Michael Buckley

Rezension – Die Grimm Akten (02) – Ach wie gut, dass niemand weiss… (Michael Buckley)

… dann leben sie noch heute. Und zwar in Ferryport Landing, einer amerikanischen Kleinstadt. Dort haben sich all die geheimnisvollen Märchenwesen, die sogenannten Wareinmale, niedergelassen. Und die Aufgabe der Familie Grimm ist es, unter ihnen für Ordnung zu sorgen – als Märchendetektive. Sabrina (11), Daphne (7) und ihre Omi Relda stürzen sich begeistert auf diese Aufgabe! Dieses Mal haben sie es mit einem besonders ausgefuchsten Wareinmal zu tun.

Nachdem mir die erste Grimm Akte so gut gefallen hatte, habe ich die zweite gleich hinterher gelesen. Dieses Mal ereignen sich seltsame und brutale Morde in Ferryport Landing, denen die Grimms auf die Spur kommen müssen. Bürgermeister Prince ist ebenso machtlos wie die Polizei. Zusehends macht sich Unruhe und Angst im Städtchen breit.
Ich muss gestehen, dass Band 2 mich überrascht hat. Nämlich damit, dass hier gleich eine solche Schippe zugelegt wird. Wie gesagt ereignen sich Morde, und die haben es tatsächlich in sich. Obendrein sind Kinder verschwunden, Canis ist zu einer echten Bedrohung geworden, die er nur mühsam im Zaum halten kann, und Sabrina und Daphne geraten mehr als einmal in lebensgefährliche Situationen. Das ist -wie ich finde- ein großer Schritt in Sachen Härte und Dramatik. Da waren die Angriffe der Riesen in Band 1 noch verhältnismäßig harmlos.
Und auch wenn mir Band 2 genau deshalb noch einen Tacken besser gefallen hat, finde ich es hinsichtlich der jugendlichen Leserschaft ganz schön gewagt. Die Altersempfehlung von 10 Jahren an aufwärts sollte also unbedingt beachtet werden.
Ab diesem Alter an hat man mit diesem zweiten Band dann aber ganz sicher ein sehr spannendes Buch in Händen. Die Geschichte wirkt so ganz wie ein waschechter Krimi in der kleinen Märchenstadt.
Dafür ist Band 2 aber auch eine ganze Spur witziger. Speziell die Dialoge sind für manchen Lacher gut und ich habe ich mich wirklich köstlich dabei amüsiert. Eine Reihe witziger Szenen sorgen ebenfalls für Heiterkeit. Damit werden die möglicherweise erschreckenden Passagen ein gutes Stück weit ausgeglichen.
Meine Lieblingscharaktere sind mir hier noch mehr ans Herz gewachsen: Omi Grimm, Daphne, Mr. Canis und natürlich Riesendogge Elvis. Selbst Sabrina war mir zunächst deutlich sympathischer als noch bei Band 1. Sie schien sich arrangiert zu haben. Später findet sie dann allerdings leider  doch wieder zu ihrer alten Sturköpfigkeit, Verbohrtheit und Undankbarkeit zurück. Da schwand meine Sympathie gleich wieder. Vermisste Eltern hin oder her: ihre Omi will ich nichts Böses, da dürfte sich Sabrina gerne umgänglicher zeigen. Für solch renitentes Verhalten fehlt mir unter diesen Umständen einfach das Verständnis. Es wird wohl noch etwas dauern bis ich mich mit Sabrina angefreundet haben werde. Und ich fand es deshalb auch gut, das Omi Grimm hier schließlich energisch durchgreift als Sabrina endgültig über die Stränge schlägt.

Für so junge Leser sind 256 Seiten sicher nicht ohne. Da ist es praktisch, dass es sich gut liest, die Kapitel nicht zu lange sind, und es ab und zu Bilder zu einigen Szenen gibt.

„Heute koch‘ ich, morgen brau‘ ich, übermorgen…“ so heißt es bei Rumpelstilzchen. Und zum Kochen und Brauen braucht man? Genau: einen Topf oder Kessel. Den findet man auf dem wieder sehr schön gestalteten Cover. Erneut schön düster gehalten mit einer leuchtenden Farbe als Kontrast.

Fazit: Mir hat Teil 2 noch besser gefallen als der erste Band. Es geht hier klar mehr zur Sache, so dass man sich an die Altersempfehlung halten sollte, wenn man das Buch zB verschenken möchte. Dann kann man mit diesem wirklich sehr spannenden und gleichzeitig witzigen Krimi aus dem Märchenstädtchen Ferryport Landing ein wirklich tolles Abenteuer erleben.

Vielen Dank an den Lübbe Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel:  Die Grimm Akten (02) – Ach wie gut, dass niemand weiss
Autor: Michael Buckley
Seiten:  256
Verlag: Lübbe Verlag
ISBN: 978-3843200462
Preis:  € 7,99 (TB)

Lesemonat November ’12 & Lieblingsbuch des Monats

Mit ein paar Tagen Verspätung kommt hier meine kleine Monatsübersicht vom November.
Mit 15 gelesenen Büchern war es ein ausgeprochen guter Lesemonat. Erfreulicherweise haben mir mit zwei Ausnahmen alle Bücher gefallen. Das ist ein guter Schnitt, wie ich finde. Ich habe ja vor jedem neuen Buch ein wenig Angst, dass es mich enttäuschen könnte.

Sonst habe ich es geschafft, meinen SUB wieder deutlich von der 100 wegzubekommen, und es sind auch weniger neue Bücher eingezogen als in den Monaten zuvor. Ich arbeite an mir 😉

Ein Lieblingsbuch gab es natürlich auch im November.
Hier ist es:

Mein Buch-Highlight November ’12

grimmakten02

Die Grimm-Akten (02) – Ach wie gut, dass niemand weiss… (Michael Buckley)

Rezension folgt!

Dies und das über den Lesemonat November

  • 15 gelesene Bücher
  • ergeben 3510 Seiten
  • 17 neue Bücher
  • SUB-Stand 89  Bücher

Neu im Regal!

Normalerweise gibt es den „Neu im Regal“-Artikel ja immer erst am Sonntag, wenn defintiv keine Post mehr eintrudeln wird.
Aber morgen ist der August herum und ich möchte die letzten Neuen dieses Monats nachher nicht in einem September-Artikel mit drin haben.
Hier sind sie also:

Diese beiden Bücher habe ich schon vor Längerem bei Tauschticket ertauscht. Diese Woche sind sie endlich angekommen. Da frage ich mich jedes Mal, wieso ich ertauschte Sachen möglichst gleich am nächsten Tag verschicke…?

 

Gewitterfische“ (John Halliday)

Das Leben ist wie eine Gewitternacht. Eines Tages ist es einfach da …
»Im Zelt der Wahrsagerin sagte Julie einer schwangeren Frau und ihrem Mann die Zukunft voraus. Plötzlich hörte sie auf und meinte: ›Ich habe das Gefühl, es wird regnen.‹ – ›Das glaube ich nicht‹, sagte der Mann. ›Es hat noch nie im August hier geregnet.‹ Im nächsten Moment gab es einen Blitz und einen gewaltigen Donnerschlag. Der Blitz traf einen uralten Stromgenerator und alle Lichter auf der Rosa-&-Weiß-Kirmes gingen aus. Das alte Riesenrad zitterte und blieb stehen …«
Die Helden dieses Romans sind wahrhaft originell und liebenswert zugleich: Da sind Josh und Rainy, die beide in der gleichen dunklen Gewitternacht geboren werden, das Schachgenie Bigfoot und Kate, der Star der Schwimmmannschaft. Wie die vier Freunde werden und dabei ungewollt das Leben in ihrer verschlafenen kleinen Stadt verwandeln, ist eine Geschichte, in der alles und jeder auf bezaubernde Art ein kleines bisschen verrückt zu sein scheint. In weiteren Rollen: die »Rosa-&-Weiß-Kirmesgesellschaft«, ein Goldfisch, die größten Kürbisse der Welt und ein unverzagt sprechendes Orakel mit Rechtschreibproblemen.

Weißbier im Blut – Ein Krimi aus dem bayerischen Unterholz“ (Jörg Grasner)

Eine männliche Leiche liegt unter dem Mähdrescher. Auf dem hoffnungslos verschuldeten Bauernhof der Familie Holzner nimmt Kommissar Kreuzeder vom Morddezernat Passau die Ermittlungen nur äußerst widerwillig auf. Lieber hätte er in Ruhe seinen Schweinsbraten und sein Weißbier genossen. Doch sein Vorgesetzter rangsaliert ihn mit der Androhung von Disziplinarmaßnahmen und stellt ihm eine Psychologin an die Seite, die seine Dienstfähigkeit überprüfen soll. Der sichtlich verwahrloste Kreuzeder hat schon viele Tote gesehen und deshalb die Ruhe weg. Erst als der Wirt seines Stammlokals Opfer eines Verbrechens wird, wird er aktiv und steigert die Aufklärungsquote im bayerischen Grenzland.

Und zur Besprechung trafen diese drei Bücher ein, genau heute 🙂

Die Grimm-Akten (01) – Die Spur des Riesen“ (Michael Buckley)

Sabrina und Daphne können es kaum glauben. Sie sollen tatsächlich die Nachfahren der berühmten Brüder Grimm sein! Doch damit nicht genug: All die bekannten Märchenfiguren sind keine erfundenen Gestalten, sondern es gibt sie wirklich! »Grimms Märchen« sind Aufzeichnungen von Verbrechen, die die Familie über Jahrhunderte gesammelt hat! Sabrina und Daphne stehen nun vor einer wichtigen Aufgabe: Sie sollen in die Fußstapfen ihrer Großmutter treten und als Märchendetektive für Ordnung sorgen. Ihr erster Fall: Ein Riese, der in der Stadt sein Unwesen treibt.

Die Grimm-Akten (02) – Ach wie gut, dass niemand weiß…“ (Michael Buckley)

… dann leben sie noch heute. Und zwar in Ferryport Landing, einer amerikanischen Kleinstadt. Dort haben sich all die geheimnisvollen Märchenwesen, die sogenannten Wareinmale, niedergelassen. Und die Aufgabe der Familie Grimm ist es, unter ihnen für Ordnung zu sorgen – als Märchendetektive. Sabrina (11), Daphne (7) und ihre Omi Relda stürzen sich begeistert auf diese Aufgabe! Dieses Mal haben sie es mit einem besonders ausgefuchsten Wareinmal zu tun.

„Anna und die flüsternden Stimmen“ (Sabine Städing)

Zusammen mit ihrer Familie muss die 15-jährige Anna ausgerechnet in einem Kaff namens Qual Urlaub machen. Wenn der Name mal nicht Programm ist – Doch dann lernt sie den süßen Tjark kennen und da ist Herzklopfen angesagt! Aber auch sonst sind die Ferien alles andere als langweilig: Anna wird nachts von flüsternden Stimmen geweckt und im Gewitter begegnet ihr ein unheimlicher alter Mann, der urplötzlich wieder verschwindet. Kann es sein, dass es in Qual spukt? Tjark erzählt Anna, dass sich merkwürdige Geschichten rund um das Gelände neben dem Ferienhaus ranken, auf dem früher eine Lungenheilanstalt untergebracht war. Ein Arzt namens Hasselreuther hat dort Kinder behandelt, die an Tuberkulose erkrankt waren, und wird seitdem im Ort geradezu verehrt. Doch dann entdeckt Anna, dass es eben jener Dr. Hasselreuther war, der ihr im Gewitter begegnet ist! Anna stellt Nachforschungen an und findet Erstaunliches über den Arzt heraus. Doch je näher sie der Wahrheit kommt, desto stärker gerät sie in den Sog eines uralten Fluchs.

Und zuletzt noch dieses Buch, das mir über BoD angeboten wurde. Ich war neugierig, wie jemand einen Mord in zwei Sätzen verpackt. Und das gleich in 64 mal…

 

 

Shorty to go – Mord in zwei Sätzen“ (Susanne Henke)

Mord in zwei Sätzen“Sie meditierte, um das Nichts zu finden. Er zeigte ihr die Abkürzung.“222 Mordshäppchen von der beschleunigten Suche nach dem Sinn des Lebens und anderen Abkürzungen zum Ableben.

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