Mythologie

Rezension – Im Herzen die Rache (Elisabeth Miles)

7377-01_ImHerzendieRache.inddEs ist Winter in Ascension, einer Kleinstadt in Maine. Die Seen sind zu Eis erstarrt, der makellose Schnee fällt in dicken Flocken vom Himmel. Aber der friedliche Schein trügt – denn in Ascension haben Fehler tödliche Folgen. Drei geheimnisvolle Mädchen sind in die Stadt gekommen, um darüber zu urteilen, wer für seine Taten büßen muss. Und die Wahl ist auf Em und Chase gefallen. Emily ist glücklich. Zach, in den sie seit Monaten verliebt ist, zeigt endlich Zuneigung zu ihr. Doch Em weiß: Wenn sie etwas mit ihm anfängt, gibt es kein Zurück mehr. Denn Zach ist bereits mit Gabby zusammen – Ems bester Freundin. Chase hat nicht nur Probleme zu Hause, auch seine Freunde lassen ihn links liegen. Aber es ist etwas anderes, was ihm den Schlaf raubt. Chase hat etwas unfassbar Grausames getan. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es ans Licht kommen wird.

Ich war mir vom ersten Moment an nicht sicher, ob dieses Buch mein Fall sein würde. Der Klappentext klang zwar ganz interessant, aber das Covermotiv wirkte auf mich ziemlich altmodisch und konnte mich so nicht recht begeistern. Aber man soll ein Buch ja bekanntlich nicht nach dem Cover beurteilen.
Bei „Im Herzen die Rache“ hätte ich genau das aber besser tun sollen.
Zunächst hat mich die Geschichte total verwirrt mit den unzähligen Charkteren, die sie ins Rennen schickt. Ich habe kein großes Talent dafür, mir zig Figuren zu merken und hoffte dementsprechend bald, dass ich nicht alle davon später würde auf dem Schirm haben müssen. Ich wäre verloren gewesen, ganz klar! Glücklicherweise war es dann im weiteren Verlauf nicht nötig, jede einzelne Person aus dem FF zu kennen. Daher habe ich mich gefragt, wieso mir dann anfangs Jan und Jupp von der High School vorgestellt worden war. Die wenigen Charaktere, die schließlich die Hauptrollen der Geschichten spielen, hatte ich mir schnell zu Eigen gemacht. Auf sie alle wird so genau eingegangen, dass man im Nu ein deutliches Bild von ihnen vor sich hat und ihr Wesen kennt. Das ist einerseits ganz toll, andererseits passiert während diese Zeit herzlich wenig in der Geschichte. Sie erinnert viel mehr als eine gewöhnliche Teenie-High-School-Schmonzette mit allem was dazu gehört: Liebe, Mobbing, Gerüchten, Partys usw. Was all das mit der Rache aus dem Titel zu tun haben sollte, war mir lange Zeit überhaupt nicht klar.
Umso überraschter war ich als es dann plötzlich so richtig zur Sache ging! Ich hätte mir da allerdings einen deutlicheren Übergang gewünscht. So kam das plötzlich wie aus heiterem Himmel. Endlich wurde deutlich, inwiefern Rache eine Rolle spielt, und einige wirklich spannende und grausige Szenen bzw Vorfälle gab es ebenfalls. Das sorgt außerdem für Tempo, weshalb ich ab diesem Punkt gebannter gelesen habe als zuvor. Eine schöne Entschädigung für den langatmigen und unspektakulären Start. Ein paar gruselige Szenen sorgten für zusätzliche Würze ganz nach meinem Geschmack. Und ich habe mich lange gefragt, wie Emily, Chase und JD aus dieser Lage herauskommen würden.
Dieser an sich ganz gute Eindruck wurde mir dann mit der Auflösung leider wieder zunichte gemacht. Ich kann mit mythologischen Figuren und Hintergründen nichts anfangen, das ist einfach so. Hier kam aber noch dazu, dass man davon bis zu diesem Moment überhaupt nichts ahnt. Nichts deutet darauf hin! So ist das dann eine Überraschung, die zumindest mir nicht gefallen hat. Wer so etwas mag, der dürfte sich damit aber gut bedient fühlen.
Das Ende selber ist sehr traurig, und obwohl „Im Herzen die Rache“ eigentlich nicht mein Fall war, werde ich Band 2 vielleicht irgendwann doch noch lesen. Alleine nur um zu erfahren, wie es mit JD und Hannah weitergeht. Ich mochte JD so gerne. Er war meine Lieblingsfigur in der Geschichte, und so kann und darf es mit ihm bzw den beiden nicht enden.

Eines muss ich „Im Herzen die Rache“ zugute halten: obwohl das Buch mit seinen 384 Seiten ganz schön stattlich ist, lässt es sich im Nu lesen. Dafür sorgen ein jugendlich leichter Erzählstil, wechselnde Schauplätze und viele Dialoge. Lediglich die Chatsprache zu Beginn hat mich tierisch genervt. Es kann sein, dass sich die Teenies heute so unterhalten, aber in einem Buch möchte ich Sachen wie „u“ (=und), „o“ (=oder) oder gar sowas wie „BiDuDa?“ statt „Bist Du da?“ nicht lesen.

Wie schon gesagt ist das Cover nicht unbedingt nach meinem Geschmack. Auch wenn dieses Mädchen durchaus seltsam wirkt mit dem eindringlichen Blick und den feinen Handschuhen und der filigranen Teetasse. Wer solch altmodisch anmutende Motive mag, dem wird dieses hier gefallen. Mich leiß es zu sehr fürchten, eine Geschichte anno Schnee dahinter anzutreffen.

Fazit:  Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören sollen. „Im Herzen die Rache“ war nicht mein Fall. Erst geschieht ewig lang nichts und man hat das Gefühl, eine gewöhnliche Hight School-Soap zu lesen, dann geht es plötzlich heftig rund (was mir Mut für den Rest der Story bereitet hat) und dann präsentiert die Geschichte ein mythologisch angehauchtes Ende, das man zuvor nicht mal erahnen konnte. Da Mythologie nicht mein Ding ist, war es damit ganz aus mit dem Buch und mir. Irgendwann lese ich aber vielleicht doch noch Band 2, denn an JD hänge ich schon sehr. Mein Lichtblick unter den Charakteren.


Titel: Im Herzen die Rache
Autor: Elisabeth Miles
Seiten: 384
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3785573778
Preis: € 17,95 (HC)

bestellamazon

Göttlich verliebt (Josephine Angelini / Tanja Geke)

Titel: Göttlich verliebt / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 420 min / Buch: Josephine Angelini / gelesen von: Tanja Geke

goettlichverliebtInhaltEin zweiter Trojanischer Krieg steht unmittelbar bevor. Weil die Scions sich gegenseitig bekämpfen, liegt es allein an Helen, Lucas und Orion, neue Verbündete für ihr bislang größtes Gefecht zu finden. Zugleich wächst Helens Macht und mit ihr das Misstrauen ihrer Freunde. Doch Helen kann deren Vertrauen zurückgewinnen und den unsterblichen Zeus in letzter Minute bezwingen. Aber was wird aus Helens ganz persönlichem Kampf um ihre Liebe zu Lucas?


Da ist er nun also: der Abschluss der „Göttlich“-Trilogie. Bisher hatte die Reihe mich nicht gerade vom Hocker gehauen, deshalb bin ich selbst erstaunt, dass ich nun sagen muss, dieser dritte Teil hat mir gut gefallen. Auch wenn es anfangs mit Helens Reisen durch die Zeit so gar nicht nach meinem Geschmack zuging. Es scheint aber so, dass ich mit so etwas besser klarkomme, wenn ich es höre statt es selber lesen zu müssen. Und so bin ich gut durch diesen recht ausführlichen Start gekommen und fand es auch durchaus spannend. Neue Problematiken hinsichtlich der Mythologie stellen sich einem hier nicht, das muss man klar so sagen. Ich fand das aber in Ordnung so, denn man muss eh schon bei der Sache sein um durch die Handlung zB der Rückblenden zu steigen und noch den Roten Faden der Story im Auge zu behalten. Da war ich froh, dass ich mich nicht noch in etwas Neues einfinden musste. Außerdem denke ich, mit neuen Entwicklungen hätte die Geschichte auch zu überladen gewirkt. Da hat Josephine Angelini ein gutes Maß erwischt.
Trotzdem der Titel verdächtig danach klingt, spielt Helens und Lucas Liebe hier keine allzu große Rolle. Anhänger dieser romantischen Schiene werden das eventuell bedauern, aber ich fand das gut so. Ich habe wirklich nichts gegen eine schöne Lovestory, aber hier geschieht einfach dermaßen viel um die beiden und ihre Freunde herum, da hätte ich romantische Szenen alle naselang als fehl am Platze empfunden. Und es ist ja nicht so, dass es deshalb weniger um Beziehungen geht. Auch Freundschaften sind schließlich Beziehungen und die stehen hier viel deutlicher Mittelpunkt. Wobei übrigens auf alle wichtigen Charaktere eingegangen wird. Da sicher jeder Hörer / Leser so seinen Liebling hat, kommt niemand dabei zu kurz.
Und so kann man mit der Geschichte, vor allem als Finale der Trilogie, auf ganzer Linie zufrieden sein.

Tanja Geke war seit dem ersten Teil ein Highlight für mich, da ich mit der Geschichte ja nicht so recht warm werden wollte. Aber sie liest sie mit einer solch lebendingen und jungen Stimme, dass ich mir die Story dennoch gerne von ihr habe erzählen lassen. Dank dezenter, aber doch eindeutiger Stimmvariationen fällt es zudem leicht, bei ihr die einzelnen Charaktere sofort zu erkennen. Das erleichtert den Überblick.

Das Covermotiv reiht sich einwandfrei in die Serie ein. Nebeneinander betrachtet sind die drei Boxen ein echter Hingucker. Ich mag hier speziell die warmen Farben gerne.

Fazit:  Ein würdiger Abschluss der Trilogie, der sich nochmal richtig ins Zeug legt, und sich dabei in erster Linie auf das „göttliche Geschehen“ konzentriert, statt ganz auf die Lovestory zu setzen.

Göttlich verloren (Josephine Angelini / Tanja Geke)

Titel: Göttlich verloren / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 450 min / Buch: Josephine Angelini / gelesen von: Tanja Geke

Inhalt: Eine Liebe, die nicht sein darf! Endlich: „Göttlich“ geht weiter. Tagsüber die Liebe zu ihrem eigenen Cousin, nachts der Kampf in der Unterwelt: Helen geht wirklich durch die Hölle. Doch auch Orion, der Helen in der Unterwelt zur Seite steht, entwickelt Gefühle für die junge Heldin. Schicksalhafte Liebe, antike Fehde, göttliches Erbe.


Die „Göttlich“-Trilogie geht in die zweite Runde und bleibt sich dabei in jeder Hinsicht treu. Natürlich steht weiterhin Helens und Lukas‘ Beziehung im Mittelpunkt. Im ersten Teil stellte sich heraus, dass aus ihnen nichts werden kann / darf, doch die Gefühle sind selbstverständlich noch da, so dass man unweigerlich weiter mit ihnen hofft und bangt. Besondere Brisanz kommt durch eine neue Figur -den jungen Orion- in dieses Thema. Mir war er sofort sympathisch und er bringt auch einen guten Schuss Schwung in die Geschichte. Helen findet sich so unvermittelt zwischen zwei Jungs wieder, die sich für sie interessieren. Ich muss ja zugeben, dass ich mit wehenden Fahnen zu Orion übergelaufen bin 😉
Wirklich neuartig ist das alles nach wie vor nicht. Dieses Schema mit den zwei Jungs, die um die Gunst eines Mädchens buhlen, kennt man aus zahlreichen aktuellen (Hör)büchern. Das galt aber auch schon für das Geschehen im ersten Teil.
Das Besondere zieht die Geschichte weiterhin aus ihrem Zusammenhang mit der griechischen Mythologie, deren Elemente gut und charmant eingebunden sind. Es ist schon ein sehr spezieller Kontrast, Helen einmal als ganz normalen Teenager in der Schule zu erleben, bald darauf aber mit ihr durch die Unterwelt zu wandeln. Genau dieser Mix macht die sonst nicht allzu ausgefallene Story widerum ganz reizvoll. Abgesehen von „Percy Jackson“ fällt mir da nichts Vergleichbares ein. Und diese Reihe richtet sich ja an ein etwas jüngeres Publikum.

Tanja Geke hat mir mit ihrer jungen und lebendigen Stimme auch in diesem 2. Teil prima gefallen. Es fällt leicht ihr über längere Zeit zu lauschen. Sie verleiht den einzelnen Charakteren mit feinen Variationen eigene Stimmen und greift die Atmosphäre der Szenen gut auf.

Das Covermotiv ähnelt stark dem des ersten Teils. So ist die Serie im Regal leicht zu erkennen. Mir gefallen die kräftigen Farben sehr gut und der etwas altmodisch wirkende Stil ebenfalls. Im Booklet findet man außer der Tracklist noch ein Glossar der Charaktere, was ganz nützlich ist.

Fazit:  Teil 2 setzt die Geschichte nahtlos fort und kann erneut durch den cleveren Mix aus (übernatürlicher) Romanze und griechischer Mythologie punkten. Als Fan der Reihe kommt man auch hier auf seine Kosten. Ich bin auf Teil 3 gespannt und freue mich speziell auf weitere Ausflüge in den Hades 😉

Göttlich verdammt (Josephine Angelini / Tanja Geke)

Titel: Göttlich verdammt / Verlag: Oetinger Audio / Spielzeit: ca. 410 min / gelesen von: Tanja Geke / nach einem Buch von: Josephine Angelini

Inhalt: Entdecke die Göttin in dir! Unerfüllte Sehnsucht, sagenhafte Kräfte Die 16-jährige Helen lebt gemeinsam mit ihrem Vater auf der amerikanischen Insel Nantucket. Als die Familie Delo in die Nachbarschaft zieht, spürt sie von Anfang an Aggressionen. Gleichzeitig plagen sie Alpträume und sie beginnt, außergewöhnliche Fähigkeiten an sich zu entdecken, die sie von ihren Mitschülern unterscheiden. Als sie sich mit Lucas Delo anfreundet, muss sie erfahren, dass die beiden sich nicht lieben dürfen: Sie stammen von griechischen Göttern ab, und ihre Familien sind verfeindet. Wenn Lucas und sie zu ihrer Liebe stehen, bricht ein Krieg aus Die erste Folge einer grandiosen Trilogie um schicksalhafte Liebe, eine antike Fehde und ein göttliches Erbe – fesselnd und unwiderstehlich.


Nachdem Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler und Co. bis Oberkante Unterlippe „verheizt“ worden sind, wendet die Romantasy sich nun Höherem zu: den Gottheiten. Ansonsten bleibt aber alles beim Alten. Eine wahnsinnig komplizierte, herzzerreißende Liebe zwischen zwei Teenagern mit außergewöhnlichem Erbe. Familienfehden und damit einhergehend große Dramatik. Das läst zum Mitleiden, Mithoffen und Mitfiebern ein. Zweifellos. Nur neu ist es nicht unbedingt. Ganz im Gegenteil erinnern die Charaktere hier im Wesen, in ihren Problemen und ihrem Miteinander ganz arg an „Twilight“. Nur wird hier auf der göttlichen Schiene gefahren, statt auf der bissigen. Die Verknüpfung zwischen der Lovestory und der griechischen Mythologie ist ganz ordentlich gelungen, da gibt es nichts. Das macht neugierig auf das Thema, was ich gerade bei Jugendhörbüchern immer klasse finde. Allerdings muss sich „Göttlich verdammt“ damit gleich den nächsten Vergleich gefallen lassen. Der da heißt: „Pery Jackson“. Denn auch diese Reihe hat als Dreh- und Angelpunkt die griechische Mythologie.

Tanja Geke hat mir als Sprecherin sehr gut gefallen. Sie liest jugendlich locker, wie es dem Stil der Geschichte entspricht. Ohne große Stimmakrobatik verleiht sie den Personen markante Stimmen, und es gelingt ihr sehr gut, die jeweiligen Stimmungen der Szenen aufzugreifen und an den Hörer weiterzugeben. So fällt es leicht, ihr zuzuhören und dabei der Geschichte zu folgen.

Als Bonus-Track findet man auf der sechsten CD den Song „Where do I belong“ von DemiGoddes.

Ein Gesicht bzw einen Teil davon als Covermotiv zu wählen ist in diesem Genre ebenfalls sehr verbreitet. Auch da reiht sich „Göttlich verdammt“ passig ein. Der altmodische Stil gefällt mir ganz gut und auch die warmen, golden leuchtenden Farben sind schön anzusehen. Im Booklet findet man die Tracklists der CDs.

Fazit:  Der Auftakt zu einer weiteren Romantasy-Trilogie, die bei Fans dieses Genres gut ankommen wird. Es bleibt aber dabei, dass sich „Göttlich verdammt“ in Sachen Charaktere bei „Twilight“ und vom Thema her bei „Percy Jackson“ anlehnt. Womöglich bekommt die Saga ja in den folgenden Teilen noch den Dreh zu mehr Eigenständigkeit.

Percy Jackson (02) – Im Bann des Zyklopen (Rick Riordan / Marius Clarén)

Titel:   Percy Jackson (02) – Im Bann des Zyklopen / Verlag:   Lübbe Audio / Laufzeit:   ca. 310  min / 4 CDs / Buch:   Rick Riordan / gelesen von:   Marius Clarén

InhaltPercys siebtes Schuljahr verläuft einigermaßen ruhig. Wenn da nicht diese Albträume wären, in denen sein bester Freund in Gefahr schwebt. Und tatsächlich: Grover befindet sich in der Gewalt eines Zyklopen. Zu allem Übel ist Camp Half-Blood nicht mehr sicher: Jemand hat den Baum der Thalia vergiftet, der die Grenzen dieses magischen Ortes bisher geschützt hat. Nur das goldene Vlies kann noch helfen. Wird es Percy gelingen, Grover und das Camp zu retten?


Ähnlich wie in Band 1 begeben sich Pery und Annabeth auch in diesem zweiten Teil auf eine Art „Schautzsuche“. Nur muss dieses Mal kein Herrscherblitz, sondern das sagenumwobene Goldene Vlies gefunden werden um Camp Half-Blood und Grover zu retten, der von einem Zyklopen gefangen gehalten werden. Die Bezeichnung „Schatzsuche“ passt hier besser denn je, zumal Percy und Annabeth hauptsählich auf See unterwegs sind. Eine Seereise und die Suche nach dem Goldenen Vlies, da lässt deutlich die Argonautensage grüßen.
Es ist schön mitzuerleben, wie Rick Riordan den beiden alle nur erdenklichen Gefahren und Widersacher in den Weg stellt, die immer in Verbindung mit dem Götterglauben und der Mythologie der Griechen stehen. Kaum zu glauben, dass diese mythologischen Gestalten so problemlos die Bösewichte für eine ganze, eigentlich sehr moderne Geschichte stellen. So ist für abwechslungsreiche und außergewöhnliche Spannung, bei der man quasi nebenbei noch etwas lernt, bestens gesorgt. Und ein Schuss Humor fehlt natürlich ebenfalls nicht.

Marius Clarén legt sich in diesem Teil so richtig ins Zeug. Nicht nur, dass er den einzelnen Charakteren ohne stimmliche Verrenkungen einen eindeutigen Klang verleiht, nein, bei Bedarf brüllt und grollt er auch. Es macht einfach Spass, ihm zuzuhören.

Die kurzen Musikstücke zu Beginn und am Ende der CDs hätten der Geschichte auch zwischen verschiedenen Szenen ganz gut gestanden. Sie klingen mächtig, so wie es sich für eine Story um (Halb)götter gehört.

Das Cover zeigt erneut Percys Vater Poseidon und Percy selbst. Außerdem zwei Schafe, was mir besonders gefällt, da ich mich das Wesen der Schafe in der Geschichte am meisten beeindruckt hat. Damit sind einige der wichtigsten Elemente der Geschichte zu sehen. Im Inneren des Digipaks findet man unter Anderem ein Glossar der Charaktere, die in diesem Teil der Saga wichtig sind.

Fazit:  Ich finde „Im Bann des Zyklopen“ noch ein ganzes Stück spannender als Teil 1. Toll wie hier eine Abenteuergeschichte mit Elementen der griechischen Mythologie verwoben werden.

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