Südafrika

Team Undercover (14) – Unter Haien

Titel: Team Undercover (14) – Unter Haien / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Lea Kiernan, Christine Pappert, Ursela Monn, Katja Brügger ua

undercover14Inhalt: Eddie, Hannah und Ben sind völlig aus dem Häuschen. Der Vater ihrer Freundin Luisa lädt sie in seine neue Heimat Südafrika ein. Doch was als harmloser Urlaub beginnt, wird schnell zu einem neuen Fall für das TEAM UNDERCOVER. Der Tauchgang zu einem versunkenen Schiff wird sabotiert, als sich ihnen plötzlich ein riesiger Hai nähert. Wer könnte ein Interesse daran haben, dass sie nie wieder auftauchen?


Bei jeder anderen Serie würde ich bei einer solchen Folge fragen, ob das heimatliche Städtchen nicht mehr genügt. Der Gedanke kam mir hier zunächst auch kurz, verschwand dann aber flugs wieder. Die Südafrikareise wirkt genau wie das, was sie ist: eine Urlaubsreise. Nicht wie ein Notnagel, weil man für Rheinburg keine Ideen mehr hatte.
Zunächst klingt es auch wirklich ganz nach Urlaub. Das geht schon beim Flug los -ich habe übrigens sehr über das Crossover gelacht 😉 – und setzt sich mit der Fahrt mit dem Jeep und erst recht mit dem Bootsausflug und dem Tauchgang fort. Dabei klingt schon mal an, dass irgenwas nicht stimmt. Und beim Tauchen ereignet sich eine brenzlige Situation. So wird man bereits auf den neuen Fall für das Team Undercover eingestimmt.
Im Anschluss an den verhängisvollen Tauchgang nimmt die Geschichte dann richtig Fahrt auf. Die Freunde beweisen, dass sie auch in einem fremden Land ein unschlagbares Team sind. Dank Internet sogar mit direktem Draht nach Deutschland. Das hat mich am meisten gefreut. Dass Sarah so auch mit dabei ist. Langweilig wird es nie, immer wieder gerät das Team Undercover in brenzlige Situationen und muss sich so mancher bösen Überraschung stellen. Die eine oder andere davon hat mich ebenfalls kalt erwischt. Einmal mehr schön zu hören, dass Detektivserien für Jugendliche gibt, die ihre Hörer nicht mich durchschaubaren Stories für dumm verkaufen wollen.
Da winke ich sogar das schon sehr agentenmäßige Finale durch. Das Team Undercover wie eine SEK-Einheit im Einsatz auf dem Grand Parade. Sie machen das schon sehr cool, das muss man sagen. Ein bisschen too much war es mir trotzdem. Aber hey, es macht Spass und ein gewisses Augenzwinkern habe ich hier und da auch herausgehört. Passt schon 😉

Wer “Mord in Serie – Tod über den Wolken” kennt, der wird beim Blick auf die Sprecherliste erstmal verdutzt gucken. Denn dort finden sich einige Sprecher aus der Folge wieder. Wie gesagt, mir hat das prima gefallen. So sind beispielsweise Simona Pahl, Martin Kautz und Volker Brandt mit von der Partie. Christian Rudolf gibt einen sympathischen, leicht verwegenen David Köhler. Und Asad Schwarz trifft für den rücksichtslosen und radikalen Mokabi Kutesa genau den richtig Ton.

Ich hatte manches Mal das Gefühl, im “König der Löwen” gelandet zu sein. Jedenfalls was die eingesetzten Musikstücke anbetrifft. Aber sie sind schön, niemals aufdringlich und sorgen wunderbar für das Flair des exotischen Schauplatzes. die Geräuschkulisse ist einmal mehr einwandfrei. Wer hätte auch anderes von der Reihe erwartet?

Wenn das mal kein Cover ist, bei dem man ein Hörspiel unbedingt kaufen muss, wenn man auf spannende Geschichte steht! Ein altes Schiffswrack, ein Hai, der das Team Undercover umkreist, das macht neugierig und sorgt schon beim Ansehen für die erste Gänsehaut.

Fazit:  Einwandfrei hörenswert, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ein spannender Fall in exotischen Gefilden, der obendrein noch Urlaubsflair aufkommen lässt. Ich möchte auch mal wilde Delphine sehen…

Mindnapping (12) – Die letzte Wahrheit

Titel: Mindnapping (12) – Die letzte Wahrheit / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Till Hagen, Nana Spier, Helmut Krauss, Peter Weis, Stefan Fredrich ua

mindnapping12Inhalt: Ein Anruf verändert das Leben des südafrikanischen Journalisten Mabou Dlanga: „Haben Sie jemals etwas vom Ort der letzten Wahrheit gehört?“
Ein Gerücht wird Realität. Dlanga erhält Zugang zum bestgehüteten Geheimnis des untergegangenen Apartheid-Regimes: Ein quadratisches Labyrinth aus Stahlbeton am Ende der Welt. Angefüllt mit einem Archiv des Todes. Warum wird der Journalist von einem Theologen und einer Seherin begleitet? Für die merkwürdigenGeräusche und plötzlich auftretenden Kältezonen scheint es zunächst keine Erklärung zu geben.
Dann wechselt die Anlage in den Nachtmodus…


Ich bin weiß der Himmel weder besonders historisch, noch besonders politisch interessiert. Aber was sich hinter der Apartheid verbirgt, das wusste selbst ich. Damit hatte ich auch gleich eine Vorstellung, wieso der unheimliche Ort “Ort der letzten Wahrheit” heißt und was dort mal vor sich ging. Wer das nicht weiß und sich keine Vorstellung davon machen kann, der kann es sich von dieser Mindnapping-Folge gut erklären lassen. Und zwar -für die ganz Begriffsstutzigen- bis ins schauderhafte Detail. Solche Erzählungen und Rückblicke in die Vergangenheit in einem solch unheimlichen Gemäuer, das ist ein Garant für wohligen Grusel. Hier funktioniert der ganz wunderbar und ich empfehle, das Hörspiel mal im Dunklen zu hören…
Für die unheimliche Atmosphäre sorgen außerdem eine ganze Reihe seltsamer und teilweise spukiger Ereignisse. Und da man in dem Team, das den Ort der letzten Wahrheit besichtigt, neben realistischen und abgeklärten Wissenschaftlern und Journalisten auch einen Pfarrer, eine Seherin und einen Autoren von Gruselromanen hat, ist man die ganze Zeit über hin- und hergerissen, was man glauben soll. Bleiben an einem Ort solcher Grausamkeiten tatsächlich übersinnliche Spuren und Geister zurück? Oder geht da vielleicht doch etwas sehr Reales, aber nicht weniger Böses vor sich? Ich jedenfalls konnte mich da lange nicht entscheiden. Gemäß meinen Vorlieben habe ich aber auf eine übersinnliche Erklärung gehofft und die schauerlichen Atmosphäre ausgekostet. Nachdem die Geschichte eher ruhig abläuft, wirkte das Ende dann ziemlich hektisch auf mich. Da muss man dann schon aufpassen um nicht den Faden zu verlieren. Überraschend ist das Ende bzw die Auflösung auf jeden Fall!

Peter Flechtner hat mir in der Rolle des Mabou Dlanga prima gefallen. Er lässt den Journalisten sehr realistisch und unerschrocken klingen. Ganz wie es zu diesem Beruf passt. Allerdings hat mir auch Katja Bruegger alias Seherin Heather Berisha gefallen, aus völlig gegenteiligem Grund. Für solch eine verschroben Figur ist eine so markante Stimme gut gewählt, vor allem, wenn damit auch noch pseudoparanormal schwadroniert und verflucht wird. Till Hagen -ich muss es einfach sagen- überrascht mich in jeder Rolle, die nicht die vom Tierwärter Karl ist. So auch hier. Er klingt als Hendrik Alders äußerst überheblich und undurchsichtig.

Die Untermalung hält sich hier sehr zurück und dringt meist nur aus dem Hintergrund ans Ohr. Ich finde, das passt so ganz gut zum Schauplatz. Das unterstreicht die beklemmende Atmosphäre dort noch zusätzlich. Und es überlässt den Geräuschen ein ganzes Stück mehr von der Bühne, so dass diese wunderbar wirken können. Seien es Stroßstöße, das Quietschen von Türangeln oder einfach die Rufe eines Raubvogels über der öden Landschaft.

Das Cover wirft die Frage auf, wie herum man die Hülle halten muss um sie richtig in Händen zu haben. Die Augen, die einen aus der Schwärze hinter der Luke anstarren, lassen für Fans unheimlicher Hörspiele sehr hoffen!

Fazit:  Düster, beklemmend und spannend, eine Geschichte eben, die die Bezeichnung “Psychothriller” mit Fug und Recht verdient hat. Das gleich doppelt gewitzte Ende verleitet zu einem bösen Grinsen.

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