Österreich

Die drei !!! (33) – Küsse im Schnee

Titel: Die drei !!! (33) – Küsse im Schnee / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Tim Knauer, Alexx Grimm, Sonja Stein, Patrick Bach ua

dda33Inhalt: Die drei !!! wollen sich eine Woche lang auf einer Ski-Freizeit in Österreich erholen. Doch gleich am ersten Tag passiert etwas Schreckliches. Eine Lawine geht ab, und anschließend ist ihr Ski-Lehrer Toni verschwunden. Die Rettungsmannschaften tun ihr Bestes, aber sie können ihn nicht finden. Marie, Kim und Franzi gehen jedoch bald einer ganz anderen Spur nach. Es gibt nämlich einige Menschen, die sich verdächtig verhalten. Vielleicht wurde Toni gar nicht verschüttet, sondern entführt. Aber warum fordert niemand Lösegeld?
Franzi hat aber noch ein ganz anderes Problem. Hat Felipe sie trotz aller Schwüre ganz dreist angelogen? Ihre Liebe wird auf einer harte Probe gestellt.


Wer denkt sich nur solche Titel für Geschichten der „Drei !!!“ aus? Da frage ich mich doch, was die Reihe sein will: Detektivreihe oder Teenie-Lovestory-Reihe? Europa kann natürlich nichts dafür, zumal die Titel von den Buchvorlagen übernommen werden, aber trotzdem habe ich entgeistert den Kopf geschüttelt.
Gerade bei dieser Folge passt das so gar nicht, zumal einem hier einmal mehr ein waschechter Fall für die drei Mädels zu Ohren kommt. Der ist ganz spannend und man gut mit den Freundinnen mitknobeln. Vor allem auch, weil man im Nu mehrere Verdächtige auf der Liste hat. Da macht das umso mehr Spass. Die Freundinnen gehen mutig und forsch zu Werke und sind selbst wenn sie mal getrennt ermitteln ein wirklich gutes Team.
So mag ich die Geschichten. Lediglich das Ende bzw das Motiv fällt hier etwas dünn aus.
Franzis und Felipes Lovestory und ihre aktuellen Probleme spielen hier im Vergleich nur eine Nebenrolle. Wieso also richten sich Titel und Covermotiv ausgerechnet danach?

Den Sprechern dieser Episode kann man nichts vorwerfen. Die drei Hauptsprecherinnen sind gewohnt gut in Form. Nils Rieke gibt einen ruppigen Hans Schacher, sodass man lange unsicher ist, ob man ihm trauen kann. Alexx Grimm dagegen klingt als Toni Brugger ausgesprochen nett und jugendlich. Da tut es einem dann schon leid, wenn Toni plötzlich vermisst wird. Einzig Christine Kutschera klang mir etwas zu alt um in die Altersgruppe der drei Detektivinnen zu passen.

Im Westen nichts Neues. Beziehungsweise in Österreich. Will heißen, dass man einmal mehr die bereits lang vertrauten Musikstücke zu hören bekommt. Bei den Melodien während der Geschichte zwischen den Kapiteln stört mich das gar nicht mal. So klingt die Reihe eben. Aber mal ehrlich: muss denn in jeder Folge irgendwann „California“ dudeln?

Was ich vom Covermotiv halte, habe ich oben bereits angedeutet. Ja, es wurde ebenfalls von der Buchvorlage übernommen, aber das ändert nichts daran, dass es schlichtweg nicht passt bzw dem Fall nicht gerecht wird. Hier geht es nur zweitrangig um Franzi und Felipe. Da hätte eine Szene aus der Geschichte aufs Cover gehört.

Fazit:  Ein schöner, winterlicher neuer Fall für die drei Detektivinnen, der vor allem wegen mehrerer Verdächtiger spannend ist. Die Auflösung fällt allerdings arg dünn aus. Also bitte nicht vom kitschigen Titel und Covermotiv abschrecken lassen!

Rezension – Der Metzger sieht Rot (Thomas Raab)

metzgerrotWas tut man nicht alles aus Liebe? Willibald Adrian Metzger zum Beispiel, der feinsinnige Restaurator, überwindet seine Abneigung gegen Massenveranstaltungen und begleitet seine heiß verehrte Danjela zu einem Heimspiel ihrer Lieblingsmannschaft – mit tragischem Ende. Denn auch der Tod löst diesmal seine Eintrittskarte und zeigt auf dem Spielfeld die finale Rote Karte. Als tags darauf überdies Danjela ihrer Neugierde zum Opfer fällt, ist es vorbei mit der Gelassenheit Metzgers. Mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und findet dabei etwas erschreckend anderes.

Auf diese Reihe wurde ich durch einen späteren Band aufmerksam. Da ich aber in Reihenfolge lese, ging es mit diesem zweiten Band der Serie los. Der erste war in der Buchhandlung leider gerade nicht vorrätig, und ich wollte nicht warten. So kann ich zumindest sagen, dass ein Quereinstieg in die Reihe wohl mit jedem Band möglich ist.
Ganz einfach wurde mir der Start aber leider nicht gemacht. Und zwar ausgerechnet wegen Willibald Adrian Metzger persönlich, der so gar nicht mein Geschmack einer Hauptperson war. Erstens optisch (der Beschreibung nach halt) und zweitens -viel wichtiger- vom Wesen und seinen Denkweisen her. Gesunde Skepsis gewissen Dingen gegenüber ist völlig okay für mich, doch hier grenzte das für mich schon an sture Verbohrtheit. Beispielsweise den Themen Handy, Fußball oder einem wehrlosen Hund gegenüber, der sich sein Schicksal sicher nicht selbst ausgesucht hat und betreut werden muss.
So dauerte es bis ich mit dem Metzger warm wurde. Gelungen ist das letztlich hauptsächlich, weil man deutlich spürt, wie sehr er seine Danjela liebt, und weil er bald ein ganz schön helles Köpfchen beweist.  Das ist auch notwendig, denn der Fall, der mit einem Fußballer beginnt, der  auf dem Spielfeld einfach tot umfällt, wird bald sehr persönlich für den Metzger. Ausgerechnet Danjela  wird von fremdenfeindlichen Ultras ins Koma geprügelt!
Ich mag Krimis mit Ermittlern, die nicht von der Polizei oder der Kripo sind meist ganz gerne. Das hat mir auch hier prima gefallen, weil es doch eine ganz eigene Art der Nachforschungen mit sich bringt. Zudem hat mich die Geschichte damit überrascht, welche Hintergründe sich nach und nach auftun und welche Ausmaße der Fall so annimmt.
Allerdings fiel es mir ab und zu ganz schön schwer, genau zu begreifen, was gerade geschieht. Oder welche Erkenntnisse der Metzger gewonnen hat. Das hatte aber im Wesentlichen sprachliche Gründe. Der Inhalt ist wohldurchdacht, daran gibt es nichts auszusetzen. Ich musste mich halt damit abfinden, gelegentlich eine Passage zweimal zu lesen.
Erfreulicherweise gibt es ab und zu auch Anlass für ein Schmunzeln. Ich mag einfach Krimis, die einen Schuss Humor mitbringen. Hier ist es sogar ein sehr schöner, feinsinniger Humor, der auf diese Art wunderbar treffsicher und bissig ist.

Ganz ehrlich, ich fand „Der Metzger sieht Rot“ unglaublich schwer zu lesen. Ein Schachtelsatz jagt den nächsten. Der Rekord lag bei einem Satz bei ganzen 12 Zeilen. Das mag charakteristisch für diese Reihe sein. Das mag für das Talent von Thomas Raab in Wort und Schrift sprechen. Trotzdem frage ich mich, ob es notwendig ist. Und auch wenn ich mich nach geraumer Zeit daran gewöhnt hatte, ist dies der ausschlaggebende Grund, wieso ich wohl keinen weiteren Metzger-Krimi lesen werde.

Das Cover war es, was mich auf den späteren Band aufmerksam machte. Und auch bei „Der Metzger sieht Rot“ sprach mich das Cover sofort an. Sehr niedlich mit dem Plüschhasen. Auch wenn ich darin keinen Bezug zur Geschichte sehe. Aber es ist ein Blickfang, daran gibt es nichts zu rütteln. Ich finde außerdem, dass so gleich deutlich wird, dass man mit diesem Buch auch einige heitere Minuten erleben wird.

Fazit:  Ein spannender Fall und ein Ermittler der etwas anderen und besonderen Art, an die ich mich erst gewöhnen musste. Genauso musste ich mich erst mit dem speziellen Schreibstil von Thomas Raab anfreunden, was mir wohl nur für dieses eine Buch gelungen ist. Mir hat diese Mühe den Krimigenuss leider ziemlich verdorben. Es kann nicht sein, dass man alle naselang Sätze mehrfach lesen muss um sie inhaltlich zu verstehen. Schade, ich hatte ehrlich gehofft, eine neue Krimiserie für mich zu entdecken. Aber es kann halt nicht immer klappen.


Titel: Der Metzger sieht Rot
Autor: Thomas Raab
Seiten: 320
Verlag: Piper
ISBN: 978-3492254632
Preis: € 9,99 (TB)

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Leipziger Buchmesse 2012 – Nachlese

Vom 15.03. bis zum 18.03. fand in Leipzig dieses Jahr die Buchmesse statt.

Ich war am Freitag und Samstag dort.
Ehe ich nun meine neuen und signierten Bücher und die Autogramme zeige, möchte ich mich erst mal bei den Verlagen für die vielen netten Gespräche bedanken. Darunter beispielsweise Rowohlt, Thienemann, Carlsen, dtv, Loewe, Arena, Kosmos, Oetinger und noch viele mehr.  Bitte nicht übel nehmen, alle weiß ich nicht mehr. Ich bin rückblickend immer noch etwas erschlagen 😉 Es war einfach klasse!

Nun zu den Neuen im Regal, die ich von der Messe mitgebracht habe:

„Everlasting – Der Mann, der aus der Zeit fiel“ (Holly Jane Rahlens)

Man schreibt das Jahr 2264. Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird. Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet? Bald muss Finn sich entscheiden – für die Liebe oder für die Zukunft …

„Finding Sky- Die Macht der Seelen“ (Joss Stirling)

Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf … und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat …

„Ich bin der Herr deiner Angst“ (Stephan M. Rother)

«In unserem Job bekommt man eine Menge Tote zu sehen. Das Bild aber, das sich uns hinter der Tür im ‹Fleurs du Mal› bot, wird mich bis an das Ende meines Lebens begleiten. Viele unserer Leichen sehen so aus, als würden sie schlafen. Das war hier nicht der Fall.» Ein in jeder Hinsicht verstörender Mord führt die Ermittler Jörg Albrecht und Hannah Friedrichs ins Hamburger Rotlichtviertel: Das Opfer war ein Kollege, und es wird nicht das letzte sein. Die Taten nehmen an Grausamkeit zu. Und alle haben sie mit den dunkelsten Geheimnissen der Opfer zu tun, ihrer größten Angst. Irgendwann keimt in Albrecht eine Erinnerung: Der Traumfänger-Fall. Seit dreißig Jahren schlummert er in den Akten. Seit dreißig Jahren sitzt der Täter in der Psychiatrie. Wie es scheint, hat der Alptraum gerade erst begonnen…

„Nur 6 Tage“ (Philip Webb)

Solange Cass denken kann, muss sie sich schon durch die Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle anderen Räumer. Denn ihre Aufgabe ist, das Artefakt zu suchen, an das niemand so richtig glaubt. Bis auf Cass‘ kleinen Bruder Wilbur, aber der spinnt sowieso ein bisschen. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Peyto und Erin auf. Sie sind Schläfer und kommen aus einer anderen Zeit. Und sie glauben, dass nur Wilbur ihnen helfen kann. Denn auch sie sind auf der Suche nach dem Artefakt. Nur gemeinsam haben die vier eine Chance, es zu finden. Doch sie müssen sich beeilen. Ihnen bleiben genau sechs Tage, sonst wird die Welt untergehen …

Am Donnerstagabend -direkt nach meiner Ankunft in Leipzig- waren wir zum Österreicher Krimi Leseabend im Landgericht, wo uA Ursula Poznanski aus „Fünf“ las. Ganz klar, da gehörte diese Veranstaltung zum Pflichtprogramm.
Nach der Lesung konnte man sich sein Buch signieren lassen, was ich natürlich auch gemacht habe 😉

Der Freitagabend stand ganz im Zeichen der Fantasy. Im Leipziger Stadtbad (übrigens eine super tolle Location!) fanden dazu gleich mehrere Lesungen statt. Darunter auch mit Holly Jane Rahlens, die aus „Everlasting – Der Mann, der aus der Zeit fiel“ las. Übrigens eine der unterhaltsamsten Lesungen an diesem Messewochenende! Dort hatte man ebenfalls die Gelegenheit, sich sein Buch signieren zu lassen:

Am Samstagabend wurde es dann wieder „kriminell“. Es fand ein Leseabend mit verschiedenen Lesungen aus dem Bereich Krimi statt, ebenfalls im Leipziger Stadtbad. Mit dabei -und der Hauptgrund dafür, dass wir dort waren- war die Lesung mit Rita Falk, die Auszüge aus Kommissar Eberhofers neuestem Fall „Schweinskopf al dente“ las. Auch hier stand ich anschließend natürlich Schlange um mir das Buch signieren zu lassen.

Auch eine Reihe Autogramme durften mit nach Hause. Von Bettina Belitz, die aus „Dornenkuss“ gelesen hat, von Jennifer Benkau, die aus „Dark Canopy“ las und von Michael Holtschulte, der im Comic-Bereich der Messe seinen Stand hatte.

Und so sieht die Tod-Karte auf der Rückseite aus.
Ich bin eben Tod-Fan 🙂

Noch mal ganz lieben Dank!
🙂

26.03.11 – Neu im Regal

bzw im Augenblick „Neu im Karton“ 😉

Nachdem ich auf der Leipziger Buchmesse Claudia Kerns Lesung aus diesem Buch gehört hatte, war ich sofort begeistert davon!

Ich danke dem Panini Verlag ganz herzlich für das Rezensionsexemplar!
Dieses Buch wird zu den ersten gehören, die ich nach dem Umzug lesen werde…wenn es nicht sogar DAS Erste wird 🙂

Sissi – Die Vampirjägerin – Scheusalsjahre einer Kaiserin

Wien – Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Donaumonarchie erholt sich von den Ereignissen der Märzrevolution und ist peinlichst darauf bedacht, das Reich von Anarchisten freizuhalten. Es ist die Zeit des sogenannten „rothosigen Leutnants“, Franz-Joseph I. Soldat, Kaiser und … Vampir. Nur wenige Eingeweihte wissen, dass nahezu der gesamte Hochadel Europas von uralten Vampirclans durchsetzt ist, die unerkannt von ihren Untertanen, die Geschicke der Welt lenken. Toleriert und unterstützt von menschlichen Handlangern, achten sie auf die Einhaltung jahrhundertealter Machtgefüge. Doch es gibt eine kleine Gruppe von Menschen, die sich zum Ziel gesetzt hat, dem Treiben der Blutsauger ein Ende zu bereiten. Zu ihnen gehört Herzog Max Joseph in Bayern, der seine beiden Töchter Helene und Elisabeth insgeheim zu tödlichen Waffen gegen die Untoten ausbildet. Sie sollen direkt in das Herz der Vampir-Monarchie vorstoßen und sie vernichten. Eine zunächst unscheinbare Romanze der jungen Elisabeth hat das Potenzial die Fundamente einer ganzen Welt zu erschüttern …

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