Tochter des Lichts

Jack Slaughter (18) – Das Scheusal aus dem Meer

Titel: Jack Slaughter (18) – Das Scheusal aus dem Meer / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Klaus Dieter Klebsch, Simon Jäger, Dennis Schmidt Voss, Marie Bierstedt ua

slaughter18Inhalt: Um Jack richtig schön auszutricksen, erschafft der Teufel ein furchtbares Kiemen-Monster, das ganz Jacksonville in Angst und Schrecken versetzt. Silverfish soll zusammen mit Professor Doom Jacks Lebenszeit verkürzen. Doch Silverfish steht mehr auf Frauen als auf die maskuline Tochter des Lichts. Als Jack und seine Freunde auf Fischfang gehen, haben sie keine Chance. Das Monster ist einfach zu mächtig und bringt Kim in seine Gewalt. Jack und Tony müssen sich etwas einfallen lassen. Die Uhr tickt!


Nach einer auffallend langen Pause melden sich Jacksonvilles Kämpfer gegen das Böse und das Böse selbst nun wieder zurück. Und irgendwie habe ich das Gefühl, die Pause hat der Reihe -bzw zumindest dieser Folge ganz gut getan. Wieso? Weil ich finde, dass es hier tatsächlich einen Roten Faden gibt! Rick Silver wird von Teufel Lucy höchstpersönlich in das Meeresmonster Silverfish verwandelt, das fortan sein Unwesen in Jacksonvilles Gewässern treibt. Und dieser Idee wid konsequent nachgegangen! Während ich bei vielen Folgen das Gefühl hatte, die Story an sich verliere sich im Klamauk, bin ich dieser Geschichte gespannt gefolgt. Gespannt vor allem, weil es dieses Mal Kim ist, die in die Gewalt des Monsters gerät. Sonst hatten es die Bösewichte ja doch mehr auf Jack abgesehen. Doch Rick ist auch in seiner Gruselgestalt noch immer mehr an Mädels interessiert. Gefallen hat mir außerdem, dass so viele Charaktere mitmischen. Neben Jack, Tony und Kim sind auch noch Jacks Eltern mit von der Partie, Professor Doom und Flopper haben ebenfalls ihren Part, und auch Basil Creeper spielt eine nicht ganz unwichtige Rolle. Erstaunlicherweise, aber eben auch erfreulicherweise, wirkt die Geschichte trotzdem nie überladen was die Charaktere angeht. Jeder hat seinen Platz in der Handlung, und der ist schlüssig und verdient. Einzig mein Humor für diese Reihe scheint in der Pause ein wenig gelitten zu haben. Oder aber in Sachen Komik wird tatsächlich nicht gerade viel Neues geboten. Die Art der Sprüche kennt man halt nun schon seit nunmehr 18 Folgen. Jedenfalls habe ich nur sehr selten mal geschmunzelt.

An den Sprechern liegt das gewiss nicht! Hier sind alle vertrauten Stimmen zu hören, und wie gewohnt hört man jedem einzelnen an, dass ihm die Geschichte und die Charaktere Spass machen. Marie Bierstedt nervt mich als gestörte Rose ja stets auf’s Neue, doch das entspricht nun mal der Rolle. Man könnte also auch sagen: das muss man auch erstmal können! Dennis Schmidt-Foss, von dem man in den bisherigen Folgen nicht so viel hörte wie hier, sorgt so für frischen Wind. Und mich ganz persönlich hat es gefreut, Lutz Mackensy als Lucy wiederzuhören. Er ist mein Lieblingsteufel!

Die Musik kommt meist modern und rockig daher, schlägt aber in bestimmten Szenen durchaus auch mal ruhigere Töne an. So hat dann und wann sogar mal sowas wie Atmosphäre eine Chance. Die Geräuschkulisse ist prima, da gibt es nichts auszusetzen. Genau wie die Musik hat sie einen unverkennbaren Klang, der einem sofort deutlich macht, welcher Serie man lauscht.

Beim Cover muss man dreimal und ganz genau hinschauen um zu erkennen, was dargestellt ist. Düsternis hin oder her, aber in diesem Falle hat man es damit etwas zu weit getrieben. Im Booklet gibt es (da Silverfish bei Bedarf derbe stinkt) eine Reihe Tipps zur Bekämpfung von Mundgeruch. Es ist nicht ratsam, alle auszuprobieren!

Fazit:  Im Wesentlichen hat die Pause der Reihe gutgetan. Diese Folge ist ein erstes Anzeichen dafür. Ein durchgängiger Handlungsstrang, der sich nicht im Klamauk verliert. Außerdem mischen alle liebgewonnenen Charaktere mit. Nur am Humor sollte man vielleicht mal ein klein wenig werkeln und sich etwas Neues einfallen lassen.

Jack Slaughter (17) – Gedankenspione

Titel: Jack Slaughter (17) – Gedankenspione / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Simon Jäger, David Nathan, Marie Bierstedt, Lutz Mackensy, Engelbert von Nordhausen ua.

Inhalt: Jack hat einen äußerst hohen Preis dafür bezahlt, um seine Eltern vor dem sicheren Tod zu retten: ein gefährlicher Killer wurde auf Jack angesetzt. Sollte er sterben, bevor er seine unsterbliche Seele zurückgewinnen konnte, wird er für alle Zeit in der Hölle schmoren. Zum Glück ist Jacks bester Freund wieder da, um ihm beizustehen. Tony hat allerdings ein erregendes Erlebnis mit einer schönen Frau, die einen kleinen Haken hat: sie steht nicht auf One-Night-Stands!


Merke, es geht immer noch dramatischer! Selbst bei einer solch abgedrehten Serie! Nicht nur, dass Jack seine Seele los ist, nein, auch Doom ist wieder hinter ihm her, der Teufel persönlich sowieso und obendrein noch ein geheimnisvoller „Schläferagent“, der irgendwie Jacks Eltern gefolgt zu sein scheint. Denn die sind -ausgerechnet dem Teufel sei Dank- einem Erschießungskommando entkommen und in Jacksonville gestrandet. Jack muss also auch noch mit einer plötzlichen Überdosis Familie klarkommen. Und Tony droht die Ehe. Klingt irre? Nein, nicht wenn man diese Reihe kennt. Dann weiß man, wie schräg und chaotisch es hier zugeht. Und in dieser Hinsicht stellt diese Folge klar  einen Höhepunkt dar. Sonderlich übersinnlich geht es dabei dieses Mal nicht zu, jedenfalls für mein Empfinden. Und spannend ist es allenfalls in der Frage, wie die liebenswert-kaputte Heldentruppe nun wieder aus dieser Nummer herauskommen wird. Dafür hat mir Tony sehr bald leid getan mit seinem verliebten Anhängsel. Darüber konnte ich -nachdem er die zotigen Sprüche aufgegeben hatte- dann doch auch mal grinsen. Und es hat mir gefallen, endlich Jacks Eltern „kennenzulernen“, nachdem man so viel von ihnen gehört hat.

Die Sprecher sind wie gewohnt durchweg gut aufgelegt und mit unüberhörbarem Spass bei der Sache. Engelbert von Nordhausen gibt einen betont machomäßigen Vater Slaughter und Katharina Lopinski eine äußerst resolute Mutter Slaughter. Und Marie Bierstedt darf sich auf das Süßlichste in der Rolle von Tonys Geliebten austoben.

Musikalisch wird wie gehabt eine bunte Mischung geboten. Von rasant und rockig bis hin zu tatsächlich ganz stimmungsvollen, düsteren Stücken ist alles dabei.

Auf dem Cover ist das Grab der „Tochter des Lichts“ zu sehen. Mit Polizeiabsperrung. So wie Jacks Eltern es bei ihrer Ankunft vorfinden. Nun ja, ein offenes Grab mit unheimlichem Licht, darüber finstere Bäume, deren Äste wie Klauen zum Grab hinab greifen, das will ich mal für eine solche „Gruselstory“ als verheißungsvoll durchgehen lassen.

Fazit:  Schlimmer geht immer! Und in dieser Folge erwischt es die Freunde wirklich heftig und gleich in mehrerer Hinsicht. Da ist Chaos vorprogrammiert. Und  das wird feste ausgekostet. Nicht unbedingt spannend, nicht sonderlich übersinnlich, aber so liebenswert kaputt wie man es von der Reihe kennt.

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