Professor van Dusen

Professor van Dusen (15) – …in der Totenvilla

Titel: Professor van Dusen (15) – …in der Totenvilla / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Jürgen Thormann, Thomas Schmuckert, Rainer Brandt ua

Unverhofft kommt oft. Und so kommt es, dass Professor van Dusen und Hutchinson Hatch nicht, wie vorgesehen, bei einem wissenschaftlichen Vortrag landen, sondern inmitten des Berliner Grunewalds. Dort, in einem abgelegenen Haus, machen die beiden eine entsetzliche Entdeckung: Dreizehn Leichen, die im Frack um einen Tisch herumsitzen. Bei den Nachforschungen stößt van Dusen schon bald auf eine Gestalt, die hinter vorgehaltener Hand Das Gespenst von Berlin genannt wird. Doch was hat es damit auf sich? Die Denkmaschine muss erst das Rätsel der dreizehn Toten lösen, um die Spur des Verbrechers aufnehmen zu können.


In der vorigen Folge weilten van Dusen und Hatch noch in Cornwall, inzwischen haben sie es nach Deutschland geschafft, genauer gesagt: nach Berlin. Nach einer unerwartet turbulenten Kutschfahrt, die ursprünglich zu einem wissenschaftlichen Vortrag führen sollte, landen die beiden in einer einsam gelegenen Villa. Dort machen sie  schnell eine schauerliche Entdeckung. Versammelt an einem Tisch sitzen stolze 13 Männer, allesamt sehr vornehm gekleidet und unverkennbar mausetot. Das ist natürlich sofort ein Fall für van Dusen und obendrein genau nach meinem Geschmack. Wäre es nach mir gegangen, hätte sich die ganze Story alleine um das Rätsel der dreizehn Leichen drehen dürfen. Die Vorstellung ist alleine bereits gänsehautverdächtig.
Doch die dahingeschiedene Gesellschaft ist nur der Auftakt für das weitere Geschehen, welches schnell immer weitere Kreise zieht. Ich muss gestehen, dass ich mit dieser Richtung nach dem Start nicht gerechnet hatte und so ergab sich eine ganz nette Überraschung, bei der man sich bald fragt, welche Verbindung zu dem Fund in der Villa besteht. Das bekommt man -wie könnte es anders sein- von van Dusen bald aufgezeigt und einmal mehr kann er mit seinem brillanten Verstand und seiner begnadeten Kombinationsfähigkeit glänzen. Die Story legt Finten und schlägt Haken, doch van Dusen behält stets den Über- und auch den Durchblick. Und speziell auf die Auflösung hin auch eine unglaubliche Frechheit. Da muss man auch schon mal schmunzeln, wie er die Berliner High Society vorführt.
Ein eigenes Kompliment geht an einige der kleineren Rollen in dieser Geschichte. Der Kutscher, die Haushälterin, der werte Herr Lang, sie alle sind schon ein wenig schräg und das macht schlichtweg Spass.

Wenn eine Geschichte schon in Berlin spielt, dann darf man das auch hören. So berlinern sich einige Sprecher ausgesprochen unterhaltsam durch ihre Rollen, was man ihnen mal mehr, mal weniger gut abnimmt. Vergnüglich ist es aber auf jeden Fall. Auch Jürgen Thormann hat mir als Herr Lang viel Spass gemacht. Man sieht diese Figur sofort vor sich. Yvonne Greitzke vermittelt einem ebenfalls ein gutes Bild der reizenden Mathilda Helm, die hier nach und nach eine immer wichtigere Rolle spielt.

Musik und Geräusche drängen sich in dieser Reihe seit jeher nicht in den Vordergrund. Dennoch sind sie da, wo sie hingehören und dem Geschehen bestmöglich Atmosphäre verleihen. Mitunter klingt es auch mal ein bisschen militärisch. Das mag sich hier jetzt  seltsam lesen, aber wenn man die Folge hört, ergibt das recht schnell einen Sinn.

Auf dem Cover ist van Dusen zu sehen, wie er von einem Balkon zum Geschehen im Grunewald hinunterschaut. Da hätte ich mir angesichts des Titels tatsächlich eine andere Szene gewünscht. Diese hier gibt mir zu wenig her und stimmt auch nicht unbedingt neugierig, wie ich finde.

Fazit:  Die Geschichte beginnt wunderbar schräg und eine Spur gruselig, schlägt dann aber eine ganz andere, unerwartete Richtung ein. Das sorgt für Überraschung und hält die Spannung durchgängig hoch. Bei der Auflösung glänzt van Dusen dieses Mal nicht nur mit Intelligenz, sondern auch mit einer guten Portion Dreistigkeit. Das macht Spass!

Professor van Dusen (14) – …geht ein Licht auf

Titel: Professor van Dusen (14) – …geht ein Licht auf / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 49 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Harald Effenberg, Bert Franzke, Franziska Endres ua

Ein grausiger Fund erschüttert die kleine englische Ortschaft Pendeen: Eine Leiche baumelt am Geländer des Leuchtturms im Wind. Es ist der Leuchtturmwärter Wilkie Scott. Alle Welt glaubt an einen Selbstmord. Alle Welt? Nein. Professor van Dusen versucht auf eigenwillige Weise und mit Hilfe seines Chronisten Hutchinson Hatch, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch ausgerechnet Hatch begeht einen verhängnisvollen Fehler, und die vermeintlich leichte Mörderjagd wird zu einem gefährlichen Unterfangen.


Dann beginnen wir mal damit, die aufgelaufenen “Altlasten” abzuarbeiten. Den Anfang macht eine van Dusen – Geschichte die mich vom Schauplatz und dem Thema her sehr an zahlreiche Geschichten der Fünf Freunde erinnert hat.
Alleine das Setting: Cornwall, eine kleine Ortschaft an der Küste, davor die rauhe See, ein Leuchtturm samt Leuchturmwärter, den man eines windigen Morgens an einem Seil vom Turm hängend vorfindet. Was seine Tochter verständlicherweise in Verzweiflung stürzt. Allerdingst ist sie sich auch sehr sicher, dass es kein Selbstmord gewesen sein kann. Da treten natürlich der Professor und sein Chronist Hatch auf den Plan um wortwörtlich Licht in die Sache zu bringen.
Dabei kommt sehr gut zur Geltung, welch ein Filz in die verschlafenen Kaff herrscht und schnell hat man eine gute Hand voll zwielichtiger Leutchen zusammen, die man sich mehr oder minder gut als Mörder vorstellen kann. Vom einfachen Handwerker bis zum erstaunlich wohlhabenden Zeitgenossen und einem Arzt ist alles mit dabei. Und jeder von ihnen hätte durchaus seine Gründe, dem alten Leuchtturmwärter ans Leben zu wollen. Wer also war es?
Die zweite Frage ist natürlich die nach dem Warum. In Rückblenden bekommt man einen ganz guten Eindruck vom trinkfreudigen Leuchturmwärter Scott geboten und das gibt kaum Anlass, ihm etwas Böses zu unterstellen.
Die Auflösung, die van Dusen schließlich präsentiert (nachdem Hatch einiges durchgestanden hat) ist dennoch schlüssig. Das kann man sich in einem solchen Ort gut vorstellen. Woran ich ein paar Zweifel habe, ist die Idee mit der Flucht und van Dusens neuem Talent als Lassowerfer. Aber was weiß ich schon von Wind und Höhe und was man damit anstellen kann? Lassowerfen habe ich auch noch nie ausprobiert.

Neben Bern Vollbrecht und Nicolai Tegeler, die wie gewohnt ein eingespieltes Doppel abgeben, tut sich hier speziell Franziska Endres als Roberta Scott hervor. Mit markanter Stimme haucht sie der Tochter des Leuchtturmwärters selbstbewusstes Leben ein, versteht es aber auch, eine gewisse Sensibilität in bestimmten Momenten durchblitzen zu lassen.

Ein Küstenort als Schauplatz, das muss man selbstverständlich auch hören. Also bekommt man hier Wind und Meeresrauschen genauso zu hören wie das Stimmengewirr in der ersten Hafenkneipe am Platz. Das tut der Atmosphäre gut und lässt das nicht gerade einfache Leben der Menschen dort genauso glaubhaft wirken wie die mitunter rauhen Sitten, die dort herrschen.

Das Cover zeigt das Szenario, mit dem der neue Fall quasi seinen Anfang nimmt. Ein Leuchtturm und eine am Seil davon herunterbaumelnden Gestalt. So weiß man schnell, worum sich der Fall dreht. Was es mit dem Licht aus dem Titel auf sich hat, kann man sich genauso fix denken.

Fazit: Ein spannender Fall, der sich langsam entwickelt, immer neue Details auspackt und von van Dusen auf gewohnt bemerkenswert clevere Art gelöst wird. Ob man der Story das Finale ganz abnimmt, muss jeder für sich entscheiden. Kreativ ist es allemal.

Professor van Dusen (13) – van Dusen spielt Theater

Titel: Professor van Dusen (13) – van Dusen spielt Theater / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 49 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Udo Schenk, Christian Rode, Lutz Harder ua

Inhalt: Im New Yorker Stadtteil Harlem sterben Menschen, und niemand weiß, woran. Rechtsmediziner Calvert obduziert die Leichen, ohne auch nur den geringsten Hinweis auf die Todesursache zu finden. Hat vielleicht das Wasser aus dem Washington-Brunnen mit den eigentümlichen Todesfällen zu tun? Zumindest scheinen alle Verstorbenen in ihren letzten Stunden aus dem Brunnen getrunken zu haben. Als Reverend Harding an der rätselhaften Erkrankung stirbt, nachdem er mit Professor van Dusen und Hutchinson Hatch gesprochen hat, wähnen sich die beiden auf der richtigen Spur.


Beim Hören dieser Folge habe ich mich schnell gefragt, wann das Theater aus dem Titel beginnt, denn davon ist bis zur Überführung des Täters nichts zu erahnen. Da muss man sich also etwas gedulden.
Bis dahin wird man aber mit einem ganz abwechslungsreichen Fall bei Laune gehalten. Dabei ist es erstaunlicherweise recht fix klar, wohin der Hase eigentlich läuft. Genauso ist man sich auch über den Täter ziemlich bald im Klaren, Unterhaltsam ist der Weg zu all diesen Erkenntnissen auf jeden Fall, denn einmal mehr brilliert der Professor mit seiner Cleverness. Manche Gedankengänge und die Dialoge, in denen er sie darlegt, lassen einen dabei auch mal schmunzeln.
Zuletzt will natürlich der Täter auch noch überführt werden und dabei wird die Geschichte dann auch ihrem Titel gerecht. Gleichzeitig wird es dabei noch einmal spannend, denn die Darbietung des Professors ist so glaubhaft, dass man tatsächlich um ihn bangt.

Udo Schenk quasi in die Rolle eines Patholgen zu stecken, hat bei seiner Stimme seinen ganz eigenen Reiz. Er klingt wunderbar böse und zwielichtig, was einen genialen Kontrast zu van Dusens munterer Redeweise bildet. In einer kleineren Rolle ist der unlängst verstorbene Christian Rode zu hören und gibt mit ruhiger Stimme und überheblichen Ton einen Reverend, dem man ebenfalls nicht so recht trauen möchte.

Aufwendige und stimmungsvolle Musikstücke begleiten das Geschehen ebenso wie eine Vielzahl an verschiedenen Geräuschen. So ist alles wie immer sehr anschaulich und voll der typischen Atmosphäre der Reihe.

Das Cover gewährt dieses Mal einen Einblick in die Pathologie, was per se schon für eine spannende Handlung und Neugierde sorgt. Das passt gut zur Geschichte. Lachen musste ich über den armen Hatch rechts in der Ecke, der sich an diesem Ort nicht ganz so wohl fühlt.

Fazit: Anfangs sieht es aus als sei der Fall etwas zu einfach gestrickt. Das ändert sich aber schlagartig als es an die Enttarnung des Täters geht. Bis dahin wird man aber mit einer unterhaltsamen Erzählung bei Laune gehalten, bei der man dieses Mal sogar ein bisschen Mitknobeln kann.

Professor van Dusen (11) – …in der Höhle des Löwen

Titel: Professor van Dusen (11) – …in der Höhle des Löwen / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Peter Weis, Nicolai Tegeler, Christian Rode, Bernd Vollbrecht ua

Inhalt: Richter Max Mallowan staunt nicht schlecht, als er beim Studieren dreier Gerichtsakten erkennt, dass einer der zum Tode Verurteilten unschuldig ist. In seiner Aufregung bittet er Staatsanwalt Kirk zu sich. Doch dieser kommt zu spät, das Haus des Richters ist explodiert. Seitdem beschäftigt Kirk die Frage: Welcher der drei gefährlichen Mörder sitzt zu Unrecht im Gefängnis? Zusammen mit Professor van Dusen wagt er ein außergewöhnliches Experiment: in Begleitung eines Seelsorgers und der drei Mörder begeben sie sich auf eine einsame Insel vor der Küste New Yorks, wo die “Denkmaschine” den Unschuldigen ermitteln soll. Doch dort draußen, fernab jeglicher Zivilisation, entwickeln sich die Dinge plötzlich ganz anders als geplant!


Ich hätte es ja anfangs nie für möglich gehalten, aber  diese Reihe hat sich unmerklich zu einer meiner Favoriten gemausert und ich freue mich über jede neue Folge. Einfach, weil ich den Professor und seine listige und auch ein wenig bissige Art so gerne mag. Davon bekommt man auch dieses Mal wieder eine ganze Menge geboten.
Der Professor soll aus einem Kreis von drei Verbrechern den zu Unrecht verurteilten ermitteln. Auf einer einsamen Insel und somit an einem eher unwirtlichen Ort. Diese Kombination alleine sorgt schon für Spannung, denn die kleine Gruppe um den Professor ist mit den zwei (oder doch drei?) Mördern alleine. Und die sind ihrerseits auch nicht gerade auf den Kopf gefallen und jeder hat so seine List, van Dusen, Hatch und Co. von sich und ihrer Unschuld überzeugen zu wollen. Da kann man man auch gut ein bisschen mitknobeln, wer wohl die Wahrheit sagt und wer eher nicht.
van Dusen geht natürlich einmal mehr auf seine ganz eigene Art an die Sache heran und es gibt mehrere Szenen zwischen ihm und den Ganoven, bei denen man nie genau sagen kann, wer da gerade wen hinters Licht zu führen versucht. Gerade diese Schläue schätze ich an dem Professor so, denn sie macht obendrein auch noch ganz ordentlich Spass. Während ich sont für lange Monologe kaum etwas übrig habe, so lausche ich dem Professor immer wieder mit allergrößtem Vergnügen.

Christian Rode mal in der Rolle eines Verbrechers zu hören, ist eine interessante Abwechslung. Und ja, er hat auch dafür den passenden Ton auf Lager. Da schaudert man auch schon mal. Peter Weis ist als Fiesling ein benso großer Hörgenuss. Marieke Oeffinger vervollständigt das Sprechertrio der Verbrecher und eine Frau bringt da nochmal eine gewisse Würze mit rein. Bern Vollbrecht und Nicolai Tegeler sind wie gewohnt in Bestform und es macht einfach Spass, ihnen zu lauschen.

Wie in dieser Reihe üblich hält sich die Musik sehr zurück. Hier und da sind einige stimmige Klänge zu hören, doch sie fallen kaum auf. So bleibt das Augenmerk auf die Handlung und das Rätsel gerichtet.

Das Cover ist im vertrauten Stil gehalten. Ein Motiv wie eine Bleistiftzeichnung, rot umrahmt. Zu sehen ist eine Szene zu Beginn der Geschichte. Es geht offenkundig stürmisch zu. Von einem Löwen ist natürlich nichts zu sehen, somit fragt man sich automatisch, inwiefern die sprichtwörtliche Höhle des Löwen aus dem Titel gemeint ist.

Fazit:  Ein spannender neuer Fall, der zum Miträtseln einlödt und neben einem bestens aufgelegten van Dusen auch eine super tolles Ganoven-Trio ins Rennen schickt. Eine Folge, die Spass macht. Vom Anfang bis zum Ende.

Professor van Dusen (02) – Professor van Dusen reitet das Trojanische Pferd

Titel: Professor van Dusen (02) – Professor van Dusen reitet das Trojanische Pferd / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Bern Vollbrecht, Jürgen Thormann, Nicolai Tegeler ua

vandusen02Inhalt: Eine schöne Frau bietet Spiros Makropulos, Millionär und Sammler antiker Kostbarkeiten, das berühmte hölzerne Pferd von Troja zum Kauf an. Ein plumper Betrug, wie Professor van Dusen schnell feststellt. Doch damit fangen die Probleme erst an. Makropulos wird ermordet, die Betrügerin ebenfalls, eine zwielichtige Bar kommt ins Spiel, eine Höllenmaschine und der Ober-Eunuch des Sultans. Nur der Scharfsinn der Denkmaschine kann den Weg durchs Labyrinth des Verbrechens finden und den geheimnisvollen Mann in Schwarz entlarven.


Dieser Fall und ich, das würde eine heikle Angelegenheit werden. Soviel war mir bereits beim Titel klar. Erst recht dann aber nach den ersten paar Minuten. Es ist halt einfach so, dass ich es mit der Zeit, in der die Reihe spielt, nicht habe. Mir sind die Verhältnisse und Lebensumstände zu der Zeit herzlich egal, erst recht die in der Türkei (oder sonstwo). Entsprechend habe ich es alleine schon als anstrengend empfunden, mich darin ein- und hindurch zufinden. Zweitens habe ich das Thema “Trojanisches Pferd” in der Schule gleich mehrmals durchhecheln müssen. Das führt dazu, dass mich dieses Thema heute gar nicht mehr interessiert. Auch keine gute Voraussetzung für diese Geschichte und mich.
Aber von diesen Rahmenbedingungen abgesehen ließ sich der Fall für mich ganz interessant an. Auch wenn mir das Trojanische Pferd schnurz ist, so war ich doch neugierig, wer den Millionär dermaßen über den Tisch gezogen haben könnte, und wieso eigentlich. So bin ich van Dusens Nachforschungen eine ganze Weile interessiert gefolgt.
Bis es dann irgendwann einfach zu kompliziert und verworren wurde. Als der Professor am Ende seine Auflösung des Falles präsentiert, hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte dafür auch eine Spur einfacher gestrickt hätte sein können.

Bern Vollbrecht und Nicolai Tegeler gefallen mir als Ermittler-Team (mehr oder weniger) ganz gut. Ich mag den leicht arroganten, aber auch listigen Ton, den Bernd Vollbrecht für van Dusen auf Lager hat. Und Nicolai Tegeler klingt erfreulich jung und munter in der Rolle des Hutchinson Hatch. Georg Tryphon gelingt es, dem Millionär Makropulos einen glaubhaften Akzent zu verleihen. Ich finde kaum etwas schlimmer, als wenn in dieser Hinsicht übertrieben wird.

In Sachen Musik und Geräusche gibt es für mich nichts zu beanstanden. Eine ordentliche Klangkulisse, die das Flair der Zeit von van Dusen heraufbeschwört und Stücke in petto hat, die ganz nach einem “altmodischen” Krimi klingen. Damit bin ich zufrieden.

Ich musste schon ganz genau hinsehen um zu erkennen, was das Covermotiv zeigt. Es soll wohl die Ausgrabungsstätte sein, die von van Dusen und Hatch in Augenschein genommen wird. Mir gefallen etwas klarere Motive eindeutig besser. Und von den beiden Figuren hatte ich bislang ein völlig anderes Bild im Kopf als dieses.

Fazit:  Die Geschichte bringt schon von den Rahmenbedingungen keine guten Voraussetzungen dafür mit, dass sie mir sonderlich gefallen könnte. So ist es dann auch gekommen. Das Rätsel ließ sich ganz interessant an, wurde mir dann aber zu verworren und komplex. Das hätte man auch einfacher haben können.

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