van Dusen

Professor van Dusen (17) – …setzt die Segel

Titel: Professor van Dusen (17) – …setzt die Segel / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Liane Rudolph, Peter Weis, Niels Rieke, Peter Kirchberger ua

Professor van Dusen verschlägt es in das niederländische Seebad Zandvoort. Dort will er Ahnenforschung betreiben, jedoch verlaufen seine Recherchen alles andere als glücklich. Noch dazu geschehen im Hotel Zee Paleis seltsame Dinge und nicht jeder ist, wer er vorgibt, zu sein. Als kurz darauf am Strand ein Mord geschieht, muss der Professor nicht nur einen kühlen Kopf bewahren, sondern sich zudem einem altbekannten Gegner stellen. Dieser hat nichts von seiner Gefährlichkeit eingebüßt.


van Dusen und Hatch machen auf ihrer Reise einen Abstecher in das niederländische Seebad Zandvoort. Dort möchte der Professor Näheres zu seinen Vorfahren erfahren. Allerdings verlaufen diese Nachforschungen für ihn wenig erfreulich. Ich musste wirklich über seine Reaktionen lachen als er erfährt, wie normal bis gewöhnlich seine Ahnen geraten sind. Da kann er einem beinahe leid tun.
Im weiteren Verlauf lernt man die übrigen Bewohner des Hotels kennen und am Strand ereignet sich etwas sehr Skurriles. Das ist alles schön unterhaltsam erzählt und zeichnet ein herrliches Bild vom Schauplatz und den Akteuren. Es dauert dadurch aber auch eine Weile, ehe eine Leiche aufgefunden wird und so ein neuer Fall für den Amateurkriminologen und seinen Chronisten Hatch startet.
Als Hörer hat man genau wie van Dusen eine ganze Reihe Personen an der Hand, zu denen man Theorien und Verdächtigungen anstellen kann. Die Geschichte steuert dann eins nach dem anderen immer weitere kleine Details rund um das Geschehen bei und so macht es wirklich Spass, sie zu einem großen Ganzen zusammenzupuzzeln. Gegen Ende hin erwartet einen aber dennoch die eine oder andere Überraschung.
Außerdem bringt das letzte Drittel einen neuen Widersacher für van Dusen ins Spiel. Ich denke, von ihm werden wir in der Reihe sicher noch einmal hören, und ich freue mich sogar darauf. Er scheint ein würdiger Gegenspieler zu sein.

Cornelia Waibel hat mir als Sina Waterboer sehr gut gefallen. Sie lässt Sina liebenswert und jung klingen. So ist Sina die Figur, die einen Funken Schwung in die Story bringt. Liane Rudolph hält für Greetje Vandermeer eine markante Stimme bereit, die einem auf Anhieb eine Vorstellung dieser Person liefert. Peter Weis gibt einen sympathischen Antonius Waterboer und ich musste immer ein bisschen grinsen, wenn der leicht einfältige Antonius das Wort ergreift.

Musik hält sich auch in dieser Folge wieder sehr zurück. Am häufigsten hört man sie noch zwischen den Szenen oder während Hatchs Erzählpassagen. Dort dann aber wieder dezent im Hintergrund. Dafür gilt der Geräuschkulisse ein besonderes Lob. Sie setzt den Schauplatz ausgesprochen anschaulich in Szene.

Das Covermotiv zeigt Hatch dabei, wie er mit einem kräftigen Tritt die Strandkabinentür öffnet, hinter der die Leiche liegt. Dass die Kabine die Unglückszahl 13 hat, ist ein nettes Detail. Damit zeigt das Cover den Moment, in dem der Fall seinen Anfang nimmt.

Fazit:  Nach einem ausführlichen und sehr unterhaltsamen Einstieg, gilt es dann doch noch, einen waschechten Mord aufzuklären. Das gelingt van Dusen in seiner gewohnten unnachahlichen Art einmal mehr mit Bravour. Doch wird dieses Mal  nicht jeder Bösewicht zur Strecke gebracht. Stattdessen geht ein Widersacher für van Dusen neu ins Rennen, von dem man sicher noch hören wird.

Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (20) – Hatch will heiraten

Titel: Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen (20) – Hatch will heiraten / Verlag: Highscore Music / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher: Klaus Herm, Karin Grüger, Heinz Rabe ua

Ihre Reise um die Welt setzen Professor van Dusen und Hutchinson Hatch auf einem Passagierdampfer fort, wo der Reporter einen heftigen Streit zwischen zwei Männern in einer fremden Sprache beobachtet. Sofort berichtet er auch dem kriminalistischen Gelehrten von seiner Beobachtung. Auch am nächsten Tag hat Hatch wieder eine ähnlich unangenehme Begegnung, bei der er jedoch auch der zauberhaften Miss Apex begegnet, die in dunkle Machenschaften verwickelt zu sein scheint.


Auf ihrer Weltreise sind van Dusen und Hatch in dieser Episode auf dem Passagierdampfer Ormuz unterwegs, was eine schöne Abwechslung darstellt. Auch sonst hat die Geschichte ein paar nette Überraschungen in petto. So steht hier bespielsweise gar nicht van Dusen im Mittelpunkt. Die Story dreht sich vielmehr um Hatch, der auf dem Schiff ein paar finsteren Gestalten auf die Spur kommt und so unversehens in eine höchst gefähliche Lage gerät. Da ich Hatch genauso gerne mag wie van Dusen hat mir das wirklich gut gefallen. Vor allem erfährt man so auch noch ein paar interessante Details über van Dusens Freund und Chronisten.
Im Vorgeplänkel am Anfang des Hörspiels äußert Hatch Bedenken, die Geschichte überhaupt zu erzählen. Unter anderem, weil er sie nicht für eine richtige Kriminalgeschichte hält. Jedenfalls wenn man davon immer Mord und Totschlag erwartet. Das stimmt so sogar. Legt man einzig diesen Maßstab an, ist es wirklich kein echter Krimi. Doch auch hier sind echte Gauner am Werke. Es muss nicht immer eine Leiche geben, es gibt noch genug anderen Arten des Verbrechens. Auch wenn man hier schnell ahnt, dass Hatch geradewegs ins Unglück läuft und man den Leuten aus dem fernen Ruritanien keinen Meter über den Weg trauen sollte, so bleibt es doch spannend. Alleine schon durch die Sorge um Hatch und die Frage, ob und wie van Dusen das Unheil von seinem Chronisten abwenden kann.
Am Ende beim großen Finale in allerletzter Sekunde steht dann wieder er im Mittelpunkt. Während man zuvor oft auf sein geistreichen Bemerkungen und intelligenten Gedankenspiele verzichten muss, kann er an dieser Stelle wie gewohnt brillieren.

Wenn sich eine Story vornehmlich um Hatch dreht, ist logischerweise von Klaus Herm am meisten zu hören. Er liefert hier einen wirklich genialen Job ab. Hatch klingt geradezu besorgniserregend naiv, verliebt und manchmal sogar irgendwie trottelig. Da darf gerne mal geschmunzelt werden. Mit Karin Grüger alias Miss Apex hatte ich dagegen meine Schwierigkeiten. Sie übertreibt mir zu oft und so klingt die junge Dame keinweswegs geheimnisvoll oder verzweifelt. Alleine dadurch weiß man als Hörer schon, was man von ihr zu halten hat und in welche Richtung es mit der Story geht.

Stimmige Musikstücke und eine ganze Reihe passiger Geräusche verleihen der Folge ihr Flair. Man wähnt sich schnell in van Dusens Zeit und der Schauplatz Passagierschiff wird ebenso gut in Szene gesetzt wie der Part mit Hatch und Miss Apex auf ihrem Kamelritt.

Wenn es ein Motiv gibt, das den Stand der Ehe bestens beschreibt, dann dieses hier: die Hände zweier Menschen, die durch den Ehering aneinenadergekettet sind, Großartig!

Fazit:  In dieser Episode steht mal Hatch im Mittelpunkt, was eine schöne Abwechslung ist und genauso gut funktioniert wie die anderen Geschichten. Auch wenn der Hörer schnell weiß, wo der Hase hier langläuft, so ist es doch spannend zu verfolgen, wie Hatch in sein Unheil rennt. Und natürlich, wie van Dusen dem Spuk letztlich ein Ende setzt.

Professor van Dusen (16) – …nimmt die Beichte ab

Titel: Professor van Dusen (16) – …nimmt die Beichte ab / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 70 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Luise Lunow, Franziska Endres, Ilka Teichmüller ua

Eine anfangs noch harmlose Reise nach Florida entwickelt sich für Professor van Dusen und seinen treuen Begleiter Hutchinson Hatch zu einem gefährlichen Abenteuer. Durch einen Hurricane vom Weg abgekommen, landen die beiden Männer ausgerechnet in einem Nonnenkloster. Dort geht es den Bewohnerinnen zufolge nicht mit rechten Dingen zu: Geheime Zeichen an der Wand versetzen die Nonnen in Aufruhr! Auch die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Die Denkmaschine nimmt daraufhin die Herausforderung eines Parapsychologen an, in einem Wettstreit die Lösung des Falls zu finden.


Dieser Folge ist zu Beginn noch nicht viel von einem neuen Fall für die Denkmaschine anzumerken. Für ihn und natürlich auch Hatch geht es dieses Mal per Automobil nach Florida. Jedenfalls soll er dorthin gehen, doch das Wetter und auch das Automobil erschweren die Reise sehr. Allerdings auf höchst vergnügliche Art und Weise. Ich habe manches Mal grinsen müssen als die beiden das Auto anmieten und auch bei ihren Wortgefechten auf der brenzligen Fahrt, die schließlich unter einem umgestürzten Baum ein jähes Ende findet.
Von nun an ist es auch mit dem Vergnügen vorbei. van Dusen und der verletzte Hatch landen in einem einsam gelegenen Kloster, in dem es zu spuken scheint. Die kleine Gruppe Nonnen dort lebt mehr oder minder verängstigt mit den seltsamen Vorkommnissen, denen ein Parapsychologe auf die Spur zu kommen versucht. Jedenfalls bis van Dusen Wind von der Sache bekommt, denn von da an wirkt der “Geisterjäger” vor allem albern.
Als eine der Schwestern tot aufgefunden wird, nimmt van Dusen die Spur des vemeintlichen Spuks auf und tritt damit in Konkurrenz zu dem Parapsychologen, was diesem natürlich gar nicht passt.
Mir hat diese Folge wirklich sehr gut gefallen, denn ich mag es, wenn man es mit einer überschaubaren Anzahl an Figuren zu tun hat. So kann man sich für jede ein bisschen Zeit nehmen und Überlegungen anstellen, ob und inwiefern sie mit den Ereignissen zu tun haben könnte. Auch der leicht uneheimlich anmutende Schauplatz, das alte, verwinkelte, schiefe Kloster war ganz nach meinem Geschmack. Das hat einfach seinen ganz speziellen Charme und sorgt für ein bisschen Gänsehautfeeling.
Das Rätsels Lösung dagegen ist im übersinnlichen Verständnis überhaupt nicht schaurig, grausig aber auf alle Fälle und es ist einmal mehr ein reines Vergnügen, van Dusen bei seinen aufklärenden Erläuterungen zu lauschen. Es bleibt bis zur letzten Minuten spannend, wer der- oder diejenige mörderische Welche ist…

Luise Lunow glänzt mit ihrer markanten Stimme als Mutter Ignazia. Man nimmt ihr diese Rolle auf Anhieb ab und hat auch gleich ein entsprechendes Bild von dieser Figur vor Augen. Dirk Müller gelingt es ebenfalls sehr gut, einem einen Eindruck von dem Parapsychologen zu vermitteln. In den Rollen der Schwestern sind Franziska Endres, Nicole Hannak, Ilka Teichmüller und Jenny Maria Meyer zu hören, die man dank ganz verschiedener Stimmen und Tonfälle prima unterscheiden kann. Dadurch werden auch die verschiedenen Charaktere dieser Figuren schnell deutlich.

Diese Folge lebt zu einem großen Teil von ihrer genialen Atmosphäre, welche sie unter Anderem auch der musikalischen Untermalung verdankt. Die fällt sehr stimmig aus und man fühlt sich schnell in dieses seltsame Kloster versetzt. Eine ganze Reihe Geräusche veranschaulicht das Geschehen.

Das düstere Klostergwölbe auf dem Cover vermittelt einen Eindruck davon, wo diese Geschichte spielt. Ein bisschen unheimlich wirkt es auch. Witzig finde ich den Kontrast zwischen der ehrwürdigen Mutter Ignazia und dem Trio hinter ihr, dass vor allem neugierig und im Vergleich deutlich lockerer wirkt.

Fazit:  Eine spannende Geschichte mit unheimlichen Einschlägen und so genau mein Fall!

Professor van Dusen (12) – …fährt Achterbahn

Titel: Professor van Dusen (12) – …fährt Achterbahn / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 62 min / Sprecher: Nicolai Tegeler, Peter Weis, Joachim Kaps, Sandrine Mittelstädt ua

Inhalt: Unter den russischen Immigranten im New Yorker Stadtteil Brooklyn geht die Angst um. Ein Unbekannter tötet im Schutz der Dunkelheit die Freunde und Anhänger des Zaren. Als es auch einen ehemaligen Schüler von Professor van Dusen trifft, nimmt dieser mit Hilfe seines Begleiters Hutchinson Hatch die Ermittlungen auf. Die blutige Spur führt nach Coney Island, in den noch im Bau befindlichen Vergnügungspark Dreamland. Dort kommt es zu rasanten Begebenheiten, bei denen die Grenzen zwischen Fantasie und Realität zu verschwimmen scheinen. Für die Denkmaschine gilt es, den gefährlichen Mörder nicht aus den Augen zu verlieren.


Nach dem Überraschung bei dem Hörspiel der gestrigen Besprechung, habe ich hier gleich wieder eine erlebt. Nur leider längst keine solch positive. Dabei höre ich diese Reihe wirklich gerne. Ich fand bislang alle Folgen ganz spannend und mochte den feinen Humor, der in Figuren und Dialogen steckte.
Daher verstehe ich wirklich nicht, was man sich bei dieser Geschichte gedacht hat. Wobei man es auch hier wie so oft mit Mord zu tun hat, was einem Krimihörspiel an sich immer gut steht. Leider ereignete sich der erste Mord in Kreisen russischer Immigranten. Leider, weil diese natürlich deutsch sprechen müssen (sonst könnten wir sie ja nicht verstehen), aber das mit einem geradezu katastrophalen Akzent, der nicht erst bei dem alle naselang skandierten “Äs läääbe die Rrrrevulotiooon” nervt. Ich musste bei diesen Szenen ehrlich die Zähne zusammenbeißen um nicht abzuschalten. Wer kann denn solche Bösewichte bitte ernst nehmen? Da ist doch eher Fremdschämen erster Klasse angesagt!
Meinem Eindruck nach rücken diese Passagen auch ziemlich die Ermittlungen von Hatch und van Dusen in den Hintergrund. Es ist hier deutlich weniger von der Brillanz des Professors rauszuhören als in vorigen Folgen. Dieser Hau-Drauf-Akzent und die brachiale Mentalität der Russen drängt irgendwie alles hinter sich. Dabei blieb für mich leider auch die Spannung auf der Strecke, mit der ich den Geschichten um van Dusen sonst lausche.
Die Krönung ist dann noch ein Finale, das zwar unbestritten rasant, aber bedauerlicherweise auch absolut hanebüchen ist. Nein, ich kenne die Achterbahnen und ihre Bauweise in Zeiten von van Dusen nicht, aber was hier beschrieben wird, das dürfte allenfalls in einem Cartoon wirklich funktionieren.

Vor allem Joachim Kaps und Sandrine Mittelstädt sind es, die sich hier mit besagtem Akzent durch die Handlung schlagen. Da wäre deutlich weniger, deutlich angebrachter gewesen. Authentisch klingen sie so beim besten Willen nicht. Aber wie auch, wenn man es so übertreibt?  Ein kurzes Gastspiel gibt Peter Weis, was mich wie immer sehr gefreut hat. Selbst nach den wenigen Sätzen konnte ich mir schon ein gutes Bild von seiner Figur machen. Bernd Vollbrecht und Nicolai Tegeler sind zum Glück mit ihren Figuren ganz die Alten. Das wirkt aber gegen die übrigen Charkatere schon geradezu schräg irgendwie.

Wie üblich kommt die Folge mit überwiegend ruhigen, gediegenen Musikstücken daher. Feine, sorgfältig ausgewählte Geräusche veranschlaulichen die einzelnen Szenen.

Bei diesem Titel ist es nur logisch, dass die Acnhterbahnfahrt auch auf dem Cover zu sehen ist. Über die Geschichte gibt das Motiv aber ansonsten nichts preis. Der Stil ist vertraut mit der Bleistiftzeichnung und dem tiefroten Rahmen. So richtig neugierig macht das Cover so jedoch nicht.

Fazit:  Was diese Reihe für mich bislang speziell auszeichnete, das war die Komik, uA in der Figur des van Dusen und der feine Humor in seinen Vorträgen. Vielleicht hatte ich deshalb so meine Probleme mit dieser Folge, die für mich durch den brachialen russischen Akzent, den langen Szenen bei den Russen und dem cartoonmäßigen Finale einfach nur zum Fremdschämen und abgedreht  war.  Und selbst an diejenigen, die darüber lachen können: liebe Leute, das ist doch nicht van Dusen!

Professor van Dusen (10) – …kauft die Katze im Sack

Titel: Professor van Dusen (10) – …kauft die Katze im Sack / Verlag: Allscore / Spielzeit: ca. 75 min / Sprecher: Bernd Vollbrecht, Kerstin Draeger, Tobias Nath, Luisa Wietzorek ua

Inhalt: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Eigentlich wollten Professor van Dusen und Hutchinson Hatch den Zwangsaufenthalt im schönen Wales zur Erholung nutzen. Doch damit ist es vorbei, als sie das verzweifelte Dienstmädchen Janie um Hilfe bittet, deren Herrschaft Lady Agatha sich kürzlich das Leben genommen haben soll. Aber Janie ist davon überzeugt, dass es Mord war – und sie glaubt auch zu wissen, wer dahintersteckt: Der erfolgreiche Mystery-Autor Bryan Edgar Wilson! Und damit stecken die “Denkmaschine” und dessen treuer Begleiter auch schon wieder in einem neuen Fall.


Es ist schon erstaunlich, dass ich die Hörspiele dieser Reihe noch am selben Tag anhöre, an dem sie bei mir eintreffen. Normalerweise würde ich jemanden wie van Dusen so überhaupt nicht ertragen. Aber neben seiner oberschlauen Art hat diese Figur eben auch etwas so augenzwinkernd Sympathisches an sich, dass ich ihm ewig lauschen könnte.
Genau mit dieser Art ermittelt er sich auch wieder -unterstützt natürlich von Hatch- durch diesen Fall, der es tatsächlich in sich hat. Er ist spannend vom Anfang bis zum Ende, als Hörer wird man mal auf diese, mal auf jene Fährte geführt, kann wunderbar miträtseln und sich immer wieder von neuen Wendungen überraschen lassen. Das macht riesigen Spass und lässt selbst bei einem so langen Hörspiel nicht eine Sekunde Langeweile aufkommen.
Zum Schmunzeln gibt es ebenfalls wieder etwas. Denn Hatch hat so seine Probleme gegenüber die walisischen Küche. Und zwei andere Ermittler aus einer ebenso populären Krimireihe trifft man hier ebenfalls an, wobei sie sich -zwar unter anderem Namen- gewissermaßen selbst spielen. Da habe ich wirklich lachen müssen. Überhaupt hat mich hier vom Schauplatz her so einiges an eine der letzten Folgen dieser “Schwesternreihe” erinnert, was durchaus ein Pluspunkt für mich war.

Neben Bernd Vollbrecht und Nicolai Tegeler, die einmal mehr ein absolut rundes Bild ihrer Figuren vermitteln, ist mir vor allem Luisa Wietzorek im Gedächtnis geblieben. Ich habe es wahrhaftig nicht mit SprecherINNEN, aber ihre Stimme liebe ich. Sie passt einwandfrei zu der jungen Janie und mit energischem Ton lässt sie sie sehr selbstbewusst rüberkommen. Kein Wunder, dass Hatch das Sabbern kriegt 😉  Bernd Stephan und Kerstin Drager ergeben ein stimmiges Duo als Wirtepaar.

Ein Ermittler, der so viel denkt und so viel erklärt und fragt, der braucht seinen Raum. Da rückt die Musik automatisch ein Stück in den Hintergrund. Von dort aus wirkt sie aber trotzdem wirklich gut und verleiht dem Geschehen die nötige Stimmung und einen unverwechselbaren Charme.

Das Covermotiv finde ich ein bisschen wirr. Man muss schon genau hinschauen um alles zu erkennen. Es zeigt die Szene, die sich ereignet hat, ehe sie zu einem Fall für van Dusen und Hatch wurde. Mit dem schwarzen Schatten ist sie sogar ein bisschen unheimlich.

Fazit:  Eine von vorne bis hinten sehr spannende Geschichte, bei der man durchweg miträtseln kann und die einen immer wieder aufs Neue eine lange Nase zeigt, wenn man meint, sich über etwas sicher zu sein. Das macht richtig Spass!

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