Puppen

Die drei ??? (180) – …und die flüsternden Puppen

Titel: Die drei ??? (180) – …und die flüsternden Puppen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 77 min / Sprecher: Andreas Fröhlich, Mario Ramos, Eric Schäffler, Julia Fölster ua

ddf180Inhalt: Das Mädchen Bianca wurde entführt! Am hellichten Tag, direkt vor einem Fitnessstudio! Eine Botschaft, offenbar in Panik auf einem alten Walkman hinterlassen, ist der einzige Hinweis.Die drei ??? verfolgen die Spur der Entführer bis zu einer verlassenen Hütte in Mexiko – und bringen sich dabei selbst in Gefahr.


Rückblickend muss ich über die Story mal wieder sagen: was ein Aufwand für solch eine Auflösung! Das steht objektiv betrachtet nämlich in keinem Verhältnis.
Trotzdem hat mir die Folge aber unheimlich gut gefallen. Das liegt zum einen an dem Oldschool-Aufhänger für alles. Der war genauso nach meinem Geschmack wie die Erwähnung eines gewissen Liedes, das ebenfalls an Europa früher erinnert.
Dann liegt es klar daran, dass die drei Detektive mal ganz woanders ermitteln als sonst die meiste Zeit. Natürlich reisen sie immer mal in den USA herum, aber dieses Mal geht es ja nach Mexiko. Und das habe ich als angenehm exotisch empfunden. Als eine schöne Abwechslung, die auch ganz gelungen umgesetzt wird.
Hauptsächlich liegt es aber wohl an dem Geschehen in der Wellblechhütte dort in Mexiko. Ich fand diese Nacht so richtig schön schaurig, habe ich mehrmals ordentlich gegruselt und vor Ekel vor gewissen Geschöpfen eine Gänsehaut bekommen. Puppen finde ich per se meist schaurig, sprechend aber erst recht. Ich war wirklich froh, die Folge nicht abends vorm Einschlafen im Dunklen gehört zu haben. Wobei, bei Peters markerschütterndem Schrei bin ich dermaßen zusammengezuckt…das war beim Autofahren jetzt auch nicht so dolle 😉
Aufgrund all dieser Punkte kann ich der Folge ehrlich nichts großartig vorwerfen. Wie gesagt, letztlich ist es arg viel Getue um eine an sich recht einfache Angelegenheit. Und wenn man so nach den ersten etwa zehn Minuten mal auf die Sprecherlist guckt, dann kommt einem auch schon so ein Verdacht…aber nein, das waren für mich dieses Mal nur die berühmten Peanuts.

Die drei Hauptsprecher sind wie üblich fit bei der Sache. Vor allem hat mir dieses Mal Andreas Fröhlich gefallen wie er Bob so manchen flotten Spruch in den Mund legt. Mario Ramos hätte Michael Rompa ruhig ein bisschen markanter klingen lassen können. Immerhin spielt er eine nicht so ganz unwichtige Rolle. Dafür punktet er mit einem recht glaubhaften Akzent. Und Michael Harck alias Skinny Norris mischt ebenfalls mit. Über ihn muss man ebenso wenig große Worte verlieren wie über Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich und Jens Wawrczeck.

Musikalisch bin ich ebenfalls zufrieden. Es sind überwiegend stimmungsvolle Stücke zu hören, die schnell für Atmosphäre, Grusel und Spannung sorgen. Zwischen den Szenen geht es widerum etwas lauter zu. Das hätte ich jetzt nicht gebraucht, aber letztlich ist eine Folge „???“ kein „Gruselkabinett“. Zum Glück auch.

Wie schon erwähnt, finde ich Puppen ohnehin meist ziemlich gruselig. Daher wirkte das Cover auf mich sofort verheißungsvoll. Denn ich mag zwar nur die wenigsten Puppen, aber ich habe Spass am Grusel durch sie. Und ich finde, die Puppe auf dem Cover sieht schon sehr schaurig aus.

Fazit: Mir hat diese Folge richtig gut gefallen und richtig viel gruseligen Spass gemacht. Durch den Trip nach Mexiko wirkte sie außerdem erfrischend abwechslungsreich. Da kann ich über „Viel Lärm um wenig“ auch gut mal hinwegsehen.

Gruselkabinett (96 / 97) – Madame Mandilips Puppen

Titel: Gruselkabinett (96 / 97) – Madame Mandilips Puppen / Verlag: Titania Medien / Spielzeit: ca. 122 min, 2 CDs / Sprecher: Helmut Krauss, Hans-Georg Panczak, Uschi Hugo ua

gk9697Inhalt: New York 1931: Dr. Lowell ist ein bekannter Facharzt für Neurologie und Geisteskrankheiten, der in einem renommierten Krankenhaus Belegbetten hat. Eines Abends gerät er vor der Klinik unversehens in einen Fall, in dem offenbar Kräfte am
Werk sind, von denen er nicht geglaubt hat, dass es so etwas überhaupt gibt.


Puppen kommen in zahlreichen gruseligen Filmen und Geschichte vor. Ich mag solche Geschichten sehr, weil ich Puppen auch in echt meist eher schaurig als schön finde. Daher war ich auf diese Folge sehr gespannt.
Im Großen und Ganzen bin ich nicht enttäuscht worden. Die Geschichte verläuft angenehm geradlinig und trotz mehrerer Figuren fällt es überhaupt nicht schwer, den Überblick zu behalten. Normalerweise habe ich damit schnell meine Probleme. Der Schauplatz wechselt häufig. Mal rätselt man mit Dr. Lowell, was hinter den seltsamen Todesfällen stecken könnte und geht der Sache nach und nach mehr auf den Grund. Dann wieder ist man bei der Puppenmacherin und ihren Kunden zu Gast. Dadurch ist man dem Doktor ein gutes Stück voraus, denn diese Passagen bringen schon sehr deutlich rüber, dass mit dieser unheimlichen Frau etwas nicht stimmt. Dennoch verliert der Part bei Lowell keineswegs an Spannung. Ich habe neugierig verfolgt, wie er und seine Leute versuchen, das Geheimnis zu lüften. Außerdem treffen sie dabei auf verschiedene weitere Personen, die dank einiger schauriger Erlebnisse und Entdeckungen ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Während ich vielen Folgen dieser Reihe den Gruselfaktor rundweg abspreche, muss ich hier sagen, dass es durchaus wirklich schaurige Szenen gibt, die einem eine Gänsehaut bescheren. Es geht also doch! So sollte eine Geschichte sein, wenn auf dem Deckel „Grusel“ draufsteht.

Doris Gallart übernimmt die Rolle der Madame Madilip und leiht ihr ihre tiefe, markante Stimme, die in einem Moment gutmütig und sympathisch klingt, aus der einen im nächsten Moment aber auch schon das Böse quasi anspringt. Als Dr. Lowell ist Hans-Georg Panczak zu hören, dem man den erfahrenen und gebildeten Arzt sofort abnimmt. Helmut Krauss als Gangsterboss Ricori hat mir ebenfalls gefallen. Vor allem, weil zwar durchweg eine gewisse Bedrohlichkeit in seiner Stimme liegt, die menschliche Seite dieser Figur aber ebenfalls unverkennbar ist. Nur eine Bitte habe ich: ich mag Reinhilt Schneiders Stimme wirklich gerne, aber könnte man ihr künftig Rollen geben, in denen sie nicht heulen und jammern muss? Da möchte ich mir jedes Mal die Ohren zuhalten.

Wie so oft in dieser Serie bekommt man Musik und Geräusche im Überfluss geboten. Und wie immer finde ich, dass es hier und da auch gut ohne düstere, wabernde Stücke oder Geräusche mit Gruselfaktor gegangen. Die Story selber ist schaurig genug um solche Szenen zu überbrücken, ohne dass sie an Atmosphäre verloren hätte.

Puppen sind gruselig! Das beweist das Cover eindeutig. Der starre Blick alleine lässt einen schon schaudern .

Fazit: So mag ich „Gruselkabinett“-Folgen: wenn sie wirklich gruselig sind! Spannend geht es obendrein zu und Langeweile kommt nicht eine Sekunde lang auf. Dafür sorgen vor allem die Schauplatzwechsel zwischen Lowell und seinen Leuten und Madame Mandilip. Bei beiden Parteien hat man allen Grund zum Mitfiebern.

Point Whitmark (34) – Die einäugigen Puppen

Titel: Point Whitmark (34) – Die einäugigen Puppen / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Thomas Petruo, Sonja Spuhl ua

Inhalt: Während eines Besuchs auf dem „Jahrmarkt des großen Feuerballs“ kommt es zu einer sonderbaren Begebenheit. Jay, Tom und Derek müssen mitansehen, wie Martin Dupré, der Sohn ihrer Französischlehrerin, verschleppt wird. Darüber hinaus entdecken sie in der Werkstatt des Stanislav Lodz die schaurigen Nachbildungen lebender Kinder. Die weiteren Ungeheuerlichkeiten, die der unheimliche Puppenmacher dort verbirgt, verschlagen den Jungen den Atem. Als schließlich die Dämmerung hereinbricht, erfüllt sich der Fluch der einäugigen Puppen …


Weiter geht es mit den Abenteuern der drei Freunden aus Point Whitmark. Ich muss sagen, dass mir diese Folge im Vergleich zur Vorigen deutlich besser gefallen hat. In erster Linie, weil sie einen klareren, geradlinigeren Verlauf hat, der zu einer Auflösung führt, die man sich als Hörer durchaus auch selber herleiten kann. So macht es Spass, dem Abenteuer zu folgen und mitzuknobeln. Mit dem Rummelplatz ist auch sehr schöner Schauplatz gewählt, da dort ja Realität und Illusion oft nahe bei einander liegen. Das spielt dem gewissen Grusel in die Hände, der zu jeder Folge dazu gehört. Wobei hier davon eher wenig zu spüren ist. Abgesehen von einer Theorie von Tom bleibt man auf dem Boden der Tatsachen. Das hat mir so gut gefallen. In einigen Geschichten hat man es mit Grusel und Spuk für meinen Geschmack etwas übertrieben und den Detektivfall dahinter zurück gestellt. Das ist bei dieser Folge erfreulicherweise nicht der Fall. Und selbstverständlich muss man auch auf eine gewissen Komik nicht verzichten. Jay hat selbstverständlich wieder eine Lawrence-Weisheit auf Lager und Derek als Babysitter ist allemal ein Grinsen wert.

Hinsichtlich der Sprecher fällt der Kelch des Lobes etwas kleiner aus. Das bestrifft im Speziellen Kathrin Janke als Peachy-Lynn und Kevin Semrau alias Martin Duprè. Dabei mag ich Peachy-Lynn als Charakter! Sympathisch anders, ich würde sie gerne mal in einer weiteren Folge „treffen“, aber diese Stimme passt einfach nicht zu ihr. So ein nettes Hippie-Girl und so eine burschikose Stimme… Martin Duprè scheint zwar ein Außenseiter zu sein und das sollte man auch raushören, aber Kevin Semrau lässt ihn klingen als wüsste er NIE, wie er was richtig machen soll. Sogar, wenn er von etwas erzählt, von dem er an sich einen Plan hat. Das geht auch nicht. Ansonsten tanzt niemand aus der Reihe und die drei Hauptsprecher sind ohnehin bestens aufgelegt.

Ich kann nichts dagegen tun: sobald die Titelmelodie anläuft, summe oder pfeife ich mit. Ich mag dieses Stück sehr (hab es sogar als Klingelton!) und würde mir wünschen, es zumindest in Teilen auch mal während der Geschichte zu hören. Doch da setzt man auf andere Stücke, die mich an Filme wie „Edward mit den Scherenhänden“ erinnern, hüpfend, klingend, melodisch und zweifellos schön. Aber eben nicht PW-Style. Schade. Und wenn ich gegen Ende dem Babygeschrei noch länger hätte lauschen müssen, hätte ich irgendwas auseinander genommen. Aua, aua, über lange Zeit zerrt das an den Nerven.

Ein an sich unspektakuläres Covermotiv, das aber durch den Effekt des gesprungenen Spiegels gleich wieder interessant wirkt. Dass der größte Riss dem Spiegelbild ein Auge nimmt, passt natürlich gut zum Titel.

Fazit:  Mir hat „Die einäugigen Puppen“ prima gefallen. Ein spannender und unterhaltsamer Fall für Jay, Tom und Derek, bei dem man als Hörer wieder mitknobeln kann. Der Grusel wurde hier zwar etwas zurückgedreht, aber letzten Endes steht ja auch die Dektektivarbeit der Jungs im Mittelpunkt der Serie. Somit kann ich damit gut leben.

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