Schatz

TKKG (201) – Vom Goldschatz besessen

Titel: TKKG (201) – Vom Goldschatz besessen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 67 min / Sprecher: Sascha Draeger, Henry König, Joachim Kretzer, Horst Stark ua

Inhalt: Tim, Karl und Gaby begleiten Familie Sauerlich an einen Alpensee und quartierten sich in einer einsam gelegenen Holzhütte ein. Klößchen will eigentlich nur alle Viere von sich strecken, aber stattdessen schlittern TKKG schon am ersten Tag in ein geheimnisvolles Abenteuer: ihr Nachbar, ein ergrauter Einsiedler packt eine uralte Goldsucher-Geschichte aus! Doch die einzigen Hinweise, dass der Goldschatz wirklich existiert, verschwinden noch bevor die vier sich ein Bild machen können. Und plötzlich scheinen nicht nur TKKG dem Gold auf der Spur zu sein.


Ein wenig altmodisch klingt der Titel schon. Spontan hatte ich eine Piratengeschichte im Kopf oder eine um Schatzjäger, so etwas in der Richtung. In den Alpen hätte ich beides aber sicher nicht angesiedelt, doch genau dort spielt diese Episode. Man muss ihr lassen, dass sie diesen Schauplatz wirklich gut und anschaulich rüberbringt. Ich konnte mir die Gegend schnell und klar vorstellen. Ein Abenteuer an solch einem schönen Ort, warum nicht?
Die Handlung ist erfreulich geradlinig, was mir ja immer sehr entgegenkommt. Allerdings ist sie für meinen Geschmack aber auch geprägt von irre großen Zufällen und so manchen Widersprüchen. Was eben noch ganz leicht ging, scheint wenig später unmöglich gewesen zu sein. Hauptsache, die Story kann weiterlaufen.
Das tut sie dann auch, aber eher unaufgeregt. Wirklich große Überraschungen findet man genauso wenig wie richtig spannende Momente. Man ahnt stets, wie es weitergehen wird und einige Dinge sind geradezu erschreckend offensichtlich. Ich würde behaupten, dass die Folge so nicht mal bei den jungen Hörern für Spannung sorgen wird.

Joachim Kretzer und Tilo Schmitz hat man ihren Figuren entsprechend einen derben amerikanischen Akzent aufgebrummt, was nur mäßig glaubhaft klingt. Dafür aber umso mehr nach Klischee. Horst Stark hat mir ein gutes Bild des alten und kranken Ludwig Waltz vermittelt. Er spricht diesen Part sehr überzeugend. Theresa Berlages markante  und klare Stimme passt gut zu Dr. Ruth Schadewell. Ich habe ich die Wisschenschaftlerin leicht abgenommen.

Die Musik präsentiert sich hier sehr modern. Teilweise habe ich es auch eher als eine Aneinanderreihung elektronisch erzeugter Geräusche empfunden, statt als Musik. Das passt nicht besonders gut in die Alpen, das ist mal einfach so. Somit steht es der Story auch nicht allzu gut. Der Spannung hilft es genauso wenig auf die Sprünge. Eine seltsame Auswahl also.

Das Covermotiv gefällt mir dafür wirklich sehr gut! Die Berge, der Wasserfall, die Freunde in einem Schlauchbott, das sieht nach Abenteuer aus. Leider mehr als davon in der Story geboten wird.

Fazit:  Der Schauplatz ist klasse und gut und vorstellbar in Szene gesetzt. Die Handlung angenehm geradlinig. Leider ist die Story oft sehr vorhersehbar und ebenso oft von großen, großen Zufällen geprägt. Beides geht natürlich zu Lasten der Spannung, Schade.

Die drei ??? Kids (56) – Das Rätsel der Könige

Titel: Die drei ??? Kids (56) – Das Rätsel der Könige / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 64 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Ilka Teichmüller, Stefan Bergel, Lidger Vortmann ua

Inhalt: Seltsame Dinge geschehen im Einkaufszentrum von Rocky Beach. Justus, Bob und Peter wollen der Sache natürlich nachgehen. Als sie die Spur verfolgen, stoßen sie auf einen wertvollen Königsschatz. Doch sie sind nicht die Einzigen, die das Rätsel der Könige lösen wollen.


Auf die ??? Kids wartet anscheinend an jeder Ecke ein neuer Fall. Dieses Mal in einem neu eröffneten Einkaufszentrum. Schon auf der Fahrt dorthin ereignet sich höchst Seltsames. Wie üblich in dieser Reihe etwas übertrieben dargestellt. Und genauso geht es dann im Einkaufszentrum auch weiter. In jeder Hinsicht war es mir hier schlicht und einfach “too much”. Dabei bleibt die Glaubhaftigkeit schnell auf der Strecke, was ich ziemlich ärgerlich fand. Ob die jungen Hörer wirklich eins zu eins glauben, was hier geschieht…ich habe da so meine Zweifel.
Uninteressant ist der Fall allerdings widerum nicht. Er beginnt unterhaltsam und spaßig mit dem Besuch im Schwimmbad, das zum Einkaufszentrum gehört, doch nach und nach ereignen sich immer mehr eigenartige Dinge. So bleibt es abwechslungsreich und Langeweile kommt nicht auf.
Am Ende steht dann noch eine echte Schatzsuche an. Klar, irgendwie musste man ja dem Titel gerecht werden. Vorher ist von Königen nämlich nichts zu hören. Da kommt kurz Schatzjägerstimmung auf. Und Justus darf einmal mehr zeigen, was für ein helles Köpfchen er ist. Was im Falle der Bösewichte hier keine allzu große Leistung ist. Denn die sind dieses Mal wirklich arg blöde.

Yoshij Grimm alias Peter klingt mir dieses Mal fast immer zu aufgedreht. Das ist mir bei ihm schon einige Male in vorigen Folgen aufgefallen, aber hier fand ich es ehrlich anstrengend. Robert Frank und Ilka Teichmüller geben ein gutes Gaunerpärchen ab. Und auch Klaus Dittmann ist als Reynolds wieder mit von der Partie.

Was Musik und Geräusche anbetrifft, gibt es weiter nichts Bemerkenswertes. Die Folge klingt wie alle Episoden der Reihe mit vertrauten Musikstücken und einer soliden Geräuschkulisse, der es an nichts fehlt. Klanglich fühlt man sich in jeder neuen Folge wieder gewissermaßen “zuhause”. Was bei einer Kinderserie auch wichtig ist, wie ich finde.

Das Covermtiv löst die Geschichte leider quasi auf. Darin ist sehr lange nichts von einem solchen Schatz zu hören, das kommt erst gegen Ende. Und das nimmt das Motiv absolut vorweg. Es hätte anderen geeignete Szenen gegeben, die man aufs Cover hätte bringen können und die nicht so viel verraten hätten.

Fazit:  Die Geschichte ist ganz interessant und man bleibt beim Hören stets neugierig. Allerdings ging es mir hier doch häufig viel zu übertreiben zu, was mich durchaus auch mal genervt hat. So ist bei mir ein eher durchwachsener Gesamteindruck zurück geblieben.

Bibi & Tina (85) – Das Geheimnis der Alten Mühle

Titel: Bibi & Tina (85) – Das Geheimnis der Alten Mühle / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 42 min / Sprecher: Arianne Borbach, Sven Hasper, Dorette Hugo, Susanna Bonasewicz ua

Inhalt: Bibi, Tina und Alexander trainieren heimlich mit ihren Pferden an der Alten Mühle, denn sie wollen in einer Show auf der Rotenbrunner Pferdemesse auftreten und damit alle überraschen. Während einer Pause finden sie im Innern der Mühle ein altes Pergament. Unfassbar: Dort steht etwas über eine Goldader ganz in der Nähe!


Es ist ja immer so eine Sach damit, etwas für sich zu behalten. Oft genug geht das doch schief, so auch hier. Und bald schon ist der ganze Ort auf Schatzsuche nach dem angeblichen Gold. So kann man gleich mitfiebern, ob sich tatsächlich Gold finden lässt. Und natürlich, ob die Freunde es schaffen, die Leute wieder zur Vernunft zu bringen. Dabei kommt wirklich eine Spur Goldgräberstimmung auf.
So richtig spannend und dramatisch wird es dann aber erst etwas später. Tina, Holger, Graf von Falkenstein und Alex geraten in eine wirklich bedrohliche Situation. Und alles nur wegen dem angeblichen Schatz!
Ein Glück nur, dass es Bibis Hexennase gibt, die in solche Situationen juckt, sodass Bibi ahnt, dass etwas passiert sein muss. Von Hexerei ist bis dahin weiter nichts zu hören, was ich erstmal recht schade fand. Aber es ist ein guter Augenblick um den Hörer wieder an Bibis Talent zu erinnern. Und da sie auf dem Martinshof eigentlich gar nicht hexen darf, ist es auch nicht allzu abwegig, dass es bis dahin kein Thema ist.
Auch die Pferde spielen hier keine sonderlich große Rolle, obwohl sie speziell am Anfang und am Ende mit von der Partie sind. Aber es ist halt eine Geschichte, die sich nicht in erster Linie um sie dreht. Dafür ist es eine schöne Abenteuergeschichte, die mir gut gefallen hat.

Neue Sprecher sind hier nicht anzutreffen, von zwei Ferienkindern abgesehen. Die gesamte Folge wird also von den vertrauten Stammsprechern bestritten, wobei es mir besonders gefallen hat, mal so viel von Graf von Falkenstein, also Sven Riemann zu hören. Klingt er sonst oft so hochnäsig, so erlebt man ihn hier auch mal von einer anderen Seite. Sonst sind natürlich Susanna Bonasewicz und Dorette Hugo zu hören, sowie Marius Clarén, Arianne Borbach und Sven Hasper.

Musik gibt es wie gewohnt ausser dem Titellied nicht weiter zu hören, dafür ist die Geräuschkulisse einwandfrei.

Das Covermotiv gefällt mir ebenfalls. Es macht neugierig, wie sich die Freunde über das Pergament beugen. Im Hintergrund ist natürlich passend zum Titel ein Teil der Mühle zu sehen. Und auch ein Pferd ist mit dabei.

Fazit:  Die Pferde spielen hier keine so große Rolle, gehext wird auch lange nicht, dennoch hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie ist spannend und lässt Goldgräberstimmung aufkommen. Und es ist auch mal schön, nur die bekannten Hauptsprecher zu hören.

Mord in Serie (23) – In tödlicher Tiefe

Titel: Mord in Serie (23) – In tödlicher Tiefe / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 59 min  / Sprecher: Katharina von Keller, Uve Teschner, Wolf Frass, Pascal Finkenauer ua

mis23Inhalt: Till und seine Verlobte Anna wollen den Sommer bei ihrem Kumpel Jamie in Florida verbringen und freuen sich auf geruhsame Tage. Daraus wird allerdings nichts, als sie während eines Tauchgangs auf das Wrack eines U-Boots stoßen. Denn als die drei Freunde die Ladung bergen wollen, bekommen sie es nicht nur mit gefräßigen Haien zu tun.


Auf diese Folge hatte ich mich riesig gefreut. Mit Haien verbinde ich immer irgendwelche Horrrorgeschichten, und die liebe ich. So trashig sie auch sind. Allerdings handelt es sich hier um einen Thriller, was ich hätte wissen müssen. Sei’s drum.
Anfangs ist davon jedenfalls über geraume Zeit hinweg nichts zu spüren. Till und Anna sind zu Besuch bei Kumpel Jamie in Florida, hängen am Strand herum, unterhalten und kabbeln sich. Mir dauerte das im Vergleich etwas zu lange, vor allem aber nervte mich Jamies Baggerei und dass Till das alles recht gelassen hinnimmt. Junge, hallo?! Immerhin sind die beiden verlobt!
Dann kommt endlich das Thema um das versunkene U-Boot auf den Tisch und sofort nimmt die Handlung an Spannung zu. Natürlich rätselt man mit, was es damit auf sich hat. Woher es kommt. Was es eventuell geladen haben könnte. Außerdem gefiel mir Annas Sinneswandel, den ich ihr zunächst ehrlich nicht zugetraut hätte. Solche Charakterentwicklungen mag ich sehr!
Als es an die Bergung der Ladung geht, gibt es eine Handlung über Wasser und eine darunter. Beide beginnen sehr spannend und die Handlung unter Wasser blieb es für mich auch durchgehend. Endlich meine Haie, und zwar so richtig! Über Wasser bei Anna büßte die Handlung leider recht schnell an Spannung ein vor lauter Geschwafel der Bösewichte.
Dafür hält das Ende nochmal eine feine Wendung bereit, was mich wieder etwas versöhnte.

Als Till und Anna sind Pascal Finkenauer und Katharina von Keller zu hören, die nicht nur charakterlich, sondern auch stimmlich ein gutes Paar abgeben. Jan-David Rönfeldt alias Jamie ist eine prima Ergänzung den beiden und schafft es, durch seinen Ton deutlich zu machen, wie verschieden Till und Jamie sind. Was die Bösewichte angeht…ich habe meist so meine Probleme mit gestellten Akzenten, so auch hier.

In erster Linie ist mir im Gedächtnis geblieben, wie genial das Geschehen über und unter Wasser in Szene gesetzt ist. Es ist unüberhörbar durch seinen Klang. Und auch die Geräusche sonst sind wieder einmal top! Man fühlt sich sofort aufs Meere, auf das Boot oder eben unter Wasser zum Wrack versetzt. Musik gibt es zwar auch zu hören, stand hier aber für mich hinter den Geräuschen und dem sonstigen Klang klar zurück.

Das Cover gefällt mir super, auch wenn es wohl am meisten Schuld daran trägt, dass ich etwas Falsches von der Story erwartet hatte. Schön blau wie das Meer ist es außerdem, hier passt also auch alles.

Fazit:  Die Folge leidet für mich ein wenig durch gewisse Längen, bietet aber davon abgesehen eine durchaus spannende  und unterhaltsame Geschichte.

Die drei ??? Kids (51) – Tatort Kletterpark

Titel: Die drei ??? Kids (51) – Tatort Kletterpark / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher: David Wittmann, Ole Jacobsen, Jacob Weigert, Rolf Berg ua

ddfkids51Inhalt: Ein neuer Kletterpark wir eröffnet, und die drei ??? Kids dürfen zusammen mit Bobs Vater als erste auf das Gelände. Doch schon bald merken sie, dass jemand mit Absicht die Besucher in große Gefahr bringt. Wer steckt hinter dieser bösen Sabotage? Ein Fall mit viel Nervenkitzel.


Und mit dieser Besprechung bin ich bei der Serie dann endlich wieder auf Stand.
Mir hat die Folge zunächst wirklich gut gefallen. Das mit den Kletterparks ist eine schöne und modern Idee. Gleich zu Beginn ist auch schon für Aufregung und Spannung gesorgt als Peter gerade noch so einem Unfall entgeht.
Dass hinter den Vorfällen Sabotage stecken könnte, das kommt den Freunden danach recht schnell in den Sinn und schon beginnen sie mit ihren Nachforschungen. Dabei hat es mir gefallen, dass es immer mal wieder einen Dreh gab. Sie ermitteln in verschiedene Richtungen, fassen unterschiedliche Verdächtige ins Auge und müssen auch mal Rückschläge in Kauf nehmen. So bleibt es weiterhin interessant und man kann wirklich lange Zeit schön mit den drei Freunden zusammen knobeln. Das macht Spass.
Knackpunkt an der Folge ist für mich das Ende bzw die Auflösung. Denn bis dahin haben die drei Detektive wirklich noch gar keine Ahnung, wer und was hinter den Ereignissen stecken könnte. Und sie finden es auch nicht durch Nachforschungen heraus, sondern durch eine Unachtsamkeit und das Glück, dass die Täter so dusselig sind und ihnen die ganze Warhheit frei heraus erzählen. So leid es mir tut, aber so stelle ich mir die Auflösung einer Detektivgeschichte nicht vor. Man hätte zumindest vorher schon mal einen Hinweis in die Richtung streuen können, dann wäre es okay gewesen. So aber finde ich es selbst für einen Kinderkrimi schwach. Und das hat die Episode dann wieder einen Sympathiepunkt bei mir gekostet.

In dieser Folge ist Bobs Vater mit von der Partie, der über den Kletterpark berichten soll. Gesprochen wird er von Ole Jacobsen, dem ich gerne zugehört habe. Seine angenehme Stimme und sein lebendiger Ton haben mir gefallen. Als Carter ist Rolf Berg zu hören. Er lässt den Chef vom Sägewerk zunächst wunderbar brummig klingen, versteht es später aber auch, versöhnliche Töne anzuschlagen. Und Goetz Bielefeldt weiß als Kletterparkbesitzer zu überzeugen. Man hört die Verzweiflung dieser Figur gut heraus und glaubhaft kommt sie ebenfalls rüber.

In Sachen Musik und Geräusche klingt auch diese Folge so, wie man es von der Reihe kennt. Da scheint man einfach keine großen Variationen erwarten zu dürfen. Da es eine Serie für Kinder ist, finde ich das aber nicht verwerflich. Das kennt man von anderen Kinderserien auch nicht anders. Somit ist hier alles okay.

Das Covermotiv finde ich ehrlich gesagt recht chaotisch. Erst wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass man die Freunde beim Klettern sieht. Das passt zwar sehr gut zur Geschichte und die Szene ist auch schön brenzlig, aber mir liegen Motive eher, bei denen man direkt erkennt, was man sieht. Und nicht erst auf den zweiten Blick.

Fazit: Abgesehen von der Auflösung eine schöne, moderne und spannende Folge. Die Auflösung kam mir zu sehr auch heiterem Himmel und ermittelt haben die drei Freunde sie auch nicht. Das gefiel mir nicht so gut.

© 2019 Frontier Theme