Terror

Morgan & Bailey (09) – Der werfe den ersten Stein

Titel: Morgan & Bailey (09) – Der werfe den ersten Stein / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 55 min / Sprecher: Joachim Tennstadt, Lutz Riedel, Annette Gunkel, Sven Plate ua

Inhalt: Aufregung in Heaven´s Bridge! Pubbesitzer Harry bekommt mit der Familie Ibrahim neue Nachbarn, die nicht jedem Bürger des Küstenstädtchens passen. Kurz darauf geht ein anonymer Hinweis bei der Polizei ein. Nachdem Sprengstoff in der Garage der Ibrahims sichergestellt wird, nimmt man deren Sohn Nabil wegen Terrorverdachts fest. Charles Morgan und Rose Bailey zweifeln an seiner Schuld und gehen wieder einmal auf Verbrecherjagd.


Diese Folge nimmt sich eines ganz aktuellen Themas an. Wenn ich schreibe, dass es um die Familie Ibrahim geht, die neben Harrys Pub einzieht, die muslimischen Glaubens ist, schnell mal als “Kameltreiber” bezeichnet wird und denen gegenüber selbst der nette Harry eine handvoll Vorurteile hegt, dürfte wohl klar sein, um welches Thema es hier geht. Gut, dass ich in Contendo ein solch großes Vertrauen habe, denn 55 Minuten die moralische Keule hätte ich nicht vertragen.
Zum Glück aber ruht sich der Fall nicht darauf aus Vorurteile abbauen zu wollen. Er verharmlost in diesem Zusammenhang nichts, dramatisiert aber eben auch nichts. Er konzentriert sich darauf, die Frage aufzuklären, ob jemand Nabil den Sprengstoff untergeschoben hat. Und falls ja, wer dahinter stecken könnte. Und das ergibt einfach mal wieder einen spannenden und kurzweiligen Krimi, der sehr unterhaltsam anzuhören ist.
Es geht eben doch, aktuelle Themen in ein Hörspiel zu packen, ohne dass der Hörer sich bevormundet fühlt oder so, als wolle man ihm mal schnell eine Meinung aufzwingen.

Ulrike Möckel und Joachim Tennstedt ergeben einmal mehr ein tolles Doppel in den Hauptrollen. Inzwischen bin ich über den Sprecherwechsel bei Rose hinweg und finde, die beiden ergänzen sich super! Alexandra Lange ist so ein bisschen mein persönlicher Star. Ihre unverkennbare Stimme sticht aus allen anderen hervor und ich mag den energischen Ton, den sie anschlägt. Unter den sonst so zahlreichen und ach so friedliebenden Einwohnern von Heaven’s Bridge. Christian Zeiger bringt Nabils Verzweiflung absolut authentisch an den Hörer.

Die Reihe hat ihren ganz eigenen Klang, den man auch hier wieder antrifft. Für mich zaubert er sofort so ein urig-gemütliches Kleinstadtfeeling hervor, was gut passt. Die Geräuschkulisse ist vom Feinsten, was kann man sich also mehr wünschen?

Das Cover zeigt neben dem Logo der Serie eine Szene mit einem Brand / einer Explosion, sowie einen blutverschmierten Stein. Beides ist passig zur Geschichte und greift den Titel der Folge auf. Das dunkle Blau rundherum gefällt mir (Lieblingsfarbe Blau 😉 ) ganz besonders gut.

Fazit: Eine gelungen neue Folge, die ein sehr aktuelles Thema aufgreift und es in einem spannenden Fall umsetzt. Und das, ohne dabei jemals zu sehr den moralischen Zeigefinger zu schwenken oder zu verharmlosen bzw zu sehr zu dramatisieren.

Mord in Serie (20) – Gekauftes Glück

Titel: Mord in Serie (20) – Gekauftes Glück / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Michael-Che Koch, Ela Paul, Traudel Sperber, Wolfgang Hartmann ua

mis20Inhalt: Nadine Schäfer und ihr Mann Tobias wünschen sich verzweifelt ein Kind. Als eine Adoptionsagentur ihnen den kleinen Waisenjungen Mohan vorstellt, sind sie bereit, jeden Preis zu zahlen. Doch es scheint, als seien sie Betrügern ins Netz gegangen. Kurzerhand reisen die beiden nach Luxemburg, dem Sitz der Adoptionsvermittlung. Dort bringen sie ihre Nachforschungen jedoch nicht nur in Lebensgefahr plötzlich stehen sie ganz oben auf der Fahndungsliste der Polizei!


Wie bei den Hörspielen von Contendo üblich bin ich auch an diese Folge ohne größere Bedenken herangegangen. Der Klappentext klang ja schon mal ganz vielversprechend. Allerdings steht da natürlich auch nicht alles. Hätte man dort bereits gewisse Details erwähnt, wäre ich sekptischer gewesen. Aber der Reihe nach.
Der Anfang der Geschichte hat mir prima gefallen, weil er -zumindest meiner bescheidenen Meinung nach- für eine spannende und interessante Folge spricht. Aus dem Wunsch heraus, ein Kind zu haben, obowohl es biologisch einfach nicht klappen will, wird sicher leicht Verzweiflung. Und dann tut man schon mal Dinge, die man sonst nie getan hätte. Dass das böse Folgen haben kann, dürfte jedem klar sein. Alleine aus dieser Richtung konnte ich mir bereits eine gelungene Story vorstellen.
Doch dann nahm die Handlung leider eine Wendung, die ich ihr nicht so recht abkaufen konnte. Es beginnt mit einem unerfüllten Kinderwunsch und endet schließlich bei einem gerade sehr aktuellen Thema. Ich will nicht spoilern, daher benenne ich es nicht genau. Aber man muss heutzutage schon arg blind oder ignorant sein, um bislang nichts davon mitbekommen zu haben. TV-Nachrichten, Zeitungen, Internet, regelmäßig findet man irgendwo dort etwas darüber.
Das war mir dann doch eine ganze Ecke zu weit hergeholt. Abgesehen davon, dass ich an manchen Tagen eben wegen der Fülle an Nachrichten aus dieser Richtung schon denke, dass man mich doch bitte wenigstens einen Tag lang damit in Ruhe lassen soll. Und nun noch in einem Hörspiel…
Das ist jetzt bitte nicht falsch zu verstehen. Die Story ist weder langweilig, noch unspannend, aber besagter Schwenk erschien mir doch zu unglaubwürdig.

Michael-Che Koch und Ela Paul bilden ein prima Doppel in den Hauptrollen. Ihnen nimmt man das ganz normale und enttäuschte Pärchen anfangs genauso leicht ab, wie die verzweifelten Gejagten, die sie später sind. Von Kinderdsrechern bin ich meistens kein Fan, aber Julian von Daake muss selbst ich ganz offiziell loben. Immerhin muss er lange Zeit ein Kind mit kaum Deutschkenntnissen sprechen. Das ist sicher noch schwieriger als es eh schon für so junge Sprecher ist.

Soundtrack und Geräuschkulisse sind einmal mehr vom Feinsten und spielen wunderbar zusammen. So entsteht schnell eine dichte Amtosphäre, die der Spannung gut zuträglich ist.

Der blutbespritzte Puppenkopf auf dem Cover ist ein thrillermäßig schauriger Anblick und ein Hingucker im Regal. Er nimmt auf indirekte Weise Bezug auf das Thema, mit dem die Geschichte startet.

Fazit:  Der Anfang dieser Geschichte halt mir prima gefallen. Und ich bin mir sicher, man hätte alleine daraus einen absolut tauglichen Thriller machen können. Auch ohne den Dreh, den die Story wenig später nimmt. Denn den habe ich als nicht sonderlich glaubhaft empfunden. Eher so, als habe man unbedingt ein brisantes, aktuelles Thema einbringen wollen.

Angstspiel (Birgit Schlieper)

angstspielEs beginnt ganz harmlos: Linda lernt einen Typen im Schüler-Chatroom kennen – höflich, unaufdringlich, angenehm. Natürlich verrät Linda ihm nicht ihre privaten Daten, schließlich ist sie nicht blöd. Doch sie hat die Heimtücke des Unbekannten unterschätzt: Lästige Emails und kitschige Blumenbotschaften gipfeln in einer gehässigen Schmierkampagne. Linda fühlt sich beobachtet, verfolgt, wird fast verrückt vor Angst. Und der Stalker lässt nicht locker – im Gegenteil: Er befindet sich in tödlicher Nähe.

Nachdem mir “Böser Traum” so gut gefallen hatte, kam schnell der zweite Thriller von Birgit Schlieper an die Reihe.
“Angstspiel” hält sich mit langen Vorreden nicht auf. Man ist sofort mitten im blutigen Geschehen. Linda hat eine Scheibe eingeschlagen und sich dabei so sehr verletzt, dass der Krankenwagen gerufen werden muss. Es ist zwar schnell klar, dass sie die Scheibe eingeschlagen hat, weil jemand etwas darauf geschmiert hat, von dem sie sich bedroht fühlt, aber was genau dahinter steckt, das erfährt man erstmal noch nicht. Für sowas habe ich dann immer zu wenig Geduld. Deshalb musste ich einfach weiterlesen.
Man erfährt, dass Linda im Chat einen Typen kennengelernt und ihm leichtsinnigerweise ihre Namen und ihre Mailadresse verraten hat. Anfangs verstehen sie sich super, Linda ist sogar ein wenig verliebt. Dann verschwindet der Typ online plötzlich und verlegt sich stattdessen darauf, sie im richtigen Leben zu terrorisieren.
Als das klar wurde, hatte ich zunächst ganz schön Angst, dass die Geschichte nun ewig drauf herumreiten würde, wie böse doch das Internet und Chats sein können. Das stimmt sicher irgendwo, aber ich mag es nicht, wenn mir das ewig vorgehalten wird. Deshalb war ich erleichtert als sich herausstellte, dass es zwar der Aufhänger der Geschichte ist, darauf aber kaum tiefer eingegangen wird. Für einen Thriller wäre das meiner Meinung nach auch nicht nötig gewesen.
Mit Lindas Einstellung habe ich mich anfangs etwas schwer getan. Wenn ich mich so bedroht fühle und dermaßen verängstigt bin wie sie, dann suche ich mir doch Hilfe! Vor allem, weil sie sich ja sicher ist, ihren Vater würde es nur ein paar Klicks kosten und er hätte den Verrückten. Ehe man in solchem Terror weiterlebt, gibt man doch einen Fehler zu (das Herausgeben des Namens und der Mailadresse) und hat danach höchstwahrscheinlich seine Ruhe!
Aber Linda ist sechzehn Jahre alt, da denkt man vielleicht nicht so vernünftig. Vor allem, wenn man wie sie nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzt, eher schüchtern ist und teilweise ganz schön im Schatten der schönen und energiegeladenen Zwillingsschwester steht. Von dieser Seite aus betrachtet, konnte ich es irgendwo nachvollziehen, dass sie versucht, sich der Sache selber zu stellen. Doch das ist gefährlich!
Mir hat es sehr gut gefallen, wie eindrucksvoll Lindas Angst beschrieben wird. Sehr bildhaft, mit vielen Vergleichen und Schilderungen, die einem im Nu eine Gänsehaut bereiten und denen man amerkt, dass Lindas Angst immer schlimmer wird. Ich konnte mich so sehr gut in sie einfühlen und habe ihre Panik teilweise selber gespürt. Neben ihren panischen Gedanken ereignen sich zudem immer mal bestimmte Vorfälle, die einfach grausig sind. Auf gewisse Weise habe ich Linda somit auch bewundert. Ich glaube, ich an ihrer Stelle hätte bereits früh kapituliert und entweder doch jemanden um Hilfe gebeten, oder mich nur noch in meinem Zimmer vergraben und darauf gehofft, dass ein Wunder geschehen wird. Zudem kann man prima verfolgen, wie allmählich Lindas Umfeld wegbricht bis sie schließlich ganz alleine dasteht. Es lässt einen schaudern, wie schnell so etwas gehen kann.
Die Wendung kurz vor dem Ende hat mich überrascht. Mir war zwar schon vorher mal eine Idee in die Richtung gekommen, aber ich konnte mir nicht vorstellen, in welchem Zusammenhang das mit dem Terror stehen sollte, dem Linda ausgesetzt ist. Somit fand ich diese Überleitung zum tatsächlichen Ende ein bisschen holprig, auch wenn mir so ein Dreh bisher sonst in noch keinem Thriller begegnet ist.
Das Ende selbst hat mir dagegen wirklich ganz ausgezeichnet gefallen. Ich mag Geschichten um solche Vergehen an Menschen ausgesprochen gerne. Das war ganz nach meinem Geschmack. Außerdem belohnt einen dieses Ende, wenn man zuvor mitgeknobelt hat, wer aus Lindas Umfeld womöglich mit dem Geschehen zu tun haben könnte. Da muss man dann aber schon gut aufgepasst haben. Ich habe die Verbindungen zuvor nicht eine Minute lang als verdächtig angesehen.

Ich habe das Buch an einem Abend gelesen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Da Linda selbst erzählt, ist der Ton recht jugendlich. Sie findet aber auch die richtigen Worte um dem Leser die Ernsthaftigkeit ihrer Situation, Gefühle und Gedanken zu vermitteln. Das liest sich zum Teil -vor allem in Dialogen- sehr flott, zum wesentlichen größeren Teil aber auch ausgesprochen eindringlich. Davon kommt man so leicht nicht los. Mir ist es gar nicht gelungen.

Auf dem Cover mit seinen Punkten guckt man sich schwindelig. Der schwarze Hintergrund passt gut zu einem Thriller. Was allerdings die Clownsfigur mit der Geschichten zu tun hat, kann ich nicht erkennen. Aber ich gehöre zu den Menschen, die Angst vor Clowns haben. Und ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin. Also wird er sicher dem einen oder anderen einen kleinen Schauer über den Rücken jagen. Das widerum sollte einem bei einem Thriller ja auch so gehen.

Fazit:  Auch wenn ich Lindas Entscheidung anfangs nicht wirklich nachvollziehen konnte, hat mir der Thriller doch so richtig Spass gemacht. Er ist super spannend und vermittelt einem Lindas Angst so eindringlich, dass man sie selber spüren kann. Das hat mich über die für mich etwas holprige Überleitung zum Ende hinwegsehen lassen. So konnte ich das Buch nicht eher aus der Hand legen bis ich es ausgelesen hatte. Ein klare Thriller-Empfehlung von mir!


Titel: Angstspiel
Autor: Birgit Schlieper
Seiten: 336
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570160848
Preis: € 9,99 (broschiert)

Fear Street – Ice-Cold Terror – He’s coming to geht you (R.L. Stine / Brian Munatones )

Titel: Fear Street – Ice-Cold Terror – He’s coming to geht you  / Verlag: Pons / Spielzeit: ca. / Buch: R.L. Stine / gelesen von: Brian Munatones

fearstreet.inddInhalt: „Ich bin nicht verrückt“, denkt Melissa. Doch sie ist die Einzige, die den Einbrecher sehen kann. Und der macht ihr das Leben zur Hölle: Er manipuliert ihre Bremsen und  stößt sie beinahe aus dem Fenster. Wer ist er? Und was will er von ihr? Melissa weiß nur eins: Sie muss ganz schnell sein Geheimnis lüften – bevor sie tot ist!


Im letzten Jahr hat der PONS-Verlag, der sich seit je her durch neuartige Ansätze in Sachen Fremdsprachenvermittlung auszeichnet, auch der Gruselgeschichten des bekannten Autors R.L. Stine angenommen. Zwei Geschichten gibt es aktuell, jeweils in einem Set bestehend aus einem Buch mit der ins Englische übersetzten Geschichte und Übungen, und außerdem einer mp3-CD, auf der die Story als Hörbuch vorliegt.

Mit Ice-Cold Terror hat man eine Geschichte aus dem Jahre 2009 in Händen. Mir ist zwar nicht ganz klar, wieso der ursprüngliche Titel “Haunted” nicht beibehalten wurde, aber sei’s drum. Dies ist jedenfalls eine Fear Street Geschichte, die sich an schon etwas ältere Fans der Reihe richtet. Melissa selber ist bereits sechzehn, da dürften am ehesten die jugendlichen Fans aufhorchen. Die Geschichte selber ist ausgesprochen spannend und hat auch durchaus gruselige Momente zu bieten. Zudem lässt sich lange nicht durchschauen, welches Spiel hier mit Melissa gespielt wird. Das erschließt sich einem erst nach und nach. Da macht es Spass anhand der Ereignisse und Melissas Entdeckungen selber Vermutungen anzustellen. Die Auflösung dann hat mir sehr gut gefallen, da sie einen ganz unerwarteten Dreh an sich hat. Da merkt man dann besonders, dass mit dieser Geschichte nicht mehr die ganz jungen Fear Street-Anhänger angesprochen werden sollen. Das macht zudem auch der Schuss Romantik deutlich, der hier vorhanden ist. Wer wie ich viel mehr Paul-Fan ist als Buddy-Anhänger, der darf sich gerne mal bei mir melden 😉

Zum Set gehört einmal das Buch mit der Geschichte. Hier kann man sie wahlweise nach- oder mitlesen. Nach jedem Kapitel wird eine Frage gestellt, deren Antwort Auskunft darüber gibt, ob die Geschichte inhaltlich verstanden wurde. Damit dies so ist, findet man am Fuß jeder Seite eine Übersicht über mögliche schwierige Vokabeln mit ihrer Übersetzung. Im Anhang des Buches findet sich dann noch eine komplette Vokabelübersicht, sowie kleine Aufgaben in denen diese Begriffe eingesetzt werden sollen. Und ein paar weitere Fragen zum sprachlichen Verständnis sind hier ebenfalls untergebracht.

Dem Buch liegt außerdem eine mp3-CD mit der Geschichte in einer Hörbuchfassung bei. Gelesen wird sie von Brian Munatones. Ich bin immer froh, wenn Hörbücher, die eine Sprache vermitteln sollen, von Muttersprachlern gelesen werden. Eben so wie hier. So klingt das Gehörte authentisch. Brian Munatones liest schön deutlich und in gemäßigtem Tempo, so dass man ihm gut folgen und ihn verstehen kann. Das (Hör)buch richtet sich an Schüler am dem 3. Lernjahr. Ich kann mir vorstellen, dass sie mit dem Gehörten ganz gut klar kommen. Notfalls kann man einen Track ja auch mehrmals hören, oder im Buch nachschlagen falls etwas unklar ist. Brian Munatones betont außerdem prima und variiert seine Stimme auch etwas. So macht das Hörbuch einen lockeren Eindruck und klingt kein Stück nach Schulunterricht.

Das Cover gefällt mir sehr, aber ich bin von den Fear Street – Geschichten und ihren Covers seit je her angetan. Ich finde es richtig schön düster mit der Schattengestalt, dem knorrigen Baum und dem Mond dahinter. Da wird schon ein wenig klar, um was es in der Geschichte geht. Das gleiche Motiv findet sich auf der CD aufgedruckt.

Fazit:  Eine spannende und schaurige Geschichte mit einem unerwarteten Kniff, die sich an die etwas älten Fans der Reihe richtet. Buch und Hörbuch ergeben eine schöne Kombination, mit der sich Englisch mittels einer tollen Story lernen und verbesseren lässt. Englischunterricht mal ganz anders, das ist eine tolle Abwechslung zum Schulterricht.

 

 

Mopsy Mops (04) – …jagt Dr. Seltsam

Titel: Mopsy Mops (04) – …jagt Dr. Seltsam / Verlag: Hierax Medien / Spielzeit: 45 min / Sprecher: Konrad Halver, Marianne Warneke, Erich Uhland, Joachim Wolff ua

Inhalt: Dr. Seltsam verkündet, dass er die Weltherrschaft antreten will, aber in der Republik Hundeweiler lässt man sich das nicht bieten! Mopsy Mops stößt auf erste Zerstörungen durch Komplizen des machtgierigen Doktors und kommt so dem Plan des irren Wissenschaftlers auf der Spur. Währenddessen werden die Massen durch einen unverständlich brüllenden Gustav Gewaltthätig aufgepeitscht. Aber Mopsy Mops lässt sich nicht beirren, mit viel Mut und einer feinen Nase kommt er Dr. Seltsam immer näher…


Der Terror ist über die Welt und somit auch über Hundeweiler hereingebrochen. Dr. Seltsam hat es sich zum Ziel gesetzt, sich die Welt Untertan zu machen. Selbstverständlich dürfen auch die beiden Verbrecher Baller-Otto und Stoff-Ede nicht fehlen, die -wie die Panzerknacker bei den Ducks- Gewehr bei Fuß stehen, wenn es darum geht Unrechtes anzustellen. Das kann Mopsy so natürlich nicht durchgehen lassen. Grundsätzlich habe ich an der Geschichte also nichts groß auszusetzen. Die Zutaten stimmen an sich, es geht gewohnt chaotisch und haarsträubend verrückt zu, wie man es von der Serie kennt. Für eine Reihe, die sich einst an Kinder richtete, sicher pädagogisch ziemlich wertlos, aber genau deshalb auch spaßig.

Den Knackpunkt an dieser Folge stellt in meinen Augen der Bereich der Sprecher dar. Ich mag ja Hörspiele mit Erzähler, aber doch keinen singenden Erzähler! Viel schlimmer: eine singende Erzählerin! Nämlich Christina Berndl. Erstens muss man schon sehr, sehr gut hinhören um sie verstehen und zweitens ist dieses Gesinge einfach nur nervig und tut in den Ohren weh. Abgedrehtes Hörspiel schön und gut, aber das schießt über das Ziel weit hinaus. Und auch Heinz Fabian als brüllender Gustav Gewalttätig hat schwer an meinen Nerven gesägt. Und dies alles hebelt die sonst guten Sprecherleistungen einfach aus.

Die Untermalung zeigt sich wie gewohnt comichaft und ginge so an sich in Ordnung. Wenn man sie denn noch wahrnehmen würde neben diesem grausigen Gesang. Aber der verdrängt das schlicht und einfach, so dass die Untermalung kaum auffällt.

Comicauszüge dieses Mal vor blauem Hintergrund. Keine große Abwechslung, aber bei einer Serie auch nicht verkehrt. Und außerdem gibt die Vorlage aus den 70ern auch genau das her.

Fazit:  Der Geschichte kann man nichts vorwerfen. Aber wer immer diese grandiose Idee mit der singenden Erzählerin hatte, der hat diese Qualität persönlich untergraben. Furchtbar!

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