammenfinden.

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