Pferd

Bibi & Tina (74) – Spuk im Wald

Titel: Bibi & Tina (74) – Spuk im Wald / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Dorette Hugo, Susanna Bonasewicz, Sven Hasper, Oliver Rohrbeck, Noah Wiechers ua

bt74Inhalt: Geister im Falkensteiner Forst? Bibi und Tina machen sich mit Alex und Freddy über diese Gerüchte lustig und erschrecken sich bei einem Zeltausflug immer wieder gegenseitig zum Spaß. Doch dann geschehen seltsame Dinge auf dem Martinshof: Sachen verschwinden aus dem Stall, seltsame Geräusche sind zu hören. Spukt es etwa doch?


Dank des Titels hatte ich mich auf diese Folge sehr gefreut. Mit Spuk und Grusel kann man mir immer kommen, auch wenn es hier natürlich auf die junge Hörerschaft abgestimmt sein würde. Das war mir klar und es wäre auch gar kein Problem gewesen. Allerdings finde ich, dass es in der Geschichte keinen einzigen auch nur ansatzweise schaurigen Moment gibt. Anfangs fragt man sich zwar, was im Wald vor sich geht, aber das ist allenfalls geheimnisvoll. Und auch die Geschichten, die sich Bibi, Tina, Alex und Freddy eim Zelten erzählen als sie dem “Spuk” auf den Grund gehen wollen, sind kein Stück schaurig. Nicht mal für Kinder!
Und als sich dann herausstellt, was im Wald vor sicht geht, erlebt die Handlung eine komplette Drehung hin zu einer Story, die mit Spuk nicht mal das Geringste zu tun hat.
Stattdessen bekommt man eine Geschichte zu hören, die einfach typisch “Bibi & Tina” auf dem Martinshof ist. Es geht um Kinder und ein Pferd, denen geholfen werden muss, was Bibi und Tina natürlich sofort in Angriff nehmen. Und nach einigem Hin und Her ist selbstverständlich auch eine Lösung gefunden.
Das ist zwar nicht schlecht, denn diese Reihe besteht ja aus Reiterhof-Geschichten, aber erstens ist es nicht spannend und zweitens sicher nicht das, was man bei diesem Titel erwartet. Und dabei kann die Serie es durchaus, für ein wenig Grusel zu sorgen. Das hat beispielsweise “Das Gespensterpferd” bereits vor Langem bewiesen.

Neben Dorette Hugo, Susanna Bonasewicz und Sven Hasper ist in dieser Folge mal wieder Freddy mit dabei, gesprochen von Oliver Rohrbeck. Es ist zwar immer etwas eigenartig für mich Mister Allwissend Justus Jonas in dieser Reihe anzutreffen, aber es bringt halt auch eine gewisse Würze hinein. Ich höre gerne von Freddy, da er auf mich erwachsener wirkt als Bibi, Tina und Alex. Die beiden Kinder mit dem armen Pferd werden von Gina Stiebitz und Noah Wiechers gesprochen. Gina Stiebitz habe ich dabei als sehr lebendig und engagiert empfunden, während mir Noah Wiechers zu emotionslos rüberkam angesichts dessen, was seinem Pferd droht.

Die Geräuschkulisse geht in Ordnung solange sie nicht versucht, für Gruselstimmung zu sorgen. Denn das gelingt ganz klar nicht. Die übrigen Reiterhof-Geräusche sind aber gewohnt gut und wird junge Pferdefans einmal mehr begeistern können.

Das Cover gefällt mir. Ich finde, es sieht nach einer schönen, schaurigen Geschichte aus mit dem nächtlichen Wald, den Fledermäusen im Hintergrund und den leicht verschreckten Mienen der Freunde. Es ist also nicht nur der Titel, der in die Irre führt.

Fazit: Dieser Spuk ist leider keine Sekunden lang gruselig. Nicht mal für Kinder. Und es dauert gar nicht lange, dann steht der Spuk auch gar nicht mehr im Mittelpunkt. Dann hat man einmal mehr eine typische Martinshof-Geschichte im Player, die nicht weiter besonders ist. Schade!

Ostwind – Zusammen sind wir frei (Filmhörspiel)

Titel: Ostwind – Zusammen sind wir frei / Verlag: der Hörverlag / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Hanna Binke, Marvin Linke, Jürgen Vogel, Marla Mrnn, Amber Bongardt ua

ostwindInhalt: Mika ist stinksauer. Weil sie die Versetzung in die nächste Klasse nicht geschafft hat, heißt es, den Sommer lang zu büffeln – und das ausgerechnet auf dem Pferdegestüt ihrer strengen Großmutter. Doch in der dunkelsten Box des Pferdstalls findet sie dort den wilden und scheuen Hengst Ostwind, den weder die beste Springreiterin am Hof noch Mikas Großmutter bändigen können. Das wird der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft, denn Mika entdeckt ihre ganz besondere Gabe: Sie spricht die Sprache der Pferde! Wird sie es schaffen – entgegen aller Widerstände – Ostwind zu zähmen?


Seit Langem mal wieder ein Filmhörspiel, das seinen Weg zu mir gefunden hat. Angesprochen hatte mich in erster Linie das Cover, das ich wirklich schön finde. Was nun nicht heißen soll, dass die Geschichte nichts taugt! Sie ist ebenfalls schön, hat ihre spannenden, lustigen und zu Tränen rührenden Szenen, und wird jedem jungen Pferdefan das Herz im Leibe hüpfen lassen. Eines ist sie aber eben auch: vom Prinzip / Verlauf her nicht unbedingt neu. Geschichten um solch innige Freundschaften zwischen einem Mädchen und einem Pferd findet man zu Hauf in Buchhandlungen in der entsprechenden Ecke für pferdeverrückte junge Leser. So gesehen kann man mit “Ostwind” nichts falsch machen, wenn es zB als Geschenk für so jemanden gedacht ist. Derjenige käme hier voll und ganz auf seine Kosten. Ich bin jetzt nicht ganz so pferdeverrückt, aber mir hat “Ostwind” inhaltlich doch vergnügliche 80 Minuten bereitet.
Knackpunkt ist für mich dabei allerdings gewesen, wie der Film in’s Hörspielformat geholt wurde. Sitzt man im Kino oder vor dem Fernseher, sieht man natürlich gleich wie es an den Schauplätzen aussieht, wie die Personen sich zeigen usw. Das alles muss hier erzählt werden, und das ist eine ganze Menge. So kam bei mir der Eindruck auf, dass die Geschichte eigentlich wie ein Hörbuch erzählt / gelesen wird, während die Sprecher nur gelegentlich einen oder mehrere Sätze einstreuen. Da wurden halt die Filmszenen eingefügt. Das klingt entsprechend auch ganz anders und so klang es mir anfangs in den Ohren wie Flickschusterei. Man gewöhnt sich nach und nach zwar daran, aber der Eindruck eines unsteten Darbietung ist och zurückgeblieben.

Erzählerin Cornelia Dörr hat also eine ganze Menge zu tun mit ihren Beschreibungen. Da sie eine angenehme und warme Stimme hat, habe ich ihr aber doch ganz gerne gelauscht. Ihre Stimme passt -wie ich finde- gut zu dieser Geschichte. Außer ihr sind natürlich die Schauspieler aus dem Film zu hören, und ich denke, dazu muss man dann auch nicht mehr viel sagen. So wie sie im Film ihre Charaktere glaubhaft rüberbringen, so gelingt es logischerweise auch in diesem Hörspiel, das ja lediglich eine Aufnahme des Films ist. mit dabei sind zB Jürgen Vogel, Detlev Buck, Nina Kronjäger und Hanna Binke.

Musikalisch gibt es eine schöne und passende Mischung zu hören, der man es anhört, dass beim Soundtrack des Films viel Wert darauf gelegt wird. Geprägt ist er von meistenteiles rhythmischen Stücken, aber zu entsprechenden Szenen sind auch ruhigere Stücke zu hören. Die Geräusche bezieht das Hörspiel aus dem Film, was manchmal etwas dürftig klingt.

Ein hübsches Mädel und ein wunderschönes Pferd, das schaut man sich doch gerne an. Geht mir jedenfalls so. Im Booklet findet man Bilder aus dem Film, die Lust darauf machen, ihn sich anzuschauen. Ich werde das wohl auch, aber erst wenn er auszuleihen ist.

Fazit: Eine schöne geschichte mit spannenden und rührenden Momenten, die Pferdefans begeistern wird. Mir hat sie auch ganz gut gefallen. Allerdings scheinen Filmhörspiele nichts für mich zu sein, da ich mich an diesem Übermaß an Erzählung mit den eingestreuten Filmszenen gestoßen habe. Dann doch lieber ein Hörbuch.

 

H2O – Plötzlich Meerjungfrau (18) – Hochmut kommt vor dem Fall / Nachhilfestunden

Titel: H2O – Plötzlich Meerjungfrau (18) – Hochmut kommt vor dem Fall / Nachhilfestunden / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher:

Hochmut kommt vor dem Fall
Emma ist genervt: Sie soll ihren kleinen Bruder Elliot zum Reitunterricht begleiten. Doch Elliots Reitlehrer Ash ist ein attraktiver, charmanter junger Mann. Aber wie Emma nun mal ist, fängt sie nicht an, mit Ash zu flirten, sondern spielt die unnahbare Alleskönnerin. Das hat peinliche Momente für Emma zur Folge und gefährdet sogar ein Pferd. Lewis hat ganz andere Probleme. Er ist für den Nachwuchsforscher-Preis nominiert und die Verleihung soll in großem Rahmen stattfinden. Lewis fragt Cleo, ob sie ihn begleitet, aber Cleo lehnt ab. Charlotte bringt sich selbst als Begleitung ins Spiel und Lewis sagt überrumpelt zu. Doch dann überlegt es sich Cleo anders…

Nachhilfestunden
Cleo ist unglücklich: Sie ist durch die Biologieprüfung gerasselt. Sie weiß auch, woran es gelegen hat: Ihr fehlt das Lernen mit Lewis. Trotzdem will sie ihn nicht um Hilfe bitten. Cleos Vater überredet den Biologielehrer, dass sie die Prüfung wiederholen darf. Ein Wochenende vor der Prüfung bekommt Cleo Nachhilfe. Und das ausgerechnet von Charlotte! Die Meerjungfrauen fürchten, Charlotte könnte ihr Geheimnis lüften. Erst recht, als sie erfahren, dass Lewis mit Charlotte einen Ausflug nach Mako Island unternehmen will…


Und wieder einmal zwei Geschichten, die mit dem Meerjungfrauenleben der Freundinnen eher wenig zu tun haben. Trotzdem hat mir vor allem “Hochmut kommt vor dem Fall” gut gefallen. Mit dem Reiterhof kommt mal ein neuer Schauplatz in die Reihe, und auch Ash würde ich gerne mal wieder antreffen. Ich fand ihn sehr sympathisch. Eingebettet in die Story ist außerdem so ein erstes Thema wie Verantwortung. Das finde ich gut in einer Reihe für junge Hörer. Ich habe nur nicht verstanden, wieso Emma sich so zickig anstellt 😉
“Nachhilfestunden” ist mehr so eine typische Teenie-Story mit einem bunten Beziehungs-Hin-und-Her, Eifersüchteleien und Zickenkrieg. Wenn man es mag…mein Fall ist das nicht. Und schon deshalb wollte bei mir auch keine Spannung aufkommen, ob Charlotte vom Geheimnis der Mädchen etwas erfährt. Das war mir zu nebensächlich.

So gut wie mit Ash als Charakter gefallen hat, so sehr gefiel mir auch seine Stimme, die ihm Tobias Schmidt leiht. Schön ruhig, recht tief, eben einfach angenehm anzuhören. Kristina von Weltzien bringt für mich mit Charlotte noch immer das gewisse Etwas mit in die Geschichten. Nur Joshua Augustin alias Emmas Bruder Elliot konnte mich nicht überzeugen, da er mir zu aufgesetzt klingt.

Die vertraute Musik- und Geräuschkulisse begleitet auch die 18. Folge der Reihe. Sie sorgt für das nötige sommerliche Flair und erheitert einem auch einen regnerischen Tag.

Dieses Covermotiv hat mich ganz schön überrascht. Wenn ich mit vielen gerechnet hätte, aber nicht mit einem Pferdemotiv. Aber es passt zu ersten Geschichte. Und wenn das Ash ist -wovon ich mal ausgehe- dann sollte Emma es sich doch noch mal dringend durch den Kopf gehen lassen, ob sie ihn wirklich so blöd findet.

Fazit: Halbe-halbe. Eine Geschichte hat mir prima gefallen, die andere war selbst für diese Reihe zu 0815.

Kati & Azuro (01) – Rettet Azuro!

Titel: Kati & Azuro (01) – Rettet Azuro! / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Ulli Potofsky, Carolin vn der Groeben, Nina Mölleken, Stephan Schleberger, Patricia Frey ua.

Inhalt: Nach dem Tod ihrer Mutter ist in Katis Leben nichts mehr so wie es mal war. Ihr Vater Ludger wagt mit dem Kauf eines Reiterhofs, dem Fasanenhof, einen Neubeginn. Doch schnell gerät der Hof in finanzielle Schwierigkeiten. Kati ist verzweifelt. Durch Zufall trifft sie auf Azuro – ein ganz besonderes junges Pferd, das sofort Katis Herz erobert und ihr neuen Mut gibt. Doch Azuro ist in Gefahr. Kati will ihn aus seiner aussichtslosen Situation befreien und stößt zusammen mit ihrer Cousine Cleo auf die grausamen Machenschaften eines Pferdehändlers. Werden die Mädchen es schaffen, Azuro zu retten?


Da ist nun also die erste Folge der neuen Europa-Serie, die sich in “TKKG” Folge 174 bereits ankündigte. Mädchen, Pferde, Abenteuer…mit dieser Mischung macht man bei jungen Hörerinnen an sich nur sehr selten etwas falsch. Und auch hier geht der Mix völlig in Ordnung. Die Unternehmungen um Azuro zu retten, sind recht spannend und die Themen “Pferde” und “Reiterhof” sind hier auch sonst nicht nur eitel Sonnenschein. Hier kommen auch ernste Aspekte zur Sprache wie beispielsweise Geldnot und Tierquälerei. So weit, so gut. Aber es gibt schon so ein paar Punkte, die mir bei dieser Auftakt-Folge nicht gefallen haben. Erstens mal: wie alt sollen Kati und Cleo denn nun sein? Sie unterhalten sich manchmal wie Teenager, führen sich eine Szene weiter dann aber auf wie gerade der Grundschule entkommen. Ganz speziell Cleo. Dann sind da auch noch die Verbrecher, die typischer kaum sein könnten. Und zuletzt: wieso muss der Oberbösewicht “Pain” mit Nachnamen heißen? Wieso trägt eine Tierschützerin den Kater-Namen “Mikesch” mit sich durchs Leben? Die übrigen Charaktere kommen doch auch mit Namen aus, die nicht sofort auf Charakter und andere Eigenschaften schließen lassen. Da hat es mit dem Abstand zu “TKKG” wohl nicht so ganz hingehauen…

In den Hauptrollen sind Carolin von der Groeben und Nina Mölleken zu hören. Mit ihnen habe ich gleich drei  Schwierigkeiten. Erstens kann ich sie -bisher- nur sehr schlecht auseinanderhalten, zweitens -man möge es mir verzeihen- klingen sie für mich eher nach Jungs als nach Mädchen, was ich unpassend finde. Und das sage ich, die sonst männlichen Stimmen jederzeit den Vorzug geben würde! Zum Dritten schwankt mir ihre Leistung zu sehr. Mal klingen sie eine ganze Szene lang wunderbar locker und überzeugend, wenig später könnte es gestellter kaum sein. Und auch mit Ulli Potofsky als Erzähler will ich einfach nicht so recht warm werden. Auch seine Betonung klingt mir häufig falsch in den Ohren.

Kann mir jemand erklären, was man sich bei dem Titellied gedacht hat? Seichter und nichtssagender geht es wohl kaum, da bleibt einem nichts im Ohr. Glücklicherweise wird es nur angespielt. Leider allerdings auch immer mal wieder während der Geschichte. Und auch bei den Geräuschen hat man es teilweise sehr einfach gemacht. Wenn die Mädchen laufen, klingt es nach trabendem Pferd. Da ist kein nennenswerter Unterschied feststellbar. Und die Pferde wiehern auch alle ziemlich gleich. Das kann Europa eindeutig besser!

Ja, die Gestalten auf dem Cover sind unübersehbar PC-gezeichnet, Details sucht man hier ebenso vergebens wie beim Hintergrund. Trotzdem, den Look dieser Folge mag ich mit den hellen winterlichen Farben. Da passt nicht nur zur Geschichte, sondern auch zu aktuelle Jahreszeit. Das Booklet stellt nicht nur Kati vor, sondern gewährt auch einen Einblick in das Verhalten von Pferden.

Fazit: Mich hat diese erste Folge leider nicht überzeugen können, auch wenn ich denke, dass sie bei den jungen Pferdefans ankommen wird. Mir sind aber zu viele Schwächen speziell bei den Hauptsprechern vorhanden und auch die Untermalung fällt sehr mau aus, speziell das Titellied. Hinzu kommen noch ein paar inhaltliche Mankos…nein, so geht das nicht.

Sternenschweif (17) – Die magische Versammlung

Titel: Sternenschweif (17) – Die magische Versammlung / Verlag: USM / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: Anita Hopt, Henry Dahlke, Annette Gunkel, Thordis Howe, Erik Borner u.a.

Inhalt: Nun ist Laura schon seit einiger Zeit Hüterin der Geheimnisse und sie konnte bereits vielen Einhörnern und ihren Freunden helfen. Da wird ihr eine Einladung zur magischen Versammlung überreicht – was für eine Ehre für Laura und Sternenschweif! Aber kommen bei all diesen Einhornabenteuern Lauras Freunde und ihre Familie auch nicht zu kurz …?


Bei dieser Serie bin ich Quereinsteiger. Diese Folge ist meine erste der Serie. Es ist mir aber nicht schwer gefallen, mich in der Handlung und bei den Charakteren zurechtzufinden. Dafür muss man nicht mit Folge 1 beginnen. Das Wichtigste bekommt man offenbar Folge für Folge noch mal kurz erklärt. Insgesamt würde ich “Sternenschweif” als eine Reiterhof- oder auch Pferdegeschichte bezeichnen, die mit Fantasy-Elementen angereichert ist. So verbirgt sich hinter dem unscheinbaren Pony ein Einhorn und es gibt noch viele weitere Einhörner und eine magische Welt, aus der sie stammen. Das diese Mischung bei den jungen Hörerinnen ankommt, kann ich mir gut vorstellen. Allerdings finde ich 72 Minuten Spielzeit schon sehr lang, vor allem wenn darin so wenig pasiert. Im Grund hat man hier nur zwei wesentliche Ereignisse, nämlich die Versammlung und das Auffinden eines verlorenen Kätzchens. Und ausgerechnet die titelgebende Versammlung ist holterdipolter abgehandelt, während der Rest der Story sich gaaaaanz viel Zeit nimmt. Auf die Versammlung war ich wirklich gespannt und ziemlich enttäuscht als die Passage so schnell herum war. Beim Rest kann von “spannend” oder unterhaltsam nicht gerade unbedingt die Rede sein. Wäre das Hörspiel nicht so lang, sähe das vermutlich anders aus.

Gestaunt habe ich auch über einige der Sprecher, zumal ich beim Hören nicht das Booklet zu Hand hatte. Die Sprecherliste hat dann später Licht ins Dunkel gebracht. Die jugendliche Charakteren, alles voran ausgerechnet Titelheldin Laura, werden von erwachsenen Sprechern gesprochen. Und das hört man natürlich. Sonngard Dressler und Nora Jokhosha hört man deutlich an, dass sie keine 11- oder 13jährigen sind. Und Anita Hopt dagegen, die Laura ihre Stimme leiht, verstellt diese so hoch und kieksig, dass es mehr nach Micky Maus klingt als nach einem Mädchen von 11 Jahren. Dagegen gibt es bei den Sprechern der erwachsenen Rollen nichts weiter auszusetzen. Vor allem Henry Dahlke alias Sternenschweif hat mir mit seiner warmen und sympathischen Stimme gut gefallen.

Die Untermalung fällt eher leise aus, oft sind Klavierstücke zu hören, und immer schwingt ein veträumter, märchenhafter Klang mit, der der Fantasy der Geschichte gut steht. Das Titellied prägt sich schnell ein und ist ganz nett anzuhören, das ist in Ordnung.

Mancher nennt es sicher “kitschig”, aber ich mag den Stil des Covers, und das obwohl ich nicht so ein Pferdegeschichten-Fan bin. Ich finde das Motiv sehr schön, vor allem wegen der Farbspielereien und dem Sternenkranz. Das wirkt phantastisch und magisch und passt so gut zu “Sternenschweif”.

Fazit: Mir passiert für 72 Minuten Spielzeit zu wenig in dieser Folge. Das hätte gerne kürzer ausgefallen dürfen, dann wäre wohl mehr Schwung drin gewesen. Und mit den erwachsenen Sprechern in den Kinderrollen bin ich auch nicht so recht warm geworden. Fans der Serie werden mit der Folge wohl zufrieden sein, mich hat sie -quasi als Einstieg in die Reihe- leider nicht überzeugen können.

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