Percy Jackson

Percy Jackson (02) – Im Bann des Zyklopen (Rick Riordan / Marius Clarén)

Titel:   Percy Jackson (02) – Im Bann des Zyklopen / Verlag:   Lübbe Audio / Laufzeit:   ca. 310  min / 4 CDs / Buch:   Rick Riordan / gelesen von:   Marius Clarén

InhaltPercys siebtes Schuljahr verläuft einigermaßen ruhig. Wenn da nicht diese Albträume wären, in denen sein bester Freund in Gefahr schwebt. Und tatsächlich: Grover befindet sich in der Gewalt eines Zyklopen. Zu allem Übel ist Camp Half-Blood nicht mehr sicher: Jemand hat den Baum der Thalia vergiftet, der die Grenzen dieses magischen Ortes bisher geschützt hat. Nur das goldene Vlies kann noch helfen. Wird es Percy gelingen, Grover und das Camp zu retten?


Ähnlich wie in Band 1 begeben sich Pery und Annabeth auch in diesem zweiten Teil auf eine Art „Schautzsuche“. Nur muss dieses Mal kein Herrscherblitz, sondern das sagenumwobene Goldene Vlies gefunden werden um Camp Half-Blood und Grover zu retten, der von einem Zyklopen gefangen gehalten werden. Die Bezeichnung „Schatzsuche“ passt hier besser denn je, zumal Percy und Annabeth hauptsählich auf See unterwegs sind. Eine Seereise und die Suche nach dem Goldenen Vlies, da lässt deutlich die Argonautensage grüßen.
Es ist schön mitzuerleben, wie Rick Riordan den beiden alle nur erdenklichen Gefahren und Widersacher in den Weg stellt, die immer in Verbindung mit dem Götterglauben und der Mythologie der Griechen stehen. Kaum zu glauben, dass diese mythologischen Gestalten so problemlos die Bösewichte für eine ganze, eigentlich sehr moderne Geschichte stellen. So ist für abwechslungsreiche und außergewöhnliche Spannung, bei der man quasi nebenbei noch etwas lernt, bestens gesorgt. Und ein Schuss Humor fehlt natürlich ebenfalls nicht.

Marius Clarén legt sich in diesem Teil so richtig ins Zeug. Nicht nur, dass er den einzelnen Charakteren ohne stimmliche Verrenkungen einen eindeutigen Klang verleiht, nein, bei Bedarf brüllt und grollt er auch. Es macht einfach Spass, ihm zuzuhören.

Die kurzen Musikstücke zu Beginn und am Ende der CDs hätten der Geschichte auch zwischen verschiedenen Szenen ganz gut gestanden. Sie klingen mächtig, so wie es sich für eine Story um (Halb)götter gehört.

Das Cover zeigt erneut Percys Vater Poseidon und Percy selbst. Außerdem zwei Schafe, was mir besonders gefällt, da ich mich das Wesen der Schafe in der Geschichte am meisten beeindruckt hat. Damit sind einige der wichtigsten Elemente der Geschichte zu sehen. Im Inneren des Digipaks findet man unter Anderem ein Glossar der Charaktere, die in diesem Teil der Saga wichtig sind.

Fazit:  Ich finde „Im Bann des Zyklopen“ noch ein ganzes Stück spannender als Teil 1. Toll wie hier eine Abenteuergeschichte mit Elementen der griechischen Mythologie verwoben werden.

Percy Jackson (01) – Diebe im Olymp (Rick Riordan / Marius Clarén)

Titel:   Percy Jackson (01) – Diebe im Olymp / Verlag:   Der Hörverlag / Laufzeit:   ca. 309  min / 4 CDs / Buch:   Rick Riordan / gelesen von:   Marius Clarén

Inhalt:   Als sich Mrs. Dodds, die neue Mathelehrerin, in eine stinkende Furie verwandelt und über ihn herfällt, ahnt Percy schon, dass er sich schleunigst aus dem Staub machen muss. Auf der Flucht landet er im Camp der Halbblüter, wo die Kinder der Götter leben. Percy erfährt, dass er der Sohn des Poseidon ist. Große Aufgaben warten auf ihn: er soll sich auf die abenteuerlicher Suche nach dem Dieb des Blitzes Zeus machen. Wenn die Mission fehlschlägt, droht ein Krieg unter den Göttern.


Die Fantasy-Welt braucht neue Helden. Jetzt, wo die Harry-Potter-Saga abgeschlossen ist. Da musste etwas in dieser Richtung nachrücken. Und gewisse Parallelen sind auch nicht zu übersehen. Auch Percy hat nicht das glücklichste Leben und auch er weiß nichts von (einem Teil) seiner Eltern und seinen Fähigkeiten und seiner Herkunft. Doch während sich J.K. Rowling mit bodenständigen Hexen und Zauberern zufrieden gab, greift Rick Riordan mit Percy quasi nach dem Himmel. Denn Percy bekommt es gleich mit einer ganzen Reihe Götter zu tun. Unter ihnen droht ein Krieg, denn Zeus Herrscherblitz wurde gestohlen und Percy steht im Verdacht, der Dieb zu sein. Gemeinsam mit seinen Freunden Annabeth und Grover macht er sich auf die gefährliche Suche, auf der so manche Gefahr auf sie lauert. Außerdem ist Percys Mutter verschwunden und es ist zu befürchten, dass sie tot ist. Für Spannung ist also ganz klar gesorgt.
Aber auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Schon alleine deshalb, weil Percy die Geschichte ja erzählt und er hat eine recht pfiffige und amüsante Erzählweise, da macht das Zuhören richtig Spaß. Zudem sorgen die Sprüche von Grover und eine Reihe verrückter Ideen für jede Menge Spaß.
Was mir ganz besonders gefallen hat ist, dass in dieser spannenden und lustigen Story aber auch eine ganze Menge Wissen über die Götter und die Legenden um sie verpackt ist. Da kann man tatsächlich noch etwas lernen, als Kind ganz sicher, aber auch als Erwachsener.

Mit Marius Clarén hat man eine passend junge Stimme für dieses Hörbuch gewählt. Er bringt Percys lockere Erzählweise sehr gut rüber, verleiht ihm aber in spannenden oder actionreichen Szenen die passende Stimme. Schön fand ich, dass ihm sogar Stimmen für weibliche Charaktere sehr leicht zu fallen scheinen, oder eben auch die oft mächtigen und herrischen Stimmen der Götter.

Lübbe Audio hat’s ja sehr mit Digipaks, auch Percy Jacksons vier CDs sind so untergebracht. Sieht auch ohne Zweifel schick aus, doch ist es mir bei diesem Hörbuch zum ersten Mal passiert, dass es nur durch das Herausnehmen und Hineinschieben der CDs Schmurrer gegeben hat.
Das hatte ich nicht erwartet, ab und an ein Jewelcase wäre vielleicht doch ganz gut. Jedenfalls sind die Cd sehr schön aufgemacht mit dem Schatten des Poseidon im Hintergrund und davor die Schrift. Und das Innere der Hülle hält eine Art Glossar über die wichtigsten Götter und  göttlichen Kreaturen bereit, was ebenfalls praktisch ist.

Fazit:   Percy Jackson ist spannend und macht Spaß, ich werde die weiteren Folgen sicher auch anhören. Die Frage, ob er quasi „der neue Harry Potter“ sein kann, würde ich aber noch verneinen. Denn Percy fehlen dazu einfach noch die unzähligen phantasievollen und liebenswerten Details. Aber das kann ja in den nächsten Episoden noch werden.

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