Pumuckl

Pumuckl (10) – Pumuckl und der Pudding / Pumuckl und das Spielzeugauto (Ellis Kaut / Stefan Kaminski)

Titel:   Pumuckl (10) – Pumuckl und der Pudding / Pumuckl und das Spielzeugauto / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 58 min /  Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

InhaltEinen so leckeren Pudding wie ihn Meister Eders Schwester macht, will der Pumuckl jetzt jeden Tag essen. Aber der Kobold hat das mit dem „Eier aufschlagen“ wohl falsch verstanden und der Schreinermeister, der auch kein sehr guter Koch ist, hat bald genug von Süßspeisen. Also beschließt der Pumuckl, den Pudding alleine zu kochen.


Pumuckl und der Pudding“ gehört schon immer zu meinen Liebslingsgeschichten vom Kobold. Es ist einfach zu lustig, Eder und dem Pumuckl bei ihren Pudding-Koch-Versuchen zuzuhören. Ich finde allerdings auch Eders Reaktion auf die Sabotage von Fau Eichingers Pudding-Kocherei äußerst gelungen, da blitzt wieder eine kleine Lehre durch. Dass man sowas nämlich nicht macht und dass man nicht lügen soll.
Pumuckl und das Spielzeugauto“ ist dagegen eine etwas verwickelte Geschichte, da müssen die jungen Hörer schon hinhören um den Durchblick zu behalten. Dafür ist es aber auch augesprochen lustig für welche Verwicklungen dieses Auto sorgt, bis hinaus auf die Straße zu fremden Passanten und Kindern.

Bei diesem Hörbuch habe ich mich ganz besonders darüber amüsiert, wie Stefan Kaminski die urbayerisch, grantelnde Passantin spricht. Einfach zu schön! Es ist immer wieder eine Freude, ihm bei dieser Serie zuzuhören. Da hätte man keinen geeigneteren Sprecher finden können.

Wie üblich gibt es keine Untermalung aber wie ebenfalls üblich stört das nicht weiter. Das Titellied der Serie würde ohnehin nicht passen und sonst hatten die Hörspiele ja auch keine Untermalung. Also geht das auch bei den Hörbüchern völlig in Ordnung.

Ich schätze mal, auf dem Cover schleppt sich der Kobold gerade bei seinen Koch-Versuchen mit einer Schale oder einem Behälter mit Zutaten ab. Niedlich und lustig!

Fazit:   Diese Folge gefällt mir noch etwas besser als der Vorgänger, weil beide Geschichte ganz lustig sind.

Pumuckl (09) – Meister Eder bekommt Besuch / Pumuckl und der Nikolaus (Ellis Kaut / Stefan Kaminski)

Titel:   Pumuckl (09) – Meister Eder bekommt Besuch / Pumuckl und der Nikolaus / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 69 min /  Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

InhaltPumuckl freut sich gar nicht über den Besuch von Meister Eders Nichte Bärbel. Er versucht, sie mit jeder Menge Schabernack zu vergraulen. So erfährt das Mädchen von dem frechen Kobold und ist begeistert: Wenn der Pumuckl doch bloß am Leim kleben bleiben würde, damit sie ihn mit eigenen Augen sehen könnte…


Wer hätte gedacht, dass der kleine Kobold sich tatsächlich ein wenig verlieben würde? Nach etlichen spaßigen Bemühungen, die Bärbel zu vergraulen, kommen dem Pumuckl in Meister Eder bekommt Besuch Zweifel. Denn die Kleine mag seinen Schabernack und sein Frechsein. So zieht er ernstlich in Erwägung, an Bärbels Alleskleber kleben zu bleiben. Das ist ein spannende Sache, denn nach so vielen Kobolds-Geschichten kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen, dass sich der kleine Kerl noch jemand anderem zeigen würde als dem Meister Eder.
Pumuckl und der Nikolaus ist dagegen weniger witzig, dafür aber umso lehrreicher. Denn solche Klugschwätzer wie den Pumuckl, die damit angeben, sich gar nicht vor dem Nikolaus zu fürchten, die gibt es sicher auch unter den Kindern von Heute noch. So hat mich die Geschichte doch wirklich zu einem kleinen, listigen Grinsen verleitet.
Außerdem passt diese Geschichte auch ganz gut zur Vorweihnahctszeit, die ja bald beginnt.

Gerade bei „Pumuckl und der Nikolaus“ bin ich Stefan Kaminski sehr dankbar dafür, dass er hier vorliest. Denn den echten Pumuckl halte ich kaum aus, wenn er vor Angst krakeelt. Zwar kommt Stefan Kaminski wirklich bemerkenswert nahe an den Hans Clarin-Pumuckl heran, aber er klingt nie so schrill. Bemerkenswert ist auch, wie leicht er zwischen den Stimmen wechselt. Mal tief und grummelig für Eder, dann krächzend für den Kobold, mal kindlich, mal ernsthaft und erwachsen.

An Untermalung fehlt es dem Hörbuch. Es gibt lediglich eine klimpernde Melodie am Anfang und zwischen den beiden Geschichten um die Trennung kenntlich zu machen. Da es aber dank der Geschichten und Stefan Kaminski sowieso schön unterhaltsam zugeht, ist das aber nicht weiter schlimm.

Das Covermotiv macht dieses Mal neugierig. Wieso guckt der Kobold so grimmig? Und was hat die Puppe damit zu tun? Mir gefallen die alten gezeichneten Motive immer wieder gut.

Fazit:   Zwei schöne Pumuckl-Folgen. Die eine überraschend und ein wenig spannend, die andere mit einer schönen Moral.

Pumuckl (01) – Einiges über Kobolde / Spuk in der Werkstatt / Schnell noch einiges über Koboldsgesetze / Das verkaufte Bett (Ellis Kaut / Stefan Kaminski)

Titel:   Pumuckl (1) – Einiges über Kobolde / Spuk in der Werkstatt / Schnell noch einiges über Koboldsgesetze / Das verkaufte Bett / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 57 min / 10 Tracks / Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

Inhalt:   Der Pumuckl ist ein Klabautermann. Das bedeutet, dass er meist unsichtbar ist. Aber eben nur meistens …
Meister Eder entdeckt den kleinen Pumuckl, als der an seinem Leimtopf kleben bleibt. Von diesem Moment an sind die beiden unzertrennlich. Aber darüber ist der Schreinermeister nicht immer froh, denn wenn Pumuckl nicht gerade dichtet, heckt der Kobold allerlei Schabernack aus und stellt die Schreinerwerkstatt mächtig auf den Kopf.


„Hurra, hurra, der Kobold mit dem roten Haar, hurra, hurra der Pumuckl ist da!“
Nach drei Hörspiel-Auflagen erstmalig im Hörbuch-Format.
Da mag mancher stutzen, der die Kobold-Geschichten nur aus dem Fernsehen und / oder vom Hörspiel kennt.
Aber natürlich gibt es die Pumuckl-Abenteuer auch in Buchform, da ist die Idee der Hörbücher doch eigentlich ganz naheliegend.

Das erste Hörbuch ist in vier Teile aufgeteilt: zwei davon sind erklärende Kapitel zu Kobolden und ihren Gesetzen, die beiden anderen sind die ersten Pumuckl-Geschichten der Reihe.
Diese Aufteilung habe ich als ausgesprochen praktisch empfunden, denn „Einiges über Kobolde“ bringt einen erst in Sachen Kobold-Wissen auf Stand, ist nicht sehr lang und locker weg erzählt.
Damit ist man für die erste Geschichte gleich gut gerüstet.
Die wiederum ist schon recht lang und so ist das zweite erklärende Kapitel „Schnell noch einiges über Koboldsgesetze“ danach wieder ein frisches, lockeres Intermezzo.
Danach freut man sich auf die zweite Geschichte.

Gelesen wird das Hörbuch von Stefan Kaminski, den ich für eine klasse Wahl halte.
Es gestaltet das Hörbuch durch flüssigen Lesen und Erzählen, Betonung und markanten Stimmen zu jedem Charakter sehr abwechslungsreich und interessant. Es wird nie eintönig ihm zu lauschen.
Meister Eder spricht er mit bayerischem Akzent und ich finde, seine Stimme kommt der von Gustl Bayrhammer an vielen Stellen sehr nahe.
Auch der gemütliche, etwas langsamere Tonfall erinnert an den Schreiner aus dem Fernsehen .
Pumuckl eine passende Stimme zu geben, nachdem Hans Clarin DIE Koboldsstimme schlechthin geprägt hat, ist nicht einfach.
Es ist unmöglich diese Stimme exakt zu kopieren, aber insbesondere wenn Stefan Kaminski sich in der Rolle des Kobolds aufregt, dann klingt er schon ziemlich ähnlich.
Zwar nicht ganz so schrill, aber das habe ich eigentlich als sehr angenehm empfunden.
Auch den anderen Charakteren haucht Stefan Kaminski mit unverwechselbaren Stimmen Leben ein.
Man weiß immer, wen er da gerade spricht und wann er zwischen Erzählpassagen und Dialogen wechselt.

Im Hörbuch selber gibt es keine Musik.
Dafür gibt es ein schönes Klavier-Intro zu hören, eine fröhliche Melodie, in die sich immer mal wieder die Pumuckl-Stimme mischt.
Auch nach „Schnell noch einiges über Koboldsgesetze“ und am Ende des Hörbuchs sind Klaviermelodien zu hören, die sich harmonisch einfügen.

Das Bild vom Pumuckl auf dem Cover hat Barbara von Johnson gezeichnet.
Sie hat sich dabei sehr an den Stil der Bilder aus den Büchern und dem der Cover der ersten Hörspiel-Auflage von Columbia gehalten, was ich ausgesprochen passend finde.
In den Büchern sah der Kobold noch nicht aus wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. Da ist es nur logisch, dass auch auf dem Cover der Hörbücher ein Pumuckl im „alten“ Stil zu sehen ist.

Das Hörbuch präsentiert sich im Digipack, das rundherum fröhlich bunt gestaltet ist und prima zu den lustigen Geschichten passt.
Dennoch finde ich, dass eine „richtiges“ Jewel-Case geeigneter gewesen wäre, vor allem wenn man berücksichtigt, dass die Hörbücher sich ja an Kinder ab 4 Jahren richten.
So ein Digipack nimmt sehr viel schneller Schaden, als eine Kunststoffhülle und bei dem schön gestalteten Layout wäre das wirklich schade.
Im Inneren findet man neben einem kleinen Ausblick auf Folge 2 auch interessante Informationen über Stefan Kaminski.

Fazit:   Der Auftakt zur Pumuckl-Hörbuchserie ist auf ganzer Linie geglückt. Für Fans des kleinen Kobolds ein Muss!

Pumuckl (3) – Pumuckl und die Ostereier / Der erste April

Titel:   Pumuckl (3) – Pumuckl und die Ostereier / Der erste April / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 72 min / 11 Tracks / Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

Inhalt:   Der Pumuckl ist ein Klabautermann. Das bedeutet, dass er meist unsichtbar ist. Aber eben nur meistens.
Am Ostersonntag ist Meister Eder bei seiner Schwester eingeladen und Pumuckl darf ihn begleiten. Das Ostereierverstecken macht dem Kobold jede Menge Spaß – vielleicht sogar etwas zu viel Spaß, denn auf einmal fehlen auch andere Dinge…


In den beiden Geschichten auf dieser CD bekommt der Pumuckl es mit zwei Traditionen / Bräuchen der Menschen zu tun, die er zunächst beide nicht recht versteht.
Aber etwas zu verstecken, das ist natürlich ganz nach seinem Geschmack. Nur sind die Menschen auf diesem Gebiet schon sehr untalentiert, wie er findet. Da muss er unbedingt nachhelfen. Wie nicht anders zu erwarten, endet diese „Nachhilfe“ im totalen Chaos.
Aber die Geschichte schafft es, einem das Gefühl eines schönen Osterfest zu vermitteln, so richtig altmodisch mit Eiersuche im Garten.
Auch die Sache mit dem 1. April ist etwas für den kleinen Kobold, auch wenn er zunächst mitsamt Meister Eder selber auf einen Aprilscherz hereinfällt. Angeblich hat ein Drechsler ebenfalls einen Kobold, das behaupten jedenfalls Eders Stammtischfreunde. Da sie nicht auf das Datum achten, gehen die beiden wenig später zum Drechsler. Doch der fühlt sich ziemlich belästigt und als er schließlich fragt, ob Eder sich einen Aprilscherz erlaube, da geht diesem ein Licht auf.
Gemeinsam mit Pumuckl überlegt er nun seinerseits, wie man die Stammtischfreunde drankriegen könnte…und Pumuckl hat eine tolle Idee!

Dass es Stefan Kaminski gelingt, jeden Charakter eindeutig klingen zu lassen, habe ich ja nun schon mehrfach erwähnt, so auch in diesem Hörbuch.
Was ich hier aber besonders bewundert habe, das ist, dass er auch problemlos innerhalb von Sekunden zu einer anderen Stimme wechseln kann. Von Eder zum Drechsler, von einem Stammtischfreund zum anderen, da ist nie eine übermäßig lange Pause oder ein „Hänger“ in den Stimmen oder dem Tonfall zu hören. Einfach toll!

Die Musik bleibt sich treu, ist kindgerecht fröhlich, nicht zu lang und manchmal erinnert sie mich an diese Bücher, die es früher oft mit MCs zusammen gab. Da erklang dann ein kleines Musikstück, wenn man umblättern musste oder wenn eine Geschichte zu Ende war. Solche kleine Melodien haben auch heute noch Charme.

Mit inzwischen vier Hörbüchern wird die Reihe im Regal allmählich richtig fröhlich bunt, denn die Rücken der Digipacks haben jeder eine andere Farbe.
Mir würde es sehr gefallen, wenn die Titel auf dem Rücken ständen, dann müsste man auf der Suche nach einer bestimmten Geschichte nicht erst alle CDs ansehen.
Andererseits wurde das bei den Hörspielen auch nie gemacht.

Fazit:  Auf diesem Hörbuch werden zwei Pumuckl-Geschichten erzählt, die gerade gut in diese Jahreszeit passen und Frühlings-Feeling aufkommen lassen.

Pumuckl (4) – Pumuckl und das Telefon / Pumuckl und die grüne Putzfrau

Titel:   Pumuckl (4) – Pumuckl und das Telefon / Pumuckl und die grüne Putzfrau / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 56 min / 10 Tracks / Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

Inhalt:   Der Pumuckl ist ein Klabautermann. Das bedeutet, dass er meist unsichtbar ist. Aber eben nur meistens.
Meister Eder verspricht dem Pumuckl einen Tierparkbesuch. Als der Schreinermeister einen Kundenauftrag bekommt und den Ausflug verschieben muss, passt das dem Pumuckl gar nicht. Er beschließt, den Kundentermin einfach abzusagen. Wenn er doch nur wüsste, wie man ein Telefon bedient…


Denn das ist gar nicht so einfach, wie es bei den Menschen immer aussieht. Und so sind Missverständnisse quasi vorprogrammiert.
Eine sehr lustige Geschichte, ganz besonders als der Kobold beim ersten Telefonierversuch die Zeitansage erreicht, die Frauenstimme für einen Papagei hält und glaubt, mit dem Tierpark verbunden zu sein. Aber auch später, als der Schreiner von Pumuckls Anruf beim Kunden erfährt und es eigentlich ziemlich hoch her geht, gibt es einige Stellen an denen man schon grinsen muss.

Bei der zweiten Geschichte ist man dem Original-Titel treu geblieben. In den späteren Hörspielen wurde nämlich aus dem Titel „Pumuckl und die grüne Putzfrau“ plötzlich „Pumuckl und das grüne Gemälde“. Da man sich aber auch beim Cover an den „alten“ Pumuckl hält, passt der alte Titel hier umso besser.
In dieser Geschichte entdeckt der Kobold seine künstlerischen Talente mit Wasserfarben und seine Bilder rufen bei einigen Leuten sehr unterschiedliche Reaktionen hervor.
Die Putzfrau, Frau Eichinger, findet die Bilder grässlich, Herr Schmidtberger dagegen -seines Zeichens Kunstkenner- ist hellauf begeistert von den Bildern.

Gelesen bzw eher gespielt wird auch dieses Hörbuch von Stefan Kaminski, der hier besonders in den Rollen der eher vornehmen, gebildeten Herren Schmidtberger und Bergmeier, aber auch in der Rolle der bodenständigen und direkten Putzfrau Frau Eichinger brilliert.
Sehr gut gefällt mir auch, wie lebhaft und unterhaltsam er die Erzähl-Passagen gestaltet, so dass es einem auch dabei niemals langweilig wird.

Fröhliches Pfeifen, eingängige Klaviermelodien, diese musikalische Gestaltung passt prima zum Hörbuch, mehr ist hier gar nicht nötig.
So wird das Hörbuch eingeleitet, so sind die beiden Geschichten praktischerweise von einander getrennt und so endet das Hörbuch auch.
Wenig Musik, aber an den richtigen Stellen eingesetzt, sehr schön.

Das Layout ist wie gewohnt sehr farbenfroh und mit der Zeichnung des „alten“ Kobolds in jedem Fall etwas für Pumuckl-Nostalgiker.

Fazit:  Zwei weitere lustige Folgen aus Ellis Kauts Feder, die heute noch genau so begeistern wie früher. Der kleine Kobold ist einfach Kult

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