Riley

Riley – Im Schein der Finsternis (Alyson Noel / Merete Brettschneider)

Titel: Riley – Im Schein der Finsternis / Verlag: Radioropa / Spielzeit: ca. 248 min / gelesen von: Merete Brettschneider / Buch: Alyson Noel

Inhalt: Riley ist tot, und das genießt sie ausgiebig. Schließlich hat sie eine spannende Aufgabe: Seelen einzufangen, die auf ihrem Weg ins Jenseits verloren gegangen sind. Dabei sind es die schweren Fälle, derer sie sich mit Vorliebe annimmt. Allerdings fragt sie sich inzwischen, warum sie ausgerechnet diesem Geistermädchen Rebecca helfen wollte? Sie ist voller Hass und will nur Rache für ihren Tod: In einem gefährlich dunkel-glitzernden Nebel aus Zorn hält sie unzählige Seelen gefangen, um sie zu quälen. Riley ist verzweifelt wie kann sie diesem Grauen ein Ende setzen? Wie kann sie der Finsternis gegenübertreten, ohne sich selbst darin zu verlieren?


Rileys Abenteuer in der Geisterwelt gehen in die zweite Runde. Um es gleich vorweg zu nehmen, es ist durchaus ratsam, mit dem ersten Teil zu beginnen, denn Rileys Vorgeschichte wird hier nur sehr grob und eher nebensächlich erzählt. Andererseits bietet das natürlich umso mehr Raum für die Geschichte an sich, die somit sofort in die Vollen gehen könnte. Tut sie aber nicht. Für meinen Geschmack ist der Anlauf etwas zu lang geraten. Doch hat man ihn bewältigt, wird man mit einer Story belohnt, die der des ersten Teiles um einiges voraus ist. War der erste Teil noch recht leicht, teilweise auch recht humorvoll, so gibt es in “Im Schein der Finsternis” nichts mehr viel, über das man schmunzeln könnte. Rebeccas Rache hat es in sich und was Riley mit ihr erlebt, lässt einen auch schon mal schaudern. Speziell als Rebecca ihren Angriff auf Rileys Freund Bodie und ihren Hund Buttercup startet und Riley sie retten muss. Doch Riley wächst offenbar auch mit ihren Aufgaben, denn mir kam sie in diesem zweiten Teil eine ganze Spur erwachsener und vernünftiger vor. Das gewisse Etwas fehlt zwar auch diesem Teil noch, trotzdem stellt er eine ordentliche Steigerung zu Teil 1 dar und wenn sich die Reihe weiterhin so entwickelt, dann kann man mit ihr wirklich zufrieden sein. Nach einem Nebenbei-Spin-off klingt es jedenfalls sicher nicht.

Es hat einen Wechsel bei der Sprecherin gegeben. Wurde Teil 1 noch von Dorothee Sturz zu Gehör gebracht, ist hier nun Merete Brettschneider zu hören. Ich verstehe diese Umbesetzung zwar nicht, aber schlecht ist sie sicher nicht. Erstens hat Merete Brettschneider natürlich ebenfalls Erfahrung, zweitens klingt sie aber auch ernsthafter als Dorothee Sturz. Und das passt gut zu der Entwicklung, die Riley durchläuft, und im Laufe derer sie erwachsener und vernünftiger wird.

Beim Look bleibt es leider dabei, dass er sich nicht gerade aufregend und aufmerksamkeitheischend ist. Erneut ist eine Blume zu sehen, wenn auch eine andere und in anderer Farbe, erneut flattern dunkle Vögel daraus hervor. Ein ansehnliches Motiv, das allerdings keinen Bezug zur Geschichte zeigt.

Fazit:  Rileys Abenteuer legen eine Schippe drauf. Es wird unheimlicher und spannender. So darf sich die Reihe gerne weiterhin entwickeln.

Riley – Das Mädchen im Licht (Alyson Noel / Dorothee Sturz)

Titel: Riley – Das Mädchen im Licht / Verlag: Radioropa / Spielzeit: ca. 240 min / gelesen von: Dorothee Sturz / Buch: Alyson Noel

Inhalt: Riley Bloom hat einen ganz neuen Lebensabschnitt vor sich: Den Tod. Durch einen Autounfall wurde sie aus dem Leben gerissen und von ihrer Schwester Ever getrennt. Ein Abschied, der ihr so schwer fiel, dass sie noch eine Weile als Geist auf der Erde blieb. Aber da auch das schönste Geisterleben einmal ein Ende haben muss, überquerte Riley schließlich die Brücke ins Jenseits. Nur kann sie dort leider auch keine Ruhe finden, denn vom großen Rat wird ihr eine besondere Aufgabe zugeteilt: Sie soll auf der Erde verlorene Seelen einfangen. Und ausgerechnet der langweiligste Junge, dem sie je begegnet ist, wird ihr dabei zur Seite stehen. Riley hat sich das irgendwie anders vorgestellt. Zum Glück hält der Tod noch so einiges für sie bereit …


Offenbar hat sich Evers kleine Schwester Riley aus der “Evermore”-Reihe so viele Fans gemacht, dass ihr Autorin Alyson Noel ein eigenes Spin-off gegönnt hat. Immerhin ist Riley bei dem Autounfall ums Leben gekommen und auch als “Geist” kann man nicht sein liebes, langes und totes Leben mit Herumlungern verbringen. So wird Riley auf eine Mission geschickt. Sie soll verlorene Seelen auf der Erde ins Jenseits führen. Leider nimmt diese Mission den kleinsten Teil der Story in Anspruch. Meistens lauscht man Rileys Schilderungen, Ansichten und Gedanken zur Existenz nach dem Tod, die ganz typisch 12jähriger Teenager sind. Viel Tiefgang darf man von “Riley – Das Mädchen im Licht” also nicht erwarten, obwohl Raum dafür gegeben wäre und Alyson Noel es in kleineren Ansätzen auch versucht hat. Den vorwiegend jungen Fans dürfte Riley aber auch durch ihre gewitzte, etwas aufsässige, freche, aber liebenswerte Art sehr sympathisch werden. So macht es zumindest Spass, der Geschichte zu lauschen. Für mich ist dies eines der wichtigsten Krieterien, die ein Hörbuch erfüllen muss: es muss mich unterhalten. Das ist “Riley” auf jeden Fall gelungen.

Mit ihrer jungen Stimme passt Dorothee Sturz als Sprecherin sehr gut. Gerade auch deshalb, weil Riley ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Dorothee Sturz trifft gut den naseweisen, aber sympathischen Ton eines Teenies. In den gelgentlichen, etwas tiefgründigeren Szenen, gelingt es ihr aber auch, gefühlvolle Töne anzuschlagen.

Das Cover empfinde ich als recht einfallslos, trotz der Vögel, die aus der Mitte der Blume geflogen kommen. Das erinnert sehr an das Cover von “Evermore” Teil 1. Da hätte ich “Riley” ein eigenständigeres Motiv gewünscht. Zumindest fällt der Look sonst sehr hell aus, was gut zum Licht aus dem Titel passt.

Fazit:  Ein unterhaltsames Spin-off der beliebten “Evermore”-Reihe, die den jungen Fans Spass machen wird. Mir hat “Riley” gut gefallen. Sogar besser als “Evermore” 😉

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