Typisch Max

Max (09) – Max und die Nacht ohne Zelt

Titel: Max (09) – Max und die Nacht ohne Zelt / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 58 min / Sprecher: Flemming Stein, Anton Wilms,  Lennardt Krüger, Jürgen Holdorf ua

max09Inhalt: Max, sein Bruder Felix und Papa wollen Abenteuer erleben wie Robinson Crusoe. Sie planen ein Männerwochenende auf dem Campingplatz: Schlafen im Zelt, Würstchen zum Frühstück und Paddeln auf dem See, inklusive Erkundungstour auf der geheimen Insel. So ist zumindest der Plan. Doch dann verlieren sie ihre Paddel auf dem See, ein Gewitter zieht auf und es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf der kleinen Insel Schutz zu suchen. Gestrandet ohne Zelt und Schlafsäcke – ganz schön abenteuerlich!


 So sehr ich “Max” und seine Schwesternreihe “Conni” ja mag, oft sind mir beide für ihr Alter etwas arg einsichtig und vernünftig. Da war ich direkt erleichtert, dass Max in dieser Folge zu Beginn endlich mal bockt und Türen knallt. Weil Mama und alle von Max’ Freunden am Wochenende etwas Tolles planen, während Max mit seinem Bruder in Papa zuhause sitzen werden, stehen die Zeichen im Haus auf Sturm.
Ein Männer-Wochenende im Zelt am See mit Robinsonspielen ist da eine tolle Idee! Schon beim Packen kommt richtig Ausflugsstimmung auf und die bleibt auch die ganze Geschichte über erhalten. Da bekommt man richtig Lust darauf, selber mal campen zu gehen, Lagerfeuer zu machen und ein Abenteuer zu erleben. Die Eltern der jungen Hörer können sich da schon mal warm anziehen, wenn der Nachwuchs nach dieser Folge mit der Idee ankommt! Denn das, was Max, Felix und sein Vater hier erleben, das wird wohl den wenigsten jungen Abenteurern beschieden sein. Leider, wie man sagen muss, denn es klingt nach mächtig Spass. Auch in meinen schon etwas älteren Ohren. Als Kind braucht man dafür allerdings auf jeden Fall einen ebenso coolen Vater wie Max und Felix ihn haben. Und für die mitcampenden Eltern wären so umsichtige Kids wie Max und Felix sie sind sicher auch nicht so schlecht. Gefallen hat mir außerdem, dass der im Titellied als so heldenhaft besungene Max in dieser Geschichte doch mal ein wenig Angst hat. Nicht dass ich es ihm gönne, aber es macht ihn glaubhafter und einige Kinder werden sich darin wohl wiederfinden.

Diese Episode kommt mit wenigen Sprechern aus, da Max, Felix und sein Vater im Mittelpunkt stehen. Lennardt Krüger als Papa habe ich hier gerne gehört. Er hat eine angenehme Stimme und eine wunderbar ruhige Art zu sprechen. Aber ab und zu blitzt auch bei ihm mal der Zweifel am Verstand seiner Kinder durch, der vielen Eltern bekannt vorkommen dürfte. Anton Wilms und Flemming Stein sind ebenfalls fit mit dabei. Hin und wieder werden ihnen aber Sätze in den Mund gelegt, die Kinder ihres Alters so wohl normalerweise nicht sagen würden. Darüber stolpern sie dann schon mal ein bisschen.

Musikalisch geht es wie gehabt munter und locker-flockig zu. Das macht Spass und passt zu der abenteuerlichen Geschichte. Zudem sind speziell das Gewitter und die Stimmung am Lagerfeuer und später im Zelt gut in Szene gesetzt. Da kommt schon ein flaues Gefühl auf, wenn Max, Felix und ihr Vater beim Gewitter auf dem See sind. Und am Lagerfeuer lässt sich Robinson-Stimmung nicht lange auf sich warten.

Es ist einfach so: die Szene auf dem Cover gibt es in der Geschichte so nicht. Deshalb habe ich im Nachhinein etwas darüber gestaunt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die tatsächliche Situation auf der Insel, bei Nacht und am Lagerfeuer genauso interessant gewirkt hätte. Vielleicht sogar noch etwas spannender.

Fazit: Solch ein Camping-Wochenende wünschen sich sicher viele Jungs! Sehr wahrscheinlich ist es zwar nicht, aber es macht trotzdem Spass, mit dabei zu sein. Hier kommt Rombinso- und Abenteuer-Stimmung auf.

Max (08) und die überirdischen Kicker

Titel: Max (08) – und die überirdischen Kicker / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Flemming Stein,  Moritz Brand, Elena Wilms, Jens Wendland, Malte Augustin, Robin Boersma ua

max08Inhalt: Max hat es satt: Immer verliert die 3a beim Fußball gegen die 4b. Auf dem Sportfest soll alles anders werden. Doch auch der beste Trainer nützt nichts, wenn sich die ganze Mannschaft streitet. Typisch Max: Er findet das richtige Maskottchen, mit dessen Hilfe die 3a wieder zusammenrückt und vielleicht sogar gewinnen wird.


Ein Thema darf in einer Hörspielreihe für Jungs einfach nicht fehlen: Fußball. Wobei hier glücklicherweise -man möchte ja offenen und fairen Nachwuchs großziehen- auch Mädchen mit auf dem Platz stehen. Sogar mit großem Erfolg. Allerdings bringt auch deren Können nichs: Max’ Mannschaft verliert gegen die der Klasse über ihm regelmäßig jedes Spiel. Das muss sich ändern! Doch Mannschaften sind oft so eine Sache… Und so zeigt diese Geschichte nicht nur, dass das gottgeschenkte Talent oft nicht reicht, sondern dass Erfolg auch Arbeit bedeutet. So bekommen Max und seine Freunde einen Trainer an die Hand, und der hat manchmal ganz ausgefallene Ideen. Immer wieder kommt es in der Mannschaft auch deshalb zu Auseinandersetzungen, was zu Lasten des Erfolgs geht. Hier blickt also ganz deutlich durch, dass es eben nur im Team, in der Mannschaft geht. Wenn jeder an sich denkt und seine Lieblingsposition ergattern will, kommt man nicht weit. Ich schätze, dass junge Fußballspieler aus dieser Geschichte einiges für sich mitnehmen können. Das ist das Schöne an der Reihe um “Max”: die Themen und Probleme, die hier zur Sprache kommen, sind stets nahe an der Zielgruppe. Und das ganz ohne dabei oberlehrerhaft rüberzukommen. Stattdessen schwappt hier eine schöne Welle Fußballfieber aus den Lautsprechern. So gehört sich das!

Den Löwenanteil an diesem Hörspiel übernehmen natürlich die jungen Sprecher wie Flemming Stein, Charlotte Lüders, Florentine Stein und Laszlo Quast. Mir klingen sie durch die Bank oft noch etwas zu steif. Den jungen Hörern wird das aber wohl kaum so auffallen, in ihren Ohren kommt sicher mehr die Begeisterung und der Schwung an, mit dem die Sprecher ihre Sache machen. In dieser Hinsicht ist ihnen nichts vorzuwerfen und so macht das hören doch Spass. Alles andere ist Übungssache und die besten Voraussetzungen sind zweifellos gegeben.

Das Titellied lässt Max direkt als kleinen Helden dastehen, allerdings auch als ganz schön cool. Das wird bei den Kids gut ankommen, und den Text hat man ebenfalls im Nu drauf. Das fröhliche Lied macht Spass. Auch während der Handlung sind muntere Stücke zu hören. Für Kinderhörspiele mag ich solch eine alles-eitel-Sonnenschein-Untermalung sehr gerne.

Bei einer solchen Geschichte gehört natürlich eine Fußballszene auf das Cover. Und das fußballspielende Mädchen. Wegen der Gleichberechtigung und so 😉 Jedenfalls eine schönes und sportliches Motiv mit Lobhudelei für Max.

Fazit:  In eine Hörspielreihe für Jungs gehört eine Fußballfolge, hier ist sie also! Spannend und mit ein paar wichtigen Botschaften an Bord, die man vor lauter Fußballfieber aber kaum bemerkt, die aber sicher trotzdem hängenbleiben werden.

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