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Das wilde Pack (01)

Titel:   Das wilde Pack (01) / VerlagUSM Audio / Laufzeit:   ca. 55 min / 7 Tracks / Sprecher:   Jens-Peter Fiedler, Frank Bahrenberg, Bruno Tenderra, Benjamin Werres, Jürgen Sieger, Suzan Erentok u.A.

Inhalt:   Das wilde Pack ist eine Bande von Tieren, die in verlassenen U-Bahn-Schächten unter der Stadt lebt. Die Tiere haben nur ein Ziel: Endlich in Freiheit leben.
Aber es liegt noch ein langer abenteuerreicher Weg vor ihnen.

Hamlet, der Wolf, flüchtet aus dem Zoo und schließt sich dem wilden Pack an. Aber anstatt auf eine Bande von selbstbewussten, freien Tieren trifft er auf einen furchtsamen, verwahrlosten Haufen.
Ob sie es trotzdem gemeinsam schaffen, seinen Freund, den Gorilla Barnabas, aus dem Zoo zu befreien?


Die ersten Bücher vom wilden Pack erschienen 2007.
2008 brachte USM Audio dann die ersten beiden Geschichten als Hörspiel heraus und die können sich wahrlich hören lassen!
Die Geschichte ist schon alleine deswegen als neuartig im Hörspielbereich einzustufen, weil es sich bei der Bande um eine reine Tier-Bande handelt.
Hörspiele um abenteuerlustige Kinder oder Jugendliche gibt es wie Sand am Meer. Und wenn dann da mal ein Tier mitmischt, dann ist es in 99 von 100 Fällen ein Hund, eben ein typisches Haustier.
Das wilde Pack dagegen ist ein wahrlich bunt gemischter Haufen, aber eines haben alle Tiere gemeinsam: man hält sie üblicherweise nicht als Haustiere bzw sollte es nicht tun.
Neben dem jungen Wolf Hamlet, der sich in dieser ersten Folge dem Pack anschließt, gibt es da noch das eitle Chamäleon Ampel, den Kolibri Spy, der ausschließlich in Reimen spricht, die krächzigen Papageien Kaka und Du, das Schnabeltier Oskar, von dem niemand so recht weiß, was es ist und woher es kommt und noch eine weitere gute Handvoll exotischer Tiere, die Hamlet bei der Befreiung seines Gorillafreunds Barnabas helfen.
Die Geschichte ist spannend und temporeich mit tierischen Charakteren, die zwar verschiedener kaum sein könnten, aber durchweg sehr liebenswert sind.
Bei einer so gemischten Truppe kommt es natürlich auch immer mal wieder zu kleineren Auseinandersetzungen, denn wirklich befreundet ist das Pack nicht, und in diesen Dialogen geht es oft sehr lustig zu.
Was mir aber außerdem an der Geschichte sehr gefallen hat ist, dass da immer wieder ein paar sehr kluge und wichtige Botschaften anklingen.
Zum Beispiel, dass Tiere im Zoo nicht glücklich sind, dass exotische Tiere -wie oben schon erwähnt- nicht als Haustiere gehalten werden sollten und dass man wild lebenden, exotischen Tieren nichts Schlimmeres antun kann, als sie in ihrer Heimat einzufangen und in andere Länder zu verschleppen.
Die Mischung aus unterhaltsamer, spannender Abenteuergeschichte und diesen Denkanstößen ist rundum gelungen.

Von den Namen aus der Sprecherliste kannte ich bisher nur Suzan Erentok, die übrigen Namen sagten mir durch die Bank gar nichts.
Aber das soll ja nichts heißen. Nur weil man etwas nicht kennt, ist es ja nicht zwangsläufig schlecht.
Und das trifft auch auf die Sprecher des Packs  zu.
Jens-Peter Fiedler leiht Hamlet sein Stimme und trifft genau den Ton, der zu einem zwar noch jungen, aber mutigen und würdevollen Wolf passt.
Hamlets Freund, der Gorilla Barnabas wird von Frank Bahrenberg gesprochen und klingt genauso gemütlich und behäbig, wie man sich einen Gorilla eben vorstellt.
Suzan Erentok -dem einen oder anderen Hörer vielleicht als Doriana Gray aus der Reihe Die Hexerin bekannt- übernimmt die Rolle der Pantherdame Shiva mit mysteriös-gefährlichem Unterton und Fauchen.
Ganz besonders hat mir Christiane Reichert als Rafina gefallen, mehr möchte ich dazu aber nicht sagen, sonst müsste ich verraten, was für ein Tier Rafina ist und diese Überraschung möchte ich niemandem nehmen. Ich war jedenfalls sehr überrascht und begeistert.

Das Titellied klingt rockig modern und lässt einen an Songs wie “I love Rock n Roll” und “Hey Ho, let’s go” denken.
Damit hat es bei mir schon mal voll gepunktet, denn etwas in dieser Richtung als Titelsong für ein Hörspiel habe ich noch nicht gehört.
Auch während des Hörspiels gibt es immer wieder Musik zu hören, mal rhythmisch und schnell wenn Hamlet läuft, mal dezent, aber eindringlich wenn es spannend wird und dann wieder bombastisch, wenn den Tieren ein Unternehmen geglückt ist.
Manche Melodien erinnern zwar an Disney-Filme, aber das ist nichts, was ich als Manko bezeichnen würde. Man kann Disney einiges vorwerfen, aber schlechte Musik ist mir noch in keinem Disney-Film begegnet.
Die Effekte in Das wilde Pack sind ebenfalls gut gemacht und klingen glaubhaft, daran ist nichts auszusetzen.
Ein wenig gestört haben mich dagegen die Laufäußerungen von Hamlet. Soweit ich weiß, heulen Wölfe nicht während sie laufen.
Außerdem habe ich bei seinem Hecheln jedes Mal den Sprecher vor mir gesehen, wie er mit rausgestreckter Zunge ins Mikro hechelt…ich weiß nicht, ob es sowas gibt, aber wenn, dann wäre es vielleicht nicht verkehrt dafür das Hecheln eines richtigen Hundes aufzuzeichnen und zu verwenden.
Die übrigen Tiere gehen in ihren Lautäußerungen aber in Ordnung, dafür dass sie von Menschen imitiert werden.

Das Coverbild wurde von der Buchvorlage übernommen und ist einfach wunderschön.
Die Farben harmonieren toll miteinander, die Tiere sind sehr schön gezeichnet und strahlen den Zusammenhalt aus, der sich bis zum Ende der Folge zwischen ihnen gebildet hat.
Darum finde ich es auch umso bedauerlicher, dass das Cover im unteren Bereich so sehr  mit Logos und Bannern “zugekleistert” ist.
Den “Kosmos” – Banner und den Hinweis “Das Original zum Buch” hätte man auch auf dem schmalen Rücken der CD unterbringen können, denn der ist bis auf Titel und Folgennummer sehr nackt.

Fazit:   Mit dieser Folge ist ein vielversprechender Start in eine erfrischend andere Abenteuer-Serie gelungen. Ich freue mich sehr auf weitere Folgen und könnte mir die Abenteuer des Packs sogar als tolle Zeichentrick-Fernsehserie vorstellen.

Pumuckl (3) – Pumuckl und die Ostereier / Der erste April

Titel:   Pumuckl (3) – Pumuckl und die Ostereier / Der erste April / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 72 min / 11 Tracks / Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

Inhalt:   Der Pumuckl ist ein Klabautermann. Das bedeutet, dass er meist unsichtbar ist. Aber eben nur meistens.
Am Ostersonntag ist Meister Eder bei seiner Schwester eingeladen und Pumuckl darf ihn begleiten. Das Ostereierverstecken macht dem Kobold jede Menge Spaß – vielleicht sogar etwas zu viel Spaß, denn auf einmal fehlen auch andere Dinge…


In den beiden Geschichten auf dieser CD bekommt der Pumuckl es mit zwei Traditionen / Bräuchen der Menschen zu tun, die er zunächst beide nicht recht versteht.
Aber etwas zu verstecken, das ist natürlich ganz nach seinem Geschmack. Nur sind die Menschen auf diesem Gebiet schon sehr untalentiert, wie er findet. Da muss er unbedingt nachhelfen. Wie nicht anders zu erwarten, endet diese “Nachhilfe” im totalen Chaos.
Aber die Geschichte schafft es, einem das Gefühl eines schönen Osterfest zu vermitteln, so richtig altmodisch mit Eiersuche im Garten.
Auch die Sache mit dem 1. April ist etwas für den kleinen Kobold, auch wenn er zunächst mitsamt Meister Eder selber auf einen Aprilscherz hereinfällt. Angeblich hat ein Drechsler ebenfalls einen Kobold, das behaupten jedenfalls Eders Stammtischfreunde. Da sie nicht auf das Datum achten, gehen die beiden wenig später zum Drechsler. Doch der fühlt sich ziemlich belästigt und als er schließlich fragt, ob Eder sich einen Aprilscherz erlaube, da geht diesem ein Licht auf.
Gemeinsam mit Pumuckl überlegt er nun seinerseits, wie man die Stammtischfreunde drankriegen könnte…und Pumuckl hat eine tolle Idee!

Dass es Stefan Kaminski gelingt, jeden Charakter eindeutig klingen zu lassen, habe ich ja nun schon mehrfach erwähnt, so auch in diesem Hörbuch.
Was ich hier aber besonders bewundert habe, das ist, dass er auch problemlos innerhalb von Sekunden zu einer anderen Stimme wechseln kann. Von Eder zum Drechsler, von einem Stammtischfreund zum anderen, da ist nie eine übermäßig lange Pause oder ein “Hänger” in den Stimmen oder dem Tonfall zu hören. Einfach toll!

Die Musik bleibt sich treu, ist kindgerecht fröhlich, nicht zu lang und manchmal erinnert sie mich an diese Bücher, die es früher oft mit MCs zusammen gab. Da erklang dann ein kleines Musikstück, wenn man umblättern musste oder wenn eine Geschichte zu Ende war. Solche kleine Melodien haben auch heute noch Charme.

Mit inzwischen vier Hörbüchern wird die Reihe im Regal allmählich richtig fröhlich bunt, denn die Rücken der Digipacks haben jeder eine andere Farbe.
Mir würde es sehr gefallen, wenn die Titel auf dem Rücken ständen, dann müsste man auf der Suche nach einer bestimmten Geschichte nicht erst alle CDs ansehen.
Andererseits wurde das bei den Hörspielen auch nie gemacht.

Fazit:  Auf diesem Hörbuch werden zwei Pumuckl-Geschichten erzählt, die gerade gut in diese Jahreszeit passen und Frühlings-Feeling aufkommen lassen.

Pumuckl (4) – Pumuckl und das Telefon / Pumuckl und die grüne Putzfrau

Titel:   Pumuckl (4) – Pumuckl und das Telefon / Pumuckl und die grüne Putzfrau / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 56 min / 10 Tracks / Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

Inhalt:   Der Pumuckl ist ein Klabautermann. Das bedeutet, dass er meist unsichtbar ist. Aber eben nur meistens.
Meister Eder verspricht dem Pumuckl einen Tierparkbesuch. Als der Schreinermeister einen Kundenauftrag bekommt und den Ausflug verschieben muss, passt das dem Pumuckl gar nicht. Er beschließt, den Kundentermin einfach abzusagen. Wenn er doch nur wüsste, wie man ein Telefon bedient…


Denn das ist gar nicht so einfach, wie es bei den Menschen immer aussieht. Und so sind Missverständnisse quasi vorprogrammiert.
Eine sehr lustige Geschichte, ganz besonders als der Kobold beim ersten Telefonierversuch die Zeitansage erreicht, die Frauenstimme für einen Papagei hält und glaubt, mit dem Tierpark verbunden zu sein. Aber auch später, als der Schreiner von Pumuckls Anruf beim Kunden erfährt und es eigentlich ziemlich hoch her geht, gibt es einige Stellen an denen man schon grinsen muss.

Bei der zweiten Geschichte ist man dem Original-Titel treu geblieben. In den späteren Hörspielen wurde nämlich aus dem Titel “Pumuckl und die grüne Putzfrau” plötzlich “Pumuckl und das grüne Gemälde”. Da man sich aber auch beim Cover an den “alten” Pumuckl hält, passt der alte Titel hier umso besser.
In dieser Geschichte entdeckt der Kobold seine künstlerischen Talente mit Wasserfarben und seine Bilder rufen bei einigen Leuten sehr unterschiedliche Reaktionen hervor.
Die Putzfrau, Frau Eichinger, findet die Bilder grässlich, Herr Schmidtberger dagegen -seines Zeichens Kunstkenner- ist hellauf begeistert von den Bildern.

Gelesen bzw eher gespielt wird auch dieses Hörbuch von Stefan Kaminski, der hier besonders in den Rollen der eher vornehmen, gebildeten Herren Schmidtberger und Bergmeier, aber auch in der Rolle der bodenständigen und direkten Putzfrau Frau Eichinger brilliert.
Sehr gut gefällt mir auch, wie lebhaft und unterhaltsam er die Erzähl-Passagen gestaltet, so dass es einem auch dabei niemals langweilig wird.

Fröhliches Pfeifen, eingängige Klaviermelodien, diese musikalische Gestaltung passt prima zum Hörbuch, mehr ist hier gar nicht nötig.
So wird das Hörbuch eingeleitet, so sind die beiden Geschichten praktischerweise von einander getrennt und so endet das Hörbuch auch.
Wenig Musik, aber an den richtigen Stellen eingesetzt, sehr schön.

Das Layout ist wie gewohnt sehr farbenfroh und mit der Zeichnung des “alten” Kobolds in jedem Fall etwas für Pumuckl-Nostalgiker.

Fazit:  Zwei weitere lustige Folgen aus Ellis Kauts Feder, die heute noch genau so begeistern wie früher. Der kleine Kobold ist einfach Kult

Das wilde Pack (03) und der geheime Fluss

Titel:   Das wilde Pack (03) und der geheime Fluss / VerlagUSM Audio / Laufzeit:   ca. 52 min / 8 Track / Sprecher:   Jens-Peter Fiedler, Frank Bahrenberg, Bruno Tenderra, Benjamin Werres, Jürgen Sieger, Suzan Erentok u.A.

Inhalt:   Das wilde Pack ist eine Bande von Tieren, die in verlassenen U-Bahn-Schächten unter der Stadt lebt. Die Tiere haben nur ein Ziel: Endlich in Freiheit leben.
Aber es liegt noch ein langer abenteuerreicher Weg vor ihnen.

Das wilde Pack will mithilfe eines Schiffs in die Freiheit gelangen. Doch es ist schwierig herauszufinden, wie die Menschen ihre Schiffe bauen, ohne dabei entdeckt zu werden. Und dann gibt Rafina, die Anakonda, noch Wichtiges zu bedenken: Wer ein Schiff baut, der braucht auch einen Ort, an dem es zu Wasser gelassen werden kann.


Noch immer ist es das Ziel des wilden Packs in die Freiheit zu gelangen, weit weg von den Menschen.
In Folge 3 scheint die Idee von einem Schiff, mit dem man fliehen könnte, die Lösung zu sein, doch dieses Schiff müsste ja erst gebaut werden…nur wie?
Oder ob man nicht vielleicht leichter eines stehlen kann?
Nun ja, und dann braucht man ja auch Wasser auf dem man damit in die Freiheit fahren kann. Wo es das wohl gibt?
All diese Fragen müssen die Freunde in dieser Folge klären und dabei geht es mitunter hoch her.
Und dann taucht auch noch ihr alter Feind, der Zoodirektor Müller, auf und sorgt zusätzlich für Unruhe.
Nein, ein ruhiges Leben hat das wilde Pack nicht, aber gemeinsam meistern sie alle Schwierigkeiten. Das ist eine wichtige Botschaft der Folge, die sorgfältig in eine spannende und mitreißende Geschichte verpackt wurde: wenn man Freunde hat, auf die man sich verlassen kann und die einem in jeder Notlage helfen, dann schafft man Vieles gleich viel leichter.

Bei jeder Folge dieser Serie fällt mir wieder auf, dass es Charaktere gibt, deren Sprechart ich normalerweise sofort als nervig einstufen würde: Spy, den Kolibri, der immer in Reimen spricht und die Kakadus Kaka und Du mit ihrem krächzenden Ton. Doch was sonst wirklich schnell nervig werden könnte, ist hier richtig gut anzuhören. Spy wird von Anna Stijohann gesprochen und sie lässt ihre Stimme zwar piesig klingen, aber gleichzeitig auch sehr weich. Die so vorgetragenen Reime können gar nicht nervig werden. An dieser Stelle ein großes Lob an die Autoren, die diese Reime so sorgfältig erdichten, dass sie niemals platt nach “Reim dich, oder ich hau dich!” klingen.
Kaka und Du werden beide von Alexandra Gehrmann gesprochen, die zwar krächzig klingt, aber auch einfach nur liebenswert, wenn sie sich also quasi mit sich selbst unterhält und turtelt.
Mein Favorit ist aber nach wie vor Christiane Reichert in ihrer Rolle der Anakonda. Sie weiß jeden Aspekt dieses Charakters deutlich zu machen, sei es die Gefahr, die von ihr ausgeht, die Weisheit über die sie verfügt oder auch die Sehnsucht nach einer “immer feuchten und grünen Welt”.

Das Titellied gehört zu den tollsten, die ich kenne: rockig, modern und mit Ohrwurmqualität. Das bekommt man so leicht nicht aus dem Kopf, das summt man auch noch nach dem Hörspiel. Wirklich klasse!
Auch sonst hält das Hörspiel schöne und immer zur jeweiligen Szene passende Melodien parat, ob es nun spannend zugeht, ob gerade Action angesagt ist, oder ob das Pack sich Rat bei der weisen Rafina holt. 0815-Musiken findet man hier an keiner Stelle, da hat man sich wirklich Mühe gegeben und die Umsetzung ist auch tadellos gelungen.

Das Cover entspricht wie gewohnt dem der Buchvorlage und seit Anfang an gehören die Cover der Serie zu meinen Favoriten. Auch hier wurde wieder mit wunderschönen, auf einander abgestimmten Farben gearbeitet und die Tiere sind wirklich toll gezeichnet, sehr niedlich und liebenswert. Auf dem Cover von Folge 3 gefällt mir ganz besonders das Schnabeltier Oskar, wie es frech über den Banner lugt.

Fazit:   Die Serie geht spannend und unterhaltsam weiter und man ahnt bereits, dass dem wilden Pack noch so manches Abenteuer bevorsteht. Ich freue mich auf die nächsten Folgen und kann diese Serie wirklich nur jedem ans Herz legen.

Das wilde Pack (04) lässt es krachen

Titel:   Das wilde Pack (04) lässt es krachen / VerlagUSM Audio / Laufzeit:   ca. 43 min / 6 Track / Sprecher:   Jens-Peter Fiedler, Frank Bahrenberg, Bruno Tenderra, Benjamin Werres, Jürgen Sieger, Suzan Erentok u.A.

Inhalt:   Das wilde Pack ist eine Bande von Tieren, die in verlassenen U-Bahn-Schächten unter der Stadt lebt. Die Tiere haben nur ein Ziel: Endlich in Freiheit leben.
Aber es liegt noch ein langer abenteuerreicher Weg vor ihnen.

Damit alle Tiere auf ihrem Schiff Platz haben, braucht das wilde Pack ein sehr großes Schiff mit einem enormen Kiel. In der ganzen Stadt scheint es nur einen einzigen Balken von der benötigten Größe zu geben. Und der sitzt mitten im Dachstuhl eines gewaltigen Neubaus. Was bleibt dem wilden Pack anderes übrig, als es krachen zu lassen?


Nachdem in der vorigen Folge ein Bauplan für das Schiff stibitzt und die Frage geklärt wurde, wo das Wasser ist um das Schiff starten zu lassen, geht es in Folge 4 an die handfesten Vorbereitungen. So muss der riesige Balken für den Kiel besorgt werden und natürlich ist es gar nicht so einfach und vor allem auch gefährlich, einen Dachbalken aus einem Neubau zu stehlen.
Und dann stellt das wilde Pack dann auch noch fest, dass es mit dem Kielbalken nicht getan ist, dass sie Bohlen brauchen werden und sie bearbeiten müssen. Welches Tier könnte diese Arbeit erledigen? Die Antwort kommt ihnen bald, doch als sie die Tiere anheuern wollen, gerät das wilde Pack in höchste Gefahr und die Geschichte wird mächtig spannend.
Außerdem geraten die Freunde wieder wortwörtlich ins Schussfeld des Zoodirektors…
Typisch das wilde Pack geht es in dieser Geschichte wieder hoch her und sehr turbulent zu und zu lachen gibt es ebenfalls eine ganze Menge.
In dieser Folge ist mir ganz besonders aufgefallen -und das finde ich großartig-, dass die Tiere in dieser Serie nicht zu sehr vermenschlicht werden. Zwar hat man ihnen menschliche Stimmen gegeben, aber ansonsten sind und bleiben sie eben Tiere, die an vielen Dingen der Menschen scheitern. Das lässt die Abenteuer des wilden Pack erwachsener und ehrlicher wirken als manch andere Serie, bei denen Tiere wirklich alles können.

Bei den Sprechern klafft weiterhin eine tiefe Kluft zwischen den Sprechern der Tiere und denen der Menschen. Die Tiere können wie gewohnt auf ganzer Linie überzeugen, lediglich Thomas Küchler in seiner Rolle als Biber Castor hat mir nicht so recht gefallen. Meines Wissens nach sind Biber keine allzu hektischen Tiere, wieso muss Castor dann sprechen wie Eddie Murphy in Hochform. Gut ist er darin zweifellos, aber es passt nicht wirklich zur Rolle.
Bei den menschlichen Rollen sieht es leider nicht so erfreulich aus. Seien es die Gäste auf dem Richtfest, das Kind, die Zoobesucherin oder auch Müllers Tochter Constanze, Mechthild Teschner und Thomas Peters, die diese Rollen übernehmen, klingen sehr gestelzt und unecht.

Das Titellied hinterlässt einfach Wirkung, die übrige Musikkulisse hält sich dagegen eher zurück. Sie ist zwar immer passend in die Handlung eingearbeitet, aber sie drängt sich niemals in den Vordergrund.

Das Cover zeigt das wilde Pack mit ihrem künftigen Schiffskiel auf der Flucht über den Dächern der Stadt. Die Tiere sind sehr schön gezeichnet und in ihren Bewegungen lassen sie bereits die Freiheit erahnen, in der sie hoffentlich bald leben werden. Es sieht aus als wären sie auf dem richtigen Weg dorthin.
Fazit:   Der nächste Schritt auf dem Weg in die Freiheit ist getan und ich bin sehr gespannt, wie das Abenteuer des wilden Packs weitergehen wird.

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