Nikolaus

Pumuckl Wintergeschichten (Ellis Kaut / Stefan Kaminski)

Titel: Pumuckl – Wintergeschichten / Verlag: Kosmos Verlag / Spielzeit: ca. 138 min / Buch: Ellis Kaut / gelesen von: Stefan Kaminski

Inhalt: Der Pumuckl ist wieder da! In vier stimmungsvollen Abenteuern zur Winter- und Weihnachtszeit fällt Pumuckl jede Menge Schabernack ein, mit dem er Meister Eders Leben ordentlich durcheinander wirbeln kann und den Zuhörern viel Freude macht.


Wie lange habe ich keine Pumuckl-Geschichten mehr gehört?! Deshalb habe ich hier gleich zugegriffen. Denn die Winter- und Weihnachtsgeschichten mit dem kleinen Kobold sind wohl mit die schönsten Erzählungen.
Gleich vier Stück sind auf diesen beiden CDs zu finden. Zwei sind eher winterlich. Die Geschichte um den Winterpullover mochte ich immer schon, denn ich weiß, was Frieren bedeuet und so tat mir der kleine Kobold sofort leid. Und es ist spaßig zu verfolgen, wie er um seinen Pullover kämpft. Dass er dabei in seiner Unwissenheit Fehler macht, ist verständlich, aber eben auch sehr spaßig. Außerdem bekommen die jungen Hörer hier mit auf den Weg, dass Unzuverlässigkeit nicht geht. In der Geschichte um den Schnee tat mir Pumuckl auch leid, wie er so versucht, den schönen kalten Schnee zum Spielen in das schön warme Haus zu schaffen. Das geht natürlich schief und endet fast in einer Katastrophe, was dann schon wieder aufregend und ein bisschen spannend ist.
Auf CD Nr. 2 wird er (vor)weihnachtlicher. Als erstes bekommt Pumuckl es mit dem Nikolaus zu tun. So wie er sich zuvor aufgeführt hat, fand ich das nur fair. Andererseits ist es dann schon wieder witzig, wie der Niokolaus zu seiner Rolle kommt und im Kostüm aussieht. Die Vorstellung ist einfach zum Lachen. Die Erzählung um das Weihnachtsgeschenk ist gleichermaßen rührend wie turbulent. Da fiebert man mit dem Kobold mit und spürt, dass er bei aller Frechheit doch auch einen guten Kern hat. Und es ist rührend, wie er und Eder sich nach Eders Donnerwetter bemühen, wieder zusammenzukommen und eine Lösung suchen, mit der beide zufrieden sein können. Daraus kann man sich als Hörer dann wieder auch etwas mitnehmen.

Gelesen werden die Geschichten von Stefan Kaminski. So kenne ich das auch noch von den Pumuckl-Hörbüchern, die ich in sieben Jahren alten Artikeln hier auf der Seite gefunden habe. Ganz gleich ob Pumuckls vorwitzigen Ton und sein Krakeelen, oder Eders vernünftigen Ton, der auch mal polternd werden kann, wenn sein Kobold Unfug gebaut hat, Stefan Kaminski hat sie alle. Und das so gut und deutlich, dass es oft mehr nach einem Hörspiel klingt als nach einer Lesung.

Auf dem Cover ist natürlich der Kobold zu sehen, wie er im Schnee spielt und rodelt. Ein sehr passendes Motiv, das gleich verdeutlicht, mit welcher Art Geschichten man es auf den beiden CDs zu tun hat. Im inneren des Klappcovers findet man dann noch etwas Werbung für das Buch zu dem Hörbuch und einer Sammeledition mit 10 Geschichten um den rothaarigen Kobold.

Fazit:  Vier der schönsten Pumuckl-Geschichten, die ich kenne. Zweimal winterlich vergnüglich, zweimal ein bisschen stimmungsvoll und vorweihnachtlich. Für Fans des Kobolds ein Muss, das Stefan Kaminski einfach nur wunderbar zu Gehör bringt.

Pumuckl (09) – Meister Eder bekommt Besuch / Pumuckl und der Nikolaus (Ellis Kaut / Stefan Kaminski)

Titel:   Pumuckl (09) – Meister Eder bekommt Besuch / Pumuckl und der Nikolaus / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 69 min /  Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

InhaltPumuckl freut sich gar nicht über den Besuch von Meister Eders Nichte Bärbel. Er versucht, sie mit jeder Menge Schabernack zu vergraulen. So erfährt das Mädchen von dem frechen Kobold und ist begeistert: Wenn der Pumuckl doch bloß am Leim kleben bleiben würde, damit sie ihn mit eigenen Augen sehen könnte…


Wer hätte gedacht, dass der kleine Kobold sich tatsächlich ein wenig verlieben würde? Nach etlichen spaßigen Bemühungen, die Bärbel zu vergraulen, kommen dem Pumuckl in Meister Eder bekommt Besuch Zweifel. Denn die Kleine mag seinen Schabernack und sein Frechsein. So zieht er ernstlich in Erwägung, an Bärbels Alleskleber kleben zu bleiben. Das ist ein spannende Sache, denn nach so vielen Kobolds-Geschichten kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass sich der kleine Kerl noch jemand anderem zeigen würde als dem Meister Eder.
Pumuckl und der Nikolaus ist dagegen weniger witzig, dafür aber umso lehrreicher. Denn solche Klugschwätzer wie den Pumuckl, die damit angeben, sich gar nicht vor dem Nikolaus zu fürchten, die gibt es sicher auch unter den Kindern von Heute noch. So hat mich die Geschichte doch wirklich zu einem kleinen, listigen Grinsen verleitet.
Außerdem passt diese Geschichte auch ganz gut zur Vorweihnahctszeit, die ja bald beginnt.

Gerade bei “Pumuckl und der Nikolaus” bin ich Stefan Kaminski sehr dankbar dafür, dass er hier vorliest. Denn den echten Pumuckl halte ich kaum aus, wenn er vor Angst krakeelt. Zwar kommt Stefan Kaminski wirklich bemerkenswert nahe an den Hans Clarin-Pumuckl heran, aber er klingt nie so schrill. Bemerkenswert ist auch, wie leicht er zwischen den Stimmen wechselt. Mal tief und grummelig für Eder, dann krächzend für den Kobold, mal kindlich, mal ernsthaft und erwachsen.

An Untermalung fehlt es dem Hörbuch. Es gibt lediglich eine klimpernde Melodie am Anfang und zwischen den beiden Geschichten um die Trennung kenntlich zu machen. Da es aber dank der Geschichten und Stefan Kaminski sowieso schön unterhaltsam zugeht, ist das aber nicht weiter schlimm.

Das Covermotiv macht dieses Mal neugierig. Wieso guckt der Kobold so grimmig? Und was hat die Puppe damit zu tun? Mir gefallen die alten gezeichneten Motive immer wieder gut.

Fazit:   Zwei schöne Pumuckl-Folgen. Die eine überraschend und ein wenig spannend, die andere mit einer schönen Moral.

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