Traum

Rock War (01) – Unter Strom

rockwar01Jay spielt Gitarre und schreibt Songs – doch seine Großfamilie und ein miserabler Drummer verhindern seinen größten Traum: Rockstar zu werden. Summer hat für kaum etwas anderes Zeit, als ihre schwerkranke Großmutter zu pflegen. Doch Summers Stimme ist dazu gemacht, Millionen zu begeistern – wenn ihr Lampenfieber es zulässt. Dylan liebt nichts mehr als das Nichtstun. Erst als der Rugby-Coach seiner Schule droht, ihn auf dem Rasen zu atomisieren, tritt Dylan widerstrebend einer Band bei – und entdeckt sein Talent. Alle drei stehen kurz vor dem größten Wettkampf ihres Lebens. Und sie spielen um alles.

Nein, Casting-Shows sind überhaupt nicht mein Fall. Weil dieses Wort häufig dort fällt, wo Werbung für “Rock War” gemacht wird, hatte ich meine Zweifel ob es etwas für mich sein könnte. Andererseits: es ist keine Fantasy, keine Dystopie, also hat das Buch eine Chance verdient. Leider hat es sie nicht so recht genutzt.
Der Großteil der Geschichte wird davon eingenommen, dass man die wichtigsten Figuren und ihr Leben kennenlernt. Dass alle einen Hang und ein Talent für Musik haben, ist bei diesem Titel und Klappentext schon mal keine Überraschung.
Mein größtes Problem waren aber die Charaktere selber. Jay beispielsweise machte auf mich den Eindruck eines ziemlichen Loosers, der ohne seine großen Brüder kaum durch sein dreizehnjähriges Leben. Es war mir ein ewiges Rätsel, wie es so jemand mal auf eine große Bühne schaffen will. Denn dazu gehören Mut, Courage und Selbstbewusstsein. Jay hatte in meinen Augen bis kurz vor Ende weder das eine, noch das andere. Und dass es bei ihm zuhause chaotisch zugeht und seine Brüder alle den Einschlag auf die schiefe Bahn haben, das hatte ich auch vor der x-ten Wiederholung dieser Tatsache auf dem Schirm. Das musste man mir nicht so oft unter die Nase reiben.
Dylan dagegen hat mächtig viel Selbstbewusstsein, aber zu nichts Bock. Er versucht, so bequem wie möglich durch die Zeit im Internat zu kommen, und als ihm dann endlich mal Grenzen aufgezeigt werden, stürzt er quasi in Verzweiflung. Ich mag solche Null-Bock-Haltung nicht und fand es gar nicht übel, dass er auf dem Rugby-Feld mal gezeigt bekommt, was ihm blühen kann, wenn er sich nicht zusammenreißt.
Dann gibt es da noch eine Mädelsclique. Coco, Lucy und Michelle. Coco und Lucy fand ich ganz in Ordnung, weil sie ziemlich normal rüberkommen. Michelle dagegen ging mir tierisch damit auf den Geist, dass sie ständig im Mittelpunkt stehen will, bewusst Leute provoziert und in die Sch**** reitet und die unmöglichsten Aktionen startet, die nur in Problemen enden können. Und nein, eine Krankheit ist dafür keine Entschuldigung oder Eklärung für mich.
Nur Summer mochte ich von Anfang an, obwohl auch sie einen Sack Probleme mit sich herumschleppt. Aber sie hat gelernt, sich mit ihrem Leben zu arrangieren. Sie hat es uf die ganz harte Tour gelernt, aber immerhin! Sie ist trotzdem kein schlechter Mensch, hat mit Kriminalität nichts am Hut, ist auch nicht aufmüpfig oder faul. Sie ist zwar ruhig, aber in entscheidenden Momenten beweist sie trotzdem eine Menge Mut.
Die Geschichte wechselt lange zwischen den einzelnen Figuren. Mal ist man bei der einen zu Gast, mal bei der anderen. So lernt man sie zwar gut kennen, aber spannend fand ich das nicht. Dass irgendwann der Wettbewerb Thema werden würde, war zudem von Anfang an klar. Das steht schließlich schon im Klappentext. Und dass es genau dieser Wettbewerb sein würde, der die Kids letztlich zusammenführen würde, das kann man sich ebenfalls denken.
Ein wenig Spannung kam für mich erst auf als die Jugendlichen sich auf den Weg zum Wettberwerb machen. Für viele von ihnen tauchen plötzlich Probleme auf, wegen denen sie es womöglich nicht schaffen würden. Auch Tempo kam erst hier auf, was aber viel zu spät war. Und ob es diese Aktion von Jays Bruder direkt beim Wettbewerb brauchte, das lasse ich mal dahingestellt. Das wirkte auf mich als hätte man gemerkt, dass das Bisschen Spannung bei der Anreise vielleicht doch etwas zu wenig war und als ob man nun unbedingt noch eine Schippe nachlegen wollte. Irgendwie gezwungen und ziemlich unnötig.

Immerhin ließ sich das Buch gut lesen. Der Stil ist schön jugendlich, was gut zu den Hauptfiguren passt und schlicht nicht schwer zu lesen ist. Der Wechsel zwischen den Jugendlichen sorgt durchweg für Abwechslung und die Kapitel haben diese Länge, bei der man immer denkt, dass man ja eins noch eben lesen kann ohne am nächsten Morgen nicht aus dem Bett zu kommen.

Mit dem Totenkopf, den Sternen und Blitzen und dem rotzigen Schriftzug trägt das Cover dem Thema Rockmusik auf landläufige Weise Rechnung. Das grelle Gelb bildet zudem einen kräftigen Kontrast zum Schwarz, wodurch das Motiv Aufmerksamkeit auf sich zieht. Wieso der Hintergrund mausgrau aussehen musste, ist mir dagegen nicht ganz klar, aber ich mag halt die Farbe Grau auch überhaupt nicht. Vielleicht liegt es daran.

Fazit: Ich bin enttäuscht von “Rock War”. Die meisten Hauptfiguren waren mir unsympathisch und / oder gingen mir einfach tierisch auf die Nerven. Überraschen konnte mich die Geschichte ebenfalls nicht, zumal das mit dem Wettbewerb und dem Zusammentreffen der Kids dort schon vom Klappentext her bekannt war. Weitere Überraschungen gibt es leider nicht. Erst gegen Ende kam für einige wenige Kapitel mal etwas Spannung und Tempo auf, doch das ist kaum der Rede wert im Verhältnis zum Rest der Geschichte. Ich denke, ich werde die Reihe (mal wieder) nicht weiter verfolgen.

Diese Rezension entstand im Rahmen des Amazon Vine Produkttesterprogrammes!


Titel: Rock War (01) – Unter Strom
Autor: Robert Muchamore
Seiten: 380
Verlag: cbt
ISBN: 978-3570162910
Preis: € 12,99 (broschiert)

Benjamin Blümchen (123) – …in der Spielzeugfabrik

Titel: Benjamin Blümchen (123) – …in der Spielzeugfabrik / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Marie Bierstedt, Georg Tryphon, Santiago Ziesmer, Rainer Fritzsche ua

ben123Inhalt: Benjamin, Otto und Stella besuchen Erfinder Eddi Eddison in der Spielzeugfabrik. Dort dürfen sie Spielzeug testen. Benjamin übernimmt Eddis neueste Erfindungen: die Mäxchen. Das sind kleine Aufziehfiguren. Doch beim Spielen wird Benjamin müde – und plötzlich ist er so klein wie die Mäxchen und die Figuren beginnen zu reden!


Ich hatte ohnehin schon arge Bedenken bei dem Titel und der Inhaltsangabe. Andererseits dachte ich dann wieder: warum nicht? So eine Fabrik ist sicher interessant, es gibt viel zu entdecken und etwas zu lernen.
Weit gefehlt! Außer den Mäxchens gibt es nichts zu entdecken. Und von Lernen kann man wohl auch kaum sprechen, wenn einem beschrieben wird, wie ein Förderband ein Mäxchen-Teil zur nächsten Station bringt.
Ja, ich weiß, die Serie hat das Altersminimum im Laufe der Jahre von 5 Jahre auf 3 Jahre runtergesetzt. Das kann nicht folgenlos bleiben. Aber die 3jährigen Hörer müssen doch auch mit Otto und Stella klarkommen, die deutlich älter sind. Und abgesehen von Karlas inzwischen übermäßigen Verniedlichungen wird hier auch sonst nicht gerade in Kleinkindersprache gesprochen! Wieso kommt dann die Geschichte so dermaßen seicht daher? Benjamin träumt sich klein zu den Mäxchen und bald wird ein Wettrennen gestartet. Mehr passiert hier schlichtweg nicht! Ein kleines bisschen Moral wird noch vermittelt. Und falls die Hörer sie nicht schon von Anfang an erahnen, kein Problem: ein Mäxchen serviert sie zum Abschluss nochmal auf dem Silbertablett.

Den Sprechern ist weiter nicht vorzuwerfen. Und mit dem Wiederhören mit Santiago Ziesmer als Eddie Eddison kommt außerdem etwas frischer Wind in die Folge. Lediglich Gisela Fritsch dürfte man von mir aus gerne ein paar Mal ein -chen aus ihren Passagen streichen. Das ist inzwischen einfach zu viel geworden. Bei den Mäxchens hat sich in meinen Ohren vor allem Georg Tryphon als Maximilian hervorgetan. Er hat eine sehr angenehme und warme Stimme.

Musikalisch ist außerdem Titellied nichts zu holen und auch die Geräuschkulisse beschränkt sie wie gehabt auf das Nötigste. Das war aber schon immer so, das fällt mir mittlerweile nur noch auf, wenn ich bewusst darauf achte. Kinderhörspiele sollten in meinen Augen aber auch nicht mit Musik und / oder Geräuschen überladen sein.

Das Cover gefällt mir, auch wenn ich nicht gerade finde, dass solche Aufziehfiguren das Nonplusultra der Spielzeugindustrie sind. Und das werden auch die Jüngsten schon wissen. Ich finde aber trotzdem, dass die Maschine ganz interessant aussieht. So schön detailreich, dass es mich direkt erstaunt hat. Und Eddie Eddison sieht man ja nun ebenfalls nicht gerade oft auf einem Cover. Schön, dass er hier dabei ist.

Fazit:   Ich bin ehrlich niemand, der darauf besteht, dass Kinder bei allem was sie tun, sehen und hören auch etwas lernen. Aber dass eine Story so dermaßen dünn sein muss wie hier um zu unterhalten, das streite ich ganz klar ab. Einfach nur langweilig. Für mich bisher der Tiefpunkt der Reihe.

Der Nachtwandler (Sebastian Fitzek / Simon Jäger)

Titel: Der Nachtwandler / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 297 min / Buch: Sebastian Fitzek / gelesen von: Simon Jäger

nachtwandlerInhalt: Wer bin ich, wenn ich schlafe? In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein – doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn. Als er sich am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit.


Nachdem mir das Buch “Der Nachtwandler” so gut gefallen hat, wollte ich unbeding wissen, wie die Geschichte als Hörbuch wirkt. Das hat inhaltlich daran natürlich nichts geändert. Und auch beim zweiten Mal war ich innerhalb von Minuten gebannt von der Geschichte, die sofort mit einer schauerlichen Szene in die Vollen geht. Da kann man gar nicht anders als das Hörbuch durchzuhören. Mich begeistert seit je her das Thema Schlaf, und alles was noch dazu gehört wie zB Träume. Und so ist diese Geschichte, bei der man kaum unterscheiden kann, was Traum und Realität ist, genau nach meinem Geschmack. Ich habe Leon gerne bei seinem Abenteuer, bei seinen Nachforschungen begleitet. Die Geschichte ist von der ersten bis zur letzten Minute spannend, und mir wollte und wollte lange nicht klar werden, wie das Geschehen jemals zu einem sinnigen Ende finden würde. Dazu geht es oft zu krass, ja geradezu surrealistisch zu. Durch dieses Hin und Her zwischen Wachsein und Traum kann man sich seiner eigenen Vermutungen -die ich schnell angestellt habe- niemals sicher sein, und so musste das Ende einfach mit einer großen Überraschung daherkommen. Und das tut es! Einer Überraschung, die zwar nicht wirklich neuartig ist, aber mich zumindest immer wieder begeistert. Ich stelle mir einfach zu gerne vor, wie es wäre, wenn jemand so etwas tatsächlich mal ausprobieren würde. Für die gesamte Geschichte gilt aber eines ganz sicher: man muss bei der Sache bleiben, sonst verfranst man sich zwischen Traum und Realität, und dann ist man speziell am Ende verloren. Auch wenn man die Auflösung anschließend noch einmal en detail vorgesetzt bekommt. “Der Nachtwandler” ist kein Hörbuch für nebenbei!

Simon Jäger ist einfach die Stimme für die Hörbücher zu Sebastian Fitzeks Büchern. Ich könnte mir auch keinen anderen oder besseren Sprecher dafür vorstellen. Er bringt die Spannung der Geschichte wunderbar rüber und verpasst ihr -in meinen Ohren- sogar noch einen zusätzlichen Schliff. Und da er außerdem sehr eindringlich liest, ist es ganz unmöglich sich dem Bann der Erzählung zu entziehen.

Das Cover gibt -ohne die Geschichte zu kennen- nicht viel davon preis. Mir gefällt es trotzdem, denn es ist für einen  Psychothriller angemessen dunkel. Und ganz automatisch fragt man sich, wieso da jemand mit einer Lampe in der Düsternis herumläuft. Leider hat man es versäumt, dem Digipak die Außenseite des Buches zu verpassen, obwohl das auch hier gegangen wäre. Somit fehlt ein Element, das unweigerlich neugierig auf die Geschichte macht. Schade.

Fazit:  Eine super spannende Geschichte, die einen vom ersten Moment an packt und nicht mehr loslässt. Was ist Traum, was ist Realität? Das kann man hier unmöglich genau sagen. Aber es macht Spass, genau das zu versuchen, Vermutungen anzustellen und sich zu fragen, wie die Geschichte nur jemals sinnig enden könnte. Ein tolles Verwirrspiel mit einem überraschenden Ende.

Mindnapping (08) – Der schwarze Vogel

Titel: Mindnapping (08) – Der schwarze Vogel / Verlag: Audionarchie / Spielzeit: ca. 44 min / Sprecher: Kerstin Draeger, Oliver Böttcher, Mia Diekow, Gernot Endemann ua

Inhalt: Nach dem Erfolg ihres Debutromans taumelt die Autorin Chloe Watson in eine tiefe Krise, denn ihre zweite Erzählung wird von den Kritikern und der Leserschaft verrissen. Ihr Absturz in die Bedeutungslosigkeit ist vorprogrammiert, doch dann entdeckt sie bei einem Spaziergang die Leiche einer jungen Frau. Wäre das nicht der perfekte Aufhänger für einen neuen Roman? Auf eigene Faust beginnt sie zu ermitteln. Ein fataler Fehler.


Mit der kurzen Spielzeit von gerade mal runden 44 Minuten ist diese Folge erstaunlich kurz geraten. Aber es steht “Psychothriller” drauf, also ist auch “Psychothriller” drin. Das funktioniert auch in dieser Kürze. Allerdings nicht unbedingt in einer sonderlich neuartigen Form. Wer schon mal einen Psychothriller gehört oder gelesen hat, den dürfte ziemlich bald eine gewisse Ahnung überkommen, so dass er sich von der geradlinig verlaufenden Story kaum täuschen lassen wird. Bis kurz vor dem Ende der Story ist von einem Psychothriller nicht sonderlich viel zu hören. Die Handlung hat ihre Schreckmomente und Chloe durchlebt nicht nur über Tag, sondern speziell auch in der Nacht in ihren Träumen so manches Grauen. Thriller also ja, für das “Psycho” muss man sich bis zum Schluss gedulden. Wie gesagt ein sehr klassisches Ende für dieses Genre, das mir persönlich aber immer wieder gut gefällt. In dieser Art war mein erstes Buch dieses Genres gehalten und somit wird das immer zu meinen Favoriten gehören.

Die Sprecherliste zeigt sich äußerst übersichtlich mit gerade mal sechs Sprechern. Kerstin Draeger ist in der Rolle der Chloe zu hören und hat mir darin prima gefallen. Ich mag es, wie unterschiedlich sie Chloe klingen lässt. Mal selbstbewusst und energisch, dann wieder verzweifelt und ängstlich. Mein persönlicher Favorit unter den Sprechern hier war Gernot Endemann alias Chloes Verleger Coon. Mit seiner kräftigen Stimme und dem kategorischen Tonfall hat er mir ein klares Bild dieser Person vermittelt. Auch wenn es nicht immer positiv war, doch das gehört zu der Rolle dazu.

Musikalisch geht es in dieser Folge eher ruhig zu. Leise Melodien aus dem Hintergrund sorgen für eine bedrückende Atmosphäre, und eine Reihe gut ausgewählter und eingesetzter Geräusche runden den positiven Eindruck hier ab. Mir hat speziell der Ruf des schwarzen Vogels gefallen. Da kann man tatsächlich eine Gänsehaut bekommen.

Natürlich ist dieser schwarze Vogel auch auf dem Cover zu sehen wie er einen langen, unheimlichen Gang entlangfliegt. Ein passendes Motiv also, das aber etwas mehr Grusel verspricht als die Geschichte hält.

Fazit:  “Der schwarze Vogel” ist ein Psychothriller mit sehr klassischem Verlauf. Ich mag diese Form immer wieder gerne, weil ich mich jedes Mal frage, ob so etwas wirklich möglich ist und weil mich der Gedanke jedes Mal wieder schaudern lässt.

Filly Unicorn (06) – Gaias unendliche Träumerei / Romeos wundervolles Gedicht

Titel: Filly Unicorn (06) – Gaias unendliche Träumerei / Romeos wundervolles Gedicht / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Anne Moll, Flemming Stein, Mareike Fell, Leonie Landa ua

Inhalt: Ganz weit oben im Himmel schweben die sechs Inseln des Landes Chrystalia. Hier wohnen die Filly Einhörner. Auf jeder der Inseln eine Familie. Bevor der Winter in dem Inselreich zu Ende geht, wählt Prinzessin Sparkle ein Einhorn aus, das den Frühling im ganzen Land verkündet. Dieses Jahr soll die Tagträumerin Gaia diese wichtige Aufgabe übernehmen. Und wenn das Einhornmädchen dabei alles richtig macht, darf sie beim Frühlingsfest die Blütenprinzessin sein. Darauf freut sich Gaia ganz besonders. Doch sie achtet nicht auf die wichtigsten Worte der Prinzessin ? Und hat nur ihre Träumereien im Sinn…

+ eine weitere Geschichte: Romeos wundervolles Gedicht


Diese beiden Geschichten spielen nun wieder bei den Einhörnern. “Gaias unendliche Träumerei” hat mir nicht so besonders gefallen. Mir hat sich einfach nicht erschlossen, wozu ein Land Fillys braucht, die die Tage mit Träumen verbringen. Das wissen die jungen Hörer aber vielleicht. Dafür ist die Entwicklung der Geschichte recht wohlgeraten, denn Gaia stellt bald fest, welche Folgen es haben kann, wenn man nur an sich denkt. Nicht die schlechteste Botschaft in einem Kinderhörspiel. “Romeos wundervolles Gedicht” ist eine lustige Geschichte, die gut zum Valentinstag passt. Der verliebte Romeo ist sehr niedlich geraten und seine Bemühungen seiner Angebeteten seine Gefühle zu offenbaren, machen einfach Spass.

Die Sprecherriege ist wie immer sehr guter Dinge und alle spielen ihre Rollen wirklich prima. So wirken die Fillys auch im Hörspiel niedlich und liebenswert. Ich denke, die Kleinen können sich diese Stimmen gut für ihre Spielzeug-Fillys vorstellen. Mit beispielsweise Anne Moll, Tammo Kaulbarsch und Flemming Stein sind auch ganz bekannte Sprecher mit von der Partie.

Musikalisch geht es verträumt und romantisch-kitschig wie immer so. Dieser Stil passt zu den Geschichten und geht deshalb in Ordnung. Eine Reihe schöner Geräusche veranschaulichen das Geschehen im Einhorn-Land.

Ich mag dieses Cover mit seinem Sternen und den dunklen, aber kräftigen Farben sehr! Es sollte mehr Nacht-Cover geben. Sie wirken nichts ganz so verkitscht. Und ein schwrazes Filly halte ich für etwas ganz Besonderes, daher mag ich auch Romeo unten rechts 😉

Fazit:  “Gaias unendliche Träumerei” erschien mir etwas schwach, dafür hat mir “Romeos wundervolles Gedicht” gefallen, weil die Geschichte ganz witzig ist.

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