Schlangen

Die drei ??? (157) – Im Zeichen der Schlangen

Titel: Die drei ??? (157) – Im Zeichen der Schlangen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck, Andreas Fröhlich, Melanie Pukaß, Andrea von der Meden ua

Inhalt: Auf dem Schrottplatz laufen die Vorbereitungen für eine große Auktion auf Hochtouren. Plötzlich erscheint ein bedrohlicher Riese und beauftragt die drei Detektive mit einem geheimnisvollen Fall. Die Spur führt immer tiefer in längst vergangene Zeiten. Noch ahnen Justus, Peter und Bob nicht, dass sie schon bald in einen Strudel gefährlicher Ereignisse geraten werden. Doch mysteriöse Rätsel, nächtliche Beschatter, geisterhafter Rauch und ein bewaffnetes Phantom machen den drei ??? schnell klar, dass ihr ganzes Können gefordert ist, um nicht auf der Strecke zu bleiben. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.


Justus: “Alles war eine Inszenierung!”
Bob: “Und dafür dieser riesen Aufwand? Mit zig falschen Fährten?!”
Genau diese Erkenntnis traf mich auch und anschließend habe ich mir sogar noch die selbe Frage gestellt. Wenn man ganz genau aufpasst, dann ergibt das Geschehen dieses Falles zwar Sinn, aber insgesamt wirkt es ganz schön brachial zusammengeschustert.  Welch ein Aufwand für ein -im DDF-Kosmos- so “alltägliches” Verbrechen! Das wirkt einfach ziemlich unglaubwürdig.
Dabei hatte die Folge durchaus das Zeug um mir zu gefallen. Ich habe nämlich so ein kleines Faible für den “Wilden WEsten” und es gibt einen Bezug in diese Richtung. Der sich später dann allerdings genau wie so vieles andere als Finte herausstellt. Und wenn ich schon in Habt-Acht-Stellung am Player sitze damit mir nichts entgehen und ich die Sache durchschaue und sogar mitzuknobeln versuche, dann möchte ich auch, dass das belohnt wird. Hier war ich am Ende schlicht beleidigt. Diese lange Nase, die man den drei Detektiven am Ende zeigt, die kam bei mir al Hörer ganz genauso an.

Skinny Norris ist immer noch eine meiner Lieblingsfiguren für Andreas von der Meden. Ich mag diesen überheblichen, aber irgendwie doch nie so ganz unsympathischen Ton. Da klingt für mich immer auch ein Funken Humor mit durch.
Auch Melanie Pukaß alias Sheila habe ich gerne gelauscht, da sie eine sehr angenehme Stimme hat. Gelacht habe ich über Michael von Rospatts Auftritt als Gizmo. Zu schön, wie er seine “nee” schnarrt.

Musikalische Untermalung und Geräusche bewegen sich auf dem typischen ???-Niveau. Man erkennt daran sofort, welcher Serie man lauscht, etwas Besonderes oder Stimmungsvolles gibt es aber nicht zu hören.

Bis die Schlangen im Hörspiel zur Sprache kommen, dauert es. Wenigstens auf dem Cover ist eine sofort zu sehen. Eine schöne Darstellung wie ich finde.

Fazit: Hier wird ein ganz schöner Aufwand betrieben um einen an sich sehr typischen ???-Fall aufzuwerten. Dabei bleiben nur leider Glaubwürdigkeit und Spannung schnell auf der Strecke.

 

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (18) – Warum häuten sich Schlangen?

Titel:  Die kleine Schnecke Monika Häuschen (18) – Warum häuten sich Schlangen? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 48 min / Sprecher: Kathrin Bachmann, Steffen Lukas, Peter W. Bachmann, Tom Deininger u.a.

InhaltDie kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen will es sich gerade mit ihrem besten Freund, dem Regenwurm Schorsch bei einem Picknick gemütlich machen, als der herbei eilende Graugänserich Günter über die Ringelnatter Balduin stolpert. Die zischt gefährlich, schließlich will sie in Ruhe ihre alte Haut abstreifen. Die neugierige Monika hat dazu viele Fragen, aber es ist gar nicht so leicht, dem gelehrten Ganter Günter eine Antwort zu entlocken. Seit der Begegnung mit einer Kobra fürchtet er sich nämlich schrecklich vor Schlangen und kann sich nicht mehr rühren. Ob ihm ausgerechnet die kleine, furchtsame Monika helfen kann, seine Angst zu besiegen?


Das Thema dieser Folge ist -nach den Spinnen- erneut ein Tier das zentrale Thema, vor dem es vielen Menschen graust: eine Schlange.  Da finde ich es zwar grundsätzlich gut, dass sich Günter vor Schlange Balduin fürchtet und erst im Laufe der Geschichte seine Angst verliert, aber mir wird seine Furcht zu lange ausgekostet. Über den Großteil der Geschichte hinweg wird der Eindruck vermittelt, Schlangen wären jegliche Angst wert. Damit sollte eine Geschichte für Kinder schon zügiger aufräumen. Davon abgesehen geht es in dieser Folge wie gewohnt sehr niedlich zu, Schlange Balduin wirkt wunderbar behäbig und liebenswert, und selbstverständlich gibt es rund um das Thema Schlange auch eine Menge zu lernen. Sogar über die Grezen der deutschen Schlangenwelt hinaus.

Als Gastsprecher im Garten ist Peter W. Bachmann zu hören, der mit tiefer Stimme und träger Redeweise einen sehr goldigen Balduin gibt, den man sofort mag und vor dem man sich nicht zu fürchten braucht. Die drei Hauptsprecher Kathrin Bachmann, Steffen Lukas und Tobias Künzel sind auch nach 18 Folgen noch immer mit hörbaren Spass und Engagement am Werke.

Das muntere Titellied macht Spass und lädt schnell zum Mitsingen ein. Eine Reihe feiner Geräusche veranschaulicht das Geschehen und auch so manche Erzählung von Günter.

Da hat Günter mal einen so wichtigen Part und das nicht nur als gelehrte Gans, aber auf dem Cover fehlt er. Das erstaunt mich schon. Dafür ist Schlange Balduin zu sehen und wirkt freundlich und keineswegs gefährlich. Vor dem sommerlichen Hintergrund ergibt das ein schönes Motiv. Im Booklet gibt es wieder ein kleines Rätsel zu lösen.

Fazit:   Der Eindruck, man müsse sich vor Schlangen fürchten, wird mir etwas zu lange aufrecht erhalten. Ansonsten wie gehabt eine informative, aber auch spaßige und unterhaltsame Geschichte.

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