Seniorenresidenz

Die drei ??? (186) – Insel des Vergessens

Titel: Die drei ??? (186) – Insel des Vergessens / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 72 min / Sprecher:  Jens Wawrczeck, Jürgen Thormann, Hans Peter Korff, Anika Pages, Klaus Dittmann ua

Inhalt: Peters Opa ist verschwunden! Angeblich soll Bennington Peck still und heimlich in ein Pflegeheim gezogen sein und wird nun vermisst. Peter ist fassungslos. Das kann doch unmöglich sein! Als der Zweite Detektiv plötzlich in den Lokalnachrichten entdeckt, wie der alte Herr eine Tankstelle überfällt, überstürzen sich die Ereignisse.


Ich muss zugeben, dass ich mir bei diesem Titel etwas anderes vorgestellt habe, denn er ist eher im übertragenen Sinne zu verstehen. Alleine das hat mir schon gut gefallen, zumal es nie abgedreht wirkt, sondern einfach nur clever gedacht.
Genauso begeistert war ich auch davon, hier mal wieder etwas von Peters Großvater zu hören. Irgendwie habe ich das als angenehm erfrischend empfunden und dreimal authentischer als einen irgendwie schräg gearteten Auftraggeber. Gleich zu Anfang ist schon für Spannung gesorgt, denn genau wie die drei Detektive fragt man sich, wieso und wohin Peters Großvater verschwunden ist. Und was es mit der sonderbaren Seniorenresidenz auf sich hat, in der er angeblich zuletzt gewohnt hat.
Diese Spannung wird auch über die restliche Spielzeit kontinuierlich aufrecht erhalten. Immer mal wieder bekommt man neue Erkenntnisse an die Hand, mit denen man weiterknobeln kann. Das geht hier sowieso recht gut, denn die Story verstrickt sich niemals in wirre Zusammenhänge.
Punkten konnte sie bei mir außerdem damit, dass sie durchaus auch ihre unheimlichen Szenen hat. Gerade vor der Hintergrund der Story und dem Schauplatz wirkt das besondes gut. Gleichzeitig macht die Geschichte in gewisser Hinsicht ein wenig nachdenklich. Und warum eigentlich auch nicht? Unterhaltung darf doch schließlich auch Botschaften transportieren und zum Nachdenken anregen.

In der Rolle von Peters Großvater ist wieder Wolfgang Völz zu hören, der einmal mehr zu überzeugen weiß. Ich mag den gewitzten Ton, den er Ben Peck verleiht. Anika Pages alias Ellyn Djawadi hat mir ebenfall gut gefallen mit ihrer kräftigen und markanten Stimme. Jürgen Thormann gibt einen wunderbar kauzigen Mr. Castro. Und auch die drei Hauptsprecher sind mit viel Elan bei der Sache.

Von der Musik her habe ich nichts weiter auszusetzen. Die Stücke sind abwechslungsreich und passend angesetzt. Sie unterstreichen häufig die Atmosphäre der jeweiligen Szene. Die Geräuschkulisse weiß ebenfalls zu überzeugen.

Der lange, verlassene Flur mit den Totenkopfbildern an der Wand vermittelt dem Betrachter direkt den Eindruck, dass auf der CD eine uA unheimliche Geschichte wartet. Was ja auch stimmt. Das Motiv verrät außerdem bereits ein bisschen was über den Schauplatz, die Insel aus dem Titel.

Fazit:  Für mich eine durchweg gelungene und spannende Folge, die hier und da auch einen gewissen unheimlichen Touch an sich hat. Das hat mir so gut gefallen. Außerdem regt die Story durchaus auch zum Nachdenken an. Fein!

DreamLand Grusel (25) – In den Fängen des Todes

Titel: DreamLand Grusel (25) – In den Fängen des Todes / Verlag: DreamLand / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Christian Rode, Peter Groeger, Ursela Monn, Sven Plate ua

dlg25Inhalt: Eigentlich wollte der ehemalige Scotland Yard Beamte Sir John Williams nur seinen Lebensabend genießen. Als sich eine Reihe mysteriöser Todesfälle in der exklusiven Seniorenresidenz Seelenfrieden ereignen und auch sein Schachpartner Larry unter geheimnisvollen Umständen verschwindet, macht er sich zusammen mit seinem Freund Kurt Wagner daran, die Vorkommnisse auf eigene Faust aufzuklären. Doch die beiden rüstigen Senioren ahnen nicht, welch eine tödliche Gefahr auf sie wartet und schon bald, befinden auch sie sich…in den Fängen des Todes!


In diese Serie steige ich gerade ziemlich quer ein. Ich habe lange einen Bogen darum gemacht, weil ich davon ausging, dass es sich um eine fortlaufende Serie handelt. Nun weiß ich, dass das nicht stimmt. Die Folgen sind in sich abgeschlossen und von einer Serie kann somit in diesem Sinne nicht die Rede sein.
Und weil sich etwas Neues immer leichter anfühlt, wenn etwas Vertrautes dabei ist, bin ich mit dieser Folge gestartet. Ich mag nämlich das Rode-Groeger-Gespann alias Holmes und Watson sehr gerne. Und diese beiden sind auch hier am Werke. Sprechermäßig, nicht von den Rollen her natürlich. Aber irgendwie bin ich das Bild trotzdem nicht losgeworden, was für mich aber sehr positiv war.
Seltsame Todesfälle in einer vornehmen Seniorenresidenz geben Sir Williams und Mr. Wagner hier Rätsel auf und es hat mir sehr viel Spass gemacht, sie bei ihren Nachforschungen zu begleiten und selber ein bisschen mit zu ermitteln. Stetig neue Entdeckungen und Erkennnisse haben mich dabei ganz gut bei Laune gehalten. Dennoch, etwas kürzer hätte man sich doch halten können. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau. Es bleibt ja doch zumindest sehr unterhaltsam, und das ist auch sehr viel wert.
Etwas Übersinnliches hatte ich hinter den Ereignissen bis zum Schluss kaum erwartet, daher war das Finale durchaus eine Überraschung. Ein bisschen trashig und eher im klassischen Sinne schaurig von den Figuren her. Wer sowas mag -wie ich- dürfte sich hier gut bedient fühlen.

Zwei rüstige Rentner als Detektive. Wer könnte da als Sprecher passender sein als Christian Rode und Peter Groeger? Ich fand es gar nicht schlimm, immer Holmes und Watson vor Augen zu haben. Das bedeutet nämlich umgekehrt auch, dass es an ihnen als Sprecher auch hier nichts auszusetzen gibt. Detektive durch und durch. Auch Ursela Monn konnte bei mir mit ihrer markanten Stimme punkten. Und eine besondere Freude war es für mich, endlich mal wieder Sven Plate zu hören, der den Pfleger jung und sehr sympathisch wirken lässt.

Musik und Geräusche wissen ebenfalls zu überzeugen. Es sind sehr stimmungsvolle Stücke zu hören, die für gruseliges Flair sorgen. Und die Geräusche vermitteln stets ein anschauliches Bild vom Geschehen.

Ich liebe das Cover! Alleine wegen des Sensenmannes schon, der in der Pforte des unheimlichen Gebäudes steht und bei dessen Spiegelbild einem sofort klar wird, dass im Gebäude das Grauen wartet. Alles ist wunderbar düster gehalten und macht neugierig auf die Geschichte.

Fazit: Ja, etwas kürzer hätte man die Geschichte schon fassen können, dann wäre vermutlich mehr Tempo drin gewesen. Aber Dank Christian Rode und Peter Groeger, denen ich ewig zuhören könnte, wurde es mir dennoch nicht langweilig. Es blieb spannend und unterhaltsam und am Ende ging es tatsächlich ein bisschen schaurig zu. Einen besseren Einstieg in diese Reihe hätte ich mir kaum aussuchen können.

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