Vampire Journals

The Vampire Journals (02) – Geliebt (Morgan Rice / Nana Spier)

Titel: The Vampire Journals (02) – Geliebt / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: 158 min / Buch: Morgan Rice / gelesen von: Nana Spier

vampirejournals02Inhalt: »Caitlin hob die Hand und fuhr ihm durch die Haare, und ihre Küsse wurden immer leidenschaftlicher. Von diesem Augenblick hatte sie geträumt, seit sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte. Noch nie hatte sie jemanden so sehr geliebt.« Caitlin und Caleb machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem einzigen Gegenstand, der den drohenden Krieg der Vampire und der Menschheit noch abwenden kann: das verlorene Schwert. Sie sind aber nicht die Einzigen: Auch die Vampire des Blacktide Clans wollen das alte Schwert ausfindig machen und sind dem Paar dicht auf den Fersen. Trotz der Gefahren wächst die Liebe zwischen Caitlin und Caleb. Doch ihre verbotene Romanze könnte alles zerstören.


Am ersten Teil dieser Reihe habe ich vor einigen Monaten ja kein gutes Haar gelassen. Da es aber zumindest nett anzuhören war, habe ich der Reihe noch eine Chance eingeräumt. Zu meiner eigenen Verblüffung -ich hatte es nicht erwartet- geht es mit “Geliebt” tatsächlich spürbar bergauf. Erstens habe ich nach diesem zweiten Teil endlich das Gefühl, mich mit Caitlin und Caleb angefreundet zu haben. Sie gewinnen hier merklich an Profil und Charakter. In solche Figuren kann ich mich besser hineinversetzen als in die noch recht fadenscheinigen Gestalten, die sie im ersten Teil noch waren. Und mit so angelegten Figuren begebe ich mich auch gerne auf Abenteuertour. Die steht Caitlin und Caleb hier sehr schnell bevor. Das verlorene Schwert muss gefunden werden ehe ein Krieg zwischen den Menschen und Vampiren ausbrechen kann. Und diese Suche gestaltet sich alles andere als einfach und ungefährlich. Somit kam hier druchaus Spannung auf und ich war stets neugierig, was als nächstes auf die beiden wartet. Auch die wechselnde Erzählperspektive hat mir gefallen, zumal man so auch andere Charaktere besser kennenlernt als wenn Caitlin über sie erzählt. Natürlich bringt es ganz nebenbei auch Abwechslung in das Hörerlebnis. Ich zumindest horche immer automatisch auf, wenn die Perspektive wechselt. Erzählt nur eine Person droht dagegen manches an mir vorbeizuschwappen. Soweit, so gut. Wie ich finde, ist das schon ein großer Schritt nach vorne in der Reihe.

Erneut ist Nana Spier als Sprecherin zu hören, deren Stimme ich für diese Geschichte noch immer gerne mag. Sie klingt schön jung, was speziell zu Caitlin gut passt. Und sie hat mich ein weiteres Mal damit überrascht, wie gut sie auch für die männlichen Charaktere den passenden Tonfall findet. Langweilig wird es dabei nicht.

Das Cover ist ganz dem Stil des Motivs vom ersten Teil treu geblieben. Das gleiche Vampirgesicht, nur mit einem anderen Blick und halbiert. Und schön finster. Cover eine Serie sollten sich ähneln, und das tun diese beiden ersten Cover auf jeden Fall.

Fazit: Es bleibt dabei, dass die Story nicht sonderlich innovativ wirkt. Vampirstorys dieser Art gibt es reichlich: mit einem drohenden Krieg, der Suche nach mystischen Gegenständen, einer Liebe zwischen Mensch und Vampir, ein junger Vampir, der den Blutsauger in sich erst entdeckt und damit klarzukommen versucht… Wer aber genau auf solche Vampirgeschichten steht, dem kann ich die Reihe nach diesem zweiten Teil guten Gewissens empfehlen! Es geht aufwärts!

The Vampire Journals (01) – Verwandelt (Morgan Rice / Nana Spier)

Titel: The Vampire Journals (01) – Verwandelt / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 146 min / Buch: Morgan Rice / gelesen von: Nana Spier

Inhalt: Caitlin ist gerade nach New York gezogen und hasst ihre neue Umgebung. Als wäre das nicht schon genug, spürt sie plötzlich, dass sie sich verändert. Sie ist auf einmal wahnsinnig stark, lichtempfindlich und gequält von einem geradezu unmenschlichen Durst nach Blut – der bald sein erstes Opfer fordert – Ohne es zu wissen, hat Caitlin jetzt nicht nur die Polizei am Hals, sondern wird auch noch von einer ganzen Meute Vampire gejagt. Von Caleb, einem mächtigen und äußerst gut aussehenden Vampir, erfährt sie schließlich die unglaubliche Wahrheit.


Wenn ein Thema so gut läuft wie Vampire, dann versuchen viele Autoren, sich ein Stück von diesem Kuchen abzuschneiden. Mal gelingt das ganz gut, mal kommen dabei Geschichten wie dieser erste Teil der “Vampire Journals” heraus. Zwar ist die Story nicht schlecht, aber sie setzt ganz auf Vampir-Mainstream. Will heißen: wer innvoative Ideen erwartet, der wird von diesem Hörbuch enttäuscht werden. Morgan Rice hat hier alles verarbeitet, was in dem Genre verlässlich funktioniert. Ein junges Mädchen, das plötzlich feststellt, dass sie sich auf das Blutrünstigste verändert, das erkennen muss, dass Vampire existieren und das sich unversehens inmitten eines Vampirclans wiederfindet. Und den stürzt dieses unbedarfte Mädel alleine durch seine Existenz geradewegs in einen Krieg zwischen den Clans. Nein, da ist tatsächlich nichst Neues dabei. Ich kann aber nicht sagen, dass ich mich durch die beiden CDs gelangweilt habe.

Das liegt womöglich in erster Linie an Nana Spier, die selbst diesen Vampir-Standard engagiert zu Gehör bringt. Ich mag ihre Stimme für Geschichten mit jugendlichen Heldinnen. Es gelingt ihr außerdem, gewissen Szenen eine mysteriöses Atmosphäre zu verleihen. Und so habe ich dem Hörbuch doch gerne gelauscht.

So durchschnittliche wie die Geschichte ist, so durchschnittlich präsentiert sich auch das Covermotiv. Immerhin ist es vampirisch finster gehalten. Ich frage mich nur, seit wann beim Menschen die Eckzähne direkt neben den Schneidezähne sitzen…?

Fazit: Eine Vampirgeschichte so ungewöhnlich wie die Blutgruppe A , nämlich gar nicht! Für nebenbei war es ganz in Ordnung, aber zu mehr reicht es nicht.

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