Papagei

Benjamin Blümchen (130) – …und der sprechende Papagei

Titel: Benjamin Blümchen (130) – …und der sprechende Papagei / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 39 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Ulrike Stürzbecher, Katja Primel ua

ben130Inhalt: Benjamin, Otto und Stella fliegt ein sprechender Papagei zu. Sie bringen ihn zunächst in den Zoo, können seinen Besitzer aber nicht ausfindig machen. Die rätselhaften Sprüche des Papageis lassen die Freunde schließlich vermuten, dass er sie zu einem Schatz führen könnte. Mit Karla Kolumnas Hilfe machen sie sich auf die Suche.


Schon beim Titel hatte ich mich gewundert, wieso ein sprechender Papagei etwas so Besonderes sein soll. Immerhin dreht sich die ganze Serie um einen sprechenden Elefanten. Aber nun ist es eben so.
Der Papagei spricht allerdings ziemlich in Rätseln. Alles klingt arg piratig und so dauert es nicht lange, bis die drei Freunde darauf kommen, der Vogel könne sie zu einem Schatz führen. Wie in einer Schnitzeljagd geht es nun den Sprüchen hinterher durch Neustadt. Kommt das bekannt vor? Ja, klar! Das gab es nämlich schon in einer Folge, die da hieß: “Die Schnitzeljagd!” Nur ging es da nicht um einen Schatz oder Papagei. Um einen Schatz ging es dagegen in “Benjamin Blümchen findet einen Schatz”! Und so ist ruckzuck klar, alles aus dieser neuenn Folge ist so oder zumindest sehr ähnlich schon mal da gewesen. Nur dieses Mal piratig verpackt. Einfallsreich sieht anders aus!
Wieso man noch einen Mitschüler von Otto und Stella mit einbringen musste, verstehe ich auch nicht. Solche Figuren sind für mich wie Fastfood: sie halten nie lange vor. Und außerdem wirken sie oft wie ein Notnagel, weil einem nichts anderes eingefallen ist. Sicher hätte man da irgendwie im gewohnten Benjamin-Universum bleiben können.
Am liebsten in einem, in dem Stella nicht existiert. Die hat sich hier mal wieder total disqualifiziert bei mir. Benjamin und Otto erinnern sich an ihr Piratenabenteuer, dazu Stellas patziger Beitrag: “Eure alten Geschichten helfen uns auch nicht weiter! Außerdem war ich da noch nicht dabei!”
Na und??? Liebes Fräulein Naseweis Stella, es gab auch ohne dich tolle Ideen und sie ließen sich -auch wenn du es nicht glauben magst- auch ohne dich bestens umsetzen!

Es ist selten, aber der Nervfaktor von Papagei Papageno hält sich in Grenzen. Sonst nerven Vögel in Hörspielen ja meist gewaltig. Lieben Dank an Florian Hoffmann, der ihm keine nervige Stimme verleiht. Ulrike Stürzbecher gefällt mir als Karla Kolumna inzwischen ganz gut. Ab und zu klingt sie zwar noch bemüht, aber es wird seltener. Wenn ihr nun noch jemand die ewigen und meist unsinnigen -chen aus dem Text streicht, wäre ich noch zufriedener mit ihr.

Die Geräuschkulisse ist gewohnt gut. Nicht mehr als unbedingt nötig, aber alles vorhanden, was man braucht um sich das Geschehen vorstellen zu können. In meinen Ohren genau richtig für die junge Hörerschaft.

Auf dem Cover sind Benjamin, Otto und Karla zu sehen. Papageno natürlich auch. Aber wo ist Stella? Nicht da! Was hat sich Illustrator Wolfgang Looskyll nur dabei gedacht? Keine Ahnung! Aber ich finde es gut. So sieht mein Team aus dieser Reihe aus.

Fazit:  Alles schon mal da gewesen in der Reihe, dieses Mal eben ein bisschen piratig verpackt. Und selbst das Thema “Piraten” gab es in der Reihe bekanntlich schon mal. Nächstes Mal bitte wieder etwas einfallsreicher. Danke!

Bibi Blocksberg (104) – Der verhexte Bürgermeister

Titel: Bibi Blocksberg (104) – Der verhexte Bürgermeister / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz

Inhalt: Am „Schnuppertag“ sollen alle Schüler erste Einblicke in das Berufsleben bekommen. Bibi hat sich nicht selbst um einen Platz gekümmert und wird deshalb ins Rathaus geschickt. Natürlich gibt es sofort Ärger mit dem Bürgermeister und sie verhext ihn in einen Papagei. Doch der Bürgermeister erwartet sehr wichtigen Besuch für Neustadt. Was nun?


Ich finde ja, dass so ein “Schnuppertag” ins Berufsleben für die meisten jungen Bibi-Hörer noch ganz schön weit entfernt ist. Trotzdem keine schlechte Idee, so etwas mal aufzugreifen, denn irgendwann erwischt es jeden 😉 Dass Bibi ihren “Schnuppertag” ausgerechnet im Rathaus hat, ist ebenfalls etwas, das zwar nicht überrascht, aber doch einen gewissen Spaßfaktor verspricht. Der ist auch durchaus gegeben. Mir hat die Sightseeing-Tour durch das marode Neustadt ganz gut gefallen, zumal sie mit einigen spaßigen Szenen gespickt ist. Alleine Pichler als Bürgermeister ist schon ganz vergnüglich. Überhaupt nicht vergnüglich dagegen ist das Geschräbbele des Bürgermeister-Papageis! Was ist an Vögeln nur dran, dass sie in so ziemlich jedem Hörspiel wortwörtlich tierisch nerven?! Und wieso ausgerechnet ein Papagei? Das hatten wir in der Reihe doch schn mal!
Ein weiteres Lob gilt der Art, wie der “Falschspieler” hier angelegt ist. Mal einmal nicht sofort durchschaubar. Obwohl ich deutlich älter als 5 Jahre bin, bin ich nicht sofort dahintergekommen, was hier eigentlich gerade abläuft.

Normalerweise regt es mich ja immer tierisch (*haha*) auf, wenn Tiere von Menschen gesprochen werden. Hier macht das aber wenigstens Sinn. Roland Hemmo krakehlt sich also persönlich als Papagei “Bümi” durch die Geschichte. Ich höre ihn als Bürgermeister wirklich gerne, aber nicht als Papagei! Als edler Spender Herr Sorgefroh ist Olaf Reichmann zu hören, der ihn sehr sympathisch wirken lässt. Den kleineren Part der Frau Reich übernimmt Sonja Deutsch und auch sie wirkt sehr liebenswert.

Musik trifft man abgesehen vom Titellied wie gewohnt nicht an, dafür hatte ich den Eindruck, dass sich in Sachen Geräuschkulisse etwas getan hat. Für diese Reihe ist das Geschehen im Hintergrund im Freibad schon bemerkenswert ausgefeilt.

Also wenn Bümi Herrn Sorgefroh gegenüber ebenfalls mit Zylinder und Fliege flattert, hätte der eigentlich sofort durchschauen müssen, was los ist. Zumindest hätte er sich aber wundern müssen. Trotzdem, das Cover gefällt mir mal wieder. Schön bunt und detailreich und wenn man Bümi nicht hört, dann kann man ihn sogar niedlich finden.

Fazit: Es gab schon wesentlich schwächere Folgen als diese zu hören. Auch wenn Bümi nervt, so ist die Geschichte drumherum ganz unterhaltsam. Allerdings empfinde ich -als “alter” Hörer- sie auch wieder als irgendwie “seelenlos”. Es wirkt als schicke man Bibi von einem Abenteuer in das nächste. Dieses Gefühl eines großen Zusammenhangs zwischen den Folgen bekommt die Reihe offenbar nicht mehr hin. Es fehlt das Serien-Gefühl.

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