Schattenwelt

Die drei ??? (175) – Schattenwelt

Titel: Die drei ??? (175) – Schattenwelt / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 186 min / Sprecher: Elga Schütz, Jona Mues, Hanni Vanhaiden, Jürgen Thormann ua

ddf175Inhalt: Die drei Detektive bekommen eine einmalige Chance: Sie dürfen an der Universität Ruxton für ein paar Wochen das Studentenleben testen! Doch schnell wird klar, dass hier nicht nur Vorlesungen, Partys und Wohnheimzoff auf sie warten, sondern ein neuer Fall!


Eine Geschichte um die ??? auf drei CDs, da bin ich von Natur aus skeptisch. Zu oft verfransen sich bereits die Geschichten auf einer CD. Und ich habe keine Lust, drei CDs in Habtachtstellung zu hören um nichts zu verpassen um am Ende durchzublicken. Das ist schon bei einer CD anstrengend. Entsprechend habe ich “Schattenwelt” geraume Zeit vor mir hergeschoben.
Völlig zu unrecht, wie ich zugeben muss. Denn -und für mich ist das ein dicker Pluspunkt- man hat am Ende jeder CD den Eindruck, der Fall sei gelöst. Nicht komplett zwar, für den totalen Durchblick reicht es logischerweise nicht, sonst wäre jede Spannung dahin, aber zu einem guten Teil. Zu einem so guten Teil sogar, dass ich das Gefühl hatte, gewisse Elemente als “erledigt” abhaken zu können. So konnte ich mich dann auf die nächste CD umso besser konzentrieren, weil ich nicht das Gefühl hatte, alles auf dieser CD ständig in Verbindung zu dem zu setzen, was ich auf der vorherigen CD gehört habe.
Das Geschehen auf jeder CD ist für sich spannend, hat auch ein paar dezent schaurige Momente und ein paar futuristische Elemente finden sich ebenfalls.
Am Ende fügt sich das endlich alles zusammen und da einige Dinge -wie gesagt- schon vorher quasi erledigt sind, wirkt das Ende auch nicht überladen oder chaotisch.
Gefallen hat mir außerdem, dass hier tatsächlich so ein bisschen College-Atmosphäre aufkommt. Ich mag einfach Detektivgeschichten und Krimis, die an Unis spielen. Schon immer und so richtig begründen kann ich es noch nicht mal. Es ist einfach so und deshalb habe ich mir hier darüber gefreut.

Habe ich Elga Schütz nicht erst in der gestrigen Besprechung gelobt? Egal, dann hier eben nochmal. Ihre markante Stimme, so überhaupt nicht typisch Frau, ist für mich immer wieder ein Highlight. So auch hier, wo sie Francine Breckenridge spricht. Jona Mues übernimmt die Rolle des Taylor-Jackson und lässt ihn dermaßen arrogant klingen, dass ich ihm (also Tayler-Jackson) am liebsten sofort eine reingehauen hätte. Das muss man auch erstmal schaffen.

Die eingesetzten Musikstücke habe ich jetzt nicht als den großen Wurf empfunden. Jedenfalls haben sie die Jubiläumsfolge in dieser Hinsicht nicht nennenswert vom Rest der Reihe ab. Dafür kann man mit der Geräuschkulisse ganz zufrieden sein. Da passt alles.

Die drei CDs ziehen in drei einzelnen Cases und so widerum im schicken Schuber ins Regal ein. Jedes CD-Cover hat ein anderes Motiv. Die Hauptelemente dieser Cover finden sich auf dem Schuber wieder. Eine schöne Idee. Ich mag besonders die durchgängig düsteren Stil und die finsteren Farben. Das muss der Farbfreak in mir sein.

Fazit: Mir hat die Jubiläumsfolge gut gefallen. Vor allem, weil man am Ende jeder CD den Eindurck hat, dass man an einen ordentlichen Teil der Story bereits ein Häkchen machen kann. So konnte ich mich bei jeder CD neu konzentrieren ohne dabei noch groß mit dem zuvor Gehörten kombinieren zu müssen. Und wenn ich bei einer ??? den Überblick behalten kann ohne mich dabei wahnsinnig anstrengen zu müssen (wie bei vielen Einzelfolgen), dann nehme ich dafür manch anderes gerne in Kauf. Hörpsielhören soll ein Vergnügen sein, keine Anstrengung. Vielleicht ist dieses Jubiläum nicht DAS Highlight, aber ich fand es dennoch ganz spannend und unterhaltsam.

Schattenwelt – Ich krieg dich doch! (R.L. Stine)

schattenwelt01Randy rennt, so schnell sie kann. Denn Pete ist hinter ihr her. Pete, der Geisterjunge, mit dem alle Kinder aus Shadyside einmal im Jahr Verstecken spielen müssen. Wenn er sie fängt, hat er ein Jahr lang die Kontrolle über ihren Körper. Aber Randy will auf keinen Fall schleimige Würmer essen. Und schon gar nicht auf dem Friedhof wohnen.

Dieses Buch habe ich auf einem Trödelmarkt gekauft und die Verkäuferin versicherte mir, es sei wirklich total gruselig. Nun ja, dachte ich, sie möchte es ja schließlich verkaufen. Da muss sie es einem schmackhaft machen. Denn ich habe bereits einige “Fear Street” und “Gänsehaut” von R.L. Stine gelesen und so wirklich gruselig war davon kein Buch. Aber ich traue Stine das durchaus zu, denn in einem englischsprachigen Buch hat er mir das mal klar bewiesen.
Und mit dieser “Schattenwelt”-Geschichte hat untermauert er diesen Eindruck ganz ordentlich. Gut, zunächst klingt das alles nach einer Legende, an die in Randys neuer Stadt alle glauben. Und das Spiel, das zur Abwehrung des Bösen jedes Jahr im Wald gespielt wird, wird zwar als gefährlich und unheimlich beschrieben, aber ich hatte doch eher den Eindruck, dass sich die Kids darauf freuen. Also konnte es so schlimm ja nicht sein.
Doch Randy kennt sich damit natürlich nicht aus. Sie ist neu in der Stadt und weiß nicht recht, was sie glauben soll. Zunächst geht sie die Sache mutig und selbstbewusst an, was ich bewundert habe. Doch als sie bei ihren Nachforschungen keine vernünftige Antwort auf ihre Fragen bekommt, beginnt sie zu zweifeln. Das konnte ich ihr nicht übelnehmen. Sie gerät in einige bedrohliche und unheimliche Situationen. Da kann man sich gut vorstellen, dass das verunsichert.
Je näher das Ritual im Wald kommt, desto spannender wird es. Einerseits konnte ich nicht an einen Geisterjungen glauben. Andererseits deutet vieles darauf hin. Genau wie Randy war ich hin- und hergerissen. Vor allem auch, weil R.L. Stine zwar oft und gerne Geister ins Rennen schickt, am Ende dann aber quasi mit dem Finger schnipst und plötzlich sieht die Sache doch ganz anders aus. Ich rechnete also noch mit einer Überraschung in dieser Art.
Eine Überraschung kam dann tatsächlich, allerdings ganz anders als ich dachte. Und ja, bei dem Spiel im Wald ist die Geschichte dann wirklich richtig gruselig. Das ist nicht der verspielte und teilweise witzige Grusel von “Gänsehaut”, sondern eine klare Stufe darüber. Das kam unerwartet für mich. Genauso wie die Auflösung um den Geisterjungen.
Das einzige, was mich an der Geschichte wirklich gestört hat, ist der Name von Randys Schwester. Sie heißt eigentlich Barbara, wird aber nur “Baby” genannt. Und auch wenn ich “Dirty Dancing” wirklich mag, das ist kein Name. Und selbst als Spitzname nervt es. Speziell bei solch einer kleinen Kröte wie Randys Schwester eine ist.
Das Ende ist dann eine winzige Winzigkeit romantisch, was ich unglaublich süß fand. Immerhin ist Randy erst zwölf Jahre alt. Aber vielleicht schätze ich die Zwölfjährigen von heute auch einfach falsch ein. Ich mag es mir nicht vorstellen, aber es kann gut sein.

Eine relativ große Schrift, kurze Kapitel und Randys jugendliche Erzählweise, so liest sich das Buch weg wie nichts. Ich kann mir gut vorstellen, dass junge Leser damit wunderbar klarkommen und Spass am Lesen haben werden.  Eine gruselige Skeletthand begrüßt einen an jedem Kapitelanfang.

Das Cover finde ich wirklich toll. Ich finde, bereits dem Cover sieht man an, dass hier eine andere Liga Grusel geboten wird als zB bei “Gänsehaut”. Es ist sehr düster und das Ungeheuer mit den leuchtend roten Augen sieht echt schaurig aus.

Fazit: Ich weiß nicht, ob es auf alle “Schattenwelt”-Büher zutrifft, aber dieses hier ist auf jeden Fall eine ganze Ecke gruseliger als “Gänsehaut”. Außerdem fand ich es wirklich spannend, denn lange weiß man genauso wenig wie Randy, was man von all den Vorkommnissen und dem Gerede in der Stadt halten soll. Das Ende hatte dann noch eine dicke Überraschung für mich im Gepäck. Somit kann ich das Buch nur empfehlen!


Titel: Schattenwelt – Ich krieg dich doch!
Autor: R.L. Stine
Seiten: 125
Verlag: Loewe Verlag
ISBN: 978-3785540275
Preis: gebraucht ab € 0,01 (HC & TB)

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