Spielzeug

Benjamin Blümchen (123) – …in der Spielzeugfabrik

Titel: Benjamin Blümchen (123) – …in der Spielzeugfabrik / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Marie Bierstedt, Georg Tryphon, Santiago Ziesmer, Rainer Fritzsche ua

ben123Inhalt: Benjamin, Otto und Stella besuchen Erfinder Eddi Eddison in der Spielzeugfabrik. Dort dürfen sie Spielzeug testen. Benjamin übernimmt Eddis neueste Erfindungen: die Mäxchen. Das sind kleine Aufziehfiguren. Doch beim Spielen wird Benjamin müde – und plötzlich ist er so klein wie die Mäxchen und die Figuren beginnen zu reden!


Ich hatte ohnehin schon arge Bedenken bei dem Titel und der Inhaltsangabe. Andererseits dachte ich dann wieder: warum nicht? So eine Fabrik ist sicher interessant, es gibt viel zu entdecken und etwas zu lernen.
Weit gefehlt! Außer den Mäxchens gibt es nichts zu entdecken. Und von Lernen kann man wohl auch kaum sprechen, wenn einem beschrieben wird, wie ein Förderband ein Mäxchen-Teil zur nächsten Station bringt.
Ja, ich weiß, die Serie hat das Altersminimum im Laufe der Jahre von 5 Jahre auf 3 Jahre runtergesetzt. Das kann nicht folgenlos bleiben. Aber die 3jährigen Hörer müssen doch auch mit Otto und Stella klarkommen, die deutlich älter sind. Und abgesehen von Karlas inzwischen übermäßigen Verniedlichungen wird hier auch sonst nicht gerade in Kleinkindersprache gesprochen! Wieso kommt dann die Geschichte so dermaßen seicht daher? Benjamin träumt sich klein zu den Mäxchen und bald wird ein Wettrennen gestartet. Mehr passiert hier schlichtweg nicht! Ein kleines bisschen Moral wird noch vermittelt. Und falls die Hörer sie nicht schon von Anfang an erahnen, kein Problem: ein Mäxchen serviert sie zum Abschluss nochmal auf dem Silbertablett.

Den Sprechern ist weiter nicht vorzuwerfen. Und mit dem Wiederhören mit Santiago Ziesmer als Eddie Eddison kommt außerdem etwas frischer Wind in die Folge. Lediglich Gisela Fritsch dürfte man von mir aus gerne ein paar Mal ein -chen aus ihren Passagen streichen. Das ist inzwischen einfach zu viel geworden. Bei den Mäxchens hat sich in meinen Ohren vor allem Georg Tryphon als Maximilian hervorgetan. Er hat eine sehr angenehme und warme Stimme.

Musikalisch ist außerdem Titellied nichts zu holen und auch die Geräuschkulisse beschränkt sie wie gehabt auf das Nötigste. Das war aber schon immer so, das fällt mir mittlerweile nur noch auf, wenn ich bewusst darauf achte. Kinderhörspiele sollten in meinen Augen aber auch nicht mit Musik und / oder Geräuschen überladen sein.

Das Cover gefällt mir, auch wenn ich nicht gerade finde, dass solche Aufziehfiguren das Nonplusultra der Spielzeugindustrie sind. Und das werden auch die Jüngsten schon wissen. Ich finde aber trotzdem, dass die Maschine ganz interessant aussieht. So schön detailreich, dass es mich direkt erstaunt hat. Und Eddie Eddison sieht man ja nun ebenfalls nicht gerade oft auf einem Cover. Schön, dass er hier dabei ist.

Fazit:   Ich bin ehrlich niemand, der darauf besteht, dass Kinder bei allem was sie tun, sehen und hören auch etwas lernen. Aber dass eine Story so dermaßen dünn sein muss wie hier um zu unterhalten, das streite ich ganz klar ab. Einfach nur langweilig. Für mich bisher der Tiefpunkt der Reihe.

Lego Ninjago CD 01 / Staffel 02 – Das Jahr der Schlangen

Titel: Lego Ninjago CD 01 / Staffel 02 / Verlag: Universum Kids / Spielzeit: ca. 70 min  / Sprecher: Wolf Fraas ua

Inhalt: Nach einer Zeit des Friedens in Ninjago, treffen die vier Ninja-Helden auf einen neuen, extrem gefährlichen Widersacher: Lloyd Garmadon, Sohn ihres Erzfeindes Lord Garmadon, hat vier uralte Schlangenstämme entfesselt. Kreaturen, die über magische Waffen und Kräfte verfügen.
Auch die Ninjas erliegen beinahe der Macht der Schlangen. Nachdem ihr Kloster zerstört wurde, müssen sie sich eine neue Heimat und neue Fortbewegungsmittel suchen. Ihr neues Hauptquartier ist ein verlassenes Schiff, das in eine fliegende Festung verwandelt werden kann. Doch eine alte Legende spaltet die vier Ninjas: Nur ein einziger Ninja, so heißt es, wird sich als grüner Ninja über die anderen erheben doch wer wird das sein?


Nachdem mir die „Lego City“-Hörspiele jedes Mal großen Spass machen, war ich auch auf „Ninjago“ neugierig. Allerdings muss ich wohl zugeben, dass ich die erste Staffel nicht kenne und auch über die Spielzeugreihe dazu nichts weiter weiß. Ich musste also die Charaktere und ihr Leben erst kennenlernen. Das ist mir ausgesprochen leicht gefallen, da man anfangs eine gute Zusammenfassung der Grundlagen geboten bekommt. Und auch die Ninjagos lernt man leicht kennen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die jungen Fans der „Ninjagos“ auch dieses Hörspiel mögen werden. Es ist abwechslungsreich, spannend und bietet auch in Sachen Action eine ganze Menge. Womöglich lädt es so dazu ein, beim Hören mit den Spielzeugfiguren quasi mitzuspielen. Mir persönlich haben aber speziell zwei Punkte nicht gefallen. Erstens hat das Hörspiel auf mich teilweise einen recht überdrehten Eindruck gemacht. Die Helden drehen mir zu sehr auf, sind hektisch und oft eine Spur zu…naja…heldenhaft eben. Zweitens ist mir das Hörspiel zu lang geraten. Über 70 Minuten sind in meinen Augen zu lang für die junge Hörerschaft. Auch wenn sich auf der CD gleich drei Abenteuer verbergen. Ich frage mich, ob die Kids da nicht überfordert sind, wenn sie die CD durchhören wollen.

An den Sprecher gibt es weiter nichts auszusetzen. Wolf Fraas als Erzähler macht eine sehr gute Figur. Seine Stimme passt gut zu dieser Geschichte und ihm habe ich sehr gerne gelauscht. Auch die übrigen Sprecher können sich durch die Bank hören lassen. Je nach Figur klingen sie jung, fröhlich und kämpferisch, andere widerum geben die „Bösen“ und wissen mit entsprechendem Ton zu überzeugen.

Auch der Soundtrack kann sich hören lassen. Hier wechseln sich -für ein Kinderhörspiel- große und imposante Stücke mit solchen ab, die mehr dem Ort gerecht werden, an dem die Geschichte spielt. Da klingt es dann auch mal ziemlich fernöstlich aus den Lautsprechern.

Das Cover zeigt einen der Ninjago in voller Action. Das wird bei den Fans so gut ankommen. Mit den kräftigen Farben fällt die CD im Regal sofort auf. Zudem ist mit den Farben Rot und Grün ein klarer Bezug zur Spielzeugserie gegeben.

Fazit:  Mir war „Ninjago“ zu überdreht und zu lang. Das ändert aber nichts daran, dass hier in Sachen Unterhaltsamkeit, Action und Spannung durchaus aus dem Vollen geschöpft wird. Von daher dürften Fans auf ihre Kosten kommen.

 

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