Ponys

Meine Freundin Conni (47) – Conni und das Ponyabenteuer

Titel: Meine Freundin Conni (47) – Conni und das Ponyabenteuer / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher:

conni47Inhalt: Conni und Anna sind ganz aufgeregt: Der Ponyhof der Behrens bietet über ein verlängertes Wochenende eine kleine Reittour für Kinder an. Natürlich sind
Conni und Anna mit dabei. Den ganzen Tag werden sie mit ihren Ponys unterwegs sein. Und nachts zelten sie. Das wird ein echtes Abenteuer!


Eine Ponygeschichte, die von sich selbst behauptet, ein echtes Abenteuer zu sein? So sehr ich den Conni-Hörspielen vertraue, angesichts dieses Titels war selbst ich skeptisch.
Völlig zu unrecht, wie ich im Nachhinein sagen muss. Ich hätte einfach weiter auf dieses Vertrauen bauen sollen. Denn natürlich spielen hier die Ponys eine wichtige Rolle und stehen die ganze Geschichte über ziemlich im Mittelpunkt. Was auch sonst bei einem Wanderritt? Aber es stimmt eben auch tatsächlich, dass die jungen Reiter und ihre erwachsene Begleitung unterwegs manches Abenteuer erleben. Und zwar solche, die diese Bezeichnung auch voll und ganz verdienen. Das sorgt für Spannung, sogar bei Hörern, die dem Alter der eigentlichen Hörerschaft schon voraus sind. Der Spass kommt aber ebenfalls nicht zu kurz. Und zwischendurch kann man sogar etwas lernen. Speziell das Plädoyer für den Wolf in Deutschland hat mir gefallen und vor Freude die Tränen in die Augen getrieben. Genauso sollte man die Einwanderung dieser Tiere sehen!
Und zuletzt ereignet sich noch ein richtiges kleines Drama. Was kann man von einem Kinderhörspiel mehr erwarten? Ich bin einmal mehr von Conni und ihren Geschichten begeistert.

Die Sprecherliste ist realtiv lang, aber es sind ja auch viele Kinder auf dem Ausflug, dann noch die Begleitung und ein paar Figruen rundherum. Die jungen Sprecher sind mit hörbarem Spass dabei und machen überwiegend einen wirklich guten Job. Lediglich Daniel Axt und Nelly Vogt hätten ich mir hier und da etwas lockerer gewünscht.
Bei den erwachsenen Sprechern muss sich niemand irgendeinen noch so kleinen Vorwurf machen lassen.

Die eingesetzte Musik ist fröhlich und locker, passend zur Stimmung in der Ausflüglertruppe. Auch bei den Geräuschen fehlt es an nichts. Sie veranschaulichen das Geschehen prima, und in Summe macht all das so richtig Laune und Lust darauf, selber mal solch eine Tour zu unternehmen.

Das Cover kommt sonnig sommerlich daher. Conni und Anna ist der Spass anzusehen, die Ponys sind sehr niedlich geraten und im Hintergrund sind mit dem Planwagen und den Schafen noch ein paar mehr Elemente aus der Geschichte zu sehen. Somit ist es eine gute Zusammenfassung. Im Booklet stellt Conni ihre Freunde und die Leute vom Ponyhof kurz vor.

Fazit: Diese Geschichte ist wirklich ein richtiges Abenteuer mit vielen spannenden Momenten. Für Spass ist ebenfalls gesorgt und als Krönung kann man von der gesunden Einstellung gewisser Figuren zu bestimmten Themen noch etwas lernen.

Benjamin Blümchen (125) – …und die Zirkusponys

Titel: Benjamin Blümchen (125) – …und die Zirkusponys / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Till Hagen, Thomas Hailer, Gisela Fritsch ua

ben125Inhalt: Zirkus Leporello ist zurück in Neustadt! Doch der Direktor und seine Enkelin Fiorella haben Sorgen: Es kommen kaum noch Zuschauer. Der Zirkus hat nämlich keine große Attraktion mehr zu bieten. Natürlich wollen Benjamin und seine Freunde helfen. Ob die kürzlich angeschafften Ponys vielleicht ein paar Kunststücke können?


Diese Folge ist wieder so eine, die man -oder zumindest ich- von zwei Seiten sehe. Zunächst mal finde ich es immer gut, wenn in den Geschichten ein Bezug zu anderen Folgen gegeben ist. Den Zirkus Leporello kennt man zB aus “Benjamin Blümchen – Die Zirkuslöwen”. Und auch später in der Geschichte werden frühere Episoden angesprochen. Das verstärkt den Seriencharakter und macht neugierig auf Folgen, die man vielleicht noch nicht kennt.
Die Geschichte um die Zirkusponys geht soweit in Ordnung. Höhenflüge erwarte ich von dieser Serie gar nicht mehr. Der Zirkus steht kurz vor dem Aus, da wollen Benjamin und seine Freunde natürlich sofort helfen. Da bieten sich ein paar Ponys an, die der Zirkus eigentlich nur zum Ponyreiten angeschafft hat. Falls die jungen Hörer noch nicht durchschaut haben, dass bei Benjamin & Co. immer alles ein Friede-Freude-Eierkuchenende findet, ist das sicher noch ganz spannend. Natürlich schießt der Bürgermeister wieder quer. Da habe ich mich sehr darüber geärgert, dass sofort erklärt wird, was er im Schilde führt. Hätte man sich das gespart, hätte das sicher auch noch etwas Spannung beigesteuert. Sei’s drum! Am Ende sorgen die Ponys dann noch für vergnüglichen Wirbel.
Nun zur anderen Seite. Karla brachte damals die Ponys auf den Bauernhof. In dieser Folge scheint ihr entfallen zu sein, wie die Tiere heißen. Sie nennt sie “Hüpferchen”! Dann wird erwähnt, dass Benjamin auf zwei Beinen geht. Ja, auf dem Cover der Hörspiele! Sonst wurde bislang immer gesagt, er habe vier Beine mit denen er so manches zu Bruch getrampelt hat. Soviel Tier könnte man ihm schon lassen. Und zuletzt: der Bürgermeister hat eine Uhr vom Bürgermeister von Ching-Chang-Chong geschenkt bekommen. Ehrlich, das grenzt für mich schon an Kinderveräppelei. Wieso nicht “China” mit einer kleinen Erklärung? Das kann Stella doch immer so toll!

Neben den bekannten Hauptsprechern sind noch Thomas Hailer als Zikusdirektor Leporello und Julia Stöpel in der Rolle von Leporellos Enkelin Fiorella mit von der Partie. Erfreulicherweise wurde Thomas Hailer kein ausländischer Akzent aufgezwungen, trotz des italienischen Namens. Ich habe ihm gerne zugehört. ei Julia Stöpel hatte ich ab und zu den Eindruck, dass sie ihre Stimme etwas verstellt. Trotzdem bringt sie Pfiff in die Runde.

Neben dem Titellied gibt es hier noch Leierkastenmusik zu hören und ein paar Zirkusklänge. Das setzt den Zirkus Leporello ganz nett in Szene. Ich würde bloß gerne wissen, wieso hier Menschen das Pferdewiehern beisteuern müssen? In der Schwesternserie “Bibi & Tina” gibt es doch ein wesentlich authentischeres Wiehern. Wieso nimmt man nicht das? Und das Fressgeräusch der Pferde klingt als säße man bei der Fütterung neben einem Schweinetrog. Ich würde wetten, dass auch da irgendwo in der “Bibi & Tina”-Reihe ein passenderes Geräusch zu finden ist, das man hätte nehmen können. Das wirkt hier alles so lieblos, getreu dem Motto: das merken 3jährige sowieso nicht.

Kinder mögen Zirkus, da dürfte sie das Cover schnell für diese Folge begeistern. Die Pferde sehen ja auch wirklich hübsch aus. Und Benjamin und Otto sind auch ordentlich aufgebrezelt. Und man staune: Stella ist nicht mit dabei!

Fazit:  Die Geschichte an sich geht in Ordnung. Man hätte sie noch etwas spannender gestalten können, aber dafür entschädigt das turbulente Ende. Allerdings gibt es eine Reihe Faktoren, bei denen ich das Gefühl hatte, dass man den jungen Hörern nicht viel zutraut. Das ist schade. Und bitte, nehmt doch endlich echte Tiergeräusche und holt nicht immer die Sprecher dafür ran. Das ging doch früher auch!

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