Schnecke

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (25) – Warum fliegen Libellen rückwärts?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (25) – Warum fliegen Libellen rückwärts? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 46 min / Sprecher: Tom Deininger,  Kathrin Bachmann, Dirk Posner ua

Inhalt: Libelle LaBelle, die ebenso elegante wie waghalsige Kunstfliegerin, bereitet ihren Auftritt bei der großen Flugschau vor und der gelehrte Graugänserich Günter erläutert begeistert ihre Flugtechnik. Die kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen freut sich auf das Spektakel, und auch ihr bester Freund, der Regenwurm Schorsch, will unbedingt daran teilnehmen, allerdings nicht nur als Zuschauer. Weil Schorsch sich zwar für einen hervorragenden Piloten hält, aber keine Flügel hat, überredet er Ganter Günter, für ihn das Flugzeug zu spielen. Zu dumm nur, dass der Libellenflugplatz ein wenig zu klein geraten ist für einen fehlgesteuerten dicken Gänserich im Sturzflug …


Auch diese Folge befasst sich mit einem fliegenden Gast im Garten. Mit Libelle LaBelle nämlich, die im Gegensatz zur Fliege auch Monika gefällt. Und die in Regenwurm Schorsch den Piloten erweckt. In dieser Folge geht es ordentlich rund, denn es steht ein Flugwettbewerb an, an dem schließlich auch Schorsch teilnimmt. Und wer ist das Fluggerät? Genau, Gänserich Günter. Dank dieses Wettbewerbs kann man dieser Episode glatt kindgerechte Action bescheinigen. Der Spass kommt ebenfalls nicht zu kurz, denn Günter möchte sich nicht gerne von Schorsch steuern lassen. Über dieses Chaos lässt sich leicht vergessen, dass man zuvor doch so manchen Schlaubergervortrag gehalten bekam. So dezent wie in der vorigen Folge geht das Lernen hier nicht vor sich.

Mit Cheryl Shepard als LaBelle hat man eine gute Wahl getroffen. Sie klingt etwas geziert, doch das steht einem solch hübschen Tier auch zu. Gleichzeitig schwingen auch massig Energie und Stolz mit. Besonders gefallen hat mir Dirk Posner,  der den Wettflug-Kommentator gibt und mit unüberhörbarer Begeisterung bei der Sache ist.

Bei der Geräuschkulisse beim Wettfliegen möchte man glatt meinen, einem bis auf den letzten Platz ausverkauftem Stadion  zu lauschen. Ich habe so gelacht bei der Vorstellung von lauter derartig feiernden Insekten. Wirklich eine klasse Idee, die Stimmung in das Wetfliegen bringt.

Libellen sind waghalsige Flieger, da kann eine Fliegermütze und Fliegerbrille nicht schaden 😉 LaBelle sieht zum Totlachen aus, aber auch ausgesprochen niedlich. Überraschend ist Günters zweifelnder Blick. Sollte dem schlauen Gänserich etwa eine Libelle suspekt sein?

Fazit: Schorsch hebt ab! Da sind Action und Spass angesagt. Zuvor aber auch einige Schlaubergervorträge. Da muss man durch. Es lohnt sich für dieses fulminante Finale 😉

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (24) – Warum laufen Fliegen an der Decke?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (24) – Warum laufen Fliegen an der Decke? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 44 min / Sprecher: Sabine Töpfer, Steffen Lukas, Tobias Künzel ua

Inhalt: Monika Häuschen hat plötzlich einen Putzfimmel und schafft Ordnung in dem Garten, in dem sie mit ihrem besten Freund, dem Regenwurm Schorsch, und dem gelehrten Graugänserich Günter wohnt. Als sie auch das Fallobst von der Wiese rollen will, scheucht sie die Stubenfliege Schlumperlieschen hoch, die es sich auf einem vergammelten Apfel so richtig gemütlich gemacht hatte. Das rotznäsige Schlumperlieschen ist ganz nach Schorschs Geschmack: Überall lässt sie etwas liegen, trampelt über das Essen vom Herrn Günter und führt ein glückliches Leben. Ob es Monika schafft, alle drei zur Ordnung zu erziehen?


Erneut trifft ein spannender Gast in Monikas Garten ein. Und er sorgt für Aufregung. Fliege Schlumperlieschen mischt mit ihrer schnodderigen Art die Freunde ganz schön auf. Vor allem die saubere Monika ist angeekelt von ihren Fresgewohnheiten, die zB gammeliges Obst einschließen. Regenwurm Schorsch dagegen ist schwer begeistert, Schlamper der er ist. Es macht so jedenfalls mächtig Spass ihnen zu lauschen. Dabei habe ich kaum bemerkt, dass natürlich auch einiges an Wissen um die Fliegen vermittelt wird. So sehr nebenher wie das Lernen bei dieser Folge vor sich geht, habe ich es selbst in dieser selten erlebt. Lernen kann eben doch Spass machen.

Sabine Töpfer bringt genau die richtige Stimme und den richtigen Tonfall für Schlumperlieschen mit. Ein wenig  rauh und verwegen, cool und oft arg gelangweilt von so viel Spießigkeit im Gemüsebeet. Kathrin Bachmann, Steffen Lukas und Tobias Künzel sind bestens in Form und geben trotz aller Gegensätzlichkeit ihrer Charaktere eine harmonische Truppe ab.

Musik gibt es ausschließlich in Gestalt des Titelliedes zu hören. Was Geräusche angeht beschränkt man sich ebenfalls auf das Nötigste. Für ein Kinderhörspiel finde ich es aber gut, wenn in dieser Hinsicht nicht übertrieben wird. So bleibt die Aufmerksamkeit auf die Geschichte gerichtet.

Schlumperlieschen ist ausgesprochen goldig geraten. Ich finde allerdings, dass sie etwas traurig aus den Kulleraugen schaut. Und wo ist bitte Ganter Günter? Der fehlt doch sonst auf keinem Cover! So wichtig ist der Apfel nun auch wieder nicht.

Fazit: Eine der lustigsten Folgen der Reihe. Dass man bei diesem Vergnügen etwas lernt, das bemerkt man so gut wie gar nicht.

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (23) – Warum haben Hasen lange Ohren?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (23) – Warum haben Hasen lange Ohren? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 44 min / Sprecher: Kathrin, Bachmann, Tobias Künzel, Tom Deininger, Max Reeg ua

Inhalt: Hakenschlagend flüchtet der Feldhase Horst vor einem Fuchs! Und das ausgerechnet auf der Wiese vor dem friedlichen Garten, in dem die kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen mit ihrem besten Freund, dem Regenwurm Schorsch, wohnt. Zwar kann der Graugänserich Günter den Hasen in den rettenden Garten einlassen, aber noch immer lauert der Fuchs draußen vor dem Zaun. Zum Glück weiß der gelehrte Ganter Günter nicht nur alles über Hasenohren, sondern auch, dass der Fuchs eine sehr empfindsame Nase hat. Und so kommt es, dass bald alle Gartenbewohner eifrig bemüht sind, möglichst unangenehme Gerüche zu erzeugen


In dieser Folge ist nur zu Anfang Tempo und Schwung drin, als Hase Horst in den Garten geflitzt kommt. Hinter ihm ist nämlich der Fuchs her. Danach wird die Geschichte ruhiger, denn gemeinsam mit Günter, Monika und Schorsch wird nun überlegt, wie sie Reineke Fuchs wieder loswerden können. Dabei gibt es zwar wie gewohnt eine ganze Menge zu lernen, aber Tempo ist kaum noch drin. Und mir hat es auch ein wenig an Spannung gefehlt. Immerhin steht der Fuchs quasi vor dem Gartentor, Feind von Hase und auch Gans, doch spannend ist es deshalb noch lange nicht. Schade auch, dass man vom Fuchs gar nichts hört. Außer dass immer wieder erwähnt wird, dass er da ist. Ich glaube nicht, dass die jungen Hörer mit einem weiteren Charakter überfordert wären. Da hätte man Reinke ruhig ein wenig mitmischen lassen dürfen. Dafür gibt es wieder ein paar spaßige Sprüche und Dialoge, so dass zumindest der Unterhaltungswert stimmt.

Max Reeg leiht Horst Mümmelmann lispelnd seine Stimme und klingt dabei ein kleines bisschen wie Bugs Bunny. Das ist so ganz niedlich geraten. Kathrin Bachmann, Steffen Lukas, Tobias Künzel und auch Erzähler Tom Deininger (der hier häufiger im Einsatz ist) sind auch in dieser Folge wieder bester Dinge und bringen die Geschichte vergnüglich zu Gehör.

Mich hat es bei dieser Folge etwas gestört, dass ein paar Geräusche so einen typischen Cartoon-Sund haben. Beispielsweise das Bremsquietschen von Horst. Das passt nicht zu der Reihe, in der die Geräusche sonst zwar schlicht, aber doch realistisch ausfallen.

Auf dem Cover steht Hase Horst im Mittelpunkt. So wie auch in der Geschichte. Mir gefällt die dämmerige Szenerie. So zur Abwechslung zu den sonnigen Sommermotiven. (Es dürfte gerne auch mal wieder eine Nacht-Folge geben!). Im Booklet findet man ein Suchbild, auf dem man den Hasen suchen muss.

Fazit:  Obwohl es eigentlich dramatisch zugeht, ist davon verhältnismäßig wenig zu hören. Etwas mehr Schwung auch nach dem Anfang wäre nicht schlecht gewesen.

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (20) – Warum schiessen Bombardierkäfer?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (20) – Warum schiessen Bombardierkäfer? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Harald Höbinger, Max Reeg, Tom Deininger, Steffen Lukas u.a.

Inhalt: Attacke! Jemand greift den Garten an, in dem die kleine Schnirkelschnecke Monika Häuschen mit ihrem besten Freund, dem Regenwurm Schorsch lebt! Der Bombardierkäfer General Bombastus knallt mit Stinkbomben aus dem Hinterhalt und trifft dabei Monikas Häuschen. Das bedeutet Krieg im Gemüsebeet! Der gelehrte Graugänserich Günter kennt noch andere Tiere, die über Schusswaffen verfügen, aber die friedliebende Monika möchte eigentlich nur, dass wieder Harmonie im Garten herrscht. Da muss wohl der kluge Herr Günter die schwierigen Friedensverhandlungen mit General Bombastus übernehmen …


Stillgestanden! In Reih und Glied! Es geht militärisch zu im Blumenbeet. Jedenfalls in dieser Folge. Ein Bombardierkäfer sorgt für kriegerische Stimmung und eine Menge Spass unter den drei Freunden aus dem Garten. Allerdings auch ein kleines bisschen Angst, denn dass Krieg keine spaßige Sache ist, das klingt hier ebenfalls durch. Diese Mischung ist gut gelungen und ich habe manches Mal lachen müssen, wenn Bombastus loslegt. Im Vordergrund steht natürlich auch hier die Vermittlung von Wissen und dabei dreht sich alles um den Bombardierkäfer, andere derart wehrhafte Tiere und ihre Waffen, Krieg und Frieden. Alles schön kindgerecht aufgearbeitet, so dass die Geschichte den jungen Hörern sicher keine Angst bereiten wird. Da muss man sich keine Sorgen machen. Amüsant ist dieses Mal auch das Scharmützel zwischen dem Gartenbesitzer, der sich vom Lärm der Heckenschere seines Nachbarn gestört wird und auf Rache sinnt. So kennt man ihn gar nicht…und das hat zumindest mir als erwachsenem Hörer Spass bereitet.

Neben den Hauptsprechern mischt als Bombardierkäfer General Bombastus Harald Höbinger mit. Mit bayerischem Akzent und zackigem Ton. Das passt einerseits prima zu dem vielbeinigen Waffen-Fan, sorgt aber nebenbei noch für ordentlich Komik. Einen kurzen Auftritt als Nachbar hat Max Reeg, der sehr sympathisch klingt. Von ihm würde ich demnächst gerne mal wieder hören.

Außer dem Titellied gibt es bei dieser Folge zünftige, militärische Marschmusik zu hören, jedenfalls kurze Stücke dieser Art. Das passt zum Thema und klingt vergnüglich. Eine Reihe Geräusche ergänzt diesen Bereich, wobei ich mir gut vorstellen kann, dass die Kinder speziell an den Pups-Geräuschen ihren Spass haben werden.

Auf dem Cover ist so einiges los, das kennt man aus der Serie eher weniger. Der flüchtende Günter, Schorsch mit der Friedensfahne und der schießende General Bombastus. Man sieht direkt, in dieser Folge ist ordentlich was los.

Fazit:   Diese Folge hat mir eine Menge Spass bereitet. Auch wenn es im weiteren Sinne um Waffen und ansatzweise auch um Krieg geht, ist es gelungen, diese ernsten Themen durch eine Menge Witz und Situationskomik zu entschärfen. So müssen sich die Kleinen sicher nicht fürchten, lernen aber eine Menge.

Die kleine Schnecke Monika Häuschen (19) – Warum fliegen Eulen lautlos?

Titel: Die kleine Schnecke Monika Häuschen (19) – Warum fliegen Eulen lautlos? / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 41 min / Sprecher: Kathrin Bachmann, Monica Deininger, Steffen Lukas, Tobias Künzel u.a.

Inhalt: Die kleine Schnirkelschnecke Monika möchte “Vater, Mutter, Kind” mit ihrem besten Freund, dem Regenwurm Schrsch und dem gelehrten Graugänserich Günter spielen. Bald ist sie allerdings davon überzeugt, dass niemand fauler sein könnte als ihr Mann Schorsch und keiner verfressener als ihr Kind Günter, das noch dazu nicht schlafen will, obwohl es schon dunkel wird Aber da hat sich sich wohl geirrt, denn es gibt eine noch viel mehr geplagte Mutter im Garten. Es ist die Waldohreule Eulfriede, die auf der Suche nach Futter für ihre drei nimmersatten, schreienden Hungerschnäbelchen lautlos durch die Dämmerung gleitet.


Was habe ich gelacht über diese Folge! Endlich mal wieder eine Geschichte von Monika, bei der der Lerneffekt beinahe hinter dem Spassfaktor zurücksteht. Es ist einfach zum Totlachen wie Monika, Schorsch und Günter “Vater, Mutter, Kind” spielen. Günter das verfressene, aufsässige Kind, Schorsch, der grummelige Vater, der lieber Sport guckt und es gar nicht einsieht, sich um sein “Kind” zu kümmern, und Monika, die nur damit beschäftigt ist, ihr “Kind” zur Ruhe zu bekommen und ihren “Mann” zur Ordnung zu rufen. Köstlich!
Dennoch, zu lernen gibt es selbstverständlich auch in dieser Episode etwas, nämlich über Eulen. Dabei wird gewohnt anschaulich und kindgerecht erklärt, so dass die jungen Hörer alles gut nachvollziehen können und mit Vergnügen lernen.

Monica Deininger leiht Eule Eulfriede ihre Stimme. Dunkel und tief passt sich sehr gut zur Eule und lässt sie nebenbei auch weise klingen. Als eulige Kinderschar im Nest sind Antonie Heil, Jona Dietrich und skar Lukas zu hören. Viel Text haben sie zwar nicht, aber ihr ständiges “Mama, Mama, Hunger!” klingt niedlich. Kathrin Bachmann, Steffen Lukas und Tobias Künzel toben sich speziell in ihren “Vater, Mutter, Kind”-Streitereien so richtig aus.

Die Geräuschkulisse klingt in dieser Folge nächtlich leise und dunkel, so dass man sich schnell in Monikas Garten versetzt fühlt. Mit der Szene um den Krimi, den der Erzähler anschaut, kommt sogar eine etwas unheimliche Stimmung auf, aber in kindgerechtem Maße.

Mir gefallen die Cover der Nacht-Folgen noch immer am besten, weil sie immer auch gleich eine gewisse Atmosphäre ausstrahlen. Ich kann es aber auch dieses Mal nicht lassen zu schreiben, dass ich es toll gefunden hätte, wenn z.B. der Mond nachtleuchtend wäre. Im Booklet gilt es ein Fehlersuchspiel zu lösen.

Fazit:  Zum Totlachen komisch. Wie gesagt, gibt es deshalb nicht ganz so viel zu lernen wie sonst, aber das stört überhaupt nicht. Solche Folgen entspannen die Reihe immer mal wieder ein wenig.

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