TKKG

TKKG (204) – Verschwörung auf hoher See

Titel: TKKG (204) – Verschwörung auf hoher See / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Renate Pichler, Anne Moll, Oliver Böttcher, Tobias Diakow ua

Inhalt: Mitten im Januar genießen Tim, Karl, Gaby und Klößchen angenehme 26 Grad und strahlenden Sonnenschein! Auf dem Sonnendeck eines Kreuzfahrtschiffs in der Karibik stehen die Zeichen auf Erholung. Wäre da nicht diese gemeine Diebstahlserie eines blinden Passagiers, von der Sicherheitsoffizier Claas Holthusen vertraulich erzählt. Eigentlich ein leichter Fall für TKKG. Doch als das Schiff die sagenumwobenen Gewässer des Bermudadreiecks erreicht und ein furchtbarer Sturm aufzieht, werden alte Seemannsgeschichten wahr.


Ich wüsste nicht, in der Reihe je gehört zu haben, dass Glockners im Geld schwimmen. Daher darf man sich bei dieser Folge ruhig wundern, woher sie das Geld für die Reise nehmen. Auch wenn Herr Glockner betont, dass “Kreuzfahrten inzwischen so günstig sind, dass sogar wir uns das leisten können”. So ziemlich jeder dürfte wissen, dass diese Art des Reisens immer noch sehr kostspielig ist.
Aber wie es scheint, sind der Millionenstadt gerade die Kriminellen ausgegangen und so wartet TKKGs neuer Fall auf einem Kreuzfahrtschiff. Gerade noch rechtzeitig quasi, ehe Tim mangels geistiger Herausforderungen verdummen kann.
Nun aber genug gelästert, denn insgesamt muss ich sagen, dass mir die Folge gar nicht schlecht gefallen hat. Ein neuer Schauplatz zur Abwechslung hat was und ich mag es eh, wenn Geschichten auf begrenztem Raum spielen. Das hält die Angelegenheit überschaubar.
Der Fall ist interessant und hat durchaus seine spannenden Momente. Und ein bisschen kann man sogar mitknobeln. Außerdem kommen auch noch einige Geschichten auf den Tisch, die sicher das berühmte Seemannsgarn sind. Das bringt zusätzlich noch einen Schuss Rätselhaftes in die Sache und passt gut zu der Szenerie auf See. Mit dabei sind die Legenden um das Bermudadreieck und den berühmten Klabautermann.
Aber eins noch, bitte: “KapitänIN”?! Hackt es jetzt endgültig? Zieht dieser Genderwahnsinn sogar schon in Kinderhörspiele ein? Ich dachte wirklich, ich höre nicht richtig!

Caroline Kiesewetter gibt eine erfreulich undurchschaubare Emmi Stahlblau. Und mit Renate Pichler und Wolfgang Draeger ist mal das komplette Glocknersche Ehepaar mit von der Partie, was ich schön fand. Auch wenn sie deutlich älter klingen als sie als Gabys Eltern sein dürften. Manfred Liptow und Gerlinde Dillge wissen als Ehepaar Bor zu überzeugen. Man sieht sofort ein typisch deutsches Urlauberehepaar im fortgeschrittenen Alter vor sich, wenn sie loslegen. Und nebenbei nerven die Bors auch genau wie dieses spezielle deutsche Urlauberklientel

Ein paar Geräusche rund um das Meer, den Wind usw hätte ich mir durchaus gewünscht. In dieser Hinsicht geht es etwas blass zu. Dafür sind die übrigen Geräusche in Ordnung. Was die Musik anbetrifft, ist nicht gerade der große Wurf gelungen. Es war kein Stück dabei, bei dem ich speziell aufmerksam geworden wäre.

Selbstverständlich musste die KapitänIN auch mit auf das Cover, wie es aussieht. Die Szene im prachtvollen Saal passt gut zu einer Geschichte, die auf einem Kreuzfahrtschiff spielt. So ähnlich sieht es dort zum Essen ja auch aus, wie uns “Das Traumschiff” gelehrt hat.

Fazit:  Über ein paar Dinge kann man sich hier schon wundern (bei einer Sache darf man sich auch getrost an die Stirn tippen), aber insgesamt hat mir die Folge ganz gut gefalle. Sie bietet mal etwas Abwechslung von der Millionenstadt und läst zum Miträtseln ein.

TKKG (203) – Der Räuber mit der Weihnachtsmaske

Titel: TKKG (203) – Der Räuber mit der Weihnachtsmaske / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Wolfgang Kaven, Tommi Piper, Stephan Schwartz, Volker Bogdan ua

Inhalt: Früher Schneefall hat die Millionenstadt bereits Anfang Dezember in ein idyllisches Winterwunderland verwandelt. Aber die friedliche Stimmung währt nur kurz, denn Karl wird Zeuge eines gemeinen Verbrechens. Am Institut für Musikwissenschaft wird Prof. Tilmann Zobel ein 200 Jahre altes Notenblatt gestohlen. TKKG haben schnell einen Tatverdächtigen und heften sich an seine Fersen. Sie ahnen nicht, dass sie an der Nase herumgeführt werden.


Alle Jahre wieder kommt auch die Millionenstadt in Weihnachtsstimmung und TKKG müssen ausgerechnet in dieser sonst so friedlichen Zeit einen Ganoven zur Strecke bringen. Zumindest das muss man dieser Geschichte zugute halten: sie greift das Winterlich-Weihnachtliche gut auf. Es geht um das Lied “Stille Nacht”, die Stadt ist verschneit, der Räuber ist mit einer Weihnachtsmannmaske unterwegs und zum Abschluss gibt es noch eine rasante Schlitenfahrt.
Gefallen hat mir auch, dass so viel von dem bekannten Weihnachtslied die Rede ist. Das ist durchaus interessant und man dabei sogar nocht etwas lernen. Das finde ich hinsichtlich der jungen Hörerschaft ganz prima. Wer weiß, wer von denen dieses Lied überhaupt noch kennt! Da kann das sicherlich nicht schaden.
Rund um diese beiden positiven Ansätze geht es allerdings eher finster zu. Erstens wird es ja irgendwie immer kritisch, wenn die Geschichten sich um Moderne bemühen, und das ist auch hier wieder der Fall. Wieso müssen es denn bitte ausgerechnet Bitcoins sein? Und wieso das Darknet? Beides spielt nämlich an sich überhaupt keine Rolle. Man hätte auch einfach mit Geld handeln und verschlüsselte Mails schreiben können.
Dann ist das noch der Fall an sich, der eigentlich ganz brauchbar beginnt. Ganz ohne Umschweife und gleich zur Sache. Doch danach zieht sich die Angelegenheit ganz schön und recht früh hat man das Ganze auch schon durchschaut und darf sich fragen, wieso die Intelligenzbestien von TKKG nicht erkennen, wohin der Hase läuft.
Gekrönt wird das alles  dann noch von einer zwar wunderbar winterlichen, aber geradezu absurden Schlittenfahrt. Es ist ja ganz schön, dass ausgerechnet Willi hier als Held brilliert, aber was er davor angestellt hat, dass nehme ich dem runden Schokofreak nun echt nicht ab.

An den Sprechern habe ich durch die Bank nichts auszusetzen. Die TKKG-Sprecher sind gut in Form und auch Tommi Piper habe ich als Sergej Iwanow gerne zugehört. Er lässt ihn schon eine Spur undurchschaubar klingen, was gut passt. Stephan Schwartz ist als der bestohlene Tilmann Zobel zu hören und man nimmt ihm dessen Verzweiflung leicht ab.

Musik und Geräusche bewegen sich auf bewährtem Niveau. Alles da, was man braucht, aber nichts, was wirklich hängenbleibt oder beim Hören besonders positiv auffällt. Dafür aber eben auch nicht negativ. Solide halt.

Natürlich hat es die finale Schlittenfahrt auf das Cover geschafft. Es ist ja auch  -sofern man das so sagen kann- die rasanteste und aufregendste Szene der Geschichte. Immerhin ist das Motiv winterlich ausgefallen und ein Weihnachtsmanngesicht im Bild kann um diese Jahreszeit ja auch nicht verkehrt sein.

Fazit:  Die Geschichte hat zwei wirklich gute Ansätze und kommt auch schnell zur Sache. Leider wird sie anschließend genauso schnell vorhersehbar und das Geschehen zieht sich gewaltig in die Länge. Und wer Klößchen seine Heldentat vom Ende tatsächlich zutraut, dem ist nicht mehr zu helfen. Schade um die guten Ansätze, die so im Nu verpuffen.

TKKG (202) – Ein Paradies für Diebe

Titel: TKKG (202) – Ein Paradies für Diebe / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 66 min / Sprecher: Wolfgang Kaven, Rhea Harder, Harald Weiler, Clarissa Börner, Sven Dahlem ua

Inhalt: Gaby und Tim beobachten auf einem Marktplatz mitten in der Millionenstadt eine junge Diebin, die mit einem schnellen Griff einen Ring in ihrer Hosentasche verschwinden lässt. Als die beiden dem Mädchen folgen, wird Tim von einem Mann gestoppt, festgehalten und dann sogar selbst des Diebstahls bezichtigt! TKKG machen sich sofort an die Detektivarbeit und sind schon bald einem Gaunerduo auf den Fersen. Die Spur führt in die Internatsschule und ins Kaufhaus Paradies.


Da stehlen also Jugendliche  aus reichem Elternhaus in Kaufhäusern. Das kommt einem dann schon ziemlich bekannt vor, wenn man nicht gerade erst vor ein paar Folgen in die Serie eingestiegen ist. Man muss also schon damit leben, dass hier vom Aufhänger der Story her nicht gerade das Neueste vom Neuesten präsentiert wird.
Allerdings zieht die Geschichte natürlich noch ihre Kreise und die Sache mit dem Verkauf gestohlener Sachen im Internet ist immerhin mal ganz modern. Auch wenn ich an einigen Stellen gelesen habe, dass genau das die Hörer störte, mir hat das gar nicht mal so schlecht gefallen. Ich fand die Szene im Garten und an der Hecke mit der eingeworfenen Glasscheibe sogar ganz spannend und ein bisschen rasant.
Und ja, ich gebe es zu: ich habe mir ein Loch in den Bauch darüber gefreut, dass hier mal TKKG aufs Kreuz gelegt werden. Dass Tim mal quasi angeklagt auf dem Polizeirevier sitzt. Das hat diese naseweise Bande einfach auch mal verdient.
So richtig gestört haben mich hier eigentlich nur einige Details. Beispielsweise am Anfang, diese Vehemenz, mit der auf eine DiebIN bestanden wird. Himmel, geht es mir auf den Keks, wie genau es damit heute genommen wird! Egal, wo. Und somit eben auch hier.
Und dann noch: was ist nur aus Tim geworden? Den Kerl vom Anfang, der ihn auf dem Markplatz festhält, den hätte er früher kurzerhand aus der Jacke gehauen! Und heute? Lässt er sich festhalten. Damit den armen, kleinen Hörern auch bloß nicht nur im Ansatz vermittelt wird, dass man sich auch mit Gewalt wehren kann. Als ob wir früher nach einem TKKG-Hörspiel gleich prügelnd durch die Straßen gezogen wären…
Ach so, diese dusselige Polizeimeisterin, die braucht auch kein Mensch!

Jannik Schürmann als Mattes hat mir gut gefallen. Ich habe ihm den Bengel reicher Eltern, geplagt von massiver Langeweile leicht abgenommen und fand es gut, wie er immer wieder durchklingen lässt, dass ihm die Diebstähle eigentlich auch nicht gefallen. Luisa Burg, gesprochen von Lucia Dahlem ist da schon ein anderes Kaliber und bildet einen schönen Gegensatz zu Mattes.

Soundtrack und Geräuschen kann ich auch nichts vorwerfen. Beides tut sich hier nicht sonderlich hervor, ist aber passig zur Stelle, wenn es die Szenen erfordern.

Das Covermotiv zeigt die anfängliche Szene auf dem Marktplatz und mit dem davonlaufenden Mädchen kann man sogar schon ein bisschen erahnen, was der Geschichte zugrunde liegt. Die rötlich gefärbten Bäume zeigen, zu welcher Jahreszeit die Geschichte spielt und die stimmt mit der jetzigen voll überein.

Fazit:  Ich muss gestehen, so übel fand ich die Folge gar nicht. Natürlich bietet sie wenig Neues und einen geradezu lachhaften Tim – Tarzan, aber das Thema hat sich über die Serie hinweg bewährt und eingebürgert. Es erhält hier halt noch einen modernen Anstrich. Das sorgt vielleicht nicht für eine knappe Stunde Spannung, aber immerhin für etwas Unterhaltung zwischendurch.

TKKG (201) – Vom Goldschatz besessen

Titel: TKKG (201) – Vom Goldschatz besessen / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 67 min / Sprecher: Sascha Draeger, Henry König, Joachim Kretzer, Horst Stark ua

Inhalt: Tim, Karl und Gaby begleiten Familie Sauerlich an einen Alpensee und quartierten sich in einer einsam gelegenen Holzhütte ein. Klößchen will eigentlich nur alle Viere von sich strecken, aber stattdessen schlittern TKKG schon am ersten Tag in ein geheimnisvolles Abenteuer: ihr Nachbar, ein ergrauter Einsiedler packt eine uralte Goldsucher-Geschichte aus! Doch die einzigen Hinweise, dass der Goldschatz wirklich existiert, verschwinden noch bevor die vier sich ein Bild machen können. Und plötzlich scheinen nicht nur TKKG dem Gold auf der Spur zu sein.


Ein wenig altmodisch klingt der Titel schon. Spontan hatte ich eine Piratengeschichte im Kopf oder eine um Schatzjäger, so etwas in der Richtung. In den Alpen hätte ich beides aber sicher nicht angesiedelt, doch genau dort spielt diese Episode. Man muss ihr lassen, dass sie diesen Schauplatz wirklich gut und anschaulich rüberbringt. Ich konnte mir die Gegend schnell und klar vorstellen. Ein Abenteuer an solch einem schönen Ort, warum nicht?
Die Handlung ist erfreulich geradlinig, was mir ja immer sehr entgegenkommt. Allerdings ist sie für meinen Geschmack aber auch geprägt von irre großen Zufällen und so manchen Widersprüchen. Was eben noch ganz leicht ging, scheint wenig später unmöglich gewesen zu sein. Hauptsache, die Story kann weiterlaufen.
Das tut sie dann auch, aber eher unaufgeregt. Wirklich große Überraschungen findet man genauso wenig wie richtig spannende Momente. Man ahnt stets, wie es weitergehen wird und einige Dinge sind geradezu erschreckend offensichtlich. Ich würde behaupten, dass die Folge so nicht mal bei den jungen Hörern für Spannung sorgen wird.

Joachim Kretzer und Tilo Schmitz hat man ihren Figuren entsprechend einen derben amerikanischen Akzent aufgebrummt, was nur mäßig glaubhaft klingt. Dafür aber umso mehr nach Klischee. Horst Stark hat mir ein gutes Bild des alten und kranken Ludwig Waltz vermittelt. Er spricht diesen Part sehr überzeugend. Theresa Berlages markante  und klare Stimme passt gut zu Dr. Ruth Schadewell. Ich habe ich die Wisschenschaftlerin leicht abgenommen.

Die Musik präsentiert sich hier sehr modern. Teilweise habe ich es auch eher als eine Aneinanderreihung elektronisch erzeugter Geräusche empfunden, statt als Musik. Das passt nicht besonders gut in die Alpen, das ist mal einfach so. Somit steht es der Story auch nicht allzu gut. Der Spannung hilft es genauso wenig auf die Sprünge. Eine seltsame Auswahl also.

Das Covermotiv gefällt mir dafür wirklich sehr gut! Die Berge, der Wasserfall, die Freunde in einem Schlauchbott, das sieht nach Abenteuer aus. Leider mehr als davon in der Story geboten wird.

Fazit:  Der Schauplatz ist klasse und gut und vorstellbar in Szene gesetzt. Die Handlung angenehm geradlinig. Leider ist die Story oft sehr vorhersehbar und ebenso oft von großen, großen Zufällen geprägt. Beides geht natürlich zu Lasten der Spannung, Schade.

TKKG (200) – Der große Coup

Titel: TKKG (200) – Der große Coup / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 124 min / Sprecher: Sascha Draeger, Martin May, Marianne Bernhardt, Renate Pichler, Michael Lott ua

Inhalt: In der Internatsschule, die Tim, Karl, Gaby und Klößchen besuchen, gibt es etwas zu feiern. Alle sind da: Schüler, Eltern, Lehrer, Politiker und Journalisten, sowie jemand, mit dem TKKG ganz und gar nicht gerechnet haben. Denn kaum haben die Festreden im Foyer begonnen, schleicht ein vermummter Mann in das Zimmer von Tim und Klößchen. Was zuerst wie ein normaler Diebeszug aussieht, verwandelt sich schnell in einen verzwickten Fall, in dessen Verlauf das eine oder andere Bandenmitglied kurzfristig oder gar für immer verloren geht.


Hallo, großes TKKG-Jubiläum mit dem vollmundigen Titel! Diese Folge kommt auf zwei CDs daher und verspricht einen besonders großen Fall für die Freunde. Der lässt sich aber zunächst eher ruhig an mit einer Feierlichkeit am Internat und einer Entdeckung im Adlernest später.
Man muss aber zugeben, dass sich der Fall dann doch noch ordentlich mausert. Klößchen wird entführt, die Erpresser fordern eine horrende Summe und natürlich begeben sich Tim, Karl und Gaby sofort auf die Suche nach ihrem Freund. Die ist angenehm abwechslungsreich und durchaus spannend, aus verschiedenen Richtungen sogar. Natürlich hinsichtlich der Entführung, aber auch wegen der Suche nach Willi in verfallenen Gebäuden, diversen Fallen, in die die Freunde tappen, näcthtlichen Unternehmungen und noch einigen Dingen, die zwar nicht unmittebar mit der Entführung zu tun haben, dem Hörer aber doch zu denken geben und Fragen aufwerfen. Nicht zuletzt die Frage, ob dieser Fall das Ende von TKKG sein wird, Warum, wieso, weshalb, das muss man selber hören.
Gleichzeitig spürt man beim Hören, wie dick die Freundschaft zwischen den Vieren ist. Das hat mir wirklich gut gefallen. Ich finde, so deutlich kam das bislang nirgends rüber. Das passt an die Stelle einer Jubiläumsfolge. Genauso schön ist es, mal alle Eltern der Vier anzutreffen, in vergleichsweise großen Rollen sogar.
Nichtsdestotrotz, mit Entführungen hatten TKKG schon zu tun, mit Erpressern ebenfalls. So gesehen ist der Fall nicht ganz so herausragend wie der Titel verheißt. Und irgendwie denke ich auch, man hätte das alles gut auf die Länge einer CD straffen können. Es passiert ja an sich nicht mehr als sonst, nur die Szenen fallen deutlich länger aus.

An Tobias Diakow alias Karl haben ich mich inzwischen gut gewöhnt und ich höre ihn gerne in dieser Rolle. Auch wenn seine Stimme nicht ganz so markant ist wie die seines Vorgängers. Aber er klingt auch nicht so ganz obergescheit wie Niki Nowotny. An Rhea Harder in der Rolle der Gaby werde ich mich wohl nie ganz gewöhnen, aber sie ist nun mal dabei und hat meist ja auch nicht so viel zu sagen. Sascha Draeger und Manou Lubowski sind fit dabei wie eh und je.
So schön ist es finde, hier die Eltern der Freunde allesamt anzutreffen, so sehr habe ich mich doch bei allen gefragt, wieso sie so klingen als seien ihre Kinder nicht 13 Jahre alt, sondern bereits doppelt so alt. Speziell Willis Mutter klang mir nicht nach Teenangermutter, sondern eine ganze Ecke älter. Das passt irgendwie nicht so recht.

Was Musik und Geräusche anbetrifft, klingt es nicht unbedingt jubiläumsmäßig. Die Folge klingt mit den verwendeten Stücken und ihrer Geräuschkulisse ganz so wie ihre Vorgänger. Was nichts Schlechtes bedeutet.

Auf dem Cover sind die Freunde zu sehen wie sie nachts auf einem Friedhof einer finsteren Gestalt folgen. Ein angenehm düsteres Motiv, das einenn spannenden Fall verspricht. Ein bisschen schaurig ist es auch, was mir ja eh immer gut gefällt.

Fazit:  Einzig hinsichtlich der Spielzeit eine Jubiläumsfolge und ein größerer Coup als die übrigen Folgen der Reihe. Dennoch ein wirklich spannender Fall, nicht nur was die Entführung und die Erpressung anbetrifft. Hier wird auch die Freundschaft und der Zusammenhalt von TKKG auf die Probe gestellt, was zusätzlich für Brisanz sorgt. Insgesamt hätte aber sicher auch eine CD für die Story gereicht.

© 2019 Frontier Theme