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The Real Ghostbusters (11) – Es kam aus der Tiefe

Titel: The Real Ghostbusters (11) – Es kam aus der Tiefe/ Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 79 min / Sprecher: Bianca Füll, Knut Montzka, Jan Langer, Dennis Gauert ua

gb11Inhalt: Als ein kostbares Buch voller schwarzer Magie – das Necronomicon – gestohlen wird, gerät die Welt in größere Gefahr als jemals zuvor: Uralte, kosmische Schrecken könnten sich vom Grund der Meere erheben und das Zeitalter der Menschheit beenden.


Zur ersten Schnapszahlfolge schickt die Reihe eine Geschichte mit stattlichen 79 Minuten Spielzeit ins Rennen. Ich muss bei jedem Hörspiel, das über eine Stunde lang ist, immer erstmal schlucken. Ich habe es nicht mit solch langen Hörspielen, weil sie mich meist nicht durchgängig fesseln können. Obendrein kam hier noch hinzu, dass sich recht flugs herausstellte, dass sich die Handlung um die Geschichten und Figuren von Lovecraft drehen würde. Die allgemeine Begeisterung dafür teile ich nicht, mir ist das alles immer zu „anno Schnuff“.
Allerdings gibt es scheinbar doch eine Möglichkeit, mich dafür zu begeistern: nämlich so, wie es dieses Hörspiel anstellt. Ja, es geht um Lovecrafts Figuren usw, aber es wird nicht allzu sehr breit ausgewalzt. Und mit dem von den vorherigen Folgen vertrauten Chaos um die Geisterjäger herum, fiel es mir nochmal leichter, mich damit zu arrangieren.
Die Ghostbusters haben es hier also mit einem äußerst mächtigen Gegner zu tun und es ist von Anfang an spannend, ob und wie sie damit zurechtkommen werden. Schräge Ideen und Methoden sind dabei natürlich einmal mehr an der Tagesordnung. Das macht Spass. Vor allem über die Japaner habe ich herzlich lachen müssen.
Das Finale kommt imposant daher und ist dramatisch in Szene gesetzt. Eben so, wie es sich gehört, wenn man sich mit einem solch mächtigen Gegener auseinandersetzen muss. Klasse!

Die Sprecher sind mit dem bereits vertrauten Spass und Elan bei der Sache. Das ist für mich manches Mal wichtiger als möglichst prominente Stimmen, denen beides oft mal fehlt. Aber halt: ein prominenter Sprecher mischt auch hier mit. Wer es ist, werde ich hier nicht verraten. Lasst euch überraschen. Nur so viel: er passt in die Story wie die sprichwörtliche Faust auf’s Auge!

Musikalisch geht es dieses Mal etwas…ich nenne es mal „vernünftiger“ zu. Will heißen, es klingt nicht permanent wie aus einem Cartoon. Häufig schon, aber man hört, dass die Reihe auch anders kann. Und dass es ihr steht! Ich war angenehm überrascht.

Das Cover gibt Rätsel auf. Was hat es mit diesem Buch auf sich? Was für eines ist es wohl? Und wer sind die beiden Gestalten im Hintergrund. So wird man fix neugierig.

Fazit:  Eine durchweg spannende und rasante Folge mit einem beeindruckenden Finale. So kann man mir sogar Lovecraft und seine Figuren schmackhaft machen. Und die schlappen 79 Minuten vergingen wie im Flug.

The Real Ghostbusters (10) – Faversham

Titel: The Real Ghostbusters (10) – Faversham / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Bianca Füll, Laura Schmidt, Jacqueline Harning ua

gb10Inhalt: Seit 50 Jahren traut sich Charles Faversham nicht auf den eigenen Dachboden. Als das Grauen überhand nimmt, alarmiert Elaine die Geisterjägerzentrale. Doch dort sitzt momentan nur Janine. Was tun? Auftritt für Miss Melnitz, die Geisterjägerin.


Nachdem mir die vorige Folge nicht so gut gefallen hatte, habe ich diese Episode mit verhaltenen Erwartungen in den Player geschoben.
Glücklicherweise wurde schnell klar, dass mir „Faversham“ wieder bedeutend besser gefiel. Zwar muss man hier ohne die Geisterjäger auskommen, aber Janine (mit Unterstützung von Elaine) ist ein durchaus würdiger Ersatz. Die beiden meistern ihren Job erstaunlich souverän und nicht ganz so chaotisch, wie die Herren Ghostbusters es regelmäßig schaffen. Da ich sonst kein Fan weiblicher Helden bin, ist das ein ganz dickes Kompliment! Ich habe Janine und Elaine wirklich gern bei ihrem Einsatz begleitet.
Für Spannung und Grusel ist ebenfalls gesorgt. Und zwar dieses Mal, ohne sich an irgendeiner Kreatur zu bedienen, die bereits mal ihren Auftritt hatte. Auch das hat „Faversham“ einen Pluspunkt beschert.

Bianca Füll (Janine) und Laura Schmidt (Elaine) sind ein tolles Gespann, das sich prima ergänzt. Ich habe den beiden gerne gelauscht und hatte den Eindruck, dass sie sich im Laufe der Geschichte sogar noch ordentlich steigern. Jacqueline Harning gibt die zickige und recht verbohrte Valerie und trifft dafür genau den richtigen Ton. Ich kann Janine voll und ganz verstehen, wenn sie Valerie nicht mehr erträgt.

Musikalisch geht es wie gewohnt bunt und turbulent zu, allerdings hatte ich den Eindruck, dass nicht ganz so viele Melodien eingesetzt wurden wie in den übrigen Folgen. Das geht für mich so völlig in Ordnung, so richtet sich die Aufmerksamkeit des Hörers mehr auf die Handlung. Eine ordentliche, cartoonige Geräuschkulisse trägt ihr Übriges in diesem Bereich bei.

Selbstverständlich sind Janine und Elaine auch auf dem Cover zu sehen. Genau wie das Grauen, das von der Decke und den Wänden wuchert. Ein passendes Motiv zur Stoy.

Fazit: „Faversham“ hat mich mit der Reihe wieder versöhnt. Janine und Elaine in den Hauptrollen sind eine feine Abwechslung und eine würdige Vertretung. Die Geschichte selber ist spannend, hat schaurige Momente und fährt erfreulicherweise wieder einen Schrecken auf, den man noch nicht kennt.

The Real Ghostbusters (09) – Hundstage

Titel: The Real Ghostbusters (09) – Hundstage / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Jens Döring, Carolin Kram, Laura Schmidt, Claus Hirt ua

gb09Inhalt: Louis Tully ist ganz unten angekommen: Nach dem geplatzten Pakt mit einem Dschinn schlägt er sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Geliebte weg, Ansehen weg, nun wird ihm auch noch der Werbevertrag für die “Schlüsselmeister”-Kosmetiklinie gekündigt. Als er meint, es könne nicht mehr schlimmer kommen, taucht ein alter Bekannter auf, den Louis eigentlich nie wieder sehen wollte: Der furchtbare Dämonenhund Gozers.


Bislang hat mir die Reihe durchweg gut bis sehr gut gefallen. Mit dieser Episode konnte sie bei mir nicht so richtig punkten, leider. Erstens dauert es reichlich lange ehe sich al etwas wirklich Geisterhaftes ereignet. Bis dahin plätschert die Story mehr vor sich hin. Nicht uninteressant, ich habe auch echt Mitleid mit Louis gehabt und musste herzlich über Elaines Kommunikationsversuche in New York lachen, aber insgesamt war es mir einfach zu wenig Geistergeschichte.
Zweitens erschien mir Gozers neuerlicher Auftritt irgendwie wie ein Notstopfen mangels neuer Ideen. Ich meine, hey, es ist New York! Da sollte es doch von Geistern, Dämonen und anderen finsteren Kreaturen nur so wimmeln! Und dann müssen sich die Jungs mit einem „alten Bekannten“ herumschlagen? Nein, da möchte ich in der nächsten Folge doch lieber wieder mit neuen Spukgestalten zu tun bekommen.

Mein Sprecher-Highlight war hier Laura Schmidt, die mir als Mädchen vom Land (Elaine) wirklich sehr gut gefallen hat. Sie bringt Elaines trockenen Humor prima rüber. Jens Döring gefällt mir ebenfalls immer besser. Ich mag Louis irgendwie, was ich vor allem wohl ihm verdanke. Er klingt so niedlich! Man möchte Tully die ganze Zeit beschützen. Nur manchmal, da möchte ich ihm auch eine reinhauen ;), und sei es nur, damit er das Quasseln mal einstellt.

Der Soundtrack zeigt sich einmal mehr fröhlich bunt gemischt und ein bisschen schräg. Eben so wie es die Geschichten dieser Reihe auch sind. Das hat was Cartooniges an sich, was gut dazu passt.

Bei dem Cover musste ich einige Mal hinsehen ehe ich das Motiv ganz erfasst hatte. Den Höllenhund habe ich erst mit Vorsagen durch den Titel erkannt. Es liegt bei mir hauptsächlich am Hintergrund, der neben Hund und Louis noch Aufmerksamkeit auf sich zieht mit seiner Struktur. Das ist etwas zu viel. Für mein Auge jedenfalls.

Fazit: „Hundstage“ kam mir vor wie ein Lückenfüller mangels neuer Ideen. Die Geschichte kommt schwer in die Pötte und fährt dann lediglich einen alten Bekannten auf. Immerhin ist das Rundherum ganz unterhaltsam, sonst hätte ich wohl frühzeitig aufgegeben. Ich hoffe, mit Folge 10 geht es wieder aufwärts.

The Real Ghostbusters (08) – Die Säule von Manhattan

Titel: The Real Ghostbusters (08) – Die Säule von Manhattan / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 35 min / Sprecher: Björn Korthoff, Timo Blaustein, Hanna-Unn Hava ua

gb08Inhalt: Ray hat eine furchtbare Vision: Ein gigantisches Erdbeben wird die Stadt vernichten und im Meer versinken lassen. Nur ein Hirngespinst? Plötzlich rumort es tatsächlich überall. Das Abenteuer treibt die Geisterjäger tief in die Eingeweide der Millionenstadt.


Wow, nur 35 Minuten Spielzeit, das ist aber wirklich knapp bemessen und auch selten. Ich mag solche Hörspiel-Snacks zwischendurch aber ganz gerne. Das bedeutet nämlich, dass die Geschichte sich nicht lange warmlaufen darf und es zügig zur Sache geht.
Genau wie es hier der Fall ist. Anfangs kommt kurz idyllische, friedliche Stimmung auf, aber kurz darauf geht es schon so richtig rund. Ein Erdbeben scheint Manhattan in Schutt und Asche zu legen. Das hat mich irgendwie beeindruckt, denn das muss dann schon ein ordentliches Beben sein.
Selbstverständlich lässt Ray seine Vision nicht mehr los und er hält seine Kollegen damit mächtig auf Trab. Die haben aber gerade eigentlich ganz andere Dinge im Kopf und sind wenig angetan. Das sorgt für lustige Momente und bissige Dialoge.
Doch letztlich können sich die Geisterjäger den Tatsachen nicht verschließen. Ich muss gestehen, dass mich die Vorstellung der Unterwelt von Manhatten ziemlich begeistert hat. Irre, wenn man sich das mal bildlich vorstellt.
Dort unten kommt es dann zum Showdown, der den bis hierher noch fehlenden Schuss Action ins Geschehen bringt.
Somit ist diese Folge trotz ihrer Kürze einmal mehr eine runde Sache, die Spass macht.

Es ist so und wird vermutlich so bleiben: wer auf Profisprecher Wert legt, der sollte seine Ohren von dieser Reihe fern halten. Dafür hört man den Sprechern aber ihr Vergnügen bei der Sache an. Außerdem kennt man sie nicht schon aus jedem Hörspiel von der Ecke. Namentlich sind uA mit von der Partie: Dennis Can, Bianca Füll und Dorle Hoffmann.

Musikalisch zeigt sich die Folge von ihrer besten Seite. Die Stücke passen zum Geschehen, sind mal lauter, wenn es rundgeht, dann wieder leiser und drängender, wenn für Spannung gesorgt werden soll. Ein gewisser Hang zum cartoonigen Stil kann man ihnen dabei nicht absprechen.

Wie es geht, dass ein Covermotiv gar nichts über die Story auf der CD dahinter aussagt?
So wie hier!
Aber immerhin ein Gruppenbild der chaotischen Geisterjägertruppe.

Fazit:  Kurz und knackig, so hat mir die Folge gut gefallen. Kein langer Anlauf bis zum ersten Drama, anschließend die gewohnt chaotische Vorgehensweise der Truppe und ein würdiges Finale mit einem Großeinsatz der Protonenstrahler. Cool!

The Real Ghostbusters (05) – Angst vor dem bösen Mann

Titel: The Real Ghostbusters (05) – Angst vor dem bösen Mann / Verlag: TKM / Spielzeit: ca. 45 min / Sprecher: Dorle Hoffmann, Tajo Schmidt, Martin Bäcker ua

gbusters05Inhalt: Im Keller ihres neuen Anwesens macht die junge Familie Caster einen seltsamen Fund: Ein unheimlicher Schrank sorgt für Unbehagen. Noch ungewöhnlicher wird es in der darauf folgenden Nacht, als ein gewaltiger, diabolischer Ziegenbock dem Schrank entsteigt und Angst und Schrecken verbreitet. Als die Caster-Kids in der Feuerwache um Hilfe bitten, glauben unsere Freunde zunächst an ein Hirngespinst – Einzig Egon aktiviert, die Augenbrauen alarmiert hochgezogen, schon mal die Spektralbomben.


Bisher kannte ich aus Kinderzimmern eher die Monster unter dem Bett. Der böse Mann ist mir dort noch nicht untergekommen. Aber natürlich kenne ich diese Bezeichnung, und Monster unter dem Bett wären vielleicht eine Spur zu kindisch gewesen.
Jedenfalls haben die Geschwister Megan und Kenny so ihre nächtlichen Probleme mit dem bösen Mann. Gerade die Nachtszenen sind tatsächlich ein wenig schaurig.
Da die Eltern -wie zu erwarten war- nicht an den bösen Mann glauben, engagieren die Kids selber die Ghostbusters, und die greifen dann so richtig durch. Ich fand, dass die Geschichte im Nullkommanichts vorbei war, nachdem die Ghostbusters sich des bösen Mannes angenommen hatten. Da steckt gut Tempo drin und natürlich auch das vertraute Chaos, das sich unweigerlich um die Truppe entwickelt, wenn sie in Aktion tritt.
Ein paar witzige Bemerkungen und pfiffige Dialoge sorgen dafür, dass man auch bei dieser Episode wieder das eine oder andere mal schmunzeln kann.

Die Sprecher sind mit dem gewohnten Engagement bei der Sache. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass die Betonung hier und da mal ein wenig verrutscht. Vor allem Tajo Schmidt und Katja Runge haben mir prima gefallen. Sie geben en munteres Geschwisterpaar ab, dem ich gerne zugehört habe.

Musikalisch geht es recht gemischt zu, wobei die gruseligen und actionreichen Szenen stets besonders passig unterlegt sind.

Das Covermotiv verrät schon ziemlich deutlich, womit es die Geisterjäger in dieser Geschichte zu tun bekommen. Mit einem nächtlichen Kinderschreck. Ich finde das Motiv klasse. Bisher einer meiner Favoriten in dieser Reihe.

Fazit: Eine Geschichte um eine sehr klassische und weithin bekannte Gruselgestalt: den bösen Mann. Dabei geht es teilweise durchaus schaurig zu, zum Ende hin aber auch turbulent und actionreich. In meinen Ohren rundum gelungen.

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