Pergament

Bibi & Tina (85) – Das Geheimnis der Alten Mühle

Titel: Bibi & Tina (85) – Das Geheimnis der Alten Mühle / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 42 min / Sprecher: Arianne Borbach, Sven Hasper, Dorette Hugo, Susanna Bonasewicz ua

Inhalt: Bibi, Tina und Alexander trainieren heimlich mit ihren Pferden an der Alten Mühle, denn sie wollen in einer Show auf der Rotenbrunner Pferdemesse auftreten und damit alle überraschen. Während einer Pause finden sie im Innern der Mühle ein altes Pergament. Unfassbar: Dort steht etwas über eine Goldader ganz in der Nähe!


Es ist ja immer so eine Sach damit, etwas für sich zu behalten. Oft genug geht das doch schief, so auch hier. Und bald schon ist der ganze Ort auf Schatzsuche nach dem angeblichen Gold. So kann man gleich mitfiebern, ob sich tatsächlich Gold finden lässt. Und natürlich, ob die Freunde es schaffen, die Leute wieder zur Vernunft zu bringen. Dabei kommt wirklich eine Spur Goldgräberstimmung auf.
So richtig spannend und dramatisch wird es dann aber erst etwas später. Tina, Holger, Graf von Falkenstein und Alex geraten in eine wirklich bedrohliche Situation. Und alles nur wegen dem angeblichen Schatz!
Ein Glück nur, dass es Bibis Hexennase gibt, die in solche Situationen juckt, sodass Bibi ahnt, dass etwas passiert sein muss. Von Hexerei ist bis dahin weiter nichts zu hören, was ich erstmal recht schade fand. Aber es ist ein guter Augenblick um den Hörer wieder an Bibis Talent zu erinnern. Und da sie auf dem Martinshof eigentlich gar nicht hexen darf, ist es auch nicht allzu abwegig, dass es bis dahin kein Thema ist.
Auch die Pferde spielen hier keine sonderlich große Rolle, obwohl sie speziell am Anfang und am Ende mit von der Partie sind. Aber es ist halt eine Geschichte, die sich nicht in erster Linie um sie dreht. Dafür ist es eine schöne Abenteuergeschichte, die mir gut gefallen hat.

Neue Sprecher sind hier nicht anzutreffen, von zwei Ferienkindern abgesehen. Die gesamte Folge wird also von den vertrauten Stammsprechern bestritten, wobei es mir besonders gefallen hat, mal so viel von Graf von Falkenstein, also Sven Riemann zu hören. Klingt er sonst oft so hochnäsig, so erlebt man ihn hier auch mal von einer anderen Seite. Sonst sind natürlich Susanna Bonasewicz und Dorette Hugo zu hören, sowie Marius Clarén, Arianne Borbach und Sven Hasper.

Musik gibt es wie gewohnt ausser dem Titellied nicht weiter zu hören, dafür ist die Geräuschkulisse einwandfrei.

Das Covermotiv gefällt mir ebenfalls. Es macht neugierig, wie sich die Freunde über das Pergament beugen. Im Hintergrund ist natürlich passend zum Titel ein Teil der Mühle zu sehen. Und auch ein Pferd ist mit dabei.

Fazit:  Die Pferde spielen hier keine so große Rolle, gehext wird auch lange nicht, dennoch hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist spannend und lässt Goldgräberstimmung aufkommen. Und es ist auch mal schön, nur die bekannten Hauptsprecher zu hören.

Die drei ??? (160) – Geheimnisvolle Botschaften

Titel:  Die drei ??? (160) – Geheimnisvolle Botschaften / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Tanja Geke, Wolfgang Pampel, Oliver Rohrbeck, Simon Jäger ua

ddf160Inhalt: Der Raub eines alten handgefertigten Buchs stellt die drei ??? vor ein Rätsel. Denn im Haus von Professor Mathewson hätte es weitaus wertvollere Beute gegeben. Kaum beginnen Justus, Peter und Bob zu ermitteln, stecken sie schon bis zum Hals in Schwierigkeiten: Ein geheimnisvoller Gegner ist ihnen stets einen Schritt voraus und schreckt vor nichts zurück.


Ich glaube, ich habe das noch nie als ersten Satz in einer Rezi zu dieser Reihe geschrieben, also ist es heute Premiere: diese Folge hat mir richtig gut gefallen.
Für manchen ist der Raub eines alten und schönen Buches vielleicht nichts Weltbewegendes, doch für mich als Fan von Buch und jeder Art Papierwaren war diese Idee genau richtig. Handgeschöpftes Papier, Pergament, alte (Notiz)bücher, solche Dinge mag ich und entsprechend hat mich der Aufhänger dieses Falls begeistert.Ich fand es außerdem interessant, was man früher mit bereits einmal beschriebenen Bücherseiten angestellt hat um sie erneut nutzen zu können. Davon hatte ich noch nicht gehört.
Außerdem lässt dieser Fall sich tatsächlich mal mit dem an, was ich gerne als Ermittlungsarbeit bezeichne. Mir gefällt es immer besser, wenn die drei Detektive wirklich ermitteln, statt sich drei Viertel einer Geschichte über einem Rätsel oder Gedicht die Köpfe zerbrechen. Das kommt dann später allerdings auch in dieser Folge noch, wobei es wenigstens keine haarsträubenden Methoden braucht um zur Lösung zu kommen. Ganz im Gegenteil fand ich es verblüffend einfach zu erkennen, wie man das Rätsel lösen muss. Dafür braucht es nun wirklich nicht Justus’ Genie! Witzig fand ich es , dass man hier gleich zweimal auf den Gedanken kommen könnte, der Fall sei gelöst. Da fragt man sich dann schon, was denn da in der restlichen Zeit noch kommen soll. Somit überrascht die Handlung gleich auch noch ganz gut. Und der große Showdown auf dem Friedhof bringt schließlich noch einen Funken Schauerlichkeit mit in die Sache.

Mir hat Tanja Geke alias Barbara hier sehr gut gefallen und ich würde mich igendwie freuen, sie in einer weiteren Folge mal wieder anzutreffen. Mit ihrer munteren Stimme bringt sie Pep in die detektivische Truppe. Stephan Schwarz gelingt es, einem ein Bild des Professors zu vermitteln, das alle andere als langweilig und staubtrocken wirkt. Wie man es vielleicht im ersten Moment annimmt. Monika Freisfeld-Pampel habe ich die asiatische Herkunft von Shu-Liin nicht wirklich abgenommen. Der Azent klingt nach einer bunten Mischung von Akzenten, aber kaum asiatisch. Wolfgang Pampel lässt Kumpane Alan Jones da in Sachen Boshaftigkeit wesentlich überzeugender klingen.

Auch musikalisch hat mir die Folge gefallen. Mal Stücke, bei denen ich nicht das Gefühl hatte, sie schon mal irgendwann vorher in der Reihe gehört zu haben. Schöne düstere Melodien, die gut auf die Szenen abgestimmt wurden und so für Atmosphäre sorgen. Geht doch!

Eine schattenhafte Hand, die nach einem alt wirkenden Buch greift. Ein schönes und vor allem passendes Motiv.

Fazit:  Sicher nicht der spektakulärste Fall, aber mir hat er thematisch sehr gut gefallen. Noch dazu stellen die drei anfangs tatsächlich Nachforschungen an, und das Rätsel später ist auch für weniger helle Köpfchen als Justus zu durchschauen.

 

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