Verdacht

Die drei !!! (50) – Freundinnen in Gefahr

Titel: Die drei !!! (50) – Freundinnen in Gefahr / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 206 min / Sprecher: Sonja Stein, Sona Pages, Patrick Bach, Achim Buch, Robin Brosch ua

Inhalt: Der bekannte Popsänger Tom Jeremias verschwindet spurlos nach dem Kim, Franzi und Marie ihn bei seinem Konzert besucht haben. Kaum zu fassen: Alle Indizien sprechen gegen die drei !!!.Ganz auf sich allein gestellt müssen die Freundinnen ein gefährliches Abenteuer bestehen, damit dieser Fall nicht zum Letzten der drei Detektivinnen wird.


Ich mag diese Serie heute wirklich gerne. Aber ich muss zugeben, dass ich bei ihrem Start nicht erwartet habe, dass sie irgendwann mal das 50-Folgen-Jubiläum erleben würde. Da freut es mich umso mehr, dass es nun soweit ist. Würdig gefeiert mit einem Fall über drei CDs.
Wobei man schon sagen muss, dass es an sich auch drei Fälle für sich sind. Man kann das tatsächlich so sehen. Aber es sind eben immer Figuren und / oder Details in diesen Fällen vorhanden, die sie miteinander verknüpfen, sodass man es widerum als einen großen Fall verstehen kann. Diese Verknüpfungen sind geschickt gemacht und wirken nie erzwungen. Das ist gut gemacht.
Spannend geht es ebenfalls zu, wobei ich den Fall vom Anfang schon etwas albern fand. Aber jede gute Story braucht nun mal einen Auftakt. Aber spannend ist es, anschließend auf den beiden weiteren CDs erst recht.  Vor allem, weil sich das Geschehen hier gegen die drei Freundinnen wendet. Plötzlich sind sie Verdächtige! Wie sollen sie aus dieser Situation nur herauskommen?
Für Abwechslung ist ebenfalls gesorgt. Für die drei Mädchen geht es beispielsweise in die Vogesen. Sie bekommen es mit Dieben, Entführern, Autoschiebern und Erpressern zu tun. Was kann ein Krimi sonst noch mehr aufbieten?
Eines allerdings hat mir gar nicht gefallen, bzw ich fand es wahnsinnig unglaubwürdig. Und das ist das Verhalten und die Theorien von Kommissar Peters. Das ist dermaßen überzogen gemacht, dass es schon zum Fremdschämen reicht.

Eine solch lange Story hat natürlich auch eine umfangreiche Sprecherliste zur Folge. Die drei Hauptsprecherinnen sind mit richtig viel Spass und Elan bei der Sache. Alex Grimm gibt einen sympathischen Ton Jeremias, der dessen Launen glaubhaft rüberbringt. Es gibt außerdem ein Widerhören mit Figuren aus früheren Folgen. So ist zB Flemming Stein alias Blake mit von der Partie. Darüber habe ich mich wirklich gefreut.

Musik und Geräusche sind nun nicht gerade ein Jubiläumsaushängeschild. In diesem Bereich klingt die Folge genauso wie die 49 zuvor. Andererseits denke ich, dass es -mich zumindest- gestört hätte, wenn man hier nun eine komplett andere Klangkulisse eingesetzt hätte. Somit sehe ich es nicht als Kritikpunkt an. Diese grauenvolle Schnulze allerdings…die geht nun mal echt gar nicht!

Das Covermotiv sieht wunderbar nach Abenteuer aus mit den drei Mädels und ihren Rädern, der Karte und dem urwaldartigen Grün rundherum. Um was es in dem Fall / den Fällen genau geht, kann man daran jedoch nicht erkennen. So ist für Überraschung gesorgt.

Fazit: Ob man die 50. Folge nun als einen Fall ansieht, oder als drei durch Figuren und Details verbundene, aber doch eigenständig Fälle, muss jeder für sich entscheiden. Spannend ist es jedenfalls immer und die Mädchen haben wirklich ihr bislang größtes Abenteuer zu bestehen. Mir hat das Jubiläum gefallen und ich finde, es verdient diese Bezeichnung auch.

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (09) – Holmes unter Verdacht

Titel: Sherlock Holmes – Die neuen Fälle (09) – Holmes unter Verdacht / Verlag: Romantruhe Audio / Spielzeit: / Sprecher: Peter Groeger,  Lutz Harder, Tino Kissling, Christian Rode ua

newholmes09Inhalt: Meisterdetektiv Sherlock Holmes sieht sich schweren Anschuldigungen ausgesetzt der Skandalreporter William Dunning hat ihn mit einer Reihe von Artikeln über angebliche Ermittlungsfehler in Misskredit gebracht. Die erstaunlich detaillierten Informationen erhält Dunning vom unheimlichen Farley Straker, der einen teuflischen Plan geschmiedet hat. Doch dann holt Holmes zum entscheidenden Gegenschlag aus.


Ich dachte, ich höre nicht richtig! Sherlock Holmes vermisst seinen ehemaligen Erzrivalen Moriarty! Kein anderer Verbrecher kann Moriarty das Wasser reichen, und somit fühlt sich Holmes kaum noch wirklich herausgefordert. Zumindest auf mich hat das nie so gewirkt. Zum Glück lässt die nächste Herausforderung nicht lange auf sich warten: jemand versucht Holmes öffentlich in Misskredit zu bringen. Vielleicht steckt dahinter ja ein zweiter Moriarty, sodass Holmes sich endlich wieder gefordert fühlt?
Mir hat die Idee an sich ganz gut gefallen, mal Holmes quasi auf der Anklagebank zu sehen. Das ist einfach mal etwas anderes. Dieses Saubermann-Image hat mir ja noch nie so recht gelegen.
Zunächst war ich mit der Geschichte also ganz zufrieden und neugierig darauf, wie Holmes sich aus dieser Lage befreien würde. Dass das gar nicht leicht werden würde, war schnell klar. So bin ich den ersten Nachforschungen gespannt gefolgt. Doch dann kamen nach und nach so viele Namen ins Spiel, dass ich nicht mehr durchgestiegen bin. Hier mischen nämlich nicht nur Holmes, Watson, sein neuer Widersacher und ein Reporter mit, sondern auch Personen aus früheren Fällen. Mit deren Aussagen versucht Verbrecher Straker Holmes einen Strick zu drehen. Wenn man diese vorigen Fälle kennt und sich gut daran erinnert, dann fällt es sicher leichter, den Überblick zu behalten, aber ich kenne sie nicht bzw ich kann mich an diese Namen nicht mehr erinnern. Somit fehlte mir der Bezug und ich war im Nu raus.
Das Ende lässt vermuten, dass man noch mehr von Straker hören wird. Dann aber bitte ganz im Jetzt des jeweiligen Falles, ansonsten kann ich mir diese Folge sparen. Dafür kenne ich Holmes Fälle nicht gut genug.

Einmal mehr bilden Christian Rode und Peter Groeger ein klasse Sprecherteam. Ich lausche ihnen immer wieder gerne bei ihren Diskussionen. Alexis Krüger lässt Straker zunächst sehr vernünftig und clever klingen, überrascht einen dann aber plötzlich mit einem irren Kichern und Ton. So fiel mein Bild von Straker tatsächlich ein wenig unheimlich aus.

Musikalisch zeigt sich diese Folge eher spartanisch. Man lässt der Geschichte und den Dialogen klar den Vortritt, dabei und / oder dazwischen sind nur sehr selten mal Klänge zu hören. Für mich zeichnen sich Holmes-Geschichten sowieso in erster Linie durch ihn, Watson die ihre Fälle aus, da braucht es kein lautstarkes und vielfältiges Drumherum.

Das Covermotiv lässt mit der Schlagzeile bereits durchblicken, um was es in dieser Geschichte geht. Das macht natürlich neugierig.

Fazit:  Eine schöne Idee, mal Holmes in die Ecke des Angeklagten zu stellen. Die Geschichte beginnt also ganz interessant und verspricht einiges an Spannung. Doch mit den Bezügen zu früheren Fällen und darin verwickelte Personen wurde es mir ziemlich schnell zu verwirrend. Ich hoffe, Holmes nächste Fälle, in denen er mit Straker zu tun bekommt, bleiben im Jetzt .

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