Pandoras Play

Schattensaiten (12) – Nachthall

Titel: Schattensaiten (12) – Nachthall / Verlag: Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Matthias Felling, Dagmar Bittner, Maria Tzankow, Horst Kurth ua

Inhalt: Als Anne mit ihrer Freundin Hanna einkaufen geht, passiert etwas Sonderbares: Hanna hat auf einmal nicht nur ihren Nachnamen, sondern auch noch ihre Anschrift und ihre Telefonnummer vergessen. Und sie ist nicht die einzige. Etliche Leute haben auch Teile ihres Gedächtnisses verloren. Steckt vielleicht wieder die geheimnisvolle Wahrsagerin Madame Medusa dahinter?


Und da ist auch schon die nächste Folge der Reihe! Allerdings muss ich gestehen, dass ich mich hier schnell gefragt habe, ob Pandora’s Play die Ideen ausgehen. Immerhin trifft man mehrere alte Bekannte wieder. Eine davon hat man vor gar nicht allzu langer Zeit erst kennengelernt. Und während damals zahlreiche Menschen erblindeten, verlieren dieses Mal viele ihr Gedächtnis. Klingt schon arg ähnlich und nur ein bisschen anders.
Insgesamt stimmt das auch, trotzdem ist die Story absolut kein Abklatsch der “Augenlichter”, sondern bringt einige neue und unverbraucht wirkende, phantasievolle Ideen ins Spiel. Speziell die Sache mit dem Nebel hat mir sehr gut gefallen. Ich mag einfach unheimliche Storys, in denen Nebel eine Rolle spielt. Und unheimlich geht es hier durchaus hin und wieder zu.
Gefallen hat mir außerdem, dass Madame Medusa scheinbar zu jemandem wird, den man vielleicht noch mal in der Serie antreffen wird. Ich mag diese Figur gerne, sie hat so das gewisse Etwas und in dieser Geschichte ändert sich ihre Haltung den Freunden gegenüber deutlich. Umgekehrt natürlich auch!
Rigurd spielt hier ebenfalls eine Rolle, aber keine anllzu wichtige, was ich gut fand. Nachwievor gehören die Episoden, die hauptsächlich dort spielen, nicht gerade zu meinen Favoriten. Daher müssen die neuen Folgen für mich auch nicht zu intensiv darauf eingehen. Wer diese Parallelwelt jedoch mag, wird sich über diese kleine Anspielung sicher freuen.

Die Sprecherliste ist überraschend umfangreich. Als Madame Medusa ist weiterhin Dagmar Bittner zu hören, die sowohl den geheimnisvollen Ton der Wahrsagerin drauf hat, als auch den sympathischen Ton, wenn sie sich mit den Freunden unterhält oder den energischen, wenn sie etwas plant. Stephanie Preis alias Hanna konnte mich leider nicht von sich überzeugen, sie klingt selbst für meinen Geschmack zu gestellt. Dafür habe ich mich über das Widerhören mit Horst Kurth in der Rolle des Roman Selden gefreut. Seine dunkle Stimme passt zu dieser Figur.

Musikalisch reiht sich die Folge nahtlos in die Serie ein. Sie hat über die Zeit hinweg ihren eigenen Klang bekommen, der aufwendig, mystisch und so einfach schön daherkommt. Die Geräuschkulisse ist ebenfalls in Ordnung. So kann man sich leicht alles vorstellen.

Das Cover meiner CD sieht anders aus als das oben eingefügte. Die Szene mit den Freunden samt Auto im Nebel ist zwar sehr ähnlich, aber das Motiv ist nicht so übermäßig hell. Mir gefällt es in dem gedeckteren Stil besser. Da mein Scanner streikt, habe ich es abfotografiert und eingefügt.

Fazit: Auch wenn hier einiges an die “Augenlichter” erinnert, so hat man hier keineswegs einen Abklatsch davon im Player. Die Geschichte überzeugt mit neuen phantasievollen Ideen und sorgt damit ein weiteres Mal für Spannung und eine unheimliche Atmosphäre.

Hörgespinste (06) – Suici.de

Titel: Hörgespinste (06) – Suici.de / Verlag: Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Marco Göllner, Dagmar Bittner, Katharina von Daake, Jan Langer, Katja Behnke ua

Inhalt: Leonard und Beate Heidel sind entsetzt. Als sie in der Nacht von einem Theaterbesuch nach Hause kommen, finden sie ihre Tochter Fiona ohnmächtig vor ihrem Computer, auf dem Schreibtisch eine leere Flasche Alkohol und aufgebrauchte Packungen Aspirintabletten. Ein Selbstmordversuch. Wie konnte das passieren? Fiona hatte doch nie depressiv gewirkt, war immer ausgeglichen, fröhlich und hatte viele Freunde. Leonard Heidel kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur. Auf der Internetseite www.suici.de verabreden sich Jugendliche, Selbstmord zu begehen. Doch der Tod ist kein Ende: auch nach ihrem Ableben posten die Dahingeschiedenen noch Beiträge, schwärmen begeistert von der anderen Seite. Steckt der geheimnisvolle Anderland dahinter? Leonard beginnt Nachforschungen anzustellen. Kann er seine Tochter noch retten?


Endlich wieder eine neue Folge in dieser Reihe! Der Inhalt klang ganz nach meinem Geschmack und tatsächlich hat mir die Story wirklich gut gefallen. Der Selbstmordversuch von Fiona gibt ihren Eltern Rätsel auf und gemeinsam mit der Polizei und Freunden versuchen sie, Antworten auf ihre Fragen zu finden. Speziell Fionas Vater unternimmt aber auch mal alleine gewisse gefährliche Extratouren. Das sorgt genauso für Spannung wie die Sorge und die Angst um Fiona. Ich habe genau wie ihre Eltern so sehr gehofft, dass sie es trotz dramatischer Vorfälle schaffen wird. Und ich konnte ihren Eltern ihre Sorge gut nachfühlen. Ihre Sprecher bringen ihre ins Chaos gestürzten Gefühlswelten gut an den Hörer. Das reißt einen schnell mit.
Es hat Spass gemacht und es war spannend zu verfolgen, welche Entdeckungen Fionas Vater, sein Freund Mario und die Polizistin Saskia im Laufe der Geschichte machen. Dabei geht es lange Zeit wenig bis gar nicht übersinnlich zu. Als eine Theorie in diese Richtung auftaucht, kommt sie einem daher total unrealistisch vor. So unrealistisch, dass ich ehrlich darauf gewartet habe, dass mir die Story letztlich eine Figur präsentiert, welche hier falsch spielt und die Strippen hinter suici.de zieht. Daher war ich am Ende bei der Auflösung irgendwie auch etwas enttäuscht, denn dabei besinnt man sich wieder ganz auf den übersinnlichen Einschlag, der die Serie auszeichnet. Für mich war es bis dahin einfach zu übzeugend ein Thriller um so eine Auflösung gut zu finden. Ihren Reiz hat sie aber schon. Nur hätte ich es der Episode nicht übel genommen, wenn sie auch thrillermäßig geendet und man nur zuvor hier und da mit übersinnlich angehauchten Ideen dem Grundtenor der Reihe Rechnung getragen hätte.

Marco Göllner und Dagmar Bittner, die als Fionas Eltern zu hören sind, nimmt man ihre Sorgen und Ängste schnell ab. Der Vater stürzt sich oft in (teilweise blinden) Aktionismus und Marco Göllner verleiht ihm dafür eine raue Stimme und eine hier und da fast aggressiven Ton, bringt an anderen Stellen aber auch die Verzweiflung dieser Figur rüber. Dagmar Bittner schlägt wesentlich ruhigere Töne an, was einem beim Zuhören sofort traurig stimmt. Man fühlt sofort mit der Mutter mit. Dass sie aber auch lauter kann, beweist sie im Finale der Story.

Musikalisch hält sich die Folge zurück, versteht es aber mit ruhigen, eher leisen Stücken für Atmosphäre und Stimmung zu den einzelnen Szenen zu sorgen. Die Geräuschkulisse ist ebenfalls in Ordnung, da gibt es nichts.

Das Covermotiv rückt das Thema der Geschichte mit der Webseite und ihrem Titel und den Selbstmordutensilien klar in den Mittelpunkt. Man versteht sofort, womit man es bei der Story zu tun hat. Das ist toll. Leider sieht die Gestalt vor dem Rechner für mich aus wie eine Holzmarionette und nicht mal im Ansatz echt.

Fazit:  Eine coole und interessante Geschichte, die lange Zeit wie ein Thriller daherkommt. Spannend, düster, eben alle, was man von diesem Genre erwarten darf. Für mich hätte es ruhig dabei bleiben können, doch am Ende besinnt die Story sich auf das Übersinnliche, das diese Reihe eigentlich auszeichnet. Das hat durchaus seinen Reiz, aber etwas enttäuscht war ich doch.

 

Schattensaiten (11) – Die Blutwiese

Titel: Schattensaiten (11) – Die Blutwiese / Verlag: Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Matthias Felling, Maria Tzankow, Uve Teschner, Matthias Ubert ua

Inhalt: Eine unverhoffte Erbschaft – was für ein Glück! Zumindest denken das Anne, Daniel, Christian und Claudia, als sie davon erfahren. Doch schnell wird klar, dass das halb verfallene Haus am Rande des Teutoburger Waldes ein dunkles Geheimnis birgt. Warum kann sich der Anwalt auf einmal an nichts mehr erinnern? Und wer ist der unheimliche Mann, der Christian im Laden überfällt? Auf der Suche nach Antworten stoßen die Freunde auf eine alte Schuld: das Jahrhunderte lang gehütete Geheimnis des Schlacht auf der Blutwiese.


Diese Reihe ist für mich aus verschiedenen Gründen etwas ganz Besonderes und ich freue mich wie ein Schneekönig über jede neue Folge. Einer der Gründe dafür ist, dass sie in meiner “Ecke” spielt und auch für diese Folge hat man sich bei Pandora’s Play einer Geschichte aus der Gegend als Grundstein genommen. Die Geschichte um die Blutwiese. Wie sie gewesen sein könnte und welche Auswirkungen das Geschehen dort heute haben könnte, wenn man Übersinnliches zulässt. Ich hatte noch nichts von der Blutwiese gehört, werde mir die Gegend aber nach dem Hörspiel defintiv mal anschauen.
Mit einer unerwarteten Erbschaft kommt die Story in Gang und schnell wird klar, an dem abbruchreifen Haus hängt noch sehr viel mehr, das Anne gleich mitgeerbt hat. Das ist zunächst seltsam und geheimnisvoll und wirkt dann und wann auch ein bisschen unheimlich. Als die Freunde der Sache auf sehr charmante, manchmal etwas chaotische und teilweise oldschool wirkende Art auf den Grund gehen, kommen sie einer viel mehr tragischen Geschichte auf die Spur.
Ab hier spielen dann auch Rigurd und Rhangnarva wieder eine Rolle. Davon war und bin ich kein Fan, so sehr ich die Reihe auch mag. Zum Glück bleibt die Handlung aber ganz im Hier und Jetzt, worüber ich froh war.
Eine witzige Idee ist ein gewisser Vogel und vor allem die Schutzmaßnahmen, die die Freunde seinetwegen ergreifen. Und auch in den Dialogen findet sich mancher Anlass für ein Schmunzeln. Sowas mag ich immer gerne.

Die Sprecherliste ist erfreulich kurz. Matthias Felling, Maria Tzankow, Katja Behnke und Klaus Brandhorst sind natürlich mit von der Partie und nachwievor finde ich Daniel, Anne, Christian und Claudia Dank ihnen einfach nur sympathisch. Matthias Ubert gelingt es, seiner Figur etwas Geheimnisvolles und oft auch etwas Trauriges zu geben. Das passt einwandfrei. Uve Teschner vermittelt ein gutes Bild von Pastor Rudolph und ich würde mich freuen, ihn in der Reihe mal wieder anzutreffen.

Neben den aus der Reihe bekannten Musikstücken sind hier auch neue, eher ruhige und melodiöse Stücke zu hören, die schnell Atmosphäre aufkommen und das Geschehen geheimnisvoll wirken lassen. Die Geräuschkulisse ist nicht gerade überbordend, aber alles Nötige um sich die Szenen vorstellen zu können, ist vorhanden.

Das Covermotiv ist wunderbar düster und mit dem Schatten an der Häuserfassade auch eine Spur gruselig. Umrahmt wird es vom vertrauten Rahmen, der im Stempunkstil gehalten ist.

Fazit:  Mir hat diese neue Folge wieder sehr gut gefallen. Eine spannende, leicht unheimlich, später tragische Geschichte mit viel Lokalkolorit. Und bei den lieb gewonnenen Figuren habe ich mich sofort wieder wohlgefühlt.

Schattensaiten (10) – Augenlichter

Titel: Schattensaiten (10) – Augenlichter / Verlag: Pandoras Play / Spielzeit: ca. 56 min / Sprecher: Katja Behnke, Dagmar Bittner, Aiga Kornemann, Mica Wanner ua

schatten10Inhalt: Ich kann nichts mehr sehen….ich bin blind….helft mir, bitte! Ein nächtlicher Anruf versetzt Daniel, Anne, Claudia und Christian in Aufruhr. Ihre Freundin Sara hat nach einem Besuch auf der Kirmes ihr Augenlicht verloren. Und sie ist nicht die einzige. Warum erblinden auf einmal etliche Kirmesbesucher? Und was hat die unheimliche Wahrsagerin Madame Medusa damit zu tun? Die Spur führt zu einem magischen Zirkel und in der Walpurgisnacht enthüllt sich ein dunkles Geheimnis: das Geheimnis der Augenlichter.


Es kann sich vermutlich niemand vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe, dass diese Reihe weitergeht! Die Serie, mit der ich damals in die Welt der Hörspiele auf CD eingestiegen bin. Alleine deshalb wird sie für mich immer etwas Besonderes bleiben. Und wegen des Lokalkolorits, denn Herford und Bielefeld liegen nur einen Katzensprung voneinander entfernt und ich kenne so manchen Schauplatz.
Zu meiner Freude spielt “Augenlichter” auch genau dort. Ich hoffe ja so ein bisschen, das Rhangnarva keine Rolle mehr in der Reihe spielen wird. Für mich ware das die schwächsten Folgen. Da lausche ich lieber solchen Geschichten wie hier. Die Idee mit den Augenlichtern gefällt mir sehr gut! Ich wüsste spontan nicht, dass mir sowas schon mal begegnet wäre.
Wieso erblinden die Kunden Wahrsagerin? Was steckt dahinter? Auf gewohnt clevere, ab und zu auch mal chaotische Art forschen Christian, Anne, Claudia und Daniel nach. Das ist spannend und macht Spass. Sie sind weder Meisterdetektive, noch die Ghostbusters, sondern ganz normale junge Leute, die immer mal wieder das Übersinnliche aus Bielefeld verjagen müssen. und das machen sie wirklich gut.
Beim Finale wird es dann nochmal so richtig gefährlich und speziell bei der Szene auf der Autobahn darf man ruhig mal in den Fingernägeln knabbern.
Ein wenig gruseliger hätte es für mich gerne sein dürfen. Vor allem bei den Szenen im Zelt der Wahrsagerin und später beim Hexeritual.

Mit Matthias Felling, Katja Behnkem Klaus Brandhorst und Maria Tzankow sind die vier vertrauten Hauptsprecher natürlich wieder am Werke. Und sie klingen trotz der langen Pause genauso wie eh und je. Ich habe mich sofort wieder wohlgefühlt in der Serie. Jaqueline Siebert übertreibt es bei ihrem Panikanruf in meinen Ohren etwas. Man versteht sie ja vor lauter Hysterie kaum noch. Dafür kann Dagmar Bittner als Madame Medusa punkten.

Auch was die Musik anbetrifft reiht sich die Folge nahtlos in die Serie ein. Es sind vertraute Stücke und Klänge zu hören, die die Serie für mich auszeichnen. In Sachen Geräusche habe ich die Folge als sehr mager bestückt empfunden. Da hätten mehr Kirmesklänge hingehört, eindeutig. Und die Geräusche bei besagter Autobahnszene passen erstens nicht immer zu dem, was die Dialoge beschreiben, und zweitens wiederholen sie sich unüberhörbar. Außerdem würde mich mal sehr interessieren, wieso nach dem Handygespräch von Schwester Hilde das Geräusch zu hören ist, als würde ein Hörer in einer Telefonzelle eingehängt?

Das Cover wirkt schön düster und geheimnisvoll. Was die Augenlichter aus dem Titel damit zu tun haben, erkennt man nicht auf Anhieb. So macht das Motiv neugierig.

Fazit:  Eine schöne und spannende Folge, die vor allem mit einer innovativen (in meinen Ohren) Idee punkten kann. Ich freue mich schon auf die nächste Episode.

Hörgespinste (05) – Kuckuckskind

Titel: Hörgespinste (05) – Kuckuckskind / Verlag: Pandora’s Play / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Katja Behnke, Dagmar Bittner, Sabine Kuse, Andy Suess ua

gespinste05Inhalt: Julia und Alice sind Schwestern Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch gibt es einen Grund für diese Unterschiede? Auf einem Ausflug nach Chicago entdeckt Alice ein Vermisstenplakat: mit dem Foto von ihrer Schwester Julia. Aber das vermisste Mädchen hat einen anderen Namen: Bess Hargrowe. Ist Julia vielleicht gar nicht die Schwester von Alice? Alice kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur.


Endlich geht es mit einigen meiner Lieblingsserien weiter. Beispielsweise mit den “Hörgespinsten”. Pandora’s Play wird bei mir immer per se einen Stein im Brett haben. Bielefeld ist nicht weit weg und mir gefällt es einfach, dass mehrere ihrer Hörspiele in unserer Gegend spielen. Deshalb habe ich Bauklötze gestaunt als ich feststellte, dass “Kuckcuckskind” in den USA spielt. Bitte, was soll das? Zahlreiche Autoren beweisen immer wieder, dass Krimis, Thriller und gruselige Geschichten auch problemlos funktionieren, wenn sie in Deutschland spielen. Und die Handlung von “Kuckuckskind” hätte hier genauso gut spielen können, da bin ich sicher. Das war der erste kleine Dämpfer für meinen Enthusiasmus.
Die Story an sich ist nicht übel. Ich habe schnell mitgerätselt, was mit Julia nicht stimmen könnte. Und auch wenn sie sich für mein Empfinden teilweise etwas in die Länge zogen, so fand ich Alice’ Nachforschungen doch ganz spannend. Allerdings hätte es sich für mich ruhig früher andeuten können, dass etwas Übersinnliches hinter all den Rätseln steckt. Das wird erst kurz vor Ende deutlich, dann aber so richtig. Gut, irgendwie rechnet man damit, wenn man die Reihe kennt, aber so ein bisschen Grusel zuvor hier und da hätte nicht geschadet. Ohne solche Elemente kann man auch einfach auf eine krimi- oder thrillermäßige Auflösung schließen, sodass man bei dem tatsächlichen Ende vor Überraschung wie vom Donner gerührt dasitzt. Das hätte man für mich zuvor gerne schon mal durchblicken lassen dürfen.

Dagmar Bittner gibt eine aufgeweckte und selbstbewusste Alice. Und Sabine Kuse in der Rolle von Alice’ Freundin Suzie steht ihr da in nichts nach. Maria Tzankow klang mir eine ganze Spur zu jung für eine Mutter von zwei Teenagern. Katja Behnke lässt Julia ernsthaft und ruhig klingen, was einen guten Kontrast zu ihrer pfiffigen Schwester bildet.

Musikalisch klang diese Folge für mich typisch nach Pandora’s Play. Die Hörspiele haben ihren eigenen Klang, das ist in meinen Ohren halt so. Aber der kann sich hören lassen. Es sind stimmige Melodien zu hören, die gut zu den jeweiligen Szenen passen.

Was mir das Covermotiv sagen soll, das habe ich mich schon gefragt als ich es zum ersten Mal sah. Es sieht zwar geheimnisvoll und mystisch aus, doch ein Zusamenhang zur Geschichte kann ich in keinem Element finden. Außer halt, dass es um ein Mädchen geht.

Fazit: Leider konnte mit das Kuckuckskind nicht so recht von sich überzeugen. Die Idee ist gut, aber die Story zieht sich teilweise schon sehr, und dass es mal in Richtung Übersinnliches gehen wird ist bis zum Finale nicht mal zu erahnen. Ein paar schaurige Momente zuvor wären nett gewesen, die hatten die vorigen Folgen auch. Und dann diese Sache mit dem Schauplatz. Wieso musste man dafür in die USA gehen?

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