Polizei

Morgan & Bailey (03) – Mörder unser

Titel: Morgan & Bailey (03) – Mörder unser / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Rita Engelmann, Arianne Borbach ua

m&b03Inhalt: Pfarrer Morgan steckt in der Klemme. Eines seiner Schäfchen hat ihm einen Mord gestanden, doch das Beichtgeheimnis verdammt ihn zum Schweigen. Er bittet seine Kollegin Bailey um Hilfe, die für ihn Licht ins Dunkel bringen soll. Doch ganz raushalten kann sich Morgan schließlich doch nicht, immerhin handelt es sich bei dem Mordopfer um die Tochter von Polizeichef Stanley und der will schnellstens Köpfe rollen sehen.


Nahtlos geht es mit der dritten Folge der Reihe weiter. Der Fall hier für die beiden sympathischen Ermittler hat es aus verschiedenen Gründen besonders in sich.
Ganz offensichtlich und direkt zu Anfang ist es die Tatsache, dass Pfarrer Morgan im Beichtstuhl ein Mord gebeichtet wurde. Da müssen er er und Pastorin Bailey schon recht clver zu Werke gehen um die Polizei aufmerksam zu machen.
Doch im Zusammenhang mit der Polizei wartet bereits der nächste Hammer. Denn die Tote ist die Tochter vom Polizeichef! Und wie sich wenig später herausstellt, besteht eine Verbindung zu einem Mord, der Jahre zurückliegt.
Es gibt also viel zu ermitteln und aufzuklären für Morgan und Bailey. Die beiden gehen das auf die von ihnen gewohnte und so angenehme ruhige und gründliche, aber auch sehr schlaue Art und Weise an. Es macht mir immer wieder Spass, sie dabei zu begleiten.
Was denjenigen angeht, der Pfarrer Morgan seine grausige Tat gebeichtet hatte, hatte ich relativ früh so eine gewisse Ahnung, die sich später auch als wahr herausstellte. Das fand ich einerseits recht durchschaubar. Andererseits blieb es alleine schon deshalb spannend, weil ich wissen wollte, ob und wie die das Detektiv-Duo demjenigen auf die Schliche kommen würden. Und natürlich, welches Motiv hinter der Tat steckt. Das Motiv hat mich unentschlossen zurückgelassen. Natürlich ist es Mord und trotzdem…

Joachim Tennstedt und Rita Engelmann sind inzwischen ein eingespieltes Team, das auf ganzer Linie überzeugt. Joachim Tennstedt hört man Pfarrer Morgans Vergangenheit hier und da noch deutlich an. Rita Engelmann überzeugt mit Liebenswürdigkeit und viel Humor in der Stimme. Als Joe Ashton ist Bodo Wolf zu hören. Seine markante Stimme höre ich immer wieder gerne und sie passt ganz hervorragend zu seiner Figur hier.

Begleitet wird das Geschehen von einer durchweg überzeugenden Geräuschkulisse, die einem die Szenen und die Handlung vor Augen zaubert. In Sachen Musik geht es einmal mehr schön stimmungsvoll zu, was für Athmosphäre und auch diesen gewissen Krimicharme sorgt, der die Folgen dieser Serie umgibt.

Mit dem kräftigen Blau und der Marienstatue zieht das Cover schnell die Blicke auf sich. Kleiner ist der Beichtstuhl zu sehen, wo dieser Fall quasi seinen Anfang nimmt. Motive, die gut zu einem Krimi passen, in dem ein Pfarrer und eine Pastorin ermitteln.

Fazit:  Für mich bisher die stärkste Folge der Reihe, zumal dieser Fall aus verschiedenen Gründen besonders brisant ist. Durch stetig neue Wendungen und Erkenntnisse bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten. Die Reihe mausert sich unverkennbar und ich freue mich schon auf Folge 4!

Pollution Police (07) – Zeuge auf der Flucht

Titel: Pollution Police (07) – Zeuge auf der Flucht / Verlag: Pollution Police e.V. / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Julia Fölster, Fabian Harloff, Thomas Brückner, Ingo Albrecht ua

pp07Inhalt: Der Schulschwänzer Raphael wird Zeuge eines Raubüberfalls, schweigt aber aus Angst über seine Beobachtung. Seine Mitschüler Niklas, Linus und Melissa – Mitglieder der Pfadfindergruppe “Pollution Police” – wollen ihm helfen und verstecken ihn in ihrem Hauptquartier, dem umfunktionierten Bunker im Fürstenwald. Die Gangster haben sich jedoch bereits an Raphaels Fersen geheftet und wollen den einzigen Zeugen ihrer Tat zum Schweigen bringen.


Nachdem ich von der vorigen Folge so sehr angetan war, hat mich diese Episode wieder ganz schön auf den Boden zurückgeholt. Hätte ich vielleicht schon aus dem Titel ableiten sollen, dass auf der CD gar kein richtiger Fall für die Pfadfinder auf mich wartet? Denn genau das war eines meiner Hauptprobleme. Es gibt einen Banküberfall, aber die Pollution Police macht sich keineswegs wirklich auf die Jagd nach dem Tätern. Sie kommen ihmen vielmehr durch reinen Zufall auf die Spur und dann muss lediglich noch eine Falle gestellt werden. Von Nachforschungen keine Spur!
Es geht tatsächlich in erster Linie um den Zeugen aus dem Titel, der zum Schutz vor den Gangstern versteckt werden muss. Das habe ich auch nicht wirklich verstanden. Die Pollution Police kennt doch Leute bei der Polizei, sie haben einen Betreuer…überall hätten sie mit dem Zeugen hingehen können. Das wäre für mich der direkte und verantwortungsbewussteste Weg gewesen. Stattdessen verstecken sie den Zeugen selber. Das passt für mich irgenwie nicht zu den sonst so pflichtbewussten Pfadfindern. Und das, was sicher als größte Überraschung in der Story gedacht war, das kann vom ersten Moment an mit dem Handschuh fühlen.
Mir wurde bei dieser Folge außerdem mit der Moral wieder viel zu sehr übertrieben. Ein so lieber Obdachloser, dem geholfen werden muss, dem man mal eben 5 Euro und einen Job spendiert. Die Klarstellung, dass es in einer chinesischen Famlie natürlich nicht nur Glückskekse gibt. Die Erkenntnis, dass Teenager verantwortungslos sind, wenn sie ungesunde Cola trinken. Dass es absolut nicht schlau ist, die letzte Mathestunde vor der Klausur zu schwänzen. Und natürlich heißt die Ladenbesitzering Sheela Advani und nicht Michaela Neumann. Ja, vieles davon stimmt und sollte jungen Hörern bewusst gemacht werden. Aber bitte nicht wie hier mit dem Vorschlaghammer!

Bei dem Sprechern gibt es ebenfalls mehr Schatten als Licht. Was mich vor allem bei Fabian Harloff gewundert hat, der hier ja nun wirklich nicht seine erste Hörspielrolle spricht. Es übertreibt es für meinen Geschmack viel zu oft mit der Betonung, was wenig glaubhaft klingt. Mathias Friedek gibt den brummigen Skater und unfreiwilligen Zeugen Raffael. Er klingt meist so bemüht cool, dass es betonungslos abgelesen klingt. Oder unterhalten sich die Kids heute echt so? Dann habe ich nicht gesagt! Und auch Thomas Brückner alias Wanko weiß nicht so recht, ob es wichtiger ist, einen ausländischen Akzent zu haben oder einen glaubhaften und sympathischen Wanko zu geben. Vor diesen erwachsenen Sprechern glänzen die drei Hauptsprecher förmlich.

Der Soundtrack kann sich absolut hören lassen! Neben dem lebendigen Titellied sind während der Geschichte oft auch düstere und eindringliche Stücke zu hören, die einem Jugendkrimi gut stehen und unüberhörbar nicht von der Stange sind. Hier mischen außerdem noch ein paar weihnachtliche Klänge mit, weil die Geschichte in der Vorweihnachtszeit spielt. Das sorgt für entsprechende Stimmung.

Das Cover verspricht mehr Spannung als die Geschichte bietet. Ich mag es trotzdem so schon finster wie es ist. Und solche Lichtspielereien mag ich eh immer gerne.

Fazit:  “Zeuge auf der Flucht” war trotz Banküberfall kein echter Fall für die Pollution Police. Sie handelt mir außerdem reichlich unlogisch als sie den Zeugen versteckt, statt zur Polizei zu gehen. Sie haben doch alle Beweise gegen die Täter in der Hand! Und in Sachen Moral ist diese Folge quasi die Krönung überhaupt. Es muss doch möglich sein, Kindern solche Dinge zu vermitteln ohne sie ihnen wortwörtlich um die Ohren zu hauen!

TKKG (182) – Blindgänger im Villenviertel

Titel: TKKG (182) – Blindgänger im Villenviertel / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Volker Bogdan, Daniel Welbat, Eberhard Haar, Leonard Mahlich, Niki Nowotny ua

tkkg183Inhalt: Endlich Herbstferien! Klößchens Eltern gehen auf große Kreuzfahrt und haben ihren Sohn und seine Freunde gebeten, solange auf die Villa Sauerlich aufzupassen. TKKG haben es sich in ihrem komfortablen Feriendomizil gerade richtig gemütlich gemacht, als sie es Hals über Kopf auch schon wieder verlassen müssen: Alle Anwohner des Villenviertels werden von der Polizei aufgefordert ihre Häuser zu räumen, weil bei Sielbauarbeiten eine alte Fliegerbombe entdeckt wurde. Ein Blindgänger direkt vor der Haustür? Aufregend! Doch irgendetwas stimmt an der Sache nicht.


Diese Folge ist eine wahre Wundertüte. So oft habe ich mich bei einer TKKG-Folge noch nie über irgendwas gewundert! Das ging schon beim Anfang los als die vier Freunde in einer Hörspielserie für Kinder fröhlich über den Stephen King – Film “Es” diskutieren. Ich meine, jedes Kind kann heute einen PC und google bedienen und sich so kundig über den Film machen. Und auch wenn ich ihn selber als Kind gesehen habe…genau deshalb weiß ich, dass das Nachwirkungen bis ins Erwachsenenalter haben kann.
Nach dieser wundersamen Szene bricht zunächst einmal die Nacht über Sauerlichs Villa herein und am nächsten Tag ist Gaby bei ihrem Ferienjob, während die Jungs frühstücken. Da stehen plötzlich zwei Polizisten vor der Tür und verlangen, dass die Jungs das Haus räumen, weil ein Blindgänger gefunden worden sei. Allerdings scheint da irgendwas nicht zu stimmen. Diese Idee fand ich gar nicht mal so schlecht. Da hätte ich mir durchaus eine ordentliche Folge vorstellen können. Auch wenn Bomben nun nicht das neueste Thema der Reihe sind. Das ist die Entführung von Gaby auch nicht. Aber es sind halt Themen und Ereignisse, die ich mit der Serie verbinde. Und ich erwarte auch nicht mehr das innovativste Thema nach 182 Folgen. Genauso wenig rege ich mich noch darüber auf, wenn man die ganze Chose schon nach kurzer Zeit durchblickt. Das sind Kinderhörspiele und besser so als eine krude Handlung, wo absolut keine Zusammenhänge zu erkennen sind und Selbige am Ende erzwungen werden. Dass TKKG am Ende immer siegen, weiß man ebenfalls. Aber die Frage nach dem Wie bietet wenigstens noch einen Funken Spannung. In diesen Belangen geht der “Blindgänger” für mich also schon in Ordnung.
Dafür habe ich mich ganz schön über die vier Freunde gewundert! So wie hier kannte ich sie noch gar nicht. Gaby, die Heldin, die nachts draußen rumläuft und nach einer Entführung noch eine dicke Lippe riskiert. Tim, der heulend am Kai steht und sich im Kanal vor Ratten ekelt. Und Karl, das Genie, das auf Karnevalskostüme hereinfällt? Ach so, und Oskar, der plötzlich nicht mehr gehorcht und für Gaby neuerdings “Süßer” ist?! Was ist denn mit denen passiert? Lediglich Willi ist noch der Alte, was aber auch nur bedingt ein Kompliment ist, weil er ja überwiegend für den Part des Witzbolds zuständig ist.

Auch was die Sprecher anbetrifft, habe ich weiter nichts zu bemängeln. Ich finde, dass die Hauptsprecher  -soweit noch in der ursprünglichen Besetzung- ihren Job noch immer ganz ordentlich machen.  Klar, so richtig jugendlich klingt keiner mehr von ihnen, aber ganz ehrlich: besser so als auf jugendlich getrimmt. An Rhea Harder habe ich mich inzwischen gut gewöhnt, auch wenn sie Gaby einen anderen Charakter verleiht als diese Figur ihn vor dem Wechsel hatte. Etwas weniger tough hier und da, das wäre nicht verkehrt. Eberhard Haar hat mir gefallen, zumal ich seiner Figur zunächst nichts Zwielichtiges anmerken konnte.

Musikalisch klingt diese Folge nicht anders als viele andere zuvor. Für mich ist das inzwischen der typische TKKG-Klang. Die Geräuschkulisse zeigt sich ebenfalls weiterhin sehr solide. So klingt TKKG heute nun mal, ob es uns nun gefällt oder nicht.

Ich mag das Cover! Ich liebe Hunde und finde es deshalb toll, dass Oskar so im Vordergrund zu sehen ist. Insgesamt wird hier eine Szene gezeigt, die so auch in der Geschichte vorkommt. Und mit der gewittrigen Nacht wirkt sie sogar ein wenig unheimlich.

Fazit:  “Werbung” in einem Kinderhörspiel für einen Film, der mir als Erwachsener noch Angst macht? Und was bitte ist hier aus TKKG geworden? Man darf sich gut wundern bei dieser Folge. Davon abgesehen wird hier zwar nichts Neues geboten, was umgekehrt aber eben auch heißt, dass die Story nicht mehr an den Haaren herbeigezogen ist als sonst. Kann man hören, aber es ist auch kein Verlust, wenn man sie nicht kennt.

Wassermanns Zorn (Andreas Winkelmann)

“Manuela Sperling ist neu bei der Polizei. Gleich an ihrem ersten Tag muss sie sich mit dem grausigen Mord an einer Prostituierten befassen, deren Leiche ein­gekeilt zwischen Baumwurzeln im seichten Teil des Flusses liegt – ertränkt. Auf dem Bauch der Toten finden die Spurensicherer eine grausige Botschaft, gerichtet an Manuelas Chef, Kriminalhauptkommissar Stiffler. Manuela muss erkennen, dass ihr Eifer nicht von allen im Präsidium gern gesehen wird. Da ertrinkt erneut eine Frau, direkt vor ihren Augen. Eine unsichtbare Macht zieht sie auf den See hinaus und unter die Wasseroberfläche. Und Stiffler dreht durch.”

Dies ist mein inzwischen dritter Thriller von Andreas Winkelmann. Es scheint charakteristisch für seine Romane zu sein, dass man sich anfangs überfordert fühlt mit der Anzahl der Charaktere, den verschiedenen Schauplätzen und Problematiken. Jedenfalls ging es mir jedes Mal so. Aber inzwischen weiß ich deshalb auch, dass sich dieses Chaos lichtet sobald sich der eingentliche Fall herauskristallisiert.
So war es auch hier und ab diesem Punkt hatte mich der Fall gepackt. Es ist spannend zu verfolgen, wie er sich entwickelt und man kann gar nicht anders als mitzuknobeln, wer warum hinter den Taten steckt. Speziell, was Kommissar Stiffler selber damit zu tun hat, hat mich die ganze Zeit brennend interessiert. Aber es war ebenso spannend, die sympathische und burschikose Polizistin Manuela bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Taxifahrer Frank, der dabei oft an ihrer Seite ist, hat mir ebenfalls gefallen. Zu einem Großteil deshalb, weil er an einer Krankheit leidet, die mich verrückterweise schon immer interessiert und fasziniert hat.
Mir hat die Story insbesondere wegen der Morde im Wasser eine Gänsehaut bereitet. Ich bin nicht gerade eine Wasserratte 😉 und habe großen Respekt vor diesem Element. Wenn ich dann so eindringlich geschilderte Szenen lese wie hier, wenn man beim Täter dabei ist, dann schaudert es mich schon ganz ordentlich. Und ich mag es, wenn ein Thriller genau das schafft.
Soweit bin ich mit “Wassermanns Zorn” also ausgesprochen zufrieden.
Es gibt allerdings jemanden, der mir die tolle Story ganz gut verleidet hat. Und das ist ausgerechnet Stiffler höchstpersönlich! Manuelas Lehrmeister und der leitende Hauptkommissar im “Wassermann”-Fall.
Mir ist schon klar, dass die Figur sicher bewusst  so angelegt wurde, aber einen solchen Unsympathen ertrage ich einfach nur schwer durch eine ganze Geschichte hindurch.
Und Schwierigkeiten im Job und in der Ehe, die deshalb in die Brüche ging, und Vorkommnisse dieser Art sind für mich auch keine Entschuldigung oder etwas, weswegen ich Nachsicht üben würde. Deswegen muss man noch lange nicht überheblich, unfair, versoffen, eigenbrötlerisch und korrupt werden.

Für “Wassermanns Zorn” habe ich mich -für meine Verhältnisse- Zeit genommen. Alleine schon um die Schilderungen des Wassermanns richtig auf mich wirken zu lassen. Es lohnt sich! Aber auch, um mich immer mal wieder von Stiffler zu erholen. Da habe ich dann häufiger mal Pause gemacht. Passagen mit ihm zogen sich für mich ganz schln in die Länge. Dagegen lasen sich die mit Manuela und Frank angenehm leicht und unterhaltsam.

Das Cover unterschiedet sich deutlich von denen der Winkelmann-Thriller, die ich bisher gelesen habe. Da gab es ziemlich weiße Cover zu sehen. Mir gefällt aber die Szenerie hier sehr gut. Ein schöner Blick über einen verlassenen und unergründlichen See und darüber das Gewitter. Das wirkt bedrohlich und passt zum Titel. Und ja, ich mag auch die grünlich-blauen Farben. Farbig mag ich immer lieber.

Fazit: Auch mein dritter Winkelmann hat mir im Großen und Ganzen gefallen. Ein spannender Thriller, der einen das Schaudern lehrt. Besonders, wenn man wie ich kein allzu großer Wasser-Fan ist. Kommissar Stiffler hat mir den Genuss allerdings doch etwas verdorben. Bei einer Person mit einem solchen Verhalten und Charakter sträubt sich mir einfach das Fell 😉

Danke an den Rowohlt Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!


Titel: Wassermanns Zorn
Autor: Andreas Winkelmann
Seiten: 416
Verlag: Rowohlt Wunderlich
ISBN: 978-3805250375
Preis: 14,95 (Broschiert)

 

Mord in Serie (01) – Das 12. Opfer

Titel: Mord in Serie (01) – Das 12. Opfer / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Uta Dänekamp, Sascha Rotermund, Marion von Stengel, Wolf Frass ua

Inhalt: Diese Nacht wird Lisa Wagner niemals vergessen. Eigentlich wollte die junge Frau mit ihrer Schwester Emma auf einer Party über den Dächern Frankfurts ausgelassen feiern. Stattdessen findet sich sich in einem dreckigen Kellerverlies wieder und wird Zeuge, wie ihre Schwester brutal ermrdet wird. Doch der wahre Albtraum beginnt erst nach ihrer Flucht. Emmas Mörder ist schnell gefunden, doch die Beweise reichen für eine Verhaftung nicht aus. Für Lisa wird es Zeit, selbst etwas zu unternehmen. Mit dem charismatischen Staatsanwalt und der engagierten Mordermittlerin heftet sie sich an die Fersen des Täterst und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur.


Mit “Mord in Serie” mischt eine neue Thriller-Serie in der Hörspielwelt mit. Mit “Das 12. Opfer” gelingt ihr auch direkt ein sehr ordentlicher Start. Den ersten Pluspunkt bei mir kassierte die Folge schond damit, dass sie in Deutschland spielt. Solche Geschichten wie hier werden einem ja gängigerweise eher mit Schauplatz USA geboten. Sie funktionieren aber eben auch in Frankfurt. Die Jagd auf den Mörder ist spannend und die Methoden um ihn zu fassen schön abwechslungsreich. Außerdem hält die Geschichte mehrere Überraschungsmomente und vor allem eine wesentliche Wendung bereit, so dass es -trotzdem es nur darum geht, den Killer dingfest zu machen- niemals langweilig wird. Beim Ende habe ich erstmal ganz schön gestaunt und wenig später dann grinsen müssen. Schön gemacht, ein prima Kniff. Aber eigentlich ist ja klar, dass man eine CD komplett durchört…oder? 😉

Ich mag es ja nicht, wenn eine junge Frau lediglich als Dummchen durch eine Geschichte hampelt. Deshalb hat mir Lisa, gesprochen von Uta Dänekamp, so gut gefallen. Ihre Stimme klingt zwar meist sehr weich, so dass ich zunächst in erster Linie Mitgefühl mit ihr hatte. Doch später präsentiert sich diese weiche Stimme plötzlich ausgesprochen abgeklärt und hart. Jan-David Rönfeldt übernimmt den Part von Mörder Viktor Haas und lässt ihn so ruhig klingen, dass ich lange kaum glauben konnte, dass er den Mord verübt hat. In dieser Ruhe schwingt alleridngs auch immer eine gewisse Bedrohlichkeit mit.

Musikalisch hat mich die Folge ziemlich an “Psycho” erinnert. Die Musikstücke klingen oft so. Aber solche Klänge wirken halt -vielleicht auch gerade durch die Assoziation- immer wieder gut. So kommt hier schnell Thriller-Atmosphäre auf. Als Bonustrack findet man den Song “Rescue me” auf der CD, von dem man während der Geschichte einen Teil zu hören bekommt. Mir ist er da sofort aufgefallen und das Lied gefällt mir wirklich gut!

Eine Kellerwand, Ketten, ein blutiger Handabdruck. Wenn das nicht Elemente sind, die quasi “Thriller” bzw “Krimi” rufen. Auch im Booklet geht es blutig zu. Somit wird auch optisch dem Genre Rechnung getragen. Im Vergleich mein den Motiven von Folge 2 und 3 finde ich dieses hier allerdings nicht sonderlich auffällig. Wenn ich es mir im Ladenregal vorstelle.

Fazit:  Ein gelungener Start in die neue Serie. Auch wenn inhaltlich nicht das Rad neu erfunden wird, so geht es durchaus spannend und abwechslungsreich zu. Wenn die Reihe so weitermacht, kann man sehr zufrieden damit sein.

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