Vampire

Die drei !!! (27) – Vampire in der Nacht

Titel: Die drei !! (27) – Vampire in der Nacht / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Kerstin Draeger, Anton Wilms, Flemming Stein, Ela Nitzsche ua

dda27Inhalt: Als in der Zeitung etwas von einer toten Kuh steht, der Vampire das Blut ausgesaugt haben sollen, glauben die Detektivinnen zunächst an einen Scherz. Als sich dann aber herausstellt, dass das Rind wirklich von blutdürstenden Saugern heimgesucht wurde, nehmen die drei !!! ihre Ermittlungen auf. Und schon bald finden sie heraus, was es mit diesen Vampiren auf sich hat: Es muss sich um die einzigen Säugetiere handeln, die ausschließlich von Blut leben. Und das sind Fledermäuse, die es nur in Amerika gibt. Aber wer hat sie nach Europa geholt? Und vor allem, wo sind diese nachtaktiven Flügel-Tiere zu finden? Das sind die Fragen, die Kim, Franzi und Marie beantworten müssen, wenn sie auch diesen mysteriösen Fall schnell aufklären wollen.


Auf diese Folge hatte ich mich sehr gefreut, denn der Titel versprach mal wieder einen gruselig angehauchten Fall für die drei Detektivinnen.
Im Nachhinein jetzt muss ich aber leider sagen, dass die Geschichte weder gruselig ist, noch überhaupt ein Fall für Detektive.
Zudem dauert es geraume Zeit bis die Handlung um die Vampire überhaupt ins Rollen kommt. Natürlich wird der Vampirglaube angesprochen, der plötzlich in der Stadt ausgebrochen ist, mehr aber nicht. Das kommt nicht gegen das Drum und Dran an, das den ersten Teil des Hörspiels bestimmt. Nun ist man es ja gewöhnt, dass es in dieser Reihe auch um Themen wie Freundschaft geht, aber anfangs ist überhaupt kein Thema wirklich greifbar. Etwas Eifersüchtelei wegen der neuen Freundin des Vaters, eine kranke Mutter im Krankenhaus, ein interessanter Praktikant im Krankenhaus, aber nichts Handfestes.
Und alleine eine Suche nach Vampirfledermäusen und demjenigen, der sie eingeschleppt hat, das ist für mich kein Kriminalfall. Zumal für niemanden eine Gefahr besteht, außer für ein paar Kühe. So bleibt es eigentlich bei einer Suche nach den Tieren und dem, der sie ausgesetzt hat. Davor wirkt die Szene im Stollen ganz schön bemüht. So als hätte man versucht, wenigstens noch etwas Krimi rauszuschinden. Und mit der Auflösung bin ich ebenfalls nicht zufrieden. Die Erklärung, wie die Fledermäuse herkamen, ist sowas von schlicht und im Nu abgehandelt. Und hinter dem finalen Geständnis eines Verdächtigen, steckt nicht mehr als Gedankenlosigkeit. Das kann die Reihe eindeutig besser

Ich hätte es niemals erwartet, aber so wie Dagmar Dreke hier die Kostümverleiherin spricht, so könnte ich sie mir als echten Ersatz für Gisela Fritsch als Karla Kolumna vorstellen. Toll, diese schräbbelige Stimme und die hektische Redeweise. Flemming Stein ist als Robin zu hören. Er klingt mir etwas zu jung um in der Altersklasse der Detektivinnen mitzumischen. Aber vermutlich wird man nochmal von ihm hören. Ela Nitzsche gibt einen tollen Drachen von Krankenschwester.

Begleitet wird die Geschichte von den bereits vertrauten munteren Stücken, die man in der Reihe immer mal wieder antrifft. Ich würde mir wünschen, dieses „Californiaaaaa…“ würde man ersetzt. Wenigstens ab und zu. Die drei Freundinnen gehen auf eine Party. Dadurch geht es hier etwas abwechslungsreicher zu. Über die Geräuschkulisse kann man nichts Schlechtes sagen. Außer, dass ich auf dieses Geklimper vom Windspiel immer noch bestens verzichten könnte.

Das Cover ähnelt stark dem von „Tanz der Hexen“. Im ersten Moment dachte ich, es wäre das gleiche. Trotzdem mag ich es mit dem nächtlichen Hintergrund und den Fledermäusen, die über den Köpfen der Mädchen flattern.

Fazit: Das war leider nichts. Die Story um die Vampire kommt erst spät in die Puschen, ist aber kein echter Kriminalfall. Und die Auflösung kommt so unspektakulär daher, dass ich mir sicher war, dass das nicht alles sein konnte. War es aber.

The Vampire Journals (02) – Geliebt (Morgan Rice / Nana Spier)

Titel: The Vampire Journals (02) – Geliebt / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: 158 min / Buch: Morgan Rice / gelesen von: Nana Spier

vampirejournals02Inhalt: »Caitlin hob die Hand und fuhr ihm durch die Haare, und ihre Küsse wurden immer leidenschaftlicher. Von diesem Augenblick hatte sie geträumt, seit sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte. Noch nie hatte sie jemanden so sehr geliebt.« Caitlin und Caleb machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem einzigen Gegenstand, der den drohenden Krieg der Vampire und der Menschheit noch abwenden kann: das verlorene Schwert. Sie sind aber nicht die Einzigen: Auch die Vampire des Blacktide Clans wollen das alte Schwert ausfindig machen und sind dem Paar dicht auf den Fersen. Trotz der Gefahren wächst die Liebe zwischen Caitlin und Caleb. Doch ihre verbotene Romanze könnte alles zerstören.


Am ersten Teil dieser Reihe habe ich vor einigen Monaten ja kein gutes Haar gelassen. Da es aber zumindest nett anzuhören war, habe ich der Reihe noch eine Chance eingeräumt. Zu meiner eigenen Verblüffung -ich hatte es nicht erwartet- geht es mit „Geliebt“ tatsächlich spürbar bergauf. Erstens habe ich nach diesem zweiten Teil endlich das Gefühl, mich mit Caitlin und Caleb angefreundet zu haben. Sie gewinnen hier merklich an Profil und Charakter. In solche Figuren kann ich mich besser hineinversetzen als in die noch recht fadenscheinigen Gestalten, die sie im ersten Teil noch waren. Und mit so angelegten Figuren begebe ich mich auch gerne auf Abenteuertour. Die steht Caitlin und Caleb hier sehr schnell bevor. Das verlorene Schwert muss gefunden werden ehe ein Krieg zwischen den Menschen und Vampiren ausbrechen kann. Und diese Suche gestaltet sich alles andere als einfach und ungefährlich. Somit kam hier druchaus Spannung auf und ich war stets neugierig, was als nächstes auf die beiden wartet. Auch die wechselnde Erzählperspektive hat mir gefallen, zumal man so auch andere Charaktere besser kennenlernt als wenn Caitlin über sie erzählt. Natürlich bringt es ganz nebenbei auch Abwechslung in das Hörerlebnis. Ich zumindest horche immer automatisch auf, wenn die Perspektive wechselt. Erzählt nur eine Person droht dagegen manches an mir vorbeizuschwappen. Soweit, so gut. Wie ich finde, ist das schon ein großer Schritt nach vorne in der Reihe.

Erneut ist Nana Spier als Sprecherin zu hören, deren Stimme ich für diese Geschichte noch immer gerne mag. Sie klingt schön jung, was speziell zu Caitlin gut passt. Und sie hat mich ein weiteres Mal damit überrascht, wie gut sie auch für die männlichen Charaktere den passenden Tonfall findet. Langweilig wird es dabei nicht.

Das Cover ist ganz dem Stil des Motivs vom ersten Teil treu geblieben. Das gleiche Vampirgesicht, nur mit einem anderen Blick und halbiert. Und schön finster. Cover eine Serie sollten sich ähneln, und das tun diese beiden ersten Cover auf jeden Fall.

Fazit: Es bleibt dabei, dass die Story nicht sonderlich innovativ wirkt. Vampirstorys dieser Art gibt es reichlich: mit einem drohenden Krieg, der Suche nach mystischen Gegenständen, einer Liebe zwischen Mensch und Vampir, ein junger Vampir, der den Blutsauger in sich erst entdeckt und damit klarzukommen versucht… Wer aber genau auf solche Vampirgeschichten steht, dem kann ich die Reihe nach diesem zweiten Teil guten Gewissens empfehlen! Es geht aufwärts!

Meine Freundin Conni (36) – Conni und die Burg der Vampire

Titel: Meine Freundin Conni (36) – Conni und die Burg der Vampire / Verlag: Karussell / Spielzeit: ca. 71 min / Sprecher: Lea Sprick, Linda Fölster, Patrick Bach, Volker Hanisch ua

Inhalt: Annas Onkel hat die drei Freundinnen für ein paar Tage in sein Burghotel eingeladen. Was für ein Abenteuer! Dch bald müssen die Mädchen feststellen, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. Geistert Fürst Vladimir wirklich als Vampir durch die Gänge? Und warum isst die alte Gräfin mit Vorliebe Blutwurst?


Pünktlich zur Halloweenzeit erleben auch Conni und ihre Freundinnen ein unheimliches Abenteuer. Ein Besuch in einem Burghotel sorgt für viel Aufregung, eine Begegnung mit Fledermäusen und manche schlaflose Nacht. Ich mag ja solche Geschichten, finde aber auch, dass sie nichts für die ganz jungen „Conni“-Fans ist.  Denn ab und zu geht es schon ein wenig unheimlich zu. Leider erkennt man bei den Hörspielen den Unterschied zwischen den „Lesemaus“-Geschichten und den „Conni“-Erzählbänden nicht sofort.
Für etwas ältere Fans ist dies aber eine wirklich schöne Geschichte, die zwar dezent gruselig ist, aber eben auch viel Spass macht. Denn so leicht lassen sich Conni, Anna und Billi nicht ins Bockshorn jagen. Und die Grusel-Ideen sind auch ganz vergnüglich mit einem Jungen, der nur so seltsames rotes Zeugs trinkt, einem Fürsten, der offenbar niemals gestorben ist, und einer Gräfin mit seltsamen Essgewohnheiten. Doch schließlich gelingt es Conni und ihren Freundinnen sogar, den ganzen Grusel zu etwas richtig Tollem zu wandeln. Dabei gibt es ganz nebenbei auch noch einiges über Fledermäuse zu lernen, und neue Freundschaften werden ebenfalls geschlossen. Eben einfach typisch Conni!

Neben Lea Sprick, Linda Fölster und Aline Degner hat mir ganz besonders Patrick Bach alias Dragomir gefallen. Auch wenn er schon älter klingt als es seine Rolle erfordert, so hat er doch eine wunderbar schauerliche Stimme für den Jungen auf Lager. Volker Hanisch spricht Annas Onkel und ich mochte ihn sofort. Auch seine Sorge um das Hotel habe ich ihm sofort abgenommen.

Neben den vertrauten fröhlichen Musikstücken, bekommt man hier aber auch mal leicht unheimliche Melodien zu hören. Da klingt es mal recht typisch nach Krimi und später auch nach einer altmodischen Gruselgeschichte, mit beispielsweise Spinnetklängen. Das steht der Geschichte ganz vorzüglich.

Conn und ihre Freundinnen in gruseliger Kostümierung vor der Burg. Mir gefällt dieses Cover ganz besonders gut. Es ist gleichzeitig ein wenig unheimlich, aber man sieht auf den ersten Blick auch den Spass, den die Mädchen haben. Eben so, wie es in der Geschichte auch zugeht. Im Booklet werden einige Charaktere mit Bild vorgestellt.

Fazit:  Eine schöne Folge für die etwas älteren Conni-Fans, die prima zur Halloweenzeit passt. Ich möchte auch mal ein Großes Mausohr live sehen 😉

Shadow Falls Camp (01) – Geboren um Mitternacht

Titel: Shadow Falls Camp (01) – Geboren um Mitternacht / Verlag: DAV / Spielzeit: ca. 445 min / Buch: C.C. Hunter / gelesen von: Anke Kortemeier

Inhalt: Im Leben der 16-jährigen Kylie geht alles schief: Nach der Scheidung ihrer Eltern, dem Tod der Großmutter und der Trennung von ihrem Freund wird sie in ein Camp für Schwererziehbare geschickt. Doch Shadow Falls ist kein normales Sommercamp hier entpuppen sich die Teenager als Vampire, Werwölfe, Hexen und Gestaltwandler. Als wäre das nicht schon verwirrend genug, kämpfen zwei aufregende Jungs um Kylies Herz. Doch bevor sie sich ihrem Liebesleben widmen kann, muss sie herausfinden, wer sie ist.


Mein erster Eindruck von dieser Geschichte war: ein „House of Night“-Klon. Dieser erste Eindruck hat sich für mich während des Hörens bestätigt. Es gibt nur geringfügige Abweichungen wie zB dass die Handlung nicht in einem Internat, sondern in einem Sommercamp spielt. Und dass nicht nur Vampire die Geschichte bevölkern, sonden außerdem auch noch Werwölfe, Gestaltwandler und Geisterseher. Das Schema sonst ist auffallend ähnlich. Ein junges Mädchen gerät aufgrund eines Zwischenfalls unter das übersinnliche Volk, kann kaum glauben, was es hier erlebt und noch viel weniger, dass es selber dazu gehört. So geht es auch Kylie und den größten Teil dieser Geschichte nimmt auch genau dies ein. Kylie kommt in das Camp und kann sich mit all dem Neuen nur schwer abfinden. Sie glaubt nicht, dass sie etwas Besonderes ist, und findet auch nur schwer Anschluss im Camp. Zudem läuft es bei ihr zuhause gerade nicht sonderlich gut und so ganz nebenbei buhlen noch diverse übersinnliche und nicht übersinnliche Jungs um ihre Zuneigung. Ich gebe zu, ich habe mich sehr lange gefragt, wann denn hier endlich mal etwas geschieht. Darauf muss man bis CD 5 warten! Aber ich habe mich bis dahin wirklich gut unterhalten gefühlt. Mir gefällt es, dass hier verschiedene übersinnliche Wesen mitmischen, das bietet eine gewisse Brisanz und Abwechslung. Und wenn es spaßig ist, dann mag ich auch solche Teenie-Stories um Freundschaft, Liebe und Eltern-Probleme. Und gerade im Vergleich mit „House f Night“ sehr wichtig für mich: man wird nicht mit irgendwelchen öden Ritualen gelangweilt. Es ist im Gegenteil eigentlich immer etwas los. Und für das Geschehen am Ende hat es sich auch gelohnt bis dahin durchzuhalten. Denn das verspricht durchaus mindestens eine interessante Fortsetzung.

Anke Kortemeier habe ich hier zum ersten Mal in einem Hörbuch gehört. Mir hat sie für diese Geschichte gut gefallen. Ihre Stimme klingt passend jugendlich und sie hat gerade in den Dialogen auch den passenden Teenie-Tonfall für jede Situation auf Lager. Die Variationen mit denen sie den Charakteren ihre Stimmen verleiht sind dabei zwar ziemlich dezent, aber sie funktionieren trotzdem prima. Ich habe immer gewusst, wen sie gerade spricht. Es muss also nicht immer sowas von markant sein. Feine und gute Nuancen erzielen die gleiche Wirkung. Sie klingen in meinen Ohren sogar besser!

Das Covermotiv gibt jetzt zugegebenermaßen nicht viel her. Das Camp befindet sich in bzw  nahe einem Waldgebiet und im Zentrum der Geschichte steht das Mädchen Kylie. Ein Baum und ein Mädchen sind da also eine ganz passende Wahl. Immerhin mal kein Gesicht! Danke! Ich mag außerdem das Farben- und Lichtspiel, das dem Bild einen mysteriösen „Anstrich“ gibt.

Fazit:  Die Anleihen bei Genre-Kollegen wie „House of Night“ sind nicht zu leugnen. Sie sind bis in Details unübersehbar vorhanden. Mir gefällt „Shadow Falls Camp“ trotzdem besser, da man hier eine bunt gemischte übersinnliche Truppe antrifft, die einfach sympathisch ist. Und weil es -zumindest bisher- locker und unterhaltsam zugeht. Ich bin auf die nächsten Teile gespannt und solange die Geschichten um das „Shadow Falls Camp“ so munter und vergnüglich sind, bleibe ich der Reihe treu.

Flattertiere wie Vampire

Titel: Flattertiere wie Vampire / Verlag: Maritim / Spielzeit: ca. 63 min / Sprecher: Sascha Draeger, Alexandra Doerk, Michael Weckler, Gabi Blum, Karin Eckhold u.a.

InhaltVampire in Wokingham – das ganze Dorf ist in heller Aufregung. Zumal die seltsamen Flattertiere nicht nur auf Blut aus sind, sondern sich auch mit Benzin, Strom, Milch und sogar mit dem guten Whisky vollaufen lassen. Und die Gebissenen machen dann Sachen, die ihnen niemand zugetraut hätte.


Heute hat es seit Langem mal wieder ein schon älteres Hörspiel auf diese Seite geschafft, das aber zu meinen All-Time-Favorites zählt. Warum? Weil ich es für ein Kinder-Hörspiel schon sehr gewagt finde. Natürlich, die Hauptcharaktere sind zwei Kinder und an dieser etwas sonderbaren Art von Vampiren, die Strom, Milch und Whiskey saugen, kann man auch erkennen, dass es keine Gruselgeschichte ist. Und doch! Denn auch wenn es die Vampire nicht auf Menschenblut abgesehen haben, sie greifen durchaus Menschen an. Und in dem kleinen Dörfchen werden allerlei Schauergeschichten über die Vampire erzählt, die zwar meist auch eine lustige Seite haben, aber immerhin so eindrucksvoll unheimlich erzählt werden, dass man schon mal eine Gänsehaut bekommen kann. Zudem geht die Geschichte mit dem Thema Tod sehr offen um. Da wird bei einem Kind mit einem aufgeschlagenen Knie pro Forma schon mal Maß für den Sarg genommen. Da droht ein Friedhofsgärtner der Regierung, ihnen Särge mit Leichen drin zu schicken, wenn sie ihm keinen größeren Friedhof zugestehen. Da wird sehr peittävoll für Trauerkleidung  damit geworben, dass es sich beruhigter sterbe, wenn man wisse, dass alle Gäste der Beerdigung mit dieser Kleidung ausgestattet sind, da wird einer Person offen das wohl nahe Ende prophezeit… Trotz einem guten Schuss Humor und dem Wissen, dass die Vampire nicht den Tod, sondern eher wertvolle Fähigkeiten bringen, doch ungewöhnlich für ein Kinderhörspiel.

Mit Sascha Draeger ist eine aus Kinder- und Jugendhörspielen hinlänglich bekannte Stimme in einer der Hauptrollen, als Cedric, zu hören. Da er Dank Serien wie „TKKG“ einer DER Sprecher für jugendliche Rollen ist, passt er auch gut zu diesem Part. Cedrics Freundin Goody wird von Alexandra Doerk gesprochen, ebenfalls aus zahlreichen Europa-Hörspielen bekannt. Ihr nimmt man die gewitzte und mutige Goody sofort ab. Mit u.A. Franz Josef Steffens, Manfred Schermutzki und Karin Eckhold sind noch viele weitere vertraute Hörspiel-Stimmen mit dabei.

Nachdem schon im Abschnitt zu den Sprechern das Wort „Europa“ gefallen ist, geht es hinsichtlich der musikalischen Untermalung gleich damit weiter. Denn die meisten der Melodien, die die Geschichte begleiten, kennt man als Kassetten-Kind bereits: aus zahlreichen Hörspielen von Europa aus den 70ern und 80ern. Sie stehen dieser Maritim-Geschichte ebenfalls sehr gut und lassen schnell das Flair und den Charme dieser alten Hörspiele aufkommen.

Das Bild auf dem Cover passt gut zum Untertitel „Eine unheimlich Geschichte von Othmar Franz Lang“. Gleichzeitig sieht man ihm aber auch an, dass es sich um eine Geschichte für junge Hörer handelt, dafür bürgt der Stil, der an ein Bilderbuch erinnert. Der Rahmen drum herum wirkt reichlich einfallslos. Und dem setzen die Innenseiten des Booklets noch die Krone auf, denn die sind leer. Da hätte es dann auch ein Einleger getan.

Fazit: Eine witzige und -für die angepeilte Altersgruppe- sehr gewagte Geschichte, an der auch Erwachsene ihren Hörspass haben werden. Allerdings klingt sie von den Sprechern bis hin zur Untermalung trotz Maritim-Logo auf dem Cover ganz klar nach Europa.

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