U-Boot

Mord in Serie (23) – In tödlicher Tiefe

Titel: Mord in Serie (23) – In tödlicher Tiefe / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 59 min  / Sprecher: Katharina von Keller, Uve Teschner, Wolf Frass, Pascal Finkenauer ua

mis23Inhalt: Till und seine Verlobte Anna wollen den Sommer bei ihrem Kumpel Jamie in Florida verbringen und freuen sich auf geruhsame Tage. Daraus wird allerdings nichts, als sie während eines Tauchgangs auf das Wrack eines U-Boots stoßen. Denn als die drei Freunde die Ladung bergen wollen, bekommen sie es nicht nur mit gefräßigen Haien zu tun.


Auf diese Folge hatte ich mich riesig gefreut. Mit Haien verbinde ich immer irgendwelche Horrrorgeschichten, und die liebe ich. So trashig sie auch sind. Allerdings handelt es sich hier um einen Thriller, was ich hätte wissen müssen. Sei’s drum.
Anfangs ist davon jedenfalls über geraume Zeit hinweg nichts zu spüren. Till und Anna sind zu Besuch bei Kumpel Jamie in Florida, hängen am Strand herum, unterhalten und kabbeln sich. Mir dauerte das im Vergleich etwas zu lange, vor allem aber nervte mich Jamies Baggerei und dass Till das alles recht gelassen hinnimmt. Junge, hallo?! Immerhin sind die beiden verlobt!
Dann kommt endlich das Thema um das versunkene U-Boot auf den Tisch und sofort nimmt die Handlung an Spannung zu. Natürlich rätselt man mit, was es damit auf sich hat. Woher es kommt. Was es eventuell geladen haben könnte. Außerdem gefiel mir Annas Sinneswandel, den ich ihr zunächst ehrlich nicht zugetraut hätte. Solche Charakterentwicklungen mag ich sehr!
Als es an die Bergung der Ladung geht, gibt es eine Handlung über Wasser und eine darunter. Beide beginnen sehr spannend und die Handlung unter Wasser blieb es für mich auch durchgehend. Endlich meine Haie, und zwar so richtig! Über Wasser bei Anna büßte die Handlung leider recht schnell an Spannung ein vor lauter Geschwafel der Bösewichte.
Dafür hält das Ende nochmal eine feine Wendung bereit, was mich wieder etwas versöhnte.

Als Till und Anna sind Pascal Finkenauer und Katharina von Keller zu hören, die nicht nur charakterlich, sondern auch stimmlich ein gutes Paar abgeben. Jan-David Rönfeldt alias Jamie ist eine prima Ergänzung den beiden und schafft es, durch seinen Ton deutlich zu machen, wie verschieden Till und Jamie sind. Was die Bösewichte angeht…ich habe meist so meine Probleme mit gestellten Akzenten, so auch hier.

In erster Linie ist mir im Gedächtnis geblieben, wie genial das Geschehen über und unter Wasser in Szene gesetzt ist. Es ist unüberhörbar durch seinen Klang. Und auch die Geräusche sonst sind wieder einmal top! Man fühlt sich sofort aufs Meere, auf das Boot oder eben unter Wasser zum Wrack versetzt. Musik gibt es zwar auch zu hören, stand hier aber für mich hinter den Geräuschen und dem sonstigen Klang klar zurück.

Das Cover gefällt mir super, auch wenn es wohl am meisten Schuld daran trägt, dass ich etwas Falsches von der Story erwartet hatte. Schön blau wie das Meer ist es außerdem, hier passt also auch alles.

Fazit:  Die Folge leidet für mich ein wenig durch gewisse Längen, bietet aber davon abgesehen eine durchaus spannende  und unterhaltsame Geschichte.

Fünf Freunde (91) – …der Schatz aus dem U-Boot

Titel: Fünf Freunde (91) – …und der Schatz aus dem U-Boot / Verlag: Europa / Laufzeit: ca. 55 min / Sprecher:  Karin Lieneweg, Ernst Hilbich, Ivo Möller, Theresa Underberg, Tina Eschmann u.a.

Inhalt Hafenmeister Higgins ist überhaupt nicht begeistert vom neuen Hafenmuseum in Kirrin. Die Fünf Freunde um so mehr! Als auch noch ein ausgemustertes U-Boot als Touristenattraktion im Hafen verankert wird, können sie kaum erwarten, es von innen zu sehen. Ihr erster Besuch endet allerdings mit vielen ungeklärten Fragen: Was hat die Fremdenführerin zu verbergen? Gibt es einen Gefangenen im Bauch des U-Bootes? Die Freunde suchen nur nach einer ganz vernünftigen Erklärung und geraten mitten in ein gefährliches Abenteuer.


Bei mir kann diese Reihe immer am meisten punkten, wenn die Geschichte etwas mit dem Meer und / oder Schiffen zu tun hat. Deshalb war Folge 91 auch sofort interessant für mich. Die Geschichte um den Schatz aus dem U-Boot ist erstaunlicherweise durchweg spannend, obwohl man schon sehr weit am Anfang erfährt, wer da ein krummes Ding drehen will. Es bleibt trotzdem interessant zu verfolgen, wie die fünf Freunde sich auf die Spur der Täter begeben, und vor allem bleibt bis zum Ende offen, um was für einen Schatz es sich eigentlich handelt. Eine gelungene Idee übrigens, mal solch einen Schatz einzusetzen, statt immer nur Gold und Schmuck usw. Und auch die Atmosphäre passt in dieser Folge: sei es bei dem nächtlichen Hafen-Besuch als das U-Boot nach Kirrin geschleppt wird, oder auch später bei der Besichtigung des U-Boots. Doch, insgesamt kann sich diese Folge gut hören lassen.

Tina Eschmann spricht die Chinesin Beverly Huong Ho und klingt dabei erfreulicherweise sehr glaubhaft und klischeefrei. Wolfgang Hartmann leiht Käptn Higgins seine Stimme und klingt dabei zwar einseits wie ein brummiger Seebär, aber andererseits auch ausgesprochen sympathisch. Die vier Hauptsprecher sind wie gewohnt mit Spass und Engagement bei der Sache, und in kleinen Nenebrollen sind die drei Kollegen aus Rocky Beach zu hören 😉

Die Musik hält sich in dieser Folge eher im Hintergrund, begleitet die Geschichte so aber sehr stimmig. Die Geräuschkulisse wirkt in dieser Folge sehr sorgfältig ausgearbeitet und klingt durchweg glaubhaft.

Das rostige U-Boot, die stürmische See, der insgesamt düstere Look des Covers lässt auf eine spannende Geschichte hoffen, die man auf der CD dahinter auch zu hören bekommt.

Fazit:  Eine schöne Folge, interessant und spannend. Fans der Reihe dürften hier voll auf ihre Kosten kommen.

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