Magie

Potz Blitz – Die Zauberakademie (07) – Geheimstufe Null-Null-Hex

Titel: Potz Blitz – Die Zauberakademie (07) – Geheimstufe Null-Null-Hex / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 76 min / Sprecher: Leon Aubrecht, Karin Lieneweg, Martin Sabel, Frank Fabry ua

Inhalt: Große Aufregung in der Potz Blitz Zauber-Akademie für junge Hexen und Hexer. Das Schulministerium schickt den äußerst pingeligen Beamten Schmidt, um sie zu überprüfen. Dabei ist die Schule doch offi ziell nur ein Internat für Hochbegabte! Nun gilt es um jeden Preis, Zauberei und Magie vor dem Revisor geheim zu halten. Doch schon bald herrscht großes Chaos. Werden die Lehrer und Schüler es gemeinsam schaffen oder endet alles in einer Katastrophe? Finde es heraus!


Lügen haben bekanntlich kurze Beine. Aber manche Sachen kann man einfach nicht öffentlich machen. So ist die Potz Blitz Zauberakademie offiziell ein Internat für Hochbegabte und keine Zauber-Akademie. Dumm nur, wenn das Institut auf seine Sicherheit geprüft werden soll. Von einem absolut unmagisch veranlagten, staubtrockenen, mausgrauen Revisor. Da müssen natürlich Vorkehrungen getroffen werden. Es ist schön zu verfolgen, wie Schüler und Lehrer dabei zusammenhalten und sich alle möglichen (und unmöglichen!) Maßnahmen einfallen lassen. Natürlich geht dabei einiges schief, was für manchen Lacher sorgt. Speziell der Part um „Fräulein Sanni“ hat mich ehrlich Tränen lachen lassen. Aber ich mag den grünen Dämon mit dem „weichen S und harten -anni“ halt einfach so gerne.
Parallel zu diesem Geschehen erlebt man aber auch den Revisor, der sich durch die Schule führen lässt und seiner Arbeit nachgeht. Ich muss sagen, so richtig fies fand ich ihn nicht. Aber es wird doch deutlich, dass es für das Internat ungemütlich werden könnte, wenn er dahinterkommt, was dort tatsächlich gelehrt wird. Da er mehrfach quasi über Magisches stolpert, ist das gar nicht so unwahrscheinlich. Das sorgt für ein wenig Spannung. Außerdem hat man alle Gelegenheit, der Schule die Daumen zu drücken.

Den Part von Revisor Schmidt übernimmt Frank Fabry. Ihm gelingt es im Nu, einem ein Bild des pedantischen Revisors vor Augen zu zaubern. Anfangs dachte ich, mich würde das häufige „Schmidt – Hartes D, weiches t“ bald nerven, aber das war überraschenderweise nicht der Fall. Von ihm hätte ich es mir auch noch öfter anhören können. Gefreut habe ich mich über das Widerhören mit Reinhilt Schneider, die eine sehr liebenswerte und bemühte, aber auch dezent verwirrte Schulkrankenschwester gibt.

Dass man sich die Unruhe und das Chos in der Schule so gut vorstellen kann, geht unter Anderem klar auf das Konto von Geräuschen und Musik. Und sei die Situation noch so absurd, sie ist stets klanglich vom Feinsten in Szene gesetzt. Gleichzeitig kommt aus dieser Richtung auch der Großteil an magischem Flair.

Auf dem Cover ist eine der schrägsten Situationen aus der Geschichte zu sehen. Mich erinnert diese Rüssel-Hexerei ja irgendwie an was… Davon abgesehen ist sie aber wirklich ganz witzig. Natürlich hat auch Herr Schmidt es in das Motiv geschafft und so bekommt man schnell einen ersten Eindruck von der brenzligen Lage der Zauberakademie in dieser Folge.

Fazit: Mal kein Abenteuer in einer neuen magischen Welt oder um einen besonderen Zauber, sondern eine verhext turbulente und komische Geschichte direkt in der Schule. Das macht Spass und man kommt aus dem Daumendrücken gar nicht mehr heraus. Eine schöne Abwechslung zu den vorigen Folgen.

Die Schule der magischen Tiere (01)

Titel: Die Schule der magischen Tiere (01) / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 80 min, 2 CDs / Sprecher: Josephine Martz, Flemming Stein, Selina Böttcher, Katja Brügger, Achim Schülke ua

Inhalt: Diese Schule birgt ein Geheimnis: Wer Glück hat, findet hier den besten Freund, den es auf der Welt gibt. Ein magisches Tier. Ein Tier, das sprechen kann. Wenn es zu dir gehört. Die neunmalkluge Ida erhält den Fuchs Rabbat und der Träumer Benni bekommt die Schildkröte Henrietta. Ein Sportwettbewerb, ein Diebstahl und eine ekelige Stinkbomben-Anschlagserie sorgen für jede Menge Aufregung.


Geschichten mit Tieren gehen bei mir an sich immer. Die Sache mit dem Magischen ist inzwischen meist nicht mehr so mein Fall, aber den Tieren zuliebe wollte ich es versuchen. Und nach den ersten Minuten auch Benni und Ida zuliebe, denn die beiden so unterschiedlichen Kinder mochte ich auf Anhieb. Der schüchterne Benni und die etwas neunmalkluge, aber auch selbstbewusste Ida passen prima zusammen. Zunächst haben sie allerdings nicht so viel miteinander zu tun. Das gibt dem Hörer die nötige Zeit, sich mit den beiden anzufreunden.
Zunächst ist es somit auch eine sehr unmagische Geschichte. Das Magische, die Tiere nämlich, kommen erst nach einer Weile ins Spiel und sind ausgesprochen niedlich geraten. Idas Fuchs sowieso und Bennis Schildkröte, die so gar nicht das coole Tier zu sein scheint, das er sich gewünscht hat, mauserte sich bei mir ganz fix zum Liebling.
Nachdem man nun Benni und Ida und auch ein paar andere Schüler kennt und die magischen Tiere ihre ersten Auftritte hatten, kommt dann auch noch ein Schuss Spannung mit ins Spiel. Denn in der Schule gehen seltsame Dinge vor sich. Wer legt die Stinkbomben in der Schule. Und wieso tut derjenige das überhaupt? Dann scheint sich auch ein Dieb in der Schule herumzutreiben. Und Benni muss sich in einer Sache beweisen, die ihm bislang überhaupt nicht lag. Langweilig wird es also nicht. Und gemeinsam mit ihren Tieren kommen Benni und Ida den Dingen auf die Spur und machen dabei so manche unerwartete Entdeckung. Schön dabei ist, dass man sich all diese Dinge auch leicht in der Wirklichkeit vorstellen kann. Es sind keine angedrehten Ideen dabei, alles bleibt nahe an der Realität. So können sich die Kinder auch hier und da etwas für sich und ihre Zeit in der Schule und den Umgang mit Mitschülern mitnehmen.

Warum man die Sprecherliste in vier Teile aufgeteilt hat, verstehe ich zwar nicht, aber es ist so. Da die meisten Figuren Schulkinder sind, sind überwiegend sehr junge Stimmen zu hören. Josephine Martz und Leander Elias in den Hauptrollen machen ihre Sache die meiste Zeit über wirklich ganz gut. Nur hier und da haben sie mich in Sachen Glaubhaftigkeit nicht ganz überzeugen können, doch diese Momente sind selten genug, sodass es nicht stört.
Stefan Brönnekes Stimme und sein gewitzter Ton passt gut zum Fuchs Rabbat. Und Katja Brüggers markante Stimme ist wie maßgeschneidert für die Schildkröte Henrietta, die ebenfalls ein absolutes Unikat ist.

Das Cover zeigt Benni, Ida und einen ihrer Mitschüler, sowie natürlich ihre magischen Tiere. Die Kinder sind hübsch gezeichnet und insgesamt ist das Motiv wunderbar farbenfroh. Das dürfte junge Hörer durchaus neugierig machen. Was an den Tiere  magisch ist, wird auf den ersten Blick aber noch nicht verraten.

Fazit: Ein schöner Auftakt, der einem Zeit gibt, sich mit den Figuren anzufreunden, die ersten magischen Tiere kennenzulernen und einen erst dann mit allen in die ersten Abenteuer führt. Das ist vom Verlauf her toll gemacht und macht die Geschichte gleichzeitig noch abwechslungsreich. Langweilig wird es hier nicht eine Sekunde.

Der zauberhafte Wunschbuchladen (Katja Frixe / Uta Dänekamp)

Titel: Der zauberhafte Wunschbuchladen / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 175 min, 3 CDs ungekürzt / Buch: Katja Frixe / gelesen von: Uta Dänekamp

Inhalt: Furchtbar, wenn die beste Freundin in eine andere Stadt zieht! Wie gut, dass Clara noch Frau Eule und ihren Buchladen hat. Umgeben von all ihren Lieblingsbüchern, dem reimenden Kater Gustaf und dem sprechenden Spiegel Herrn König fühlt sie sich nicht so allein. Ganz besonders nicht in kuscheligen Mondscheinlesenächten. Denn wie sagt Frau Eule so schön: „Heute ist kein Tag für schlechte Laune!“


Als waschechte Leseratte hatte mich das Hörbuch alleine schon mit Titel und Cover am Haken. Ich liebe es, in Buchläden zu stöbern. Bestimmt erst recht, wenn es ein so schöner, zauberhafter und verwunschener Buchladen wäre, wie der, in den Clara sich gerne zurückzieht. Er wird wunderbar anschaulich beschrieben, sodass man sich sofort dorthin wünscht. Auch wegen der liebenswerten „Bewohner“ wie Frau Eule und dem frechen Kater Ich konnte Clara nur zu gut verstehen, solch einen Ort müsste eigentlich jeder haben. Überhaupt fiel es mir wunderbar leicht, mit Clara „Freundschaft zu schließen“. Sie ist eine sehr liebenswerte Figur, die sich leider mit allerlei Problemchen herumschlagen muss. Ihre beste Freundin wird wegziehen, weil es bei deren Eltern nicht zum Besten steht und in der Schule ist es ebenfalls nicht immer leicht.
Problemchen also, die bestimmt auch die jungen Hörer kennen dürften. So magisch die Geschichte ist, sie ist also doch auch sehr nahe im realen Leben. Diese Kombination gefällt mir immer sehr gut und auch hier ist sie toll gelungen. Ich konnte mich schnell und gut in Clara hineinversetzen und mit ihr fühlen. Dabei gab es oft etwas zum Lachen, doch es sind auch nachdenkliche, rührende Momente mit dabei.
Die große Frage ist natürlich, ob Claras Freundin Lene tatsächlich wegziehen wird. Obwohl es eine Geschichte für die jüngeren Hörer ist, lässt sie sich nicht bereits nach kürzester Zeit vorhersehen und beantworten. Aber wenn Frau Eule sagt, dass heute kein Tag für schlechte Laune ist, dann müsste doch eigentlich alles gut ausgehen. Oder? Man weiß es lange nicht, wodurch es auch lange spannend bleibt.

Uta Dänekamp habe ich hier zum ersten Mal gehört und es hat mir sofort gefallen, wie sie die Geschichte liest. Sie hat eine passend junge Stimme und liest herrlich lebendig, mit viel Schwung und Humor. Aber eben auch mit ernsteren Tönen, wenn es bei Clara mal nicht so lustig zugeht. Ich hatte keine Mühe, Uta Dänekamp über längere Zeit hinweg zu lauschen.

Das bunte Cover gefällt mir bei jedem Anschauen noch einen Ticken besser. Es macht Spass, die Bücher zu betrachten und man bekommt direkt einen Einblick in den Buchladen aus dem Titel. Der Kater ist so goldig und Clara sieht sympathisch und ein bisschen frech aus.

Fazit:  Es gibt sie wirklich, die Magie der Bücher. Erst recht in diesem Buchladen. Eine wunderschöne Geschichte voller Magie, Phantasie, aber auch ganz realen Themen, denen sicher viele Kinder mal begegnen. Eine rundum gelungene und zauberhafte Mischung.

Fingerhut-Sommer (Ben Aaronovitch / Dietmar Wunder)

Titel: Fingerhut-Sommer / Verlag: Jumbo Verlag / Spielzeit: 266 min / Buch: Ben Aaronovitch / gelesen von: Dietmar Wunder

fingerhutsommerTitel: Peter wird in die tiefste Provinz geschickt, wo sich Fuchs, Hase und der Dorfpolizist gute Nacht sagen und wo – oh unaussprechliches Schicksal – die Läden um vier Uhr nachmittags schließen. Aber es werden zwei Kinder vermisst, und ihr Verschwinden erfolgte unter möglicherweise magischen Umständen. Also muss Peter notgedrungen sein angestammtes Biotop verlassen. Im ländlichen England sind die örtlichen Gottheiten und Kollegen zu zähmen und angesichts lebender Kühe die Nerven zu behalten. Erschwerend kommt hinzu, dass Herefordshire direkt an das schon immer für seine magische Geschichte berüchtigte Wales angrenzt. Da ist das Gesetzeshüterdasein kein Zuckerschlecken.


Während ich krank war, habe ich mir einige der längeren Hörbücher vorgeknöpft, die schon länger hier stehen. Darunter auch den „Fingerhut-Sommer“. Für mich hat diese Reihe nach und nach etwas abgebaut, daher war ich unsicher, ob ich überhaupt dranbleibe. Ich habe mich dafür entschieden, denn irgendwie mag ich Peter wirklich gerne.
Entsprechend konnte ich nur zu gut nachvollziehen, wie es ihm mit seiner Versetzung in die Provinz ging. Ich bin selber Stadtkind und hätte mit einer längeren Zeit auf dem Land sicher so meine Probleme. Peter tat mir da ganz schön leid. Allerdings sorgt seine Begegnung mit dem Landleben und seinen zahlreichen Facetten auch für so manche Situation zum Schmunzeln, manchmal sogar zum Lachen.
Peters Fall dort auf dem Dorf klingt zunächst gar nicht so unspannend. Und ja, ich war durchaus neugierig, wie und wohin die beiden Mädchen verschwunden sind. Doch irgendwie zog sich die Geschichte für mich auch oft. An vielen Ecken fehlt der Schwung, der den Storys der Reihe sonst zu eigen ist. Ob man das nun auf den Schauplatz schieben kann, keine Ahnung. Das möchte ich nicht einfach behaupten. Aber es mischen auch nicht so viele (vertraute) Figuren im gewohnten Maße mit. Das könnte eher ein Grund sein. Und auch in Sachen Magie geht es dieses Mal nicht so hoch her wie sonst.
So ein bisschen wirkte dieser Teil auf mich wie ein Zwischenband, ein Lückenfüller. Wieso auch immer ein solcher notwendig sein sollte. Man hätte auch auf dem Land den bislang so wichtigen Handlungsstrang um den zur dunklen Seite übergelaufenen Magier weiterführen können. Von dem ist hier jedoch nichts zu hören.

Dietmar Wunder macht es mir trotz der schwächer werdenden Geschichten zum Glück trotzdem leicht, der Handlung zu folgen. Ich mag seine verschiedenen Stimmen für die Figuren. Und auch die Leichtigkeit mit der er zwischen einem geheimnisvollen Ton und dem mal lockeren, dann energischen Ton des Polizisten wechselt. Je nachdem, was die Handlung gerade erfordert.

Mit dem Wegweiser nach London weist das Covermotiv bereits darauf hin, dass die Geschichte dieses Mal nicht dort spielt. Stattdessen ist eine Karte der ländlichen Gegend zu sehen. Witzig finde ich dabei die kopfstehende Kuh. Der Blutklecks in der Mitte verrät, dass aber auch hier auf dem Land etwas Böses unterwegs ist.

Fazit:  Ich konnte Peter gut verstehen, dass er mit dem Leben auf Land so seine größeren und kleinere Probleme hat. Dabei gibt es viele witzige Szenen. Spass macht dieser Teil also durchaus. Der Krimi kommt allerdings relativ dünn daher. Die Spannung bleibt öfter mal auf der Strecke und das gewohnte Tempo sucht man ebenfalls vergebens.

Der böse Ort (Ben Aaronovitch / Dietmar Wunder)

Titel: Der böse Ort / Verlag: Jumbo Verlag / Spielzeit: ca. 267 min / Buch: Ben Aaronovitch / gelesen von: Dietmar Wunder

aaronovitch_der_boese_ort_booklet_3221_8.inddInhalt: Zunächst geht es nur um ein gestohlenes altes Buch über Magie, doch dann weitet sich der Fall rasant aus. Denn der Erbauer des Skygarden Tower, Erik Stromberg, ein brillanter, wenngleich leicht gestörter Architekt, hatte sich einst auch mit Magie befasst. Was erklären könnte, warum der Skygarden Tower einen unablässigen Strom von begabten Künstlern, Sängern, Politikern, Drogendealern, Serienmördern und Irren hervorgebracht hat. Und warum der unheimliche gesichtslose Magier, der Peter noch in schlechtester Erinnerung ist, ein so eingehendes Interesse an dem Gebäude an den Tag legt.


Dies ist nun bereits Peter Grants viertes Abenteuer als Polizist und angehender Magier. Inzwischen ist es unbedingt erforderlich, dass man die vorigen Teile kennt, sonst ist man binnen kürzester Zeit aufgeschmissen. Für Quereinsteiger ist diese Reihe damit nicht (mehr) empfehlenswert.
Leider muss ich gestehen, dass mich „Der böse Ort“ nicht so recht von sich überzeugen konnte. Das liegt zum einen an den Figuren. Natürlich habe ich Grant und seine Truppe wirklich liebgewonnen, keine Frage, aber so ein bisschen Vorankommen in der Entwicklung wäre schon nicht schlecht. Speziell auch bei Peter selber, der mit seiner Magierausbilung ziemlich auf der Stelle tritt.
Der neue Fall für Grant dagegen lässt sich ganz interessant an und ich freute mich schon auf weitere spannende Ermittlungen. Diese Ermittlungen trifft man aber eher selten an bzw nur wenn man zwischendurch mal gut aufpasst. Vor und nach diesen Szenen bin ich gedanklich gerne mal abgedriftet, wenn Ben Aaronovitch in den Schilderungen Londons ergeht. Es ist unverkennbar, dass er diese Stadt kennt und liebt und sie dem Hörer schmackhaft machen will, allerdings geht dieses Ansinnen hier zur Lasten des Krimis und seiner Spannung. So plätschert die Story oft vor sich hin und hat tatsächlich einige wirklich langweilige Momente, die nicht mal vom tpyischen Humor gerettet werden konnten. Das war ich von den Vorgängern so gar nicht gewöhnt.  Womöglich ist es mir deshalb hier so deutlich aufgefallen. Vielleicht aber auch, weil die Geschichte zum Ende hin plötzlich richtig aufdreht und in Sachen Spannung und Tempo absolut keine Wünsche offen lässt. Da schreckt man dann plötzlich auf und glaubt es kaum. Das Ende hält dann außerdem noch eine ganz ordentliche Überraschung bereit, weshalb ich die Reihe nach diesem vierten Teil doch noch nicht aufgebe und sicher auch noch Teil 5 hören werde. Vielleicht kommt die Reihe da wieder auf Touren. Ich wünsche es mir wirklich sehr!

Dietmar Wunder hat keine Schuld daran, dass mich dieser Band nicht wirklich fesseln konnte. Ich höre ihn immer noch gerne als Peter Grant. Und weil ich seine Stimme und den Ton für diese Geschichten so gerne mag, habe ich die drei CDs auch durchgehört. Bei einem anderen Sprecher, der mir nicht so liegt, hätte ich das Hörbuch womöglich abgebrochen. Aber der stetige Wechsel zwischen dem geheimnisvollen Ton, wenn es um die magische Welt geht, und dem sympathischen, aber doch energischeren Ton sobald es sich um die reale Welt und seine Polizeiarbeit dreht, haben mich bei Laune gehalten.

Auf dem Cover ist einmal mehr ein Ausschnitt aus dem Stadtplan von London zu sehen. Ein Markenzeichen der Reihe. Mit der Schattengestalt und den Spinnen und Totenköpfen wirkt es außerdem eine Spur gruselig und lässt auf eine spannende Geschichte hoffen.

Fazit:  Ben Aaronovitchs Liebe zu London in allen Ehren, aber seine Schilderungen gehen hier häufig zu Lasten des Krimis und der Spannung. So hat die Geschichte bei mir einen recht unspektakulären Eindruck hinterlassen. Am Ende geht es dann zwar nochmal rund und man bekommt eine echte Überraschung geboten, doch vorher plätscherte alles eher so vor sich hin. Das kann Peter Grant besser. Deshalb hoffe ich auf Band 5.

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