Piraten

Lego City (10) – Küstenwache – Haie vor LEGO City

Titel: Lego City (10) – Küstenwache – Haie vor LEGO City / Verlag: Universum Kids / Spielzeit:  ca. 58 min / Sprecher: Marion von Stengel, Santiago Ziesmer, Ben Hecker, Peter Kaempfe ua

legocity10Inhalt: In LEGO City freut sich alles auf das große Strand- und Badefest. Auch Max und Eddie sind live dabei um in den City-News darüber zu berichten. Doch was ist das? Plötzlich tauchen Hai-Rückenflossen im Meer auf und alle Badegäste verlassen fluchtartig das Wasser. Die Küstenwache ist ratlos, denn Haie gibt es in dieser Gegend eigentlich nicht. Und dann entdeckt Max auch noch ein versunkenes Piratenschiff – aber er und Eddie sind nicht die Einzigen, die sich dafür interessieren.


Nach dem Besuch im Museum in der vorigen Folge, geht es mit dieser hier direkt an den Strand. Das passt natürlich gut zur aktuellen Jahreszeit und mit der ersten Szene kommt gleich sowas wie Urlaubs- und Strandfeeling auf. Max entdeckt beim Schnorcheln Haie! Damit geht es gleich spannend los. Die Küstenwache steht allerdings vor einem Rätsel, denn eigentlich gibt es vor Lego City keine Haie. Somit muss der Sache auf den Grund gegangen werden.
Im Gegensatz zu Eddie, Max und ihren Freunden von der Küstenwache erfährt man als Hörer schon bald, was und wer tatsächlich hinter den Haien steckt. Doch das tut der Spannung keinen Abbruch. Die Handlung teilt sich auf zwei Schauplätze auf. Bei Max, Eddie und der Küstenwache kommt es weiterhin zu rasanten und brenzligen Zwischenfällen und Entdeckungen. Und da man hier bereits spekulieren kann, ob sie oder die Piraten die ersten am Wrack sein werden, bleibt es auch noch spannend. Bei den Piraten geht es dagegen eher etwas geheimnisvoll zu mit einer alten Piratengeschichte. Und gelacht darf hier ebenfalls werden, denn wie üblich bei Bösewichten in Kinderhörspielen haben sie einen ziemlichen Deppen mit in der Crew.
Eines darf in einer Piratengeschichte selbstverständlich nicht fehlen, ein Schatz nämlich! Wieso sonst sollte ein altes Wrack so interessant für ein paar Piraten sein? Den gibt es natürlich auch hier. Mir hat in dem Zusammenhang besonders der Tauchgang von Max, Eddie und der Küstenwachse gefallen, der die Atmosphäre einer solchen Situation wirklich sehr gut einfängt und rüberbringt. Da fühlt man sich als wäre man dabei und ich kann mir vorstellen, dass gerade das den Kids prima gefallen wird. Ich fand es auch toll!

Der Sprechercast ist wie von der Reihe gewohnt eher überschaubar. Auf Kommissar Funkel muss man dieses Mal verzichten, aber Polizeihauptmeister Lornsen ist ein würdiger Ersatz. Gesprochen wird er von Peter Kaempfe. Dank eines ausgeprägten norddeutscher Dialekts beschwört er sofort das Bild eines echten Seebären herauf. Ihm zur Seite steht Kollegin Bella, jung und frisch zum Sprechen gebracht von Marion von Stengel. Ben Hecker alias Piratenkapitän Blei klingt zwar ganz schön brummig, aber nicht so, dass man sich alleine schon deshalb vor ihm fürchten müsste. Und Santiago Ziesmer mimt den etwas depperten Freddie, über dessen Unfähigkeiten als Pirat ich manches Mal schmunzeln musste.

In Sachen Musik wird abgesehen von Titellied einmal mehr gespart. Wobei hier zumindest in manchen Szenen ganz leise im Hintergrund etwas Musik zu hören ist und nicht nur bei den Szenenwechseln. Die Geräuschkulisse verdient ein großes Lob! Dank den Geräuschen fühlt man sich nämlich im Nu an den Strand, aufs Meer und an Bord eines Piratenschiffs oder U-Boots versetzt. Da weht der Wind, da knarren Schiffsplanken, ein Sonar ist zu hören und ein Schiffshorn ebenfalls. Sehr schön und stimmig!

Das Covermotiv vereint alle wichtigen Elemente der Geschichte. Allerdings finde ich, dass es mit dem Zusammenbau des Hais etwas zu viel verrät. Aber es ist wie immer schön, dass man sich ganz am Lego Spielzeug orientiert. Die Figuren und Haie wirken tatsächlich wie zusammengebaut. Mir gefällt das so, weil es so nahe an der Vorlage zur Hörspielreihe ist.

Fazit:   Eine durchweg spannende Geschichte, die einen mit einem stetigen Wechsel zwischen dem Geschehen über der Wasseroberfläche und dem Geschehen darunter bei Laune hält. So kann an beiden Schauplätzen mitgefiebert werden. Und durch eine alte Piratengeschichte und zahlreiche Geräusche, die einen sofort an’s Meer denken lassen, ist für echte Piratenstimmung gesorgt.

Hui Buh (18) – Der Fluch der Geisterinsel

Titel:  Hui Buh (18) – Der Fluch der Geisterinsel / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 67 min  / Sprecher: Stefan Krause, Christoph Maria Herbst, Waldemar Kobus ua

huibuh18Inhalt: Ein geheimnisvolles Gemälde, das König Julius auf dem Dachboden von Schloss Burgeck findet, verspukt die königliche Familie mitten in eine Seeschlacht. Sie geraten in die Gefangenschaft von Piraten und müssen sich gegen den gefährlichen Seeräuberkapitän Flint wehren. Gelingt es Hui Buh und seinen Freunden, den Fluch der Geisterinsel zu brechen? Eine Reise voller gespenstischer Abenteuer beginnt.


Ich bin ja an sicher kein Fan von Piratengeschichten. Deshalb hat es mich überrascht, dass mir diese Folge so gut gefallen hat. Dank eines geheimnisvollen Bildes landet die komplette Belegschaft von Schloss Burgeck mitten hinein in die Welt der Piraten. Und da wird alles geboten, was man von solch einer Geschichte erwarten darf: wilde Schlachten, rollende Rumfässer, bärbeißige Kapitäne und natürlich knarzende Schiffsplanken. Da ist Schwung und Action drin, und Dank zahlreicher Gefahren, die auf die Burgecker lauern, auch eine gute Portion Spannung. Hui Buh und Co. machen schwer was mit und das ist oft obendrein auch noch ganz schön witzig. Es besteht also keine Gefahr, dass die Piraten den jungen Hörern das Gruseln lehren. Und natürlich wollen Hui Buh und seine Leute auch wieder zurück in ihre Burg. Da habe ich mich lange gefragt, wie sie das anstellen wollen. Also kam auch aus dieser Richtung gut Spannung in die Sache.

Als Gastsprecher ist hier Waldemar Kobus in der Rolle des Käpt’n Flint mit von der Partie. Junge Piratenfans kennen ihn vielleicht aus den Wickie-Filmen. Er gibt hier einen wunderbar bösen und bärbeißigen Kapitän ab. Aber auch die Rolle von hong Chon liegt ihm unüberhörbar gut. Stefan Krause hat ebenfalls hörbar Spass an seine Rolle. Für meinen Eindruck hier sogar noch einen Funken mehr als sonst. Und selbst Christoph Maria Herbst -mit dem ich leider immer Stromberg verbinde- habe ich gerne gehört. Ich mag den listigen Humor in seiner Stimme.

Die Untermalung orientiert sich ebenfalls am Piraten-Thema. Große und teilweise wirklich bombastische Stücke sind zu hören, die der Geschichte gut stehen. Und die Geräusche können sich ebenfalls hören lassen. Da sieht man das Geschehen auf dem Schiff und auch die Banana Bay sofort vor sich.

Dem Cover sieht man den Actionanteil der Geschichte sofort an. Mir gefallen vor allem die Lichtspielereien, die dem Motiv außerdem einem leicht unheimlichen Anstrich verleihen.

Fazit:  Es ist selten bei Piraten-Geschichten, aber diese hier hat mir prima gefallen. Spannend, actionreich und gewürzt mit einer Prise gewitztem Humor hat sie mir richtig Spass gemacht.

Mark Brandis (19) – Sirius-Patrouille (1/2)

Titel: Mark Brandis (19) – Sirius-Patrouille (1/2) / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: David Nathan, Michael Lott, Felix Isenbügel, Thomas Schmuckert ua

Inhalt: 2130: Mark Brandis leitet als Repräsentant der VEGA den letzten Testflug der INVICTUS, eines neuen Schweren Kreuzers. Mit an Bord ist der renommierte Journalist Martin Seebeck, der einen Reisebericht verfassen soll. Unter dem Kommando des Unions-Majors Jonas Degenhardt ist der Testflug zugleich eine Patrouille, die Piraten aufspüren soll. Die INVICTUS fliegt als Wolf im Schafspelz die Route ab, auf der schon mehrere unbemannte Sonden verschwunden sind. Doch im interplanetaren Raum ist das Recht schnell auf Seite des Stärkeren …


Diese Zusammenfassung des Inhaltes klingt aufregender als das Hörspiel letztlich ist. Ich habe ganz im Gegenteil als äußerst ruhig empfunden. Bis auf einige wenige Szenen ist hier nicht gerade was los. Das soll aber kein Vorwurf sein, ein gutes Science Fiction-Hörspiel braucht nicht alle fünf Minuten irgendwelches *bumm-bumm* um mir zu gefallen. Gegen eine solche eher ruhige Folge habe ich also nichts. Zudem ist es ja auch wahrscheinlich, dass hier quasi der Grundstein für die weitere Handlung gelegt wird, und dass es im zweiten Teil dann mehr zur Sache geht. Falls ja hätte ein wenig mehr Spannung dem ersten Teil aber sicher nicht geschadet. Die kommt mir zu kurz. Ein einzige bisschen Spannung rührt für mich daher, dass ich dem Major sowieso nicht und auch Seebeck nur bedingt traue. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er mehr ist als ein harmloser Journalist. Mal sehen, was sich in Teil zwei in der Hinsicht tut.

Was die Sprecher anbetrifft ist weitestgehend alles im Grünen Bereich. Die Stammsprecher machen ihre Job sehr gut. Es gibt aber auch Sprecher, bei denen ich mich -gelinde gesagt- gewundert habe. Allen voran Felix Isenbügel alias Journalist Martin Seebeck. Da hapert es mit der Betonung ganz ordentlich. Oder ist Seebeck ein Roboter und man weiß es nur noch nicht? Und auch Sabine Ehlers als Lana Swanson klang mir zu eintönig.

Hinsichtlich Soundtrack ist auf die Serie Verlass. Stimmungsvolle und umfassende Stücke sind zu hören, die im Nu Weltraumflair aufkommen lassen. Und auch die Geräusche machen das Geschehen gut anschaulich. Hier passt alles.

Auf dem Cover kann man eine Szene aus der Geschichte bewundern. Farblich schön düster gehalten vermittelt sie irgendwie auch einen Eindruck von Einsamkeit und Bedrohung.

Fazit:  In diesem ersten Teil geht es recht ruhig zu und auch Spannung wollte bei mir nicht groß aufkommen. Trotzdem, schlecht ist die Folge nicht. “Mark Brandis” bleibt auch so mein SF-Favorit unter den Hörspielen. Und wer weiß? Vielleicht überrascht Teil 2 ja mit mehr Tempo und Spannung?

Fluch der Karibik – Jack Sparrow (04) – Das Erbe von Cortez

Titel: Fluch der Karibik – Jack Sparrow (04) – Das Erbe von Cortez / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: ca. 112 min / 2 CDs / Buch: Rob Kidd / gelesen von: Martin Baltscheit

Inhalt: Endlich ist es soweit! Jack hat das sagenhafte Schwert von Cortez in seinen Besitz gebracht. Er weiß alles darüber und kennt sogar die Zauberformel. Doch mit einem hat er nicht gerechnet: Der Geist des ehemaligen Besitzers Hernando Cortez will ihm das Schwert nicht bedingungslos überlassen. Auf der verlassenen Karibik-Insel, wohin es ihn mit seiner Mannschaft verschlagen hat, bleibt Jack nichts anderes übrig, als die Bedingungen des Geistes zu akzeptieren. Das Schicksal der Barnacle-Crew liegt nun in seinen Händen. Wird es ihm gelingen, die mächtigen Kräfte des Schwertes zu nutzen und seine Freunde zu retten?


Dieser vierte Teil der neuen Hörbuchreihe hat mich etwas überrascht, denn sie bildet den Abschluss der Handlung um das umkämpfte Schwert. Man könnte daher meinen, die Serie an sich sei nun auch bereits vorbei. Aber es gibt noch weitere Episoden als Buchvorlage, eine Fortsetzung ist also recht sicher, vermutlich nur mit einem anderen zentralen Thema. So gesehen ist es eigentlich ganz in Ordnung, dass es nach vier Folgen einen Abschluss gibt. Besser als eine ewige Fortsetzung um ein und das selbe Thema. Und die Folge darf sich mit Fug und Recht als Finale bezeichnen, denn sie ist nicht nur aufgrund des Kampfes um das Schwert spannend, sondern auch, weil schnell klar wird, dass Jack hier vor eine Entscheidung gestellt wird. Auch wirkt diese Episode etwas schwermütig im Vergleich zu ihren Vorgängern, was aber der Geschichte sehr gut steht. Besonders gefallen hat es mir, dass immer wieder Bezüge zu den ersten drei Episoden aufgezeigt werden, denn so wird der der rote Faden der Reihe aufgezeigt.

Martin Baltscheit lässt sich auch in Folge 4 nicht lumpen. Nach wie vor gelingt es ihm nicht nur, den Charakteren glaubhafte Stimmen zu verleihen, sondern auch die Spannung und Atmosphäre der Geschichte aufzugreifen und hörbar zu machen. In einer Szene wird seine Stimme leicht verfremdet, was hier überraschend schauerlich klingt, aber gut passt.

Und auch bezüglich der Musik macht dieser vierte Teil keine Abstriche. Es sind wie gewohnt stimmungsvolle und oft auch mächtige Stücke zu hören, die der Geschichte das Piraten-Flair verleihen. Geräusche gibt es ebenfalls wieder zu hören, die zahlreiche Szenen fast wie ein Hörspiel wirken lassen.

Das Cover zeigt Cortez, der mit den roten Augen unheimlich und gefährlich wirkt, wie es sich für einen Geist seiner Art gehört. Jack ist selbstverständlich auch zu sehen und mit seinem entschlossenen Gesichtsausdruck wird klar, dass er sich auch in dier Geschichte einer großen Herausforderung stellt.

Fazit:  Ein würdiger Abschluss der Handlung um das magische Schwert. Ich bin gespannt, welche Abenteuer in den nächsten Episoden auf Jack warten, denn weitere Buchvorlagen gibt es bereits.

Fluch der Karibik – Jack Sparrow (03) – Die Piratenjagd

Titel: Fluch der Karibik – Jack Sparrow (03) – Die Piratenjagd / Verlag: Emi Happy Kids / Spielzeit: 102 min / 2 CDs / Buch: Robb Kid / gelesen von: Martin Baltscheit

Inhalt: Jack und seine Freunde sind dem berüchtigten Piraten Left-Foot-Louis auf der Spur. Angeblich befindet sich das sagenhafte Schwert von Cortez in seinem Besitz. Aber die Jagd auf diesen erfahrenen und grimmigen Seefahrer entpuppt sich als echte Herausforderung, selbst für so unerschrockene Piraten wie Jack und seine Crew. Arabella, der erste Maat der Mannschaft, hat Louis einst Rache geschworen und gefährdet dadurch die gesamte Mission.


 Trotz der zufälligen, aber hilfreichen Entdeckung am Ende der zweiten Folge wird die Suche nach dem Schwert nicht leichter. Ganz im Gegenteil. Gegen die Bedrohungen in “Die Piratenjagd” waren das Ungeheuer und die Sirenen Peanuts. Mir haben die handfesten Bösewichte auch gleich mehr Spass gemacht als die Phantasie-Wesen. Zudem geht es mit ihnen auch viel mehr rund. Jedenfalls habe ich diese Episode als längst nicht als so langatmig empfunden wie den eigentlich kürzeren Vorgänger, was auch daran liegt, dass Jack und Fitzwilliam nicht so viel Gelegenheit haben, sich in den Haaren zu liegen. Auch eine gefühlvolle Note spielt in dieser Folge mit. Denn Arabella hat mit dem berüchtigen Left-Foot-Louis eine ganz persönliche Rechnung offen, die selbst Jack und seine Leute mal zum Schweigen bringt.

Aushängeschild Nummer 1 dieser Serie ist unumstritten Martin Baltscheit, der die Geschichte sehr lebendig liest, die verwegene Piraten-Atmsphäre dabei gut aufgreift und widergibt, und den Charakteren markante und glaubhafte Stimmen verleiht. Ihm kann man leicht über längere Zeit hinweg lauschen ohne dass es ermüdend wird.

Auch musikalisch bleibt die Reihe sich treu. Mit großartigen Stücken und stimmungsvollen Melodien wird der Story das nötige Flair und der typische Charme einer Piraten-Geschichte verliehen. Die Geräusche sind ebenfalls wieder gut eingesetzt. Diese Kombination aus Sprecher und Untermalung lässt die Lesung sehr dynamisch wirken.

Das Covermotiv bringt das Tempo und die Action der Folge gut rüber. Jack wirkt kampfbereit, dahinter das voll geblähte Segel, ein schönes Motiv für diese Geschichte.

Fazit:  Hier ist wieder mehr Schwung drin, da lassen sich selbst 102 Minuten ganz gut am Stück weg hören. Für Piraten-Fans wird diese Reihe eine tolle Sache sein. Ohne dass man dafür unbedingt auch Fan der Filme sein muss.

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