Science Fiction

Mark Brandis Raumkadett (02) – Verloren im All

Titel: Mark Brandis Raumkadett (02) – Verloren im All / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher: Daniel Claus, Michael Lott, Leyla Rohrbeck, Sebastian Kluckert, ua

brandisjunior02Inhalt: Endlich ist es soweit: Der junge Mark Brandis ist in den ersten Jahrgang der neuen Astronautenschule aufgenommen worden! Er freut sich darauf, neue Freunde zu finden und Abenteuer zu erleben. Doch für die neuen Kadetten wird alles anders, als sie es sich vorgestellt hatten: statt erst einmal monatelang zu büffeln, sollen sie schon am ersten Tag in den Weltraum! Und das Abenteuer kommt schneller, als sie gedacht haben.


Nachdem mich Folge 1 nicht allzu sehr beeindrucken konnte, habe ich Folge 2 mit gemischten Gefühlen in den Player geschoben.
Was soll ich sagen? Kurz und gut: die Episode war für mich eine echt positive Überraschung!
Genauso habe ich mir den Start von Brandis Karriere vorgestellt. Mit einer echten Ausbildung, mit Lernen und gleichaltrigen “Schulkollegen”. Natürlich ist ales drum herum vor allem am Anfang ein wenig geheimnisvoll, aber in Maßen. Gerade genug um den Hörer neugierig zu machen. Und etwas Geheimnisvolles passt in solch eine Geschichte immer gut hinein.
Doch kaum an ihrem Ausbildungsort angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Mark und seine neuen Freunde stehen unvermittelt vor einer echten Herausforderung. Das ist spannend, da ist Tempo drin und es kommt gut rüber, wie die Jugendlichen im Team zusammenarbeiten. Erfreulicherweise lässt die Handlung niemanden als den großen Helden dastehen. Alle sind wissensmäßig so ziemlich auf dem gleichen Stand. So geht es fair zu. Ich hätte auch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, wenn Mark nun bereits in dieser Folge als der strahlende Held der Geschichte dagestanden hätte. Bei einer Beurteilung wird er zwar gelobt, bekommt aber auch einen deutlichen Ratschlag an die Hand. So sollte es für mich sein. Immerhin ist er erst in der Ausbildung und Lehrjahre sind bekanntlich keine Herrenjahre.

Daniel Claus als junger Mark Brandis hat mir in dieser Folge besser gefallen als im Erstling. Er klingt eine ganze Spur lockerer, was gut zu einem Teenager seines Alters passt. Friedel Morgenstern und Leyla Rohrbeck habe ich ebenfalls gerne gelauscht. Schön, dass es auch Mädchen in der Ausbildung gibt. Noch dazu solche, mit denen man schnell Freund wird. Ich würde mich freuen, wenn Marks Freunde auch in den folgenden Geschichten mit dabei wären.

Auch in der zweiten Episode hält sich der Soundtrack eher zurück. Mit dem der Reihe um den erwachsenen Mark Brandis ist das nicht zu vergleichen. Ich bin aber immer noch der Meinung, dass eine solch imposante Untermalung hier fehl am Platze wäre. Die Kinderschuhe des späteren Soundtracks klingen aber dennoch klar nach Science Fiction. Und Tempo und Spannung helfen sie ebenfalls auf die Sprünge. Was will man also mehr?

Das Covermotiv präsentiert sich dieses Mal finsterer als beim Erstling der Reihe. Und mit den Lichtspielereien kommt auch etwas Geheimnisvolles mit dazu. Da fragt man sich leicht, was Mark in dieser Geschichte erlebt. Und welche Rolle das Mädchen im Vordergrund spielt.

Fazit:  Mir hat “Verloren im All” deutlich besser gefallen als der Vorgänger. Endlich ist Mark kein Held mehr, sondern schlichtweg in der Ausbildung zum Raumfahrer. Sein erstes Abenteuer ist spannend, temporeich und das Teamwork unter den Freunden kommt angenehm unaufdringlich rüber. Wenn es so weitergeht, dann könnte ich mich mit der Serie doch noch anfreunden.

Mark Brandis Raumkadett (01) – Aufbruch zu den Sternen

Titel: Mark Brandi Raumkadett (01) – Aufbruch zu den Sternen / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 65 min / Sprecher: Daniel Claus, Horst Stark, Tanya Kahana, Sarah Alles ua

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Inhalt: Alexander Münster ist der erste Mann auf der Venus. Flotten von Raumschiffen sind unterwegs, um den Planeten zu erforschen und zu besiedeln. Der junge Mark Brandis hat einen Traum: er will Raumfahrer werden! Doch als er eine Dummheit begeht und in ein geheimes Astronauten-Ausbildungszentrum einbricht, schwinden seine Chancen. Und so macht er sich als blinder Passagier an Bord eines Raumfrachters auf den Weg zur Venus.


Als ich von dieser neuen Reihe hörte, habe ich mich spontan gefragt: warum?  An wen will man sich damit richten? An die Fans des erwachsenen Mark Brandis, weil die Romanvorlagen von dessen Abenteuern sich allmählich dem Ende zuneigen? Oder an jüngere Science Fiction – Fans um generell neu Hörer zu gewinnen? Bei den erwachsenen Fans bin ich nicht sicher, ob sie sich auf einen Teenie-Brandis einlassen können. Bei jüngeren Hörern bezweifle ich, dass der Titel “Mark Brandis Raumkadett” ausreichend zieht um sie zu begeistern.
Ich höre die regualäre Reihe ganz gerne und ich war durchaus neugierig, wie die Karriere des Vormann Brandis verlief. Außerdem bin ich für Jungendgeschichten immer zu haben.
Den Anfang der Folge fand ich ganz in Ordnung. Der junge Mark Brandis wirkt sympathisch und man nimmt ihm seine Begeisterung für die Raumfahrt leicht ab. An seiner Seite ist zunächst ein aufgewecktes Mädchen, in das er ziemlich verschossen ist. Ihr kleines Abenteuer ist ganz spannend anzuhören. Allerdings fand ich den weiteren Verlauf dann nur noch mäßig spannend. Alleine schon deshalb, weil man -kennt man die normale Reihe um Mark Brandis- ja bereits weiß, dass er irgendwann an sein Ziel gelangen wird. Dabei kann es auch mal holprig laufen, natürlich, aber grundsätzlich ist klar, dass es letztlich klappen wird. Zudem habe ich immer meine Probleme damit, wenn so ein Jungspund zum Retter aller wird. Eine Truppe ausgebildeter Raumfahrer und Wissenschaftler, aber am Ende ist es ein Junge mit Träumen und Flausen im Kopf, der für sie die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Man sollte jedem Raumschiff ein solches Bürschchen als Standardausrüstung zugestehen. Hier und da eins auf den Deckel (verbal natürlich) hätte ich mir doch gewünscht. Und Anlass hätte es gegeben.

Daniel Claus übernimmt den Part des jungen Mark Brandis und macht seine Sache gut. Ab und zu kommt er mir zwar etwas zu übereifrig und bemüht vor, aber insgesamt fällt es kaum ins Gewicht. Er vermittelt ein sympathisches Bild von Mark, so dass man sich bald mit ihm anfreundet. Als Marks Freundin Nina ist Sarah Alles zu hören, die mir mit ihrem energischen und munteren Ton prima gefallen hat. Schade, dass man nur anfangs von ihr hört. Als Erzähler ist natürlich Michael Lott zu hören, also der Sprecher des erwachsenen Brandis. So wirkt solch ein Rückblick auf die Jugend sehr glaubhaft.

Musikalisch hält man sich -im Vergleich zu erwachsenen Reihe- eher bedeckt. Ich habe das als ausgesprochen passend empfunden, denn schließlich hört man hier von Mark Brandis’ Aufbruch zu den Sternen. Da muss es nicht gleich klingen wie in einem SiFi-Epos. Nichtsdestotrotz sind natürlich verschiedene Stücke zu hören, die der Stimmung ihrer Szenen sehr schön Rechnung tragen. So ist durchaus für Atmosphäre gesorgt. Quasi die Kinderschuhe des späteren Soundtracks.

“Aufbruch zu den Sternen” lautet der Titel. Dem Covermotiv zufolge ist der junge Mark Brandis dort bereits angekommen. Somit finde ich das Motiv nicht so ganz passend. Aber neugierig macht es auf jeden Fall und Science Fiction – Fans dürfte es schnell ansprechen. Schön, dass man sich vom Stil her an dem der erwachsenen Reihe orientiert.

Fazit:  Ich weiß immer noch nicht so wirklich, warum es eine Reihe um einen jugendlichen Mark Brandis geben muss. Zudem ist es für mich immer problematisch, wenn es inmitten echter Experten und Könner plötzlich einen jungen Bengel braucht um das Ruder nochmal rumzureißen. Langweilig ist die Story aber nicht, das wäre gelogen. Und der junge Mark Brandis kommt auch ganz sympathisch rüber. Ich warte mal ab, was Folge 2 bringt.

Mark Brandis (25) – Raumposition Oberon

Titel: Mark Brandis (25) – Raumposition Oberon / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Michael Lott, Jürgen Thormann,  Gerhart Hinze, Robert Vogel, Dietmar Wunder, Maja Maneiro ua

brandis25Inhalt: 2134: Wenn die Not am Größten ist …”heißt es in der Präambel der neu gegründeten Raumnotretter, deren Vormann Mark Brandis ist. Ohne Ansehen der Nationalität soll geholfen werden. Viel Zeit, sich in der neuen Einsatzzentrale auf dem Mond einzurichten, haben die Raumfahrer nicht, denn die Sprengung eines Raumschiffes hat in erdnaher Umlaufbahn eine Splitterwolke von tödlicher Geschwindigkeit entstehen lassen. Sie droht, alles zu zerkleinern, was ihr in den Weg kommt. Und so wird Brandis‘ erste offizielle Rettungsaktion gleich zur Feuertaufe.


Folge 25 – eine schöne runde Zahl um einen neuen Abschnitt in Mark Brandis Leben bzw seiner Karriere einzuläuten. Von nun an ist er Vormann einer Raumnotretter-Truppe. Die wird zu Beginn der Hörspiels erstmal zusammen- und vorgestellt, sodass man sich als Hörer in die neuen Gegebenheiten einfinden kann. Wobei das nicht ganz so schweirig ist, zumal viele der vertrauten Chrakatere mit dabei sein. Natürlich gibt es speziell durch eine Person einen gewissen Widerstand gegen Brandis als Vormann, doch wenn es notwendig ist, kann dieser ja durchaus auch mal den Befehlshaber rauskehren und sein Revier klar abstecken.
Früher als die Truppe es erwartet hätte, steht auch bereits der erste Auftrag an. Und auch wenn noch nicht genug Schiffe vorhanden sind und hier und da noch offensichtlich ist, dass das ganze Unternehmen noch in Kinderschuhen steckt…sobald es darum geht, Menschenleben zu retten, stehen Brandis und sein Team sofort parat und stürzen sich in die neue Herausforderung. So ist es eben auch hier und daran ist gut zu erkennen, dass die Reihe und damit auch Brandis sich treu darin bleiben, bei aller Moderne und Technisierung in der Zukunft nicht das (Zwischen)menschlich aus den Augen zu verlieren. Damit lässt sich zudem leicht beim Hörer Mitgefühl für die Betroffenen aufkommen, wirken sie doch nicht anders als die Menschen heute. Das macht die Geschichte greifbar und wenn man sich so nahe dran an Charakteren fühlt, dann kommt auch sehr schnell Spannung auf und man hofft, dass letztlich alles gut ausgehen wird. Für die Betroffenen der Katastrophe ebenso für Brandis und seine Leute. Ein Schuss Action mischt aber natürlich auch mit und zumindest für mich gehört der auch in eine Science Fiction-Geschichte mit rein.

Hinsichtlich der Sprecher muss die Reihe sich auch weiterhin nichts vorwerfen lassen. Jeder einzelne weiß in seiner Rolle zu überzeugen und dem Hörer ein Bild von der jeweiligen Figur zu vermitteln. Hier hat mir besonders Jürgen Thormann als Pater Connery gefallen. Mir ruhiger, aber doch eindringlicher Stimme erweckt er den Geistlichen glaubhaft zu sympathischen Leben. Und wie schon erwähnt, hat Michael Lott alias Mark Brandis hier auch gut Gelegenheit, den befehlsgewohnten Vormann herauszukehren. Ich kann mir nicht helfen, mir gefällt er so immer besser als wenn er das Menschliche rauskehrt. Das ist mit oft zu viel davon. Ich höre ihn lieber energisch ;)

Musikalisch schlägt man keinen neuen Weg ein. Es sind durchweg Stücke zu hören, wie man sie auch die vorigen Folgen gehört hat. Für mich zählt dieser Soundtrack immer noch zu denen, die am schnellsten Science Fiction – Stimmung aufkommen lassen. Deshalb mag ich sie so gerne. Wirkungsvoll auch ohne bombastische Klänge! Eine ausgefeilte Geräuschkulisse tut ein Übriges dazu.

Das Cover passt prima zur Geschichte, wobei mir speziell das Kreuz gefällt, das sich vom übrigen abgebildeten Geschehen sichtbar abhebt. Eine schöne Idee, immerhin spielt im Hörspiel eine Glaubensgemeinschaft eine wichtige Rolle. Im Booklet findet man dieses Mal unter Anderem einen informativen Text zum Thema Weltraumschrott.

Fazit:  Ein neues Aufgabengebiet für Mark Brandis und sein Team, das gleich zu Beginn alles von der Mannschaft fordert. Damit wird ein neuer Weg in der Reihe eingeschlagen, aber sonst bleibt eben doch alles, wie man es als Fan kennt. So bleibt der Charakter einer Serie erhalten und es fühlt sich keineswegs wie ein Bruch an. Nun hören wir mal, welche Abenteuer noch auf die Raumnotretter warten.

 

Captain Future (06) – Kein Erdenmensch mehr

Titel: Captain Future (06) – Kein Erdenmensch mehr / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: ca. 73 min / Sprecher: Helmut Krauss, Hans-Jürgen Dittberner, Engelbert von Nordhausen, Wolfgang Völz, Jochen Schröder ua

cf06InhaltJohn Carey hat es geschafft. Er hat die Explosion seines Raumschiffs überlebt und schwebte jahrelang durch das Weltall. Nun, da er wieder auf Menschen gestoßen ist, muss er feststellen, dass sich alles, wofür er einmal egstanden hat, für die jetzigen Generationen geändert hat und nicht mehr existiert. Er ist ein lebendes Fossil, das sich auf der Erde nicht mehr zurechtfindet. Da kommt ihm die Aussicht mit Captain Future auf Reisen zu gehen, gerade recht. Er wusste nur nicht, dass sich sein Schicksal, so viele Jahre nach der Explosion seines Raumschiffes, endlich erfüllen sollte.


Als ich diese CD in den Player legte, war ich etwas in Sorge. Denn eigentlich bin ich seit Folge 2 aus der Serie raus. Zum Glück scheint man die Episoden dieser Reihe auch hören und verstehen zu können, wenn man nicht jede einzelne kennt. Die wichtigsten Charaktere hat man schließlich ohnehin präsent, wenn man Kind der 80er ist ;)
Für mich lässt sich diese Folge gut in zwei Teile aufteilen. Zunächst lernt man John Carey kennen, einen Menschen, der seit 1991 als im All verschollen galt. Er wird im Weltraum treibend von der Future-Crew aufgegriffen und muss erkennen, wie lange er “geschlafen” hat. Mir hat dieser Teil der Geschichte gut gefallen. Careys Entgeisterung und Schrecken kommen gut rüber, so dass er mir irgendwie ziemlich leid tat. Auch wenn ich selber es schon cool finden würde, in CFs Zeit “aufzuwachen”, so kann ich mir doch vorstellen, dass es für Carey ein Schock sein muss. Die Sichtweise auf das folgende Geschehen bleibt dann auch bei Carey. Er begleitet Captain Future und seine Leute auf einer Mission, bei der ein gewisser Mr. Lowther gestellt werden soll, der die Treibstoffversorgung übernommen hat und so die Raumfahrer ausnehmen will. Das klang anfangs ganz spannend und ich hatte mich auf ein recht fulminantes Finale gefreut. Das fiel dann allerdings ziemlcih dürftig aus und kam mir doch arg einfach vor. Und auch Lowther wirkte kaum bedrohlich. Wenn es nur immer so leicht wäre, solche Menschen dranzukriegen! Und wenn sie doch immer so naiv wären. Schade eigentlich, das hat mich ziemlich enttäuscht. Andererseits könnte man es auch so sehen, dass die Handlung bis dahin auch eher ruhig verläuft. Womöglich hätte ein lauteres Ende dazu nicht gepasst? Schwer zu sagen. Mir wäre es auf den Versuch angekommen.

Aushängeschild dieser Reihe ist es nachwievor, dass die Sprecher der TV-Serie aus den 80ern zu hören sind. Da kommen einem sofort Erinnerungen daran in den Kopf und einen Punkt Nostalgiebonus sichert die Reihe sich damit ebenfalls. Zwar hört man den Sprechern teilweise an, dass seither doch einige Jährchen in die Lande gezogen sind, doch der Leistung schadet das natürlich nicht. Diesen Stimmen lauscht man gerne, auch nach Jahren noch.  Engelbert von Nordhausen gibt einen angemessen grimmigen Mr. Lowther. Und Gordon Piedesack habe ich Careys Entsetzen und Verzweiflung ebenfalls sofort abgenommen.

Der Soundtrack sorgt natürlich ebenso für nostalgische Gefühle. Im Vergleich zu den Musiken, die andere SciFi-Hörspiele begleiten, mag sie wohl etwas sehr einfach wirken, aber für mich kommt dabei immer noch am schnellsten Science Fiction-Atmosphäre auf.

Das vertraute Covermotiv kommt dieses Mal mit einem rötlich-violett angehauchten Hintergrund daher. Diese dezente Abwechslung gefällt mir. So bleibt das Hauptaugenmerk auf das goldene F gerichtet. Deutlicher kann sich eine Serie kaum als solche zeigen.

Fazit:  Den Teil um Mr. Lowther hatte ich mir etwas spannender und am Ende spektakulärer gewünscht. Dafür konnte mich der Part um Carey überzeugen, der ohnehin eher mein Fall war. Somit hat die Folge bei mir einen recht positiven Eindruck hinterlassen.

Mark Brandis (23) – Triton-Passage

Titel: Mark Brandis (23) – Triton Passage / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 80 min / Sprecher: Michael Lott, Roman Ketschmar, Dorothea Anna Hagena ua

brandis23Inhalt: 2133: Mark Brandis ist seit 240 Tagen als Gastpilot auf einem neuen Schiff unter dem Kommando von Cmdr. Elmar Busch. Statt eines Testfluges verharrt die EXPLORATOR jedoch regungslos im Weltraum, um den möglicherweise bevorstehenden Ausbruch des Sterns Eta Carinae in eine Hypernova zu beobachten. Eine ereignislose Schicht löst die andere ab. Als Mark Brandis durch VEGA-Direktor John Harris von einem gestrandeten Republikenschiff im Orbit des Planeten Neptun erfährt, gerät er in ein moralisches Dilemma – denn der offizielle Befehl ist unmissverständlich: um keinen Preis darf das Schiff die Beobachtungsposition verlassen!


Ich war ziemlich überrascht als ich mit dieser Folge eine Einzelfolge in Händen hielt. Die Hörspiele dieser Reihe kommen doch vielfach als Doppelfolge mit zwei CDs daher. Ich habe viel Lobendes darüber gelesen, dass man hier nur eine CD hat. Ich habe mich allerdings von der rückseitigen Ankündigung von nahezu 80 Minuten Spielzeit doch eher abgeschreckt gefühlt. Da sind mit die 45-Minuten-Häppchen der Doppelfolge lieber! Und die Story hier hätte das auch durchaus gerechtfertigt! Mit der Rettungsmission in einem und der dramatischen Situation als im Schiff der Luft knapp wird im zweiten Teil. Beides sind spannende Ereignisse, die gut in Szene gesetzt werden und bei denen man mitfiebern kann, aber in einem Rutsch war es mir eben zuviel. Die politischen Verwicklungen und Differenzen sind hier ein wichtiges Thema, und obwohl sowas nicht mein Fall ist, empfinde ich es hier als ganz interessant. Vermutlich, weil neben der Politik eben auch das Menschliche so klar rüberkommt, mit allen Facetten, die die Politik darauf ausübt. Am Ende der Geschichte erwartet einen ein ganz schöner Hammer! Da bin ich jetzt mal gespannt, wie die Reihe nun weitergeht.

Den Part von Brandis Kontrahenten Cmdr. Busch übernimmt Roman Kretschmar, dem es mit wenigen Worten gelingt, einem zu vermitteln, dass er Brandis nicht mag. Und bei aller Menschlichkeit und Ruhe, die Brandis immer durchklingen lässt, in mancher Situation hätte Michael Lott da gerne auch mal lospoltern können. Schwierigkeiten hatte ich mit Anastasia Conze in der Rolle von Lt. Minulescu. Das ist keine Beleidigung, sondern mein Empfinden: sie klingt hier wie eine Sechzehnjährige. So habe ich ihr die erwachsene Wissenschaftlerin nicht abgenommen. Bettina Zech alias Tuva Eidsvag dagegen klingt älter als ein Teenie wie sie ihn hier spricht. Für mich hätte man diese beiden Sprecherinnen genau andersherum einsetzen sollen.

Die Untermalung sitzt auch bei dieser Folge wie auf den Leib geschneidert. Stimmungsvolle Musiken mit Science Ficition-Klang, die die Athmosphäre der einzelnen Passagen deutlich an den Hörer vermittelt. Als etwas too much habe ich die Szene mit Brandis und Tuva empfunden, in der sie gemeinsam musizieren. Gefühlsbetonende Handlung und musikalische Begleitung hin oder her, man kann es auch übertreiben mit der Gefühlsduselei.

Das Cover vermittelt erneut Weltraum-Stimmung, und die kühlen Farben verraten, dass es dort nicht immer menschenfreundlich zugeht.

Fazit:  Das nächste Mal gerne wieder eine Doppelfolge. 79 Minuten Brandis am Stück waren mir doch zu viel. Spannende Momente hat die Geschichte aber einige auf Lager, sodass es Gelegenheit zum Bangen und Mitfiebern gibt.

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