Twilight Mysteries

Twilight Mysteries (02) – Tödliche Visionen

Titel: Twilight Mysteries (02) – Tödliche Visionen / Verlag: Earliner / Spielzeit: / Sprecher: Thomas Nero Wolff, Kim Hasper, Kellina Klein, Stefan Krause ua

Inhalt: Tom Fawley ist ein Medium. Er kann in die Zukunft blicken. Eines Tages sieht er den Tod seiner früheren Kommilitonen voraus – darunter auch den seiner Lebensgefährtin Helen.Der Tod sucht sich gnadenlos seine Opfer und das Team von Doktor Zephyre muss im Kampf mit der Zeit versuchen, die Visionen nicht Wirklichkeit werden zu lassen…

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Lange mussten die Fans der ersten Folge sich gedulden, aber das Warten und Hoffen hat sich gelohnt, denn nun ist sie da, die zweite Folge der Reihe. Zwar leider nicht auf einem Silberling, sondern als Download, aber immerhin! Mir hatte “Der Fluch der Unsterblichkeit” auch gut gefallen und so war ich auf Teil 2 gespannt. Mir hat gefallen, was ich hier zu hören bekommen habe. Dabei hat mich die Geschichte zunächst gut an der Nase herumgeführt. Denn anfangs klingt das alles nicht unbedingt spektakulär und komplex. Ich habe mich zunächst hauptsächlich über das Wiederhören mit den Charakteren gefreut. Doch der Fall für Dave, Nina und Dr. Zephyre nimmt dann sehr zügig Fahrt auf und plötzlich muss man ganz schön aufpassen, um sich in Realität, Visonen und allerlei Wendungen noch zurecht zu finden. Hat man das gesschafft, wird man aber mit einer erschreckend logischen Auflösung belohnt. Und das Ende…nun einerseits macht es Hoffnung auf eine dritte Folge. Hörern mit einem Hang zu bösem Humor wird es aber auch ein Grinsen ins Gesicht treiben. Sehr schön!

Kim Hasper nimmt man den etwas flapsigen, aber auch bemühten und pflichtbewussten Dave leicht ab. Und Thomas Nero Wolff leiht der -in meinen Augen- spannendsten Person seine Stimme: Dr. Zephyre. Clever und ein Stück weit auch undurchschaubar. Kellina Klein alias Nina Salenger hat mich hier und da nicht ganz überzeugen können. Sie klingt mir zwischendurch einfach nicht locker genug für die flippige Nina. Mit Stefan Krause hat man für Tom Fawley eine gute Wahl getroffen. Mich hat vor allem beeindruckt, wie ruhig und bedächtig er diesen Part über den größten Teil der Geschichte hinweg spricht, am Ende dann jedoch aus Verzweiflung dieses Charakters heraus genau ins Gegenteil umschlägt.

Musikalisch geht es meist recht düster und zurückhaltend zu. Sobald eine Szene es aber erfordert, sind auch lautere und imposantere Stücke zu hören, die der Dramatik an diesen Stellen zusätzlich auf die Sprünge helfen. Eine gute Mischung, an der es nichts auszusetzen gibt.

Ein interessantes und gut gewähltes Covermotiv. Denn Tom Fawley sieht den Tod voraus. Da ist die Darstellung eines Totenkopfes in einer Pupille schon eine clevere Idee.

Fazit:  Man ist noch mit seiner Freude darüber, dass die Serie weitergeht, beschäftigt, da legt die Story plötzlich einen ordentlichen Zahn zu. Ein schöner Ablauf, der ab diesem Punkt immer wieder zu überraschen weiß.

Twilight Mysteries (1) – Fluch der Unsterblichkeit

Titel:   Twilight Mysteries (1) – Fluch der Unsterblichkeit / VerlagDaydream Factory / Laufzeit:   ca. 54 min / Sprecher:   Thomas Nero Wolff, Kim Haspar, Kellina Klein u.A.

Inhalt:   Unsterblichkeit…gibt es die wirklich?
Zumindest scheint Jason Sanders solch eine Gabe sein Eigen zu nennen, als er nach einem tödlichen Zusammenstoß mit Doktor Zephyres Wagen wie von den Toten aufersteht.
Ein Handelsvertreter, der am Unfallort von einem Heckenschützen erschossen wird, hat da weniger Glück. Im ersten Moment scheinen beide Ereignisse nichts miteinander zu tun zu haben.
Doch nach und nach kommen Dr. Zephyre und sein Team einem dunklen Geheimnis auf die Spur.
Und als sie erfahren, dass die beiden Vorfälle doch miteinander verbunden sind, ist es bereits zu spät.
Sie erleben den “Fluch der Unsterblichkeit”.


Mit “Der Fluch der Unsterblichkeit” legt das neue Label Daydream Factory die erste Folge ihrer Serie “Twilight Mysteries” vor.
Als Vergleichsmöglichkeiten für diese Serie wurden Axte X und Twilight Zone genannt.
Was die Geschichte angeht, trifft dies auch wirklich zu.
Zwar wurde damit nicht das Rad des Mystery neu erfunden -das Thema kennt man irgendwie doch schon irgendwoher-, aber sie ist spannend, schlüssig und sehr gut umgesetzt.
Dies liegt nicht zuletzt wohl an den Sprechern, die mir durchweg sehr gut gefallen haben.
Die Rolle des Dr. Zephyre spricht Thomas Nero Wolff und klingt seiner Rolle entsprechend ruhig, ein wenig kühl und abgeklärt.
Man nimmt ihm sofort ab, dass er genau weiß, was er tut.
Bei seinem Team ist man sich da manchmal gar nicht so sicher, was aber keinesfalls negativ gemeint ist.
Da ist zunächst Dave Edwards (gesprochen von Kim Hasper): oft ziemlich blauäugig, aber dafür wiederum wild entschlossen wenn es “drauf ankommt”.
Die Dritte im Bunde ist flippige, freche Nina Salenger (gesprochen von Kellina Klein), die ich sofort ins Herz geschlossen habe mit ihrer offenen, fröhlichen Art und für die es scheinbar immer nur den direkten Weg ab durch die Mitte gibt, ganz egal, welche Konsequenzen sich dadurch ergeben könnten.
Dave und Kim sorgen dafür, dass auch der Humor in der Folge nicht zu kurz kommt, ich habe manches Mal wirklich sehr lachen müssen.
Wobei eben dieser Humor durchgängig durch die ganze Folge den Vergleich mit Akte X & Co. ein wenig hinken lässt.
Darauf verzichten möchte ich aber dennoch nicht, die Sprüche und Wortgefechte sind einfach zu herrlich.

Was mich etwas stutzig gemacht hat ist, dass “Der Fluch der Unsterblichkeit” als Erstling der “Twilight Mysteries” – Reihe angekündigt wird.
Es gibt Stellen in dem Hörspiel an denen solche Andeutungen gemacht werden, dass man denken könnte, Dr. Zaphyre, Dave und Nina seien nicht zum ersten Mal
in Sachen unheimliche Phänomene unterwegs. Das ist schon etwas seltsam. Die Musik passt zur Folge, nicht zu laut oder aufdringlich, aber an den entsprechenden Stellen passig eingesetzt.

Am Ende der Folge gibt es noch einen Trailer mit einem Ausblick auf Folge 2, der einen auf die Fortsetzung gespannt sein lässt.

Das Cover dürfte im Hörspiel-Regal durchaus auffallen, sonderlich schön ist es aber nicht gerade. Vor allem will -mir jedenfalls- keine Verbindung zwischen Bild und Inhalt deutlich werden, so sehr ich mich auch anstrenge. Da könnte man bei den nächsten Folgen etwas mehr drauf achten.

Fazit:   Diese erste Folge kommt spannend, unterhaltsam und mit tollen Sprechern besetzt daher und hat wirklich Eindruck hinterlassen.
Ich zumindest werde an der Reihe dran bleiben.

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